Atme für mich

Atme für mich Baby! Nur atmen nicht mehr, rede nicht mit mir, denn du kennst meine Antwort. In einen Überschwang an Menschenliebe bin ich in letzter Zeit auch ans Telefon gegangen, wenn eine „unbekannte“ Nr. auf dem Display erschien. Könnte ja wichtig sein, vielleicht hat XY gerade kein Guthaben auf der Handykarte. So war es aber nicht, schweigen, atmen, über einen Call-Center Anrufer hätte ich mich gefreut.
Dieses Spiel geht jetzt schon ein paar Wochen und passiert nur, wenn ich zu Hause bin.
Mittlerweile glaube ich zu wissen wer es ist, durch einen Zufall habe ich ihn vor ein paar Wochen gesehen und jede Kommunikation verweigert.
Mittlerweile habe ich nämlich noch Einiges erfahren von ihm, wie sein echter Name ist, wie das mit seiner Ex-Freundin aka Ehefrau und Mutter seines Kindes ist usw.
Er hatte mich damals nach Strich und Faden belogen und verarscht und obwohl ich das nicht wusste, fühlte ich das ich ihn lieber schnell los werden sollte.
Das scheint nicht geklappt zu haben, die Drohung mit der Polizei scheint kein Jahr gehalten zu haben- schade. In Zukunft werde ich wohl nicht mehr dran gehen bei unbekannter Nr. – einfach weil es mir zu bekannt vor kommt. ;-(

Klischee Paar

Eigentlich bin ich ja gegen Klischees, besonders wenn es darum geht zu beschreiben wie Neukölln tickt. Zuviel Schreckensnachrichten zieren die Medien, jeder kennt mittlerweile die bekannteste Hauptschule Neuköllns und aus dem Katastrophenimage wurde sogar eine eigene Modelinie kreiert. Geschmacklos wie ich finde und ein Grabstein auf dem Vorurteil Neukölln sei assi. Neukölln ist nicht so, ich bin nicht so!
Hier gibt es viele Menschen die nicht morgens als erstes ihr Bier wollen und rumrennen als wäre ihre persönliche Modelinie gestern Nacht aus dem Roten Kreuz Container gefallen.
Doch gestern wurde ich eines Besseren belehrt ich sah das Klischee Teenager Paar Neukölln:

Sie: Verunglückt, blondierte, mittellange Haare in gelb und orange Tönen, Röhrenhüftjeans, weiße Sneaker, orange braune Haut vom Solarium, pinker Lippenstift, blauer Lidschatten und ganz große Ohrringe.

Er: Lederjacke im Bomberjackenstil mit großen rückenfüllenden Stickerein, Bürstenschnitt mit Gelanteil, Basecap, Jeans mit Chlormuster und dazu schweineteure und hässliche halbhohe Nike Turnschuhe in weiß.

Ein Traum von Neukölln! Er war wahrscheinlich türkischer Abstammung, sie aus irgendeiner Platte in Gropiusstadt entwischt. Das alles geht natürlich nicht ohne Anhang, doch da erstaunten sie mich, es war kein Kinderwagen den sie mit sich führten, es war ein Pittbull. 😉

Beklaut

Ick lass mir doch nicht verscheißern! Heute Nacht ist er wieder da gewesen, der großzügige Schenker der am 28.10.07 ein Stündchen vorbei brachte und versprach das es von nun an mir gehören soll.
Erst wollte ich mich überschwenglich bedanken, aber er faselte was von Normalzeit und verdrückte sich lautlos.
Jetzt weiß ich warum, heute Nacht ist er ohne Ankündigung oder Gruß dagewesen sein und hat sie sich zurück geholt, – die Normalzeit. Das war also gar kein Geschenk sondern nur eine Leihgabe. Beschiss! Als könnten Energiesparpläne aus den 70ern irgendwas an meiner Empfindung ändern. Früh ist früh und spät halt spät, ganz ohne Uhr. Dumm ist nur das meine Mitmenschen dran glauben und ich mich wohl oder übel drauf einstellen muss. ;-(

