Langeweile

Die lange Weile und ich waren lange ein Paar, ich dachte ich könnte sie nicht leiden.
Sie nervte mit ihrer Penetranz und mehr als einmal wollte ich sie vor die Tür setzen.
Irgendwann als ich außer Haus war hat sie sich verkrümmelt. Ohne ein Wort.
Noch nicht mal einen Zettel hat sie mir geschrieben. Ich vermisse sie.
Wir haben lange keine Zeit mehr miteinander verbracht.
Ich hoffe sie kommt wieder, mag kein Backstein sein……

Seltsam schlecht gelaunter Tag

Fassen wir zusammen – nicht mein Tag. Überempfindlich und gereizt durch den Tag gegangen. Brüllanfall abgewendet, früher von der Arbeit gegangen und trotzdem total müde und gestresst gewesen. Noch in den Park um einen lieben Menschen zu verabschieden, nur ein Radler getrunken, kein Alkohol mehr für mich. Geredet, nein mehr zugehört, beobachten dürfen das klebrige Schwitzbeine mit trockenen Rasen eine interessante Symbiose ergeben. Früher nach Hause, ich mag nicht mehr, zu viele Menschen, zu viele Erlebnisse, morgen ist noch eine Feier. Lasst mich doch alle in Ruhe.

Kleidtägerin

Das Wetter ist genial, zu genial um sich unter Hosen und geschlossener Kleidung tot zu schwitzen. Das Wunder ist passiert. Nadine wird von der geheimen Kleidträgerin zur öffentlichen Kleidträgerin. Ok es ist „nur“ ein Rock, aber für mich eine neue Dimension. 😉

Deine Augen

Ich möchte die Welt nicht durch deine Augen sehen.
Ich möchte nicht das du mir sagst wer ich bin.
Du weißt es nicht, ich weiß es auch nicht.
Unterstelle mir keine Dinge, die ich nie gesagt oder gedacht habe.
Spreche nicht vom „wir“, wenn es kein „wir“ gibt.
Dazu gehören zwei.
Ich weiß nicht mit wem du sprichst, – ich bin es nicht.

Zu zu

Der ist mir dann zu (…), oder zu (…), halt zu zu halt. Es gibt immer ein „zu“.
Recht hat sie, bei der Auswahl von Freunden und PartnerInen hat man im fortschreitendem Alter immer ein „zu“ parat um die Menschen aus“zu“sortieren.
Zu jung, zu alt, zu groß, zu klein, zu blöd, zu schlau, zu glatt, zu ungepflegt, zu langweilig, zu verrückt……Hauptsache „zu“.
Wer da wohl „zu“ ist?

Drehende Schlangenlinien

Betrunkene haben einen Schutzengel der doppelt so groß sein muss wie der Normale.
Gestern hieß es noch Feiern und obwohl ich nach der Arbeit noch wild entschlossen war, verließ mich mein Wille als ich erstmal zu Hause saß und die Müdigkeit die Herrschaft über meinen Körper an sich nahm. Meine Parktasche war schon gepackt und so griff ich mir ein Bier in PET und trank schon mal ein zwei Schluck. Das stieg mir sehr schnell in den Kopf, aber ich war wieder wach und fuhr in extrem warmer Abendluft mit meinem Fahrrad nach Treptow. Da traf ich sie dann, die Zwanzig Irgendwas Menschen, einer davon hatte Geburtstag, ein paar kannte ich von Arbeit und der Rest blieb mir relativ unbekannt. Ein Halbnackter drückte seinen Oberkörper in meinen Rücken, ich fragte ihn warum er nackt sei, er meinte nur weil XY es auch ist. Gut das sollte mir als Begründung reichen und ich trank Bier, spanischen Wein und kaute Zwiebelbaguette. Ich trank noch vieles mehr, erzählte zu laut und viel und machte einen großen Fehler, ich stand dazwischen nicht auf, um zu schauen was mein Kreislauf so sagt. Irgendwann war es dann soweit, meine Blase hatte die Schallgrenze erreicht und ich suchte die Nähe eines Busches. Auweia, die Welt drehte sich, ich hielt mich an einem Radler fest. Zurück zur Decke, anlehnen, weiter trinken, dieses mal Limo, mir wurde übel. Langsam verschwammen die Menschen um mich herum, ich entzündete Teelichter, bekleckerte mich mit Wachs, legte mich anschließend fast in eine der Kerzen. Ich muss kotzen oder schlafen. Wie ein Embryo lag ich zum Po meiner Kollegin und schlief fast ein. Sehr uncool, sehr peinlich, ich muss weg so lange ich das allein noch kann. Wortlos griff ich mir mein Fahrrad und war mir selber nicht so sicher ob ich den Weg nach Hause schaffen würde, egal wenn nicht, dann kotzt du wenigstens nicht vor all diesen Leuten. In drehenden Schlangenlinie fuhr ich über zum Glück leere Straßen nach Hause, sagte ich nicht das ich für sowas zu alt bin?

Die Sonne und das Lächeln

Erstaunlich wie sich die Gesichter durch ein bisschen Sonnenschein verändern.
Die letzten Tage gab es morgens wie abends fast nur Hackfressen in der Bahn.
Heute Abend lächelten viele Gesichter, das lag sicher an der Sonne und vielleicht auch am Freitag. 😉

Die Woche ist um und ich habe sie überlebt!

Wenn die Kreissägen singen

Wenn die Kreissägen singen, ist es Zeit für Nadine aufzustehen. Ging jetzt ne Stunde und es ist klar, dass sobald ich aufstehe und einen Kaffee habe plötzliche Ruhe herrscht.
Gut bin ich halt wach, wollte ja eh früher aufstehen. Endlich Freitag.
It´s Friday I´m in love…..