Mein rechter Fuß

Guten Morgen sagte die Sonne 10 Minuten bevor ich eigentlich aufstehen muss.
Stehe auf, laufe Richtung Kaffeequelle. Nein laufe nicht humpel.
Mein rechter Fuß findet es ist noch nicht so weit und schläft weiter.
Dieser Rechthaber, schmollt einfach und verweigert die Unterstützung.
So war das nicht ausgemacht, mein rechter Fuß.

Was Anständiges

Habe ich vorhin nichts Anständiges im Supermarkt gekauft?
Nur Schokolade, Kuchen und Pudding?
Ein kurzer Blick in die Tiefkühlgegend meiner Küche beantwortet mir die Frage.
Nein hast du nicht, es gibt noch Eis.
Doch was Anständiges da. 🙂

Sensibles Krawallchen

Bin zur Zeit ein sensibles Krawallchen.
Eine Konstellation die gar nicht geht, wie ich selber finde.
Werde mich den Rest der Woche wohl besser in einer Disziplin üben
die ich selber am wenigstens beherrsche: Schweigen.
Besser so, nur falls das was ich sage nicht so gemeint war, oder doch so gemeint
war, aber falsch interpretiert wird.

Der Elefant der meine Zukunft hervorsagte

Es gab mal eine Zeit da musste ich am Lateinunterricht teilnehmen. Latein war mir nichts, zu wenig Leben, zu viele Regeln. Hinzu kam eine Lehrerin, die es sehr bedauerte, dass die Prügelstrafe für Schüler abgeschafft wurde. Eine erste Begegnung mit ihr reichte und der Dickkopf Nadine hatte jedes Interesse verloren. So kam es eines Tages zu einer Klausur in der ich einen Text über die Elefantenjagd übersetzen sollte. Es war ein schwieriger Text und die Geschichte die er erzählte gefiel mir nicht, – nicht nur weil sie in Latein verfasst war.
Die ersten Sätze versuchte ich noch ernsthaft zu übersetzen, aber dann hatte ich keinen Bock mehr. Da alle anderen aber schrieben und schwer beschäftigt aussahen beschloss ich auch weiter zu schreiben. Ich schrieb eine Geschichte über einen großen Elefanten, der in einer Grube gefangen und gefesselt wurde, um anschließend wie durch ein Wunder befreit zu werden und triumphierend in die Freiheit galoppierte. Eine schöne Geschichte wie ich fand und zusätzlich sah ich die ganze Klausurzeit sehr beschäftigt aus. Kleiner Haken an der Geschichte, – sie hatte so gar nichts mit dem lateinischem Original zu tun. Das bemerkte auch meine Stasi-Lehrerin, fühlte sich persönlich beleidigt und verkündete, dass sie meine Klausur nicht korrigieren würde. Es gab einen riesen Aufriss deswegen, doch da sie mich vorher schon mehr als einmal beleidigt hatte bekam ich als Kompromiss eine 5 und wurde fortan von ihr in Ruhe gelassen.

Heute, mit so vielen Jahren Abstand, muss ich über die Geschichte herzlich lachen.
Was habe ich mir damals gedacht? War es nicht letztendlich eine geniale Rache an ihr? Aber eines ist klar, auch damals war ich schon sehr kreativ und nie verlegen, wenn es darum ging eine Geschichte zu erzählen. Im nachhinein würde ich die Elefantengeschichte als Vorzeichen sehen wohin meine berufliche Zukunft gehen sollte. Ich sollte eine Geschichtenerzählerin oder Schreiberin werden. 🙂

Apropo: Elefant!

Einladung zum Todestag Christi

Es klingelt.
Eine kleine alte Frau und ein großer dicker alter Mann mit Hut stehen vor meiner Tür.
Guten Tag, sagt die Frau und hält mir ein Stück Papier entgegen.
Wir sind da um sie zum Todestag Christi einzuladen.
Nein danke sage ich und ernte ein Nicken des großen Mannes im Hintergrund.
Seit wann muss man dazu eingeladen werden?
Ich weiß, dass bald Ostern ist!

Nudeln mit Spinat

Autsch, meine Birne ist heute ein Höllenschädel. Zu viel billiger Rotwein und Zigaretten.
Dem Grau des Tages entgegen gelaufen. Mich am S-Bahnhof von einem besoffenen Potsdamer fragen lassen ob ich Deutsch spreche, – ja aber nicht mit dir. In einer Chaosbude erwacht, ist wohl mein zu Hause. Paracetamol genommen, Kaffee trinken, Vögel haltet euren Schnabel. Sind Nudeln mit Spinat eigentlich unpassend zum Frühstück?

Meine offene Seele

Danke Gott es ist Freitag!Heute gab es leider einer Wiederholung dieses Zustandes.
Einatmen, ausatmen, nichts anmerken lassen. Nicht aussprechen was ich denke und vor allem nicht so handeln wie die Dramaqueen es in mir verlangt. Leider bin ich ein offenes Buch für Menschen der sensiblen Natur und davon gibt es zum Glück oder Pech? reichlich in meiner Umgebung. Ich sage nichts und trotzdem werde ich darauf angesprochen. Ich sage wieder nichts oder erläutere nur ein paar Randfakten. Fällt mir schwer zu lächeln wenn mir nach schreien ist. Es fällt mir schwer noch produktiv zu sein. Bin daneben, gewaltig daneben und versuche mich im schweigen, aber mein Gesicht verrät mich.
Motto der Woche: Schubs mich nicht!

Nadine braucht

Hier und <a href="http://mariuca.twoday.net/stories/5608167„target=“new“>hier gesehen und konnte nicht widerstehen:

Nadine braucht:

… mal schlaf!(Ohja!)
… Eure Hilfe! (schon über 1427 Tage!)
… jetzt einfach noch Ruhe (ja ja ja!)
… zwei Kerle (Warum nicht drei?)
… immer so viel zeit wenn die überlegen (überlegen im Übermaß war noch nie gut!)
… man mit Fakten nicht kommen (versucht es doch ruhig mal!)
… Hosen und ihr passen nur die von H&M die innen enger stellen gehen (noch enger?)
… braucht einen waschechten Mann als Partner (Stimmt. Wäre auch blöd wenn der beim Waschen eingeht.)
… braucht fachkompetente Hilfe (immer doch :-))
… braucht’s mehr als ein Lüfter (was braucht denn ein Lüfter?)
… eine Maus (das sehe ich ganz anders!)

Erinnert mich aber sehr hier dran. Wer will noch? Wer hat noch nicht?

Maus im Gleisbett

Hat sich da was bewegt? Ich blicke auf braune Steine im Gleisbett der U-Bahn und vermute kurz dass ich eine Halluzination hatte. Nein, da ist eine Maus, sie klettert fast perfekt getarnt zwischen den Steinen unter den Stahlträger des Gleises.
Maus müsste man sein, ohne Fahrschein das ganze Jahr in der U-Bahn abhängen, Nahrung wird einen vor die Nase geworfen und die Heizung bezahlt die Verkehrsgesellschaft. Mietzahlungen, Stromrechnungen und Arbeitswege sind einer Maus fremd. Sie lebt einfach, hat keine Terminpläne, keine monetären Zwänge, sie kommt nie zu irgendwas zu spät und solo sein führt auch nicht zur sozialen Ächtung. Das ist schon mal klar im nächsten Leben werde ich Maus im Gleisbett.

Dieser Reaktor (…)

Achtung, Achtung, dieser Reaktor wird mit sofortiger Wirkung herunter gefahren.
Es droht ein Super Gau.
Bitte halten sie zu ihrer eigenen Sicherheit Abstand und verhalten sie sich ruhig.
Es besteht Todesgefahr.

  1. Meine Augen formen sich zu Schlitzen, ich schwitze wie nach einem Marathon, mir ist übel.
  2. Ich kann mich nicht konzentrieren und meine Ohren tun weh.
  3. Warum reden die alle so laut, – warum reden die.
  4. Ich glaube ich muss mich gleich in die Mülltonne übergeben.
  5. Ich muss mich hinlegen.
  6. Ich kann mich nicht hinlegen, sind die sonst auch so laut?
  7. Warum müssen die sich auch noch bewegen?
  8. Ich muss weg, aber mein Artikel.
  9. Ich suche den Ausknopf für meine Umgebung.
  10. Es gibt keinen Ausknopf.
  11. Was habe ich geschrieben?
  12. Ich muss ungefähr 3 Liter Luft gegessen habe, drohe zu explodieren.
  13. Mir ist schlecht, halte mir die Ohren zu.
  14. Schreibe den Artikel seltsam zu Ende, lasse ihn lieber gegen lesen.
  15. Auf die Straße, noch mehr Unruhe.
  16. Könnte spontan Amok laufen.
  17. Habe keine Kraft um Amok zu laufen.
  18. Möchte schlafen.
  19. UBahn kommt sofort, noch mehr laute Menschen.
  20. Zuviel Licht.
  21. Es stinkt.
