Frauentag, Wahlkampf, Medis und Brot

Guten Morgen, friedliche Stille zum Frauentag, er schläft und ich sehe Sonne. Gestern noch weiter heftig gestritten und zum Glück ist er dann arbeiten. Beim Vater überrascht gewesen, der Bruder und seine (Ex-?) Freundin saßen in der Küche zum gemeinsamen Frühstück. Ich hatte den Geburtstag meines Vaters vergessen. 😦 Wie konnte mir das nur passieren? Ich bin derzeit wohl wirklich Land unter. Das Essen ist ganz gut gewesen, aber mir war der Appetit vergangen, seinetwegen. Abends dann noch mit dem Vater geredet, er versteht meine Beschwerden gegenüber dem Mann. Keine Ahnung was ich heute kochen, vielleicht koche ich auch gar nicht. Ich habe noch Tiefkühl-Frühlingsrollen, das geht notfalls auch. Blutdruck ok, Herzschlag seit dem Streit etwas erhöht. Finde es bedenklich, wenn in Kreuzberg Wahlkampf im Park gemacht wird. Ein paar Flüchtlinge und Kiffer erschrecken, bekommt man dafür Wählerstimmen? Und das während die Politiker wahrscheinlich auf Koks sind? Der Sonnenschein ist gerade schön und auch der blaue Himmel. Der Kaffee schmeckt und keiner stört. Vielleicht schaffe ich es heute, wenn er weg ist, hier mal klar Schiff zu machen, ich fühle mich so unwohl. Überall Dreck, überall Chaos, weil er ständig welches verursacht, aber null hilfreich ist irgendwas davon zu beseitigen. Morgen wieder Homeoffice, keine große Lust gerade, ich sollte vielleicht auch eine medizinische Reha beantragen, nachdem ich nicht auf die Insel reisen kann. Aktuell tendiere ich dazu mein Medikament zu vergessen, normalerweise merke ich, wenn Zeit ist für meine Medis, aktuell nicht (mehr). Wirken Sie nicht mehr? Mir geht es aktuell abgesehen von Konflikten auf Arbeit und ordentlich Streit zu Hause, aber insgesamt besser. Auf in den Tag, keine Brötchen da, aber ich wollte ein Mehrkornbrot backen. Erwachsensein hatte ich mir anders vorgestellt…

Schlaf, Raucherin, kochen und Vater

Guten Morgen, endlich wieder 8 Stunden geschlafen. Gestern weiter Streit, ich fühle mich hier zu wenig unterstützt und als Dienstmagd und Zahlmeister und er erwidert, dass mein Rauchen seine Lunge schädigt. Wir haben hier genug Nichtraucher-Räume, ich weiß nicht welche starke Bedrohung er da sieht und ich finde das rechtfertigt nicht, sich hier in keinerlei Weise zu beteiligen, außerdem hat er mich als Raucherin kennengelernt. Keine Ahnung wohin das führen wird, ausziehen wäre eine Option, nur wohin mit seinem nicht vorhandenen Budget. Die Entenschenkel sind gestern gut geworden, erst gegrillt und dann in einer Hühnerbrühe mit Orangensaft geschmort. Das Süßkartoffelmus ist auch gut geworden. Heute für den Vater Rindersteaksstreifen in Champignon-Sahnesoße mit frischen Nudeln. Beide Gerichte mit Einkäufen von Lidl. Ich freue mich heute auf den Vater, meistens sind unsere Gespräche erleichternd für mich und ich habe viel Redebedarf. Nachmittags ist wie immer ein Waldspaziergang geplant, mal sehen, ob der Bruder mitkommt. Ob wir dabei gegen irgendeine Regel verstoßen ist mir unklar, welche Lockdown-Regeln gerade gelten ist einfach nur noch verwirrend, wenn sich ständig alle Regeln ändern. Und ich bin müde, ständig die neuesten 10 Gebote zu erhalten und zu verkünden. Ich treffe eh meist nur Ehemann und Vater und bin überwiegend im Homeoffice. Blutdruck jetzt schon eine Weile ok, ohne Pillen, ich denke es war eine Nebenwirkung von meinem neuen Medikament/der Medikamentenumstellung, das alle Werte explodierten. Arbeit gestern war ok, ein langes Telefonat mit einer sehr ängstlichen Frau, ich hoffe ich konnte sie etwas beruhigen. Morgen der Frauentag, ich vermute meiner Weiblichkeit, wird keiner huldigen. Ein grauer Tag grüßt und ich trinke Kaffee und rauche, Undank ist der Welten Lohn, soll er doch gehen, ich weiß Rauchen ist schlecht, aber der Logik, dass Raucher damit automatisch Bedienstete sind und gar keine Rechte mehr haben kann ich nicht folgen.