uhr

Graue Macht

Wolken, Wolken, Wolken.
Grau, weiß marmoriert.
Kahle, zittrige Äste werden vom Wind rum geschubst.
Eine Stimme aus den Lautsprechern lullt mich ein.
Keine Bewegung, sonst fallen die Wolken vielleicht herunter.
Keine Mitmenschen die lärmen.
Petersilie sprießen in der Küche.
Am gleichen Ort warten Aufbackbrötchen auf ihren Tod.
Langsam, sonst denken die Wolken ich wollte das Rennen gewinnen.
Nie würde ich mich der grauen Armee verweigern.
Ihnen gehört das Licht, ihnen gehört das Wasser.
Ein Vogel fliegt auf sie zu und verschwindet.

Nicht meine Art

Das ist gar nicht deine Art! Bestätigten mir Freunde und Familie die letzte Zeit immer wieder. Was nicht meine Art ist? Zu Reisen um Jemanden zu sehen, zu verweilen im „nicht zu Hause“ und das auch noch länger als zwei Tage am Stück.
Stimmt das war bisher nicht meine Art, es war aber bisher auch nicht meine Art irgendeine Beziehung ernst zu meinen. 😉

Ohrfeige von Gott

Momentan bin ich glücklich in der Liebe und es erleichtert Vieles, trotzdem ist mein Leben immer noch mein Leben und es gibt viele Probleme die ich zu bewältigen habe.
Wenn ich müde bin, wenn ich krank bin, beschleicht mich manchmal die Angst das ich das alles nicht mehr im Griff habe und scheitern werde.
So einen Moment hatte ich die Tage, alles war mir zuviel alles zu kompliziert und ich fühlte mich überfordert und hilflos. Tränen flossen und ich konnte meine Fassung nur schlecht wieder gewinnen, meine Nase war vom Heulen zu geschwollen und so atmete ich durch den Mund. Durch diesen Mund kamen dann auch Worte wie: „Ich habe keine Lust mehr auf mein scheiß Leben!“ Das Drama und Selbstmitleid hätte so weiter gehen können wenn, ja wenn nicht im gleichen Moment die Ohrfeige von Gott gekommen wäre.
Ende
Was war passiert? Dadurch das ich nicht durch die Nase atmen konnte, atmete ich durch den Mund und parallel lief mir Rotze die Kehle runter die ich gerade schlucken wollte.
Ich schluckte, doch durch meine unregelmäßige Atmung lief die Rotze nicht in die Speiseröhre sondern in die Lunge. Fast eine Minute bekam ich keine Luft und hatte das Gefühl ersticken zu müssen. Hatte ich gerade gesagt das ich keine Lust mehr auf mein Leben habe? Als ich wieder Luft bekam war ich sehr froh mein „scheiß Leben“ weiter leben zu dürfen. Kurz darauf dachte ich dann, – Na das war ja jetzt mal eine postwendende Ohrfeige von Gott. Lieber Gott: „Es tut mir leid, ich habe das nicht so gemeint und ich liebe mein Leben.“ 😉

Sandig

Lieber Sandmann,
ich weiß die letzten Tage konntest du deinen Dienst an mir nicht immer nach Plan verrichten, zu oft wechselte ich die die Schlafenszeit und oft kam ich fast gar nicht zum schlafen. Deswegen wolltest du deinen Job gestern wohl besonders gut machen und hast mir besonders viel Sand übers Gesicht gestreut. Heute morgen hatte ich den Eindruck das du wohl mit deinen Füßen auf meinen linken Auge zu lange verweilt bist, – ich konnte es kaum mehr öffnen, geschwollen und klebrig blickte es drein. Bitte mach das nicht nochmal, heute werde ich brav in meinem Bett auf dich warten und wenn du auf meinen Nasenbein die Balance verlierst nimm bitte das rechte Auge um auszuweichen, – das wäre wirklich lieb.

Vielen Dank

Nadine

Früh

Früh, viel zu Früh ist es mir aktuell, aber was frau nicht alles macht für ein bisschen Nestwärme. Drückt mir die Daumen das alles klappt wie geplant, sich ist ja nix sicher bei Mitfahrgelegenheiten. Wünsche euch allen ein frohes Osterfest!:-)