Kallalina

Wäre sie ein Mann hieße sie sicher Kalle. Denn sie sah genauso aus.
Braune Fokohila mit Igel auf dem Kopf, Trainingsanzug, Goldkettchen. Herbe Gesichtszüge, mit derber roter Haut. Breitbeinig und turnschuhbesohlt, saß sie nicht weit von mir in der SBahn. Die Arme lässig, Bier haltend. Keine Regung in ihrem Gesicht.
So taufte ich sie Kallalina.

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Angst vor Geld

Was für ein Tag, kaum geschlafen, ohne Frühstück dann ein Arzttermin in der früh, und danach noch nen 10ner von der Bank abgehoben. Ich erblickte meinen Kontostand und war verwundert. Da ist zuviel Geld drauf! Hilfe! Woher kommt das Geld? Da ich immer noch nicht so fit bin, bekam ich Panik. Denn mein Plan war es eigentlich danach zu meiner (bald)alten Uni zu fahren und mich zu exmatrikulieren. Ich konnte mir nicht erklären woher das Geld kommen könnte und vermutete das Schlimmste, meine Immagebühr wurde aus welchen Gründen auch immer (jaja nach fast 2 Monaten) zurück gebucht. Wenn ich mich jetzt exmatrikulieren gehe, stehe ich vielleicht ohne Studienplatz da, am besten ich fahre gleich nach Hause und heule. Der Kontoauszug gab mir keine Auskunft darüber wie sich die Summe zusammenstelle den aktuelle Buchung werden auf dem Kontoauszug nicht angezeigt. Grummel, grummel, schwitz. Ich erkannte meine Dramaqueen und beruhigte mich beschloss trotzdem zur Uni zu fahren und dort ins Internet zu gehen um so sehen was mein Kontoauszug sagt. Zwischendurch war mir gewaltig schlecht. Als ich dann am Rechner saß klärte sich das alles in Sekunden, ich hatte zur früh Geld bekommen, soll vorkommen und die Summe war viel kleiner als ich verpeilt gedacht hatte. Dummerchen. Ich lief zum Imma- und Prüfungsamt, stellte mich hinter 6 Frischlingen an, wartet stehend und schwitzend eine halbe Stunde und wurde dann sehr freundlich beraten und bedient. Hinter mir standen dann noch 30 andere. Das Büro unterbesetzt. Wie das eine Frau alleine in verbleibenden 1,5 Stunden schaffen sollte (wenn 6Personen=35min sind) war mir ein Rätsel. Geschafft. Alles ziemlich verwirrend, aber sowas soll ja vorkommen…
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Mitternacht

Es ist dunkel, mein Geist wach, ein kühler Wind weht um das Haus.
Gespenstige Ruhe.
Nichts knarrt oder scharrt, kein Auto fährt die Straße entlang.
Kein Nachbar hört Musik oder hat Gäste.
Stille nur der Wind lässt die Blätter rauschen.
Sorgen der ein oder anderen wehen durch meinen Kopf.
Meine Sorgen für den Moment verflogen.
Nur die Wolken spielen Wettlauf, rennen den Himmel entlang.
Eine LED blinkt mich an, doch der Sandmann ist kein guter Mann.

Riechen und schmecken

Es ist so göttlich heute morgen konnte ich meinen Morgenkaffee riechen. Es war der schönste Geruch überhaupt. Wenn man ne Zeit nichts gerochen hat ist es wie ein Wunder wenn plötzlich wieder Gerüche in die Nase aufsteigen. Alles neu. Der Geruch von von meinen Duschgel, von Blumen, der Geruch von Backwaren, sogar der eklige Parfümgeruch einer Frau neben mir, konnte mich begeistern. Es ist wunderbar zu riechen! Ich kaufte mir Brötchen und belegte sie zu Hause. LECKER! Ein knackiges Käsebrötchen, es roch, es knackte, es schmeckte. Paradies! Man weiß wohl immer erst zu schätzen was man hat, wenn man es verloren hatte. 😉

Erkältungscreme und Brüste

Kenne sie auch diese Werbung? Da ist ein kleiner Junge und der hat eine Erkältung und Mama streicht ihm vorm schlafen gehen liebevoll den Rücken und die ganze Brust ein. Begleitet wird das alles von dem Slogan: „Erkältung? Vorm schlafen gehen einfach die Brust und den Rücken eincreme, frei atmen und am nächsten Morgen ist alles wieder gut.“ So oder so ähnlich habe ich den Spruch in Erinnerung. Also kaufte ich mir auch so eine Creme. Schliesslich will ich auch am nächsten Tag zur Geburstagsfeier von Tina oder zum Fussballspiel. So stellte ich mir das vor. Ich ignorierte nur folgende Dinge:

  1. Ich bin kein Junge.
  2. Auch kein Kind.
  3. Mama wohnt hier nicht.
  4. Sich alleine den Rücken eincremen ist fast unmöglich, es sei denn man ist VerknotungskünstlerIn.
  5. Ich habe Brüste.

Also nix mit mal kurz einschmieren und gut verteilen. Also schmierte ich mir den Kram nur ins Dekoltee und so ein bissel an die Schultern und in den Nacken. Die Wirkung lies zu wünschen übrig, am nächsten Tag war nix mit dem Geburtstag von Tina und frei atmen konnte ich auch nicht gerade gut.
Heute kam mir die Idee Kranke denken etwas langsamer es hies ja die ganze Brust, also schmierte ich mir mit diesem Mentholkram die ganze Brust ein, hatte was autoerotisches nur der Geruch lies solche Gedanken schnell verfliegen, ja sie hören richtig der Geruch, nachdem ich mich großflächig eingeschmiert habe konnte ich den Kram tatsächlich riechen. Woher soll man das auch wissen? In der Werbung sah das ganz anders aus! 🙂 Ich denke, das sie die Anwendung bei einer ausgewachsenen Frau im Werbefernsehen nicht zeigen wollten oder konnten, obwohl das sicher bei der ein oder anderen Person ganz neue Pflegeambitionen wecken würde! 😉

Langeweile Contest

Langsam reicht es mir, es ist langweilig, extrem langweilig! Krank sein ist kacke und Kopfschmerzbrausetabletten sind wohl eine Erfindung für dehydrierte alte Menschen ohne Geschmackssinn. Wenn der Kram so gut schmecken würde könnte ich die Tabletten ja gleich als Lutschtabeltten geniessen. Mach ich aber nicht, also halte ich von der Xmal teureren Brauseversion auch nix, kommt mir nicht mehr in die ApothekerTüte. Ich trinke nämlich genug und zeitweilig schmecke ich auch was, garantiert aber bitter oder süß und der Kram schmeckt bitter.
Kleinen Spaziergang gemacht Dürüm gegessen und Film geholt und jetzt gebe ich mir die letzte Brausetabletten und schau mir Couchgeflüster an, allerdings im Bett und flüstern tut nur meine Lunge…
Hoffe ihr macht es euch schön gemütlich und werdet mir nicht krank (wie er und er hier)…soviel Gemeinsamkeit muss dann auch nicht sein! 😉

/edit: Couchgeflüster ist ein echt sehenswerter Film nicht weltbewegend aber wirklich schön 😉