Homeoffice, gemeinsam Leben und Harmonie

Guten Morgen, ein sonniger Tag und zu wenig Schlaf. Werde mich wohl nach dem Homeoffice nochmal hinlegen. Gestern nicht viel passiert, ein eher langweiliger Tag im Büro und ein enttäuschender Einkauf später bei Lidl. Finde ich nicht gut Gratis-Artikel und Rabatte zu versprechen und dann nichts vorrätig haben. Ein langes Wochenende für Menschen, die Montag bis Freitag arbeiten, ich habe leider gar nichts vom Feiertag am Montag. Gestern kam er mega mies gelaunt nach Hause, eine stundenlange Diskussion folgte, denn wir beide finden aus verschiedenen Gründen, das gemeinsame Leben derzeit nicht ideal. Er wollte aber heiraten nicht ich, ohne Hochzeit würden wir wohl nicht zusammenleben. Er schläft noch, ich hätte gern seinen Schlaf, aber nicht seinen Job. Gegessen gestern nur Reste, heute werden Entenschenkel mit Süßkartoffelpüree gekocht. Der Fernsehtyp hat die beste Freundin angerufen, aber sie ist nicht rangegangen. Heute Lebensmittellieferung, wobei es dabei hauptsächlich um die gelieferten Getränke geht, die keiner von uns beiden tragen möchte. Morgen nach langer Pause zum Vater, für ihn gibt es frische Nudeln mit Rindfleischstreifen in Champignonsoße. Zum Glück ist mir die Laune zum Bestellen vergangen, mein Konto dankt es mir. Heute noch PostID machen, damit ich unsere Lohnsteuererklärung elektronisch abschicken kann. Braune Brötchen warten auf mich, darauf freue ich mich, ich weiß nicht, wohin seit Corona die dunklen Brötchen sind, wenn ich komme, gibt es immer keine. Würde gern den Balkon begrünen, aber bin mir unsicher, ob es noch zu früh ist. Auf in den Tag, Harmonie und Fröhlichkeit gesucht. Ein Song zum Lockdown:

Kurze Nacht, grau und Manie?

Guten Morgen nach einer kurzen Nacht, immerhin 6,5 Stunden mit einer Unterbrechung habe ich geschafft. Er schläft noch also habe ich meine Ruhe, schlürfe Kaffee, rauche und tippe vor mich hin. Gestern der Homeoffice-Tag war nicht der Hit, mal sehen wie es heute im Büro wird. Am Sonntag zum Vater, mal sehen, wie das wird. Gestern ein Asien-Gericht mit Hoisin-Soße gezaubert, fand auch er gut. Schade, dass er derzeit keine Hello Fresh Gutscheine gibt. Heute zu Lidl, Gratis-Artikel abholen, ich mag die App. Die Vögel schweigen genau wie ich den grauen Tag an, da soll man nicht depressiv werden. Derzeit wenig zu tun auf Arbeit, das macht die Spannung im Team nicht einfacher. Geschafft Politiker zu einer Veranstaltung einzuladen, darauf bin ich ein bisschen stolz, lange genug genervt zu haben. Aktuell habe ich wieder Ängste, ich bin derzeit wieder selbstbewusster als sonst, das letzte Mal als ich so selbstbewusst war, war es aber wohl eine Manie und der Anfang der Psychose. Deswegen schwer für mich, Selbstbewusstsein nicht hinterfragt zu genießen. Geht es mir gut oder genau das Gegenteil? Vom Fernsehtypen nichts gehört, vielleicht auch ganz gut, wenn das nicht klappt, beim Fernsehen weiß man nie, was sie aus der eigenen Geschichte machen. Dann lieber nur hier, relativ anonym, hier und da blamieren. Immer noch nicht meinen Ausweis abgeholt, aber ich habe keine Ahnung auf welchen Bürgeramt der liegt. Auf in den Tag, ich habe genug Kleingeld durch die Socke, um heute den ganzen Bäcker leer zu kaufen, das Leben geht weiter, auch mit Corona.

