uff

bin geschafft, alles um mich herum wirrt und schwirrt ich hüpfe und springe, rede, schreibe, denke und die Zeit hat plötzlich ganz andere Dimensionen…fühle mich losgelöst vom Raum und Zeit…Sekunden wie Stunden… Stunden wie Sekunden…weiss nicht wo mir der Kopf steht, – Achtung- Lächeln nicht vergessen! –
Männer sind Scheisse, Frauen auch…bin wieder nicht bei meinem Kurs, habe jetzt Internet in der Uni und weiss gar nicht wo ich hinsurfen will….vernachlässige meinen Blogg, habe Ideen und komme nicht zum aufschreiben…ich mag nicht mehr….für heute…
morgen werde ich wieder lächeln? Meinen Nachbarn ermorden? Oder besser meine Mutter?
Freue mich auf das WE, wo ich vieleicht mal wieder meine Freundinen zu sehen bekomme….uff, puh, wo ist mein Kopf?

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Woman at work! Frauenbild in der Werbung

Ich habe mich in dem 90zigern immer wieder aufgeregt, das das Frauenbild in der Werbung der Realität so extrem nach hingt. So wurden in den 90zigern immer noch Frauen gezeigt denen einer abgeht, weil sie einen neuen Haushaltsreiniger haben und der es ihnen endlich möglich macht: „Die perfekte Hausfrau zu sein“. Welche Frau hatte damals noch solche Ziele? Und vorallem welche Frau fand darin tatsächlich ihre Erfüllung? Genauso, wie die Spots von der perfekten Mutter, die dank neuer Süßigkeit endlich ihre Kinder perfekt bestechen kann! BAH! Mag ja sein das solche Sachen eine Frau glücklich machen können, aber sicher nicht als „Lebenserfüllung“, wie es dort immer dargestellt wurde! Wenn es solche Frauen gibt/gab dann müssen die wohl weit weg von Berlin leben.
Doch jetzt kam der Quantensprung! Hornbach
hat es gewagt! Wohl beruhende auf einer Studie, das Frauen immer mehr Heimarbeiten selbst in die Hand nehmen, haben sie es gewagt. Die erste Baumarktwerbung, die sich nur an Frauen richtet: Women at work! So wird der gestressten, emanzipierten Frau erklärt, wie sie „ganz einfach“ ihren Ehemann einmauern kann, indem sie eine Massivwand zieht! Genauso begeistern mich die „Colors of Hornbach (of Heimarbeit)“, tiefdunkles ultramarineblau= unter dem Nagel, den der Hammer traf, Aubergine= vom Farbeimer der gegen das Bein knallte, etc. genial! Endlich werden Frauen gezeigt, wie ich! Frauen die zu Hause heimwerken und dadurch blaue, aubergine oder sonstwie farbige Schönheitsflecken am Körper tragen, als Resulat ihrer Aktivität als Heimwerker….COOL- Mehr davon!

Sonnenbrillen und Omas

Ja es ist Herbst, die Sonne scheint unermüdlich hell, die goldgelben Blätter der Bäume wehen im Wind und die Temperaturen sind sehr angenehm bei 20 Grad. Das scheint Frühlingsgefühle im Oktober auszulösen! Gerade auf dem Weg zu Uni, musste ich über eine Oma lächeln, die aussah als wäre sie gerade in Mallorca oder einen anderen südlichen Land. Strohhut mit Löchern drin und eine große silbergerahmte Sonnenbrille dazu. Lustig und das mitten in Berlin im Oktober. Als ich dann dachte das wäre die Einzige schräge Oma der ich heute begegnen sollte, wurde das noch getoppt. Hinter ihr erschien ein weiß-pink-grau Wunder. Eine Oma mit hochtoupierten grauen Haar, pinker Wildleder Jacke, weisser Hose und pinken Wildleder Stiefeln und riesengrosser weißer Sonnenbrille. Dazu den passenden halbhohen perfekt frisierten weissen Pudel an der pinken Leine. WOW! Sehflash! Der hätte ich auch in München auf der Residenzstraße begegnen können, aber in Berlin?
Ich war beeindruckt von soviel modischen Selbstbewusstsein! Die Straße runter begegnete ich noch einigen mit Sonnenbrillen…es is halt Sommer in Berlin…im Oktober!

Lapdance

Gesehen in der U-Bahn, ein kleines Mädchen um die 4 Jahre hatte sichtlich Spaß an der Eisenstange in der U-Bahn. Erst hielt sie sich mit einem Arm fest und kreiste unentwegt um die Stange, wurde immer schneller, freute sich. Dann wurden ihre Tänze um die Stange immer ausgefallener, so warf sie sich breitbeinig auf den Fussboden und zog sich mit beiden Händen die Stange hinauf. Schlung ihr Bein um die Stange und drehte sich weiter. Lapdance? Kommen die erwachsenen Lapdances aus dem Spiel der Kinder? Es gab extrem viele Ähnlichkeiten, nur das die Tänzerin in meiner U-Bahn gerade mal nen Meter groß war und zwar Rock aber dazu rote, Wollstrumpfhosen trug. Wie schön unbefangen man als Kind ist, wer hat sich das ausgedacht das man sich „schämen“ muss, wer hat breitbeiniges Tanzen in der Öffentlichlkeit verboten? ….

