Essig-Kaffee, Wasserzähler und Konzert

Wer zweimal aufsteht, kriegt Essig-Kaffee, so das Motto heute. Um kurz vor 9 vom ISTA-Mann geweckt worden, weil die Wasserzähler getauscht werden mussten. Wunderbar verpennt im Nachthemd geöffnet, denn ich dachte der kommt erst um 10. Danach weiter gepennt, aufgestanden und Kaffee gekocht. Doch vergessen, dass ich den Wasserkocher gestern mit Essig eingeweicht hatte. So gab es Essig-Kaffee, den ich erstmal wegschütten musste.

Heute Arbeit und Konzert, gerade sieht es nicht so aus als würde das Wetter da mitspielen, ich ziehe wohl lieber eine Regenjacke an. Spät dran, ich muss mich beeilen, ach wäre schon wieder Wochenende, das wäre mir jetzt lieber. Mal sehen wie das Roy Ayers Konzert wird, gestern war es ausverkauft, wird also voll. Auf in den Tag auch wenn es nicht so freundlich aussieht.

Verloren und bedroht

Ich habe alles verloren, was mich einst ausmachte. Meine Gesundheit, meine Karriere, meine Freunde und mein gutes Aussehen. Vielleicht verständlich, wenn man dann daran denkt das Leben zu beenden. Aber ich habe weitergelebt, Tag für Tag, Woche um Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Vieles ist für immer verloren, manches konnte ich zurückgewinnen. Das Wichtigste ist wohl die Gesundheit und die Freunde. Ohne kann man nicht leben. Mein Aussehen ruiniert durch medikamentenabhängige Zunahme, aber mein Herz lebt wieder und mein Kopf funktioniert auch wieder hervorragend.

Ich habe mir ein neues soziales Netz erbaut, es ist kleiner als mein vorheriges, aber es besteht nur aus Menschen die mich gesund und krank zu schätzen wissen. Wertvolle Menschen, Qualität statt Quantität. Auch wenn ich kugelrund bin, mein Kopf hat einiges zu bieten, ich habe schon viel erlebt und gemacht und kann mich nützlich machen. Doch die Krankheit droht immer, hat mich achtsamer gemacht, nie wieder sich selbst vergessen bei der Arbeit. Aber ich will mich auch nicht damit abfinden mein Leben lang arm zu sein, mein Leben lang irgendwelche Hilfen zu kriegen und Jobs zu haben, die meine Talente nicht ausreizen. Ich will nicht resignieren, mir einen Stempel aufdrücken lassen und mich auf dem Schoss der Gesellschaft ausruhen, aber die Krankheit droht.

Früher, Schlaf, Verantwortung, Sendung und September

Früh, noch früher, na immerhin klappt das derzeit mit dem Schlafen. Könnte nur schlafen, zu fast jederzeit. Heute nur 5 Stunden Arbeit, hoffe ich, dann nach Kreuzberg und dann heim. Keine Ahnung warum ich derzeit soviel schlafe, tagsüber wie nachts. Heute wieder Verantwortung für den ganzen Laden und ein paar Klienten, aber noch mache ich mir deswegen nicht in die Hosen. Irgendwer hat mir eine Warensendung zugeschickt, keine Ahnung wer, ich habe nichts bestellt. Gestern mit ihm gesprochen, verliert er seine Anmeldung dann wahrscheinlich auch seinen Job, ich kann da nichts machen. Bin nicht so begeistert, weil sie mich im Zweitjob kaum mehr einsetzten, damit ich noch genug Stunden im September abarbeiten kann, ob ich im September da noch arbeiten will interessiert niemanden. Auf in den Tag, Verantwortung ist Verantwortung.

Früh, Diensttausch, lebenslang und Brief

Früh, nicht meine Zeit, aber die Arbeit ruft. Mein oberster Chef hat heute ein Treffen und ich bin dafür zuständig es vorzubereiten. Das hat man davon, wenn man fröhliches Dienst tauschen spielt. Ganz gut geschlafen, der Vorteil mit dem frühen Dienstbeginn ist jedoch, dass man auch früh frei hat. Der Großteil des Tages gehört also mir. Die Vögel sind laut, aber ansonsten bin ich ungestört. Ich glaube mittlerweile, dass er nie wieder hier einziehen wird, erst dachte ich, ich brauche nur eine Pause, aber ich glaube die Pause ist lebenslang. Gestern geputzt und den Brief ans Jobcenter fertig gemacht, mein vierter Brief ohne Antwort. Könnte noch einen Tag Wochenende vertragen, aber ist nicht. Ab unter die Dusche schlafen kann ich später.