Lockdown, Privilegien, Fachkräfte und alte Welt

Guten Morgen, neuer Lockdown und die gefürchteten Privilegien für Menschen, die sich testen oder impfen lassen. Wer es nicht tut, hat halt Pech gehabt. Rausgefunden, dass ich wegen meiner seelischen Diagnose eigentlich Prio-Gruppe 2 beim Impfen bin. Aber ich glaube nicht an diese Diagnose und will mich nicht vordrängeln. Heute Homeoffice und draußen singen die Rasenmäher seit der früh. Wieder so ein Rasenmähereinsatz den ich nicht verstehe, an den paar warmen und sonnigen Tagen, die wir hatten, ist hier kein Gras gewachsen. Alles noch verrottet vom Winter. Gestern ein langes Gespräch mit der problematischen Kollegin geführt, jetzt bin ich noch saurer, denn sie fing wieder mit so Sätzen an, dass wenn mich was stört, dass das mein Problem sei und nicht ihres. Komischerweise stören diese Sachen auch andere, also mein Problem? Gestern mit einer Kollegin über sein Jobproblem gesprochen, das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sah tatsächlich bis März 2020 vor, dass bei offenen Stellen zuerst Deutsche, dann EU-Bürger und dann erst Menschen aus anderen Ländern eingestellt werden dürfen. Diese krasse Diskriminierung wurde abgeschafft, aber ich vermute die meisten Arbeitgeber werden es nicht wissen und selbst wenn, vielleicht doch nach alten Schema verfahren. Alles damit uns die bösen Ausländer nicht die Arbeitsplätze wegnehmen. Das hat ihn gestern mega frustiert, er meinte alle seine Bewerbungen machen keinen Sinn, weil er eh nachrangig behandelt wird. Die Pizza gestern war gut, aber etwas zu scharf, mir brennen heute noch die Hände von den Chilischoten, Handschuhe wären eine Maßnahme gewesen. Ganz gut geschlafen, mal sehen was heute passiert und mal sehen, was ich koche, Truthahnoberschenkel und Brokkoli wäre eine Option. Spaltet sich die Gesellschaft jetzt auf in Geimpfte und nicht geimpfte, privilegiert und nicht privilegierte? Ich finde diese Entwicklung bedrohlich, wer Freiheit will, muss Versuchskarnickel spielen? Aufgrund meiner Erkrankung habe ich schon genug Versuchskarnickel gespielt, jahrelang wurde mit Medikamenten an mir rumexperimentiert und ich habe erst viel zu spät mein Mitspracherecht geltend gemacht. Aber natürlich mein Fehler, dass ich mich nicht wehren konnte, weil ich kein Wissen hatte und außerdem zu krank war. Der Kaffee schmeckt und ich verbleibe unzufrieden und besorgt und ich weiß, die alte Welt kommt nie wieder.

