Punks und Jura

Manche Dinge wiederholen sich, so traff ich gestern wiedermal einen Punk der davon träumte Jura zu studieren. Ist das nicht etwas gegensätzlich? Ich kenne zwei Juristen die früher Punks waren. Wie kommt dieser Wandel? Ist es vielleicht der glaube daran so doch noch etwas am System ändern zu können und Schwache zu verteidigen? Oder doch nur der Verrat von alten Werten? Schliesslich besteht ein großer Unterschied zwischen einem Systemkritiker und -aussteiger und einen Systemkenner und -hüter.
Oder sind Punks auch nicht mehr das was sie mal waren?

5 Gedanken zu „Punks und Jura

  1. Der Punk ist tot – es lebe der Punk. In der Schweiz «feiern» wir das 30jährige mit Fotobänden aus der guten alten Punkzeit. Der Irokesenschnitt will wegen Haarausfall auch nicht mehr so gelingen. Und die Zukunft der damaligen Punks ist heut auf der Strasse. Warum sollen sie so sein wie ihre Väter? Verkleidung ist gut und bald ist ja eh «HalloWien» :-))
    Spass beiseite – es ist wie es ist. Die Bewegung ist in die Jahre gekommen und nach 30 Jahren dürfen da ruhig ein paar Juristen übrig bleiben.
    Wir wollten damals nicht so sein wie unsere Mütter und Väter waren. Wenn es jetzt immer noch Jugendliche gibt die versuchen uns nachzuahmen, so kann man doch nichts dagegen haben. Es spricht höchstens für die Qualität der Bewegung. Ich war nie Punk und werde es wahrscheinlich nie werden. Allerdings war ich in London als die Sex Pistols noch ein lokales Ereignis waren.

    • Ho ho du hast also historische Ereignisse sehen dürfen? Wow! Und dadurch kein Punk geworden, ob das nicht gegen die Qualität der Bewegung spricht? Aufgefallen ist mir allerdings auch das die meisten heute Teenie sind..alte Punks gibt es nur noch selten zu sehen und wenn dann fragen sie einen nach nem Euro..

  2. Das System, gegen das die meisten Punks rebellieren, ist nicht der Staat (auch wenn sie es vorgeben), sondern das Elternhaus. Viele kommen aus höheren Schichten und versuchen, eine materiell gute aber emotional verarmte Kindheit zu kompensieren. Mangels Reflektion bleiben viele aber dennoch im Wertesystem ihrer Eltern behaftet, so dass einige (viele?) letztendlich doch den gleichen Weg wie ihre Eltern einschlagen, wenn auch in anderen „Ausprägungen“.

    Diese – hier sinngemäß wiedergegebene – Theorie stammt von Arno Gruen. Klingt plausibel, find ich und würde Deine Beobachtung unterstützen. Ach, a pro po Punks…

    • Da hast du wohl Recht die rebelieren meist eher gegen die Eltern, wenn man dann damit durch ist kommt wohl wieder die Normalität? Anders als die Eltern sein, wollen doch alle Kinder (nagut die meisten). Ja Helge sagt es..*lol*

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