Morgenmuffel, Spanien, Anbieterwechsel und Pizza

Guten Morgen, diese Nacht nicht so schlimm und er geht mir gerade aus dem Weg, sehr gut. Ich bin und bleibe ein Morgenmuffel und finde (fordernde) Gesellschaft am Morgen einfach belastend. Gestern nicht viel passiert, ein paar Stunden Büro und danach zu einer Arbeitsgruppe, zu Hause dann Bolognese gekocht und dann nicht mehr viel. Der Kaffee schmeckt und er telefoniert in einen anderen Raum, immerhin ein wenig Privatsphäre. Der Anwalt in Spanien dreht am Rad, er will Kohle sehen, schnell und stellt Kostenaufstellungen auf, die einfach nicht stimmen. Sehr unangenehm, wenn man mit einer Sprachbarriere ein Erbe antreten soll und unbekannten Anwälten trauen soll. Heute sollte das Büro wieder voll sein, alle Kolleginnen da, ob das jetzt gut ist, darüber bin ich mir unsicher, derzeit liegt mein Ruhebedürfnis deutlich höher. Seine Zeit hier bei mir läuft ab und für den Moment finde ich die Aussicht allein zu sein, sehr attraktiv. Mein DSL-Anbieterwechsel hat geklappt und ich habe heute 220 Euro Gutschrift dafür bekommen, sehr schön, mein Konto sieht echt mies aus. Heute Abend zum Vater, Pizza machen, aber viel wichtiger über den seltsamen, spanischen Anwalt reden und was der von uns will. Jetzt wo ich keine Trainerausbildung machen werde, werde ich Zeit haben, da dieses Jahr noch persönlich vorbeizugehen, am besten mit Übersetzter. Auf in den Tag, die Arbeit wartet und dann mal weitersehen, ich werde spät nach Hause kommen heute.

Beschissene Nacht, geplatzte Finanzierung und allein

Was für eine beschissene Nacht. Er war nach mir schlafen, aber dafür früher wach, dazu noch eine schwache Blase diese Nacht. Also hieß es für mich heute Nacht, schlafen, aufwachen, schlafen, aufwachen, schlafen, aufwachen, schlafen und zu früh aufwachen. Da kommt Bombenstimmung bei mir auf, wenn ich nachts mehrfach geweckt werde und nicht ausschlafen darf. Dabei hat er gerade keine Arbeit und keine Verpflichtungen, ich bin der Arsch, der heute arbeiten darf und deswegen auch schlafen muss. Gestern eine Mail bekommen, dass mir die Finanzierung für meine Wunschausbildung geplatzt ist, jetzt bin ich zwar noch im Bewerbungsverfahren, aber sollten sie mich nehmen, habe ich keine Finanzierung, also bin ich wohl raus. Es wundert mich, dass die Frau, die mir die Finanzierung zugesagt hat, jetzt ziemlich schnell ihren Stuhl räumen muss und deswegen ihre Zusagen widerrufen muss, irgendwas muss da vorgefallen sein. Ansonsten gestern ein tendenziell stressiger Tag auf Arbeit, sehr viel zu tun, sehr viele Beratungen, aber ich denke ich habe mich wacker geschlagen. Heute etwas ruhiger, ich werde allein im Büro sein, denn alle meine Kollegen sind ausgeflogen oder krank. Die Erbangelegenheiten sind im Endspurt, bald wird es hoffentlich eine endgültige Lösung für Deutschland und Spanien geben. Für mich erstmal kein Grund zur Bereicherung, es sei denn ich übernehme, wie schon zugesagt, die Vermietung. Der Kaffee schmeckt und es ist dunkel und grau, mal sehen wie meine Beratung heute wird und wie ich mich heute Nachmittag fühle.