Bedrohung

ich bin eine Bedrohung! Warum das weiss ich nicht! Viele Menschen fühlen sich von mir bedroht, wenn ich ihnen das erste Mal begegne und ich weiß nicht warum! Ok ich bin nicht gerade eine kleine, zierliche Frau, aber deswegen muss sich doch keiner bedroht fühlen?!
Ich fletsche nicht mit den Zähnen, beschimpfe Niemanden, noch spiele ich mit Waffen, wenn ich ihnen entgegen trete. Aber es passiert immer wieder…liegt es an meinem Blick? Der angeblich „dickköpfig“ daher kommt? Aber Dickköpfigkeit ist doch keine Bedrohung? Nein ich lächle meist sogar, unentwegt und bescheuert um nicht bedrohlich zu wirken, laufe schief um kleiner zu wirken, biete Hilfe an….doch die wenigsten schnallen es…macht ja auch nix…ich find ja die Wenigsten so interessant, daß ich gleich Freundschaft schliessen möchte…aber normalen Umgang möchte ich schon mit allen!
Es kann mein Verbesserungsdrang sein, den viele für Kritik und als Angriff sehen, dabei meine ich es meistens gut und möchte Niemanden seine Position oder Stellung streitig machen….
Es passiert immer wieder, ich werde zum Feind erklärt ohne Grüßen zu dürfen…und eines Tages werde ich vieleicht verstehen warum?

Hopfen und Malz verloren (Montag.9-10.05)

Gestern, mal wieder in meinen Lieblingsforschungsfeld: „Menschen in der U-Bahn“.
Ich sitze mal wieder auf einen der Klappsitze am Ende des Zuges, denn nur da kann man ohne Körperkontakt alleine sitzen. Hermannplatz: Eine Frau mit einem Blumentopf kommt herein, sie setzt sich auf dem Fußboden neben mich und positioniert ihren Blumentopf.
Erst dachte ich, sie will halt sitzen und so kann sie auch besser aufpassen, dass ihr Blumentopf nicht umkippt. Das Teenies sich mal auf den Boden setzten ist normal, aber bei genaueren Hinschauen viel mir auf, das sie dafür viel zu alt war. Sie war Mitte Ende Dreißig, Schwarze Haare, eigentlich noch ganz gepflegt, saubere Kleidung, keine Gerüche. Also keine Pennerin? Kurz darauf nahm ich eine Fahne von Bier wahr und schaute zu ihr, in der Hand eine Flasche Bier aus der sie einen großen Schluck nahm. Schade! Eine kleine Anmerkung es war gerade 15:00 Uhr. Mein Blick schweifte weiter. Ein junger Mann, blond, hübsche filigrane Gesichtszüge, ca. 1,90, zu dünn, wunderbare blau-grüne Augen. Stand an der Tür.
Irgendwie wirkte er traurig, fertig, seine Augen das Grauen: Resignation, Hoffnungslosigkeit, rot unterlaufen. Ich schaute ihn an und er zu mir. Ich schaute schnell weg. Er nahm einen Schluck aus seiner Flasche Bier. Schade! Er war Ende Zwanzig. Ich lausche meiner Musik, versuche zu ignorieren was ich sehe, nicht zu fühlen was sie fühlen und denke mal wieder über wegweisende Entscheidungen im Leben nach….

Lachen – Bitte nur in Gesellschaft

Warum lacht eigentlich Niemand allein? OK in der Öffentlichkeit einfach los lachen könnte aufsehen erregen und vielleicht hält einen der Ein oder Andere für bescheuert. Aber warum? Ist Lachen, besonders allein, eine „irre“ Tätigkeit?
Darf man sich allein nicht mit Glückshormonen überfluten? Ähnlich wie beim Sex, pfui, pfui so was macht man doch NUR gemeinsam? Ist es schlimmer in der Öffentlichkeit für „irre“ gehalten zu werden, als für depressiv? Ist es der Neid der „Unglücklichen“, vor dem man sich in Acht nehmen sollte? Ich denke wir alle Lachen viel zu wenig, schließlich ist es gesund, befreit, baut Stress ab. Trotzdem ist es nicht gern gesehen. Warum? Und warum habe ich sogar Hemmungen zu lachen, wenn ich ganz allein in meiner Wohnung bin? Warum komme ich mir blöd vor, wenn mir allein etwas Witziges passiert und ich lachen will? Klar wäre es schöner als Paar oder Gruppe darüber zu lachen, aber nur weil Niemand da ist, gar nicht lachen? Kollektive Depression, auch da wo es Keiner sieht?

Ich tu es! Ja ich tue es, auch wenn mir der Klang meines eigenen Lachens in einem leeren Raum immer noch seltsam vorkommt. Ich lache! Wenn ein lustiger Witz vorbei kommt, etwas komisches passiert, mir auf der Straße einfach danach ist, weil die Sonne scheint, ich mich gut fühle, oder ich etwas schönes erwarte. Ich musste feststellen, dass sogar ein Lächeln auf dem Gesicht reicht, um seltsam angesehen zu werden! Was ist das für ein Land wo ein zusammengekniffenes Gesicht „Standard“ ist?

Mir fällt dazu eine Befragung ein, indem Menschen auf der Straße gefragt wurden, wie Schaufensterpuppen gucken. Die meisten meinten, sie lächeln, wie wir! Mit dem „wie wir“ hatten sie Recht nur nicht mit dem Lächeln! Schaufensterpuppen gucken ernst, ohne Regung in ihrem Plastikgesicht – „wie wir“.