Allein, Steuern, TV, Redaktion und Pizza

Guten Morgen, endlich mal allein, wie herrlich. Er hat Frühschicht und ist außer Haus und ich darf allein aufwachen und bloggen. Heute Büro, um den Trend der Wunderlichkeit abzuwenden. Gestern nur Teamsitzung und eine Beratung, mal sehen was heute passiert. Gekocht Rindfleisch-Suppe mit Gnocchi. Gestern die Steuererklärung final bearbeitet, in diesem Punkt lohnt es sich wirklich verheiratet zu sein. Mehr Fotos an einen TV-Redakteur geschickt, jetzt liegt es nicht mehr in meiner Hand, ob das was wird oder nicht. Das selbstgebackene Brot schmeckt gut, sogar ihm, dabei lehnt er Brot sonst ab. Die Nachbarn schreien ihre Kinder an und es grüßt von draußen Sonnenschein. Versuche weniger zu essen, Kekse werden nicht mehr gekauft und auch keine Sprühsahne, das sind schlechte Angewohnheiten, die sich irgendwann vor Weihnachten eingeschlichen haben. Auch habe ich ihm erklärt, dass ich eine zweite warme Mahlzeit am Tag, am besten erst ab 22 Uhr, nicht tragbar finde. Ich esse da nicht mehr mit. Blutdruck ok, gestern immerhin Betten frisch gemacht, gestaubsaugt und Wäsche gewaschen. Heute werde ich die Kleingeldsocke wegbringen, immerhin 100 Euro sind es geworden, Geld das mein Schatz bei eisiger Kälte auf dem Fahrrad und mit dem Steigen vieler Treppen verdient hat. Auf Arbeit bei mir immer noch alles offen, der Konflikt ist immer noch nicht gelöst, seit Dezember 2020 lebe ich deswegen in Unsicherheit, wie es beruflich weitergeht und ob überhaupt. Jobangebote in meinen alten Job gesichtet, aber die Bezahlung ist mies und die Arbeitsbedingungen wahrscheinlich auch. Kein Grund zu überlegen, ob eine Tätigkeit beim Teufel Axel-Springer attraktiv wäre. Ich verkaufe meine Seele und Überzeugungen nicht mehr für den Traum redaktionell tätig zu sein. Da sollen sie andere suchen, die sich für einen Traum versklaven. Blumen blühen im Wohnzimmer und ich genieße die Ruhe hier. Heute Abend Pizza für den Vater, keine Ahnung was es wird, mal sehen, was der Supermarkt anbieten kann. Weitermachen mit meinem unsicheren Job an einen Tag der wie Frühling aussieht.

Faul, Fernsehen, Karma und Lockerungen

Guten Morgen, ganz passable Nacht, allein geschlafen, er ist auf dem Sofa eingepennt. Egal, ich kann mittlerweile eigentlich auch ganz gut mit ihm im Bett schlafen. Gestern sehr faul gewesen, kein Antrieb für den Haushalt, habe ein Paket abgeholt, war einkaufen, habe mich mit der Steuererklärung beschäftigt und ein Brot gebacken, mehr war nicht drin, also sieht es hier wüst aus. Habe vielleicht die Chance ins Fernsehen zu kommen, bin mir aber unklar darüber, ob ich Bewerbungsbilder einreichen soll, denn die wollen nicht nur mich sehen, sondern auch meine Wohnung. Keine Ahnung, ob ich das will, Fremde in der Wohnung. Heute Homeoffice, es warten bereits viele E-Mails, aber ich beschäftige mich später damit. Ich hoffe dem Vater geht es gut, er arbeitet zu viel, jemand müsste ihn stoppen, er ist keine 20 mehr wo eine 60 Stunden Woche plus an einem vorbeigeht. Aktuell denke ich an die Vergangenheit, bei einigen Sachen würde ich gern Strafanzeige stellen, aber wahrscheinlich alles zu lange her. Wie dumm oder vielleicht auch schon krank, war ich in 2012. Schon hart, wenn andere das gnadenlos ausnutzen und mir massiv schaden. Aber vorbei, alles vorbei, ich hoffe, das Karma richtet es. Ein grauer kalter Tag grüßt, er war gestern sehr durcheinander, weil es kein warmes Essen gab, als er kam, so sehr verwöhnt habe ich ihn, dass er wohl dachte, das wäre selbstverständlich. Ich bin hier aber nicht seine Bedienstete, ich arbeite selber und habe auch meine Grenzen und aktuell stehe ich an einer und bin sehr müde. Die Vögel zwitschern und mir geht es ganz passabel, mich nervt nur der Zustand der Bude. Der Kaffee schmeckt und ich hoffe auf Lockerungen in Berlin. Ist zwar ganz lustig, wenn plötzlich alle so leben müssen, wie ich es eh schon seit Jahren tue, aber ich lebe dabei nach dem Berliner Motto: „Alle Möglichkeiten haben, keine nutzen.“ Aktuell gibt es dafür aber einfach zu wenig Möglichkeiten, um das Sofa als bewusste Wahl zu zelebrieren. Auf in den Tag, frisches Mehrkornbrot wartet und ich glaube auch mein Mann, das ich hier endlich fertig werde.

