Licht

Licht an, es wird schon wieder dunkel.
Finde ich das jetzt klasse oder nervig?

kerze
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Honig

Nicht der klebrige, sondern der funky Honig.
Seltsamer Tag, bin sehr ruhig, gar nicht in Hast habe das Glück heute keine Herausforderungen bewältigen zu müssen, ausser die Selbstwartung, bin so in Gedanken verloren das meine dunklen Brötchen extra dunkel wurden (und nun kratzen sie mit dem Messer solange bis es wieder goldbraun ist)…ein entspanndes Halloween da drausen:

A Taste Of Honey – Boogie Oogie Oogie

Eine wunderschöne Frau und ein guter Song…

Im Dunkelm gruseln

Als ich klein war lag ich nachts oft wach und hatte Angst vor Monstern, Einbrechern oder auch einfach vor dem Baum vor meinem Fenster. Geräusche der Wohnung schienen böse Dämonen zu sein, der Kühlschrank, das knacken des Holzes oder das schlendern der Katzen. Irgendwann gewöhnte ich mich dran eine Klangkarte in meinem Kopf wusste genau zu beurteilen was gefährlich war und was nicht. Als Teenager hatte ich irgendwann die Ehre alleine in der elterlichen Wohnung zu nächtigen doch von einer Nacht zur anderen, erschienen mir plötzlich das vertraute Gefilde völlig fremd. Ich fühlte mich nicht sicher so allein und obwohl ich alle Klänge kannte machte ich nachts mehrere Kontrollgänge und überprüfte das Schloss an der Haustür. Ein paar Jahre später zog ich aus, mein erstes eigenes Wohnklo (30qm inklusive Küche und Bad, Hochparterre).Obwohl alles so klein war, gruselte ich mich, so saß ich die ersten Nächte wachsam in meinem kleinen Zimmer und beobachtete genau ob Jemand durch meine Fenster einbrechen wollte. Irgendwann wurde mir dann klar das sogar wenn Jemand einbrechen könnte, es sicher lukrativere Stellen geben würde als die Wohnung einer 18jährigen voller Sperrmüll und Aldivorräten. Ich gewöhnte mich ein und schlief von nun an ruhig. Die nächste Wohnung war größer, viel größer, 50qm nannte ich mein eigen mit sehr hohen Decken und zu einer großen Straße hinaus. Der Nachtsound war überwältigend. Es war zu laut, mein Flur zu dunkel und lang und die Nachbarn nicht zu hören. Zwei Wochen konnte ich dort kaum schlafen, ich wurde immer wieder wach, von einem LKW, einem Licht oder einfach meiner inneren Unruhe. Danach schlief ich wie ein Stein, sogar auf lauten Parties, in sitzen, ich konnte überall schlafen. Die Wohnung hatte allerdings noch mehr Nachteile, Ofenheizung, Dusche in der Küche und das war das schlimmste ein Aussenklo. Abgesehen von meiner Faulheit, war das Problem ein Nachbar der nachts gern an seiner Tür lauerte und Geräusche und Pfiffe von sich gab, wenn ich in den Hausflur trat um zu meiner Toilette zu kommen. Ich zog aus in einen mir fremden und im schlechten Ruf stehenden Bezirk: Neukölln. Ich hatte bedenken, hatte Angst vor der Gegend und das nicht nur weil ich mir dort nicht auskannte. Das Angebot schien aber zu verlockend, und so zog ich in die vermeindlich Bronx in einen fast leer stehenden herunter gekommen Altbau. Die ersten Wochen waren schrecklich ich hatte Angst, das alte Holz, die Ruhe, die vielen Ausländer, die Größe der Wohnung und dieser gruselige Bezirk mit dem schlechten Ruf. Ich verriegelte meine Tür mehrmals und konnte erst schlafen als ein Hund zu Besuch war, der an meiner Tür wachte. Das ist jetzt Jahre her. Ich brauche keinen Hund mehr, laufe selbstbewusst durch meine Nachbarschaft und verstehe nicht warum Freunde/Bekannte Angst haben wenn sie mich besuchen wollen. Das Haus macht nachts immer noch seltsame Geräusche, abundzu höre ich Schreie in der Nacht, aber ich schlafe wie ein Baby.
Alles eine Frage der Gewöhnung. 🙂

Was Männer wollen

ich könnte mich kurz halten und schreiben:

SEX

das ist aber nicht die ganze Wahrheit, sie wollen auch:
Jemanden der für sie einkauft und kocht, sie bemitleidet, für sie putzt, sie bewundert, zu ihnen aufschaut, ihnen zuhört, sie massiert, auf sie wartet, aber nie irgendwas erwartet.
Ein geschmeidiges Gestell und pralle Kurven, viele PS Zahlen, kostenlose Extras ohne Handbuch, eine Fernbedienung, Selbstwartung, Geld oder Macht oder gleich Beides, 20cm, wahlweise auch den grössten Turm im Dorf, Freiheit, Kraft, Gesundheit, Jugend (die eigene oder die der Begleitung), Haare, Fußball oder andere sportliche Events, GesprächsRuhe, Alkohol und sagte ich schon Sex? 😉
turm

Warum chatten cool ist..