Sonne, Visum, Bafög und Arbeitswoche

Guten Morgen, heute wirklich alles gut, die Sonne scheint mein Schatz hat ein neues Visum bis 2021 und Erleichterung und Freude macht sich breit. Heute früh E-Mails an seine Arbeitgeber geschrieben, um mitzuteilen, dass es ein neues Visum gibt und um nach neuen Verträgen zu fragen. Deswegen jetzt bloggen aus dem Bus. Zum Glück habe ich heute Spätschicht, so starte ich entspannt in die Arbeitswoche. Eine Beratung wartet und geschätzte 20 unbeantwortete Mails ebenfalls. Alles wird gut, nur das Bafögamt bleibt ein Angstgegner, aber auch dafür wird es eine Lösung geben. Auf in die Woche, es gibt viel zu tun.

Schicht-Schlafen, Zahnarzt, Maßregelvollzug und Privilegien

Später Morgen, denn heute Nacht fand hier das Schicht-Schlafen statt. Er musste nämlich um 3 raus, um zur Ausländerbehörde zu gehen, also blieb ich bis 3 wach und war dann das Weck-Kommando mit Kaffee. Leider sitzt er da noch immer und wartet auf einen Termin, also ich bin ja einiges gewohnt von deutschen Behörden, aber früher da sein und dann trotzdem 6 Stunden und mehr warten? Ich empfinde gerade Mitleid und Scham, dass man als Ausländer in Deutschland so behandelt wird. Mir geht es sonst ganz gut, die Sonne scheint und mein Zahnarzt wird sich freuen, dass ich gestern noch mit Zwiebeln und Knoblauch gekocht habe, weil ich nicht an den Zahnarzt gedacht habe. Aber gut ich versuche mein Bestes mit Zahnbürste, Mundwasser und Kaugummi. Ruhig hier, niemand da und auch die Vögel piepen kaum und wenn nur leise. Gestern hatten wir lange und gute Gespräche, irgendwie ist der Sonntag dafür perfekt, nur bin ich sonntags meistens nicht da. Ich muss mich endlich um die Vermietungen kümmern, irgendwie bin ich nicht aus dem Arsch gekommen, dabei hätte es sicher Interessenten gegeben. Vergleiche ich unsere Leben, komme ich zu dem Schluss, dass ich immer noch keine reiche Frau bin, aber eine Frau mit sehr vielen Privilegien in Deutschland, Privilegien, von denen er nur träumt. Es ist gut endlich eine Pause von Verpflichtungen zu haben, meine Blutdruckwerte danken es mir, die Werte sind seit meinen freien Tag gestern wieder normal niedrig. Die Tage einen Bericht aus dem Maßregelvollzug gehört und erschreckt gewesen, aus Sicherheits- und Haftungsgründen, wird heutzutage fast niemand mehr aus dem Maßregelvollzug entlassen. Ich habe einen Freund im Maßregelvollzug, damals schien es ein guter Deal, dass er statt 4 Jahren Gefängnis für 2 Jahre in den Maßregelvollzug geht, mittlerweile ist er schon über 4 Jahre im Maßregelvollzug und er erzählt mir jedes Jahr, dass er vielleicht nächstes Jahr rauskommt, hat er etwa lebenslänglich bekommen? Er hätte wohl lieber Knast nehmen sollen. 😦 Die Brötchen sind im Ofen und ich hoffe, mein Schatz kommt heute mit einem neuen Visum oder wenigstens mit einem Termin dafür zurück. Für mich die privilegierte, weiße Frau in Freiheit erstmal Kaffee und Brötchen.

Geburtstagskind, Mails und Hammer

Guten Morgen, mein Geburtstagskind ist schon ne Weile wach und telefoniert in einer für mich nur schwer verständlichen Sprache, ich nenne diese Sprache afrikanisches Englisch. Es ist nämlich weder englisch noch afrikanisch. Genug geschlafen und heute den Termin beim Vater abgesagt, ich vermute jedoch er will gar nicht soviel Geburtstagssachen mit mir machen, aber seine Wahl, ich stehe bereit. Gestern auf Arbeit vor mich herumgewurstelt und viele Mails geschrieben, zur Beratung kam niemand. Mit den Kolleginnen geredet und versucht zu helfen, der perfekte Personalplan droht derzeit nicht aufzugehen. Die Nachbarn haben gerade eine Kinderwanderung im Hausflur, wie fast jeden Sonntag. Gestern hat ein Nachbar abends wieder stundenlang gehämmert, keine Ahnung was es da immer wieder zu hämmern gibt, es scheint aber ein Hobby zu sein. Grau grüßt der Tag und auch wenn er gerade etwas nervt, heute darf er machen oder lassen was auch immer er möchte. Morgen zum Zahnarzt, gar keinen Bock, aber auch das geht vorbei. Heute mal schauen, was mein Geburtstagskind will. Ich will gerade nur Kaffee und dann mal weitersehen.

Arbeitsgruppe, schnelle Rolli-Fahrer, Ignoranz und Yams

Guten Morgen, gestern der Tag ging schnell vorbei, Beratungen und danach zum Treffen einer Arbeitsgruppe. Der Weg zur Arbeitsgruppe war dann erstaunlich für mich, ich sah im Bus einen Rollstuhlfahrer, von dem ich wusste, der will zum gleichen Treffen, erst lief ich vor, doch dann überholte er mich im Affenzahn von links, ich wollte ihm folgen, denn ich kannte den Weg nicht, aber keine Chance, er raste mit seinem E-Rolli einfach davon. Das hätte ich vorher nicht gedacht, dass ein Rolli-Fahrer mich so einfach abhängt. Das Treffen war dann auch ganz interessant, ich bekam Antworten für zwei meiner Fälle, die schlechte Nachricht, es gibt keine einfache Lösung, die gute Nachricht, genauso hatte ich vorher beraten. Was die Rentenversicherung aus den Deutschen Gesetzten des Behindertenrechts macht, ist schlichtweg arrogante Ignoranz. Danach bin ich dann hungrig nach Hause und er hatte Erbarmen und hat für mich Yams mit Fleisch gekocht, es hat sogar geschmeckt. Irgendwie unfair, dass ich heute arbeiten muss und er nicht, ich will auch freihaben und im Bett bleiben. Der Kaffee schmeckt, ich sehe ein wenig Sonnenschein und frage mich, was mir morgen zu seinem Geburtstag anstellen. Ich werde heute auf jeden Fall noch einen Kuchen backen für ihn. Auf in den Tag, heute offene Beratung für mich, mal sehen, ob jemand kommt.

Meckrig, Ruhe, Studentenwohnheim und später Vater

Guten Morgen, endlich allein, kein Mann hier, ein ruhiger Morgen. Gestern zum Abend hin richtig schlecht gelaunt gewesen, keine Ahnung warum, aber ich fühlte mich einfach mies und meckrig. Ich glaube, ich brauche einfach Ruhe, von der letzten Woche bis zur jetzigen hatte ich keinen freien Tag. Eine gute Erklärung warum ich mich gestern schon nach Wochenende fühlte. Die Fortbildung war ganz interessant, aber Fakt ist, externe Termine sind auch immer zusätzlicher Stress. Heute auch externer Termin, ich hoffe, ich schaffe die Woche noch. Der Kaffee ist zu stark, die Kippe brennt, er war gestern im Studentenwohnheim und wenig begeistert. Ich könnte so beengt auch nicht dauerhaft wohnen. Weiß nicht, ob ich mich freue oder trauere, weil er auszieht, es war aber mein Wunsch. Der Vater kam gestern wieder 2 Stunden zu spät, aber ich habe keine Zeit dran gehängt und bin nach 2,5 Stunden abgehauen. Einen fast 60-jährigen Mann, der schon immer zu spät war, noch erziehen wollen, ist wohl eine Mission mit geringen Chancen. Die Brötchen sind im Ofen, die Vögel piepsen und auf mich wartet ein Termin um 11. Mal sehen wie es wird. Auch heute geht vorbei und morgen nur kurz arbeiten und dann frei.