Früh, einziehen, ausziehen und die Socke

Guten Morgen, viel zu früh, aber schon besser. Wer hätte gedacht, dass ich zum Bloggen mal so früh aufstehe. Gestern dann doch Friedensgespräche geführt, vier Stunden lang. Ich werde trotzdem den Komplettservice hier einstellen, das ist einfach zu viel für mich. Fakt ist auch, dass nachdem ich ihn monatelang bearbeitet habe er möge hier wieder einziehen, ich jetzt schon wünsche er möge wieder ausziehen. Das geht natürlich nicht, dieses Hin und her, aber das ist, was ich fühle. Ich habe heute frei, er muss später arbeiten, wieder etwas Ruhe für mich. Gestern habe ich die Ruhe aber nur zum Schlafen genutzt, habe weder gekocht, noch aufgeräumt, sondern geschlafen und abends die Badewanne besucht. Gegessen seinen Jollof Reis und dazu ein Thunfischsteak gebraten. Das mit dem Braten ging aber in die Hose, der Feuermelder im Flur hatte einen Fehlalarm und ich musste dann schauen, wie ich das laute Ding wieder aus kriege. Heute zur Post und vielleicht auch zu Netto, vielleicht aber auch nicht. Ich kann auch zu Hause bleiben. Auf dem Postamt liegen bunte FFP2-Masken für mich und eine Kollegin. Sein Trinkgeld liegt in einer Socke neben mir, sehr viel Kleingeld, womit man nur bedingt was anfangen kann, denn überall werden hohe Gebühren für den Eintausch erhoben. Der Morgen grüßt grau und es ist kalt, laut Nachrichten gestern haben die Deutschen langsam die Schnauze voll vom Lockdown. Ich auch. Diese Woche habe ich mir vorgenommen mehr ins Büro zu fahren, genug zu Hause gewesen, ich komme wieder depressiv drauf. Mal sehen wie der Tag wird, ich will auf die Insel, Sonne, im Meer schwimmen und spanisches Essen. Ich vermisse meine Mutter…

Kalter Krieg, kein Wort und Ruhe

Guten Morgen, ganz passable Nacht und seit gestern Abend kalter Krieg hier von meiner Seite aus. Kalter Krieg? Genau, das Schweigen und die Ignoranz der Frau. Ich kann sehr lange schweigen und ignorieren, mal sehen wie lange es dauert. Allein in einem Zimmer mit geschlossener Tür, eigentlich nicht meine Sache geschlossene Türen, aber aktuell muss das sein. Gestern alle meine Pakete bekommen, sogar das Regal, wobei er das aktuell gar nicht verdient hat. Ganz passabel geschlafen, immerhin 7 Stunden, ist schon seltsam mit jemanden ein Bett zu teilen, mit dem man gerade nicht redet. Die Arbeit gestern war ok, lange telefoniert, insgesamt über 4 Stunden, danach wollte ich nur Ruhe und keinen Mann, der laut telefonierend nach Hause kommt, nicht Hallo sagt und eine Stunde weiter telefoniert. Seitdem kein Wort mehr von mir. Muss man Rücksicht wirklich einfordern? Muss man sich erklären, wenn man nach Feierabend seine Ruhe will? Bin ich altmodisch, weil ich finde, wenn man nach Hause kommt, man(n) ein Telefonat beendet und erstmal Hallo sagt? Nicht gekocht für ihn und auch nicht aufgeräumt, soll er mal selber machen. Ich habe einfach ungefragt zu viel gegeben, meine Schuld. Gegessen gestern Pelmeni mit Schmand aus der Tiefkühltruhe. Zum Glück geht er heute arbeiten, dann habe ich meine Ruhe, Ruhe ist derzeit alles, was ich will. Ich hoffe er findet bald einen gut bezahlten Job, ich vermute, dann zieht er eh aus. Was dachte ich mir? Dass ich als Eremitin mit einem lauten, aktiven Afrikaner zusammenleben kann? Mein Fehler. Die Zahlen in Berlin gehen langsam runter, schön, ich glaube trotzdem nicht an ein Lockdown Ende im März. Der Kaffee schmeckt, die Zigarette auch und ich genieße Ruhe.