Warum chatten cool ist:

Weil der andere nicht mitbekommt wenn man:
… sich die Nase schneuzt
… nen Pickel hat
… auf Toilette verschwindet
… die Haare und das Makeup nicht sitzen
… körperlichen Attributen vorgibt die man nicht hat
… Knoblauch und Zwiebeln gegessen hat
… im Bett liegt
… sich nicht geduscht oder rasiert hat
… Klamotten aus der Altkleidersammlung an hat
… Raucher oder Säufer ist
… bei Oma, Mama oder aus dem Jobpoint surft
… das man minderjährig oder steinalt ist
… kein Geld hat
… neben bei kocht, stillt oder Seifenopern guckt


Quelle

Weil der andere nicht mitbekommt wenn man…

Es waren zwei Königskinder

Eine wunderbare Volksballade, die ich als Kind öfter gesungen habe
gefunden beim Gutenberg Projekt.

Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb;
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.

»Ach Liebster, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzen will ich anzünden,
und die sollen leuchten zu dir.«

Das hört ein falsches Nörnchen,
die tät als wenn sie schlief;
sie tät die Kerzlein auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief.

Es war an ei’m Sonntagmorgen,
die Leute waren alle so froh;
nicht so die Königstochter,
ihre Augen saßen ihr zu.

»Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Kopf tut mir so weh!
Ich möcht so gern spazieren
wohl an die grüne See.«

»Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht gehn,
weck auf dein jüngste Schwester,
und die soll mit dir gehn!«

»Ach Mutter, herzliebste Mutter,
meine Schwester ist noch ein Kind,
sie pflückt ja all die Blümlein,
die auf Grünheide sind.«

»Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht gehn,
weck auf dein jüngsten Bruder
und der soll mit dir gehn!«

»Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Bruder ist noch ein Kind,
der schießt ja all die Vöglein,
die auf Grünheide sind.«

Die Mutter ging nach der Kirche,
die Tochter hielt ihren Gang,
sie ging so lang spazieren,
bis sie den Fischer fand.

»Ach Fischer, liebster Fischer,
willst du verdienen groß Lohn,
so wirf dein Netz ins Wasser
und fisch mir den Königssohn!«

Er warf das Netz ins Wasser,
es ging bis auf den Grund;
er fischte und fischte so lange,
bis er den Königssohn fand.

Sie schloß ihn in ihre Arme
und küßt seinen bleichen Mund:
»Ach Mündlein, könntest du sprechen,
so wär mein jung Herz gesund!«

Was nahm sie von ihrem Haupte?
ein goldne Königskron:
»Sieh da, du wohledler Fischer,
hast dein verdienten Lohn!«

Was zog sie von ihrem Finger?
ein Ringlein von Gold so rot:
»Sieh da, du wohledler Fischer,
kauf deinen Kindern Brot!«

Sie schwang sich um ihren Mantel
und sprang wohl in die See:
»Gut Nacht, mein Vater und Mutter,
ihr seht mich nimmermeh!«

Da hört man Glöcklein läuten,
da hört man Jammer und Not,
hier liegen zwei Königskinder,
die sind alle beide tot.

Thomas Cook

Thomas Cook oder ein Mann der wohl gern Thomas geheißen hätte kam heute in die SBahn. Er setzte sich mir gegenüber hin. Dunkle Jeans, schwarze Stiefeletten, schwarze Lederjacke. Ende 50zig mit kurzem grauen Haar und Bart. Er hielt ein Buch in der Hand Thomas Cook. Eine Readers Edition und schlug es bedächtigt auf. Er las nicht, er befingerte die Seiten und vorallem sein Lesezeichen. Er seltsamer Geruch stieg mir in die Nase. Komischer Typ, dann tat er als würde er lesen, aber alle paar Sekunden blickte er auf und starrte mich an.
Er suchte den Augenkontakt, ich schaute ihm in die Augen, schaute weg. Seltsamer Typ. Er senkte wieder seinen Blick in das Buch, ein paar Sekunden später ich spürte seinen Blick. Lies du Sau und starr mich nicht an, du stinkst und wenn du nicht gleich aufhörst trete ich dir gegen das Schienbein suche ich mir nen anderen Platz.
Ich blieb dann sitzen, ganze weitere vier Stationen und wurde angeglotzt.
Seltsame Menschen trifft man in der SBahn…..