Wohnungsamt: Gute Vorsätze und Realität

Seit Wochen schiebe ich die Sache mit dem Wohnungsamt vor mich hin, heute lief die Frist aus, um meine Novemberansprüche zu sichern. Also saß ich heute morgen brav vorm Rechner und füllte ca. 10 Seiten Formulare aus.
Mal abgesehen von der Schwierigkeit Behördenformulare auszufüllen – wer versteht die schon? Hatte ich auch andere Probleme.
Wer weiß schon, wann er das erste mal umgezogen ist und wann wieder aus und wohin?
Und als ob es nicht genug wär, das ich versuchen musste meine Daten zu rekonstruieren (zum Glück hatte ich noch die alten Mietverträge!), nein sie wollten auch alle Umzugsdaten meiner Eltern! Also wenn ich mich nicht daran erinnern kann, wann und wieoft ich umgezogen bin, wie sollte ich das von meinen Eltern wissen?
Aber egal, ich habe es geschafft und nahm einen großen Umweg zu Fuß in Kauf, um die Formulare noch fristgerecht einzuwerfen.
Dann das, ich stehe halb durchgefroren, vor der Adresse des Amtes und? Na? Sie sind umgezogen, zwei U-Bahnstationen weiter und ich musste zur Arbeit! Tolle Aktion!
Vieleicht schaff ich es heute Abend noch, das an der neuen Adresse abzugeben, auf das mein bürokratischer Anspruch erhalten bleibt!
Deutschland und deine Bürokratie- ich liebe dich!

//edit: Das hat doch tatsächlich geklappt! Bekam einen Brief „ihr antrag vom 30.11“ wow! und das obwohl ich das Teil um 20 Uhr abends eingeworfen habe!

4 Gedanken zu „Wohnungsamt: Gute Vorsätze und Realität

    • Mit Novemberansprüchen meinte ich mein Anrecht auf Wohngeld im November, das krieg
      ich halt nur wenn ich den Antrag auch im November einreiche.
      Ick wees ja nich wo du wohnst, aber in Berlin gibt es auf der Homepage des Senats, die Formulare als pdf, für Studenten sind die pdfs: bwwog21.pdf, bwwog23_1.pdf und bwwog_student.pdf relevant. Heist übersetzt: Das erste pdf ist der Antrag an sich, Angaben über Wohnnungsgröße,Ort, Miete, Familienverhältnis etc., das zweite ist die Einkommensbescheinigung (vom AG auszufüllen), das dritte ein spezieller Studentenfragebogen der klären soll ob man Bafög bekommt, wenn nicht warum und ob und warum man sich vom Elternhaushalt gelöst hat. (Anliegende Bescheinigungen: Kontoauszüge mit Mietzahlungen, Zeugnisse, Mietvertrag, Arbeitsvertrag, Bafögbescheid, Studienbescheinigung, Krankenkassenbescheinigung etc.) Wenn du Hilfe brauchst mail mich doch einfach an, das hier sprengt den Rahmen. 😉

    • Vielen Dank für die ausführlichen Infos! Werd mich in die Richtung mal schlau machen. (Klingt allerdings ziemlich aufwendig – immer diese Bürokratie!)
      Ich bin *noch* nicht in Berlin, aber ich ziehe Anfang nächsten Jahres dort hin! Hoffentlich gefällt mir die Stadt dann immer noch so gut wie bei meinen bisherigen Besuchen! Freu mich jedenfalls schon.
      Und danke nochmal für die Infos!

    • will dich ja nicht entmutigen aber in Berlin zu leben ist wirklich etwas ganz anderes als hier mal zu Besuch zu sein! Aber finde es selbst raus! 😉 Ja scheiss Bürokratie…naja wenn du dann Bürger Berlin bist kann ich dir ja noch ein paar Tipps zum Großstadtdschungel geben 😉

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