Früh, Streit, Rassismus und Glaube

Guten Morgen, viel zu früh, aber ich war auch früh schlafen. Jetzt schläft er noch und ich genieße die Stille hier. Gestern im Büro war ganz gut und der Einkauf bei Lidl danach ergiebig. Heute wieder Homeoffice mit der Kollegin und zwei Beratungen.

Große Unterbrechung, er steht auf.

So jetzt ist der ganze Morgen zerstört, da stehe ich schon um sechs auf, um meine Ruhe zu haben und ungestört bloggen zu können und was passiert? Obwohl er bis spät in der Nacht wach war, steht er auch auf, setzt sich neben mich und spielt gefühlte Ewigkeiten mit dem Smartphone während ich gar nichts mehr tun kann. Dann jetzt Reden über die ganzen Rassisten in Deutschland und ich bin bedient. Das ist nicht meine Schuld, das ist kein Grund mir meinen Morgen zu zerstören. Das ist kein Grund unfreundlich zu werden und mir zu unterstellen keine Ahnung zu haben wie es ist mit schlechten Chancen (wieder) einen Job zu befinden oder gar eine Karriere. Ich bilde mir ein, dass ich das sehr wohl weiß, auch meine Chancen je wieder irgendeinen Job zu finden lag bei unter 5 %, ich denke das ist vergleichbar, doch das lässt er nicht gelten. Negative Gedanken bringen aber niemanden weiter. Gerade geweint, warum muss er mir meinen Morgen zerstören? Warum sieht er nicht, auf was ich alles seinetwegen verzichte? Warum erkennt er nicht an, dass ich mehrfach einen harten Weg zum Beruf hatte? Heute hat er seinen Arbeitsplan wieder extrem kacke gelegt, er wird die ganze Zeit während meines Homeoffice da sein und mich stressen und wenn ich dann Feierabend habe, wird er anfangen zu arbeiten. Aber gut, ich glaube wir beide gehen auf dem Zahnfleisch, er arbeitet seit 8 Tagen ohne Pause und ich bin auch urlaubsreif. Leider ist Urlaub gerade eine schlechte Idee auf Arbeit, denn wir stecken mitten in der Umstrukturierung und ich möchte nicht nehmen was übrig bleibt oder mir zugewiesen wurde. Laune versaut, Kaffee kalt und wir sitzen hier fest. Ich akzeptiere Rassismus nicht als wichtigsten Grund, warum er keine qualifizierte Arbeit findet. Hochschulabsolventen in Berlin haben schon immer länger gesucht und außerdem haben wir Corona mit Einstellungsstopp bei vielen Firmen. Die Nachbarn kiffen derzeit was das Zeug hält, gestern war der ganze Hausflur verräuchert und auch vorgestern Nacht war es ein Fehler bei angekippten Fenster zu schlafen, das ganze Schlafzimmer roch nach Gras. Ein grauer kalter Tag grüßt und ich weiß auch nicht weiter, aber ich weigere mich den Glauben, die Hoffnung aufzugeben…