Einkaufen, Klobrille, Gulasch und Laden

Gestern erfolgreich einkaufen gewesen. Bin jetzt Besitzerin einer 5-Euro-Münze und wurde bei Bauhaus fündig was eine Klobrille und eine Klobürste angeht. Ikea war leider ein Reinfall, denn sie hatten nur 6 Klobrillen aus MDF und meine Wunsch-Klobürste war ausverkauft. MDF geht nicht in meinem Bad, zu feucht, da quillt das Holz auf, also wurde es eine Lösung aus Plastik mit Edelstahlscharnieren.

Die Klobrille, die ich vor ein paar Monaten bei Amazon bestellt habe ist der letzte Müll, Flecken, kaputte Gelenke und verrostete Schrauben, ich kaufe nie wieder bei Amazon eine Klobrille. Manche Dinge muss man halt vorher genau sichten und anfassen bevor man sie kauft. Das Einzige was mich jetzt stört, ist mein Wasserkasten im Bad, der war wohl mal weiß, ist aber jetzt eher gelb mit Kalkablagerungen, gut die Kalkablagerungen könnte ich vielleicht wegputzen, aber ich tendiere eher zu einem neuen Wasserkasten. Mal schauen was der Vermieter dazu sagt.

Ansonsten gestern Gulasch gekocht und zu viel davon gegessen, war aber auch lecker. Wann habe ich sonst Zeit über 2 Stunden lang zu kochen? Vor lauter einkaufen habe ich gestern aber nicht geputzt, das steht heute an. Versuche nicht an den Laden zu denken, irgendwie mache ich mir immer Gedanken, wenn ich ihn freitags schließe, ob alles ok ist, bin dann immer erleichtert, wenn Montagmorgen kein Anruf kommt. Bisher kam aber nie ein Anruf, also keine Ahnung warum ich mir da Gedanken mache. Die Sonne scheint, alles friedlich, der Kaffee schmeckt, brauche noch Postkarten für die Geburtstagskinder des Monats, wird schon alles werden.

Telefonat, Salat, Maschinen und Kraft

Wieder lange telefoniert, auf zwei Telefonen, weil der Akku nicht mitspielte. Gestern viel Salat gegessen und heute mit Bauchkrämpfen aufgewacht, vielleicht zu viel Grünzeug für mich. Heute Treffen wegen der 5-Euro-Münze und dann schauen wegen einer neuen Klobrille. Das Wetter ist grau und kühl, aber das gefällt mir, atmen und schlafen ist für mich halt viel einfacher, wenn es kühl und verregnet ist. Ist komisch die Waschmaschine und Spülmaschine nicht mehr so oft zu nutzen, als er da war, lief mindestens eine der Maschinen täglich. Meine Vögel begrüßten mein Aufstehen mit lauten Gesang.

Mir geht es gut, aber ich denke ich brauche noch mehr Ruhe, die Woche war ich nicht immer auf der Höhe, sind wohl die Nachwirkungen von zwei Jobs und einem Mitbewohner. Gekocht wird heute auf jeden Fall, es ist Gulasch geplant. Nächste Woche gleich zweimal Frühdienst, meine Vorfreude hält sich in Grenzen, aber gut die Zeit mit Welpenschutz ist wohl abgelaufen. Trinke Kaffee und rauche und beobachte das Draußen, immer schön weitermachen, die nächsten Wochen werden heftig, besser ich spare meine Kraft.

Zufall Jobangebot

Seltsam, seltsam, da dachte ich gestern noch an einen alten Kollegen und heute schreibt er mich an und bietet einen Job an. Was für ein Zufall. Jetzt weiß ich nicht was ich machen soll, denn er weiß nichts von meiner Erkrankung und außerdem habe ich bereits einen Job bis 2018. Eigentlich habe ich gesagt, nie wieder ein Startup, aber jetzt überlege ich doch. Heute werde ich wohl nicht mehr antworten, erstmal drüber schlafen. Eigentlich will ich ja zurück in meinen alten Job, aber halte ich das aus ohne wieder krank zu werden?