Ohrwurm

Hartnäckiger Ohrwurm heute, singe ihn schon den ganzen Tag vor mich hin:

Mir scheint es wohl doch ganz gut zu gehen, die Freude über den Weg zurück ins Leben überwiegt…

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Kopfschmerzen, Ruhe, Putzen, Chrysanthemen und Inklusion

Aufgewacht mit Kopfschmerzen, nicht so toll. Das Wetter ist unentschlossen, Wolken zeigen nur ein wenig Blau des Himmels. Hier ist es ruhig, meine Vögel schweigen, die Nachbarn schweigen und ich auch. Putzen müsste ich, aber noch keine Lust, erwarte keinen Besuch, also wen stört es. Erstmal die Woche sacken lassen. Heute aufräumen und kochen, habe nicht vor das Haus zu verlassen. Die Familie großteils in Westdeutschland, ich halte im Osten die Stellung, bzw. liege in Stellung. Der Chrysanthemen-Strauß aus dem Supermarkt hält jetzt schon 3 Wochen, ohne zu verblühen.
Die Wäsche trocknet, ich liebe meine neuen Langarmshirts, jetzt hängen sie alle auf der Wäscheleine. Verkaufsoffener Sonntag, aber das lockt mich nicht. Habe hier alles was ich brauche. Ich könnte auf Arbeit nach einer Stundenerhöhung fragen, aber noch bin ich unentschlossen wo und wie viel ich arbeiten möchte, ich werde nicht fragen, sondern mich überraschen lassen. Alles wird gut, meine Inklusion scheint geglückt, jetzt fehlt nur noch das private Glück, auf das warte ich noch.

Beerdigung, Einbruch und Feierabend

Die Beerdigung gestern war sehr dramatisch, die Mutter und die Schwestern heulten ziemlich heftig und was mich erst schockierte, es gab einen offenen Sarg. Er war Inder und so war die ganze Beerdigung sehr indisch, das war sehr interessant zu sehen, welche Bräuche in anderen Ländern üblich sind. Insgesamt hat mich die Beerdigung aber mitgenommen und die Arbeit danach war wohl eher verwirrt. Abends dann zusammen mit der Kollegin an der Kasse gescheitert, aber ich vermute die Kollegen werden Verständnis haben.

Gestern Nacht wurde es dann noch laut in meinen Wohnblock. Ich hörte Geräusche, als wollte jemand einbrechen und bekam etwas Angst. Irgendwann ging ich auf den Balkon, um zu hören/zu sehen, was da wo los ist. Ich hörte eine Frau mit einem Mann reden, was das soll und das sie die Polizei ruft. Der Mann erwiderte, dass das seine Wohnung sei und er den Schlüssel in der Wohnung vergessen hätte. Es kamen noch mehr Nachbarn dazu und sie versuchten vergeblich gemeinsam die Balkontür im EG zu öffnen. Das beruhigte mich dann, sollte jemand einbrechen, mischen sich die Nachbarn ein und selbst wenn nicht, die Balkontür geht nicht so schnell kaputt.

Jetzt sitze ich in Kreuzberg mit Hund im Laden und bisher ist nichts los. Hätte kein Problem damit wenn es so bleibt. Ich will Feierabend, und zwar jetzt, aber ich werde wohl noch ein paar Stunden durchhalten.

Komischer Tag, Fragen, Helfen, Schwarz und Einsamkeit

Komischer Tag gestern, vier Stunden ohne Rauchen und Pause im Büro ausgehalten und mich glaube ich nicht mit Ruhm bekleckert, mein Betreuer war erstaunt über meine vielen Fragen, aber wenn ich wo arbeite, möchte ich auch das Geschäftskonzept verstehen. Danach Fortbildung, dieses Mal hat es sich wirklich für mich gelohnt, denn ich glaube ich habe verstanden, was ich beim Helfen falsch mache. Spät zu Hause gewesen und einen gerade noch so akzeptablen Döner am Schlesischen Tor gegessen. Zu Hause dann noch 1–2 Stunden Fernsehen und dann ab ins Bett. Morgens wach geworden von Schmerzen, es ist mal wieder so weit, der Trauermarsch um das Ei des Monats. Heute Beerdigung, am Arsch der Welt, aber Friedhöfe glänzen halt selten durch ihre zentrale Lage. Ist traurig einen jungen Menschen ins Jenseits zu begleiten, auch wenn er sehr krank war. Bekleidung sollte heute kein Problem sein, denn ich trage eh viel Schwarz. Bin gespannt, wie es wird und ob ich weinen werde, bisher habe ich nicht geweint. Ich hoffe, ich kann auch den Klienten helfen, die auch kommen werden und wenn es nur ist gemeinsam mit ihnen zurück nach Schöneberg zu fahren. Eine intensive Woche für mich, reguläre Arbeit, neue Arbeit, Beerdigung und morgen noch Ladenvertretung in Kreuzberg, ich denke morgen bin ich bereit für Einsamkeit.

Kalt, Telefon-Marketing, Beerdigung und das Leben

Kalt ist es geworden, war wohl heute Nacht keine gute Entscheidung die Fenster auf Kippe aufzulassen. Heute Morgen grüßten 17 Grad in der Bude, da heißt es wohl besser Fenster zu. Ansonsten scheinen die Telefon Marketing Leute meine Festnetznummer wieder für sich entdeckt zu haben, gestern ein Anruf aus Westdeutschland und heute Morgen aus Spanien, zum Glück habe ich eine Rufnummernanzeige. Grau sieht es aus, kein Tag wo man Lust hat das Haus zu verlassen, aber ich werde das Haus verlassen, denn es wartet Arbeit und eine Fortbildung auf mich. Morgen Beerdigung meines Klienten, ich werde hingehen, vielleicht hilft es mir. Die letzte Beerdigung, auf der ich war, war die von meinen Nachbarn, das ist jetzt 8 Jahre her. Ganz so dramatisch ist es dieses Mal nicht, aber trotzdem sehr traurig. Gestern habe ich mich noch auf die Arbeit heute gefreut, heute ist die Freude nicht so groß, hoffe das liegt nur am Wetter und der Beerdigung. Mir geht es gut, ich lebe, arbeite und habe Freunde und Familie, das ist mir jetzt mal wieder klar. Gestern hat sich ergeben, dass eine ehemalige Kollegin von mir wohl gerne eine Freundin wäre, das hat mich erstaunt. Schauen wir mal wohin mich der Tag und das Leben führt, meine Zeit ist noch nicht abgelaufen.

Mittwoch, Rumänien, Jobs und Turbo

Mittwoch, ausschlafen und Kaffee trinken. Wird ein hektischer Tag heute, darf viel herum reisen, aber es findet heute auch ein Entlastungsgespräch statt, welches ich auf gar keinen Fall verpassen möchte. Sollen sie mir mal erklären, wie oft der Tod in meinen neuen Beruf üblich ist. Langsam mache ich mir Sorgen um die beste Freundin, sie meldet sich nicht und ich bekomme mittlerweile Befürchtungen, ob es so eine gute Idee war als allein reisende Frau nach Rumänien zu einem Verehrer zu fahren. Ich hoffe, sie meldet sich bald.

Morgen mein großer Tag im neuen/alten Beruf, es ist erstaunlich wie viel Wissen und Routine nach all den Jahren noch vorhanden ist, es ist so, als hätte dieses Wissen einfach Winterschlaf gehalten und würde jetzt wieder erwachen. Das zu fühlen ist wunderbar für mein Ego, ich bin Fachfrau und darf endlich wieder auf dem Arbeitsspielplatz mitmischen. Im neuen Beruf bekomme ich zwar mittlerweile auch Routine, aber da habe ich halt bisher keine jahrelange Erfahrung mit großen Erfolgen.

Es passt mir auch sehr gut dass ich erstmal nur ein paar Stunden die Woche im alten Beruf arbeite, da reicht dann zwar das Geld nicht, aber ich denke für den Moment ist es besser wenn ich weniger Stunden mache, ich werde dieses Jahr nicht mehr versuchen mir mehr Arbeit an Land zu ziehen. Ich lebe eh schon den Turbo mit meinen Weg zurück in den Beruf und in die Selbstständigkeit, zu mindestens, wenn man andere Erkrankte und deren Betreuer fragt.

Frühaufsteher-Tag, Verantwortung, volle Woche und Streik

Das hat ja ganz gut geklappt, um Mitternacht einschlafen und um 7 wach sein. So ein Frühaufsteher-Tag nach einem langen Wochenende ist schon fies. Aber gut ich will nicht meckern, es ist mein einziger Tag, an dem ich früh aufstehe. Zeit für den Kaffee und für den Blog, ja deswegen stehe ich noch früher auf. Im Postfach nichts los, es ist noch zu früh für meine Kontakte. Es ist komisch heute früh allein zu sein im Laden, der übliche Klient wird nicht kommen, denn er ist tot. Keine Ahnung, ob ich mich an den Tod gewöhnen kann, aber er scheint wohl dazu zu gehören zu meinen neuen Job. Dagegen war mein alter Job lockerer, ja viel Arbeit und Stress, aber keine Verantwortung für Firmengebäude und kein Tod. Diese Woche wird voll, von Dienstag bis Samstag volles Programm, mal sehen wie ich das meistern werde. Die Probleme letzte Woche eine geöffnete Postfiliale zu finden haben sich noch mit Streik erklärt, ich hoffe diese Woche streiken sie nicht. Auf in die Woche, es wird schon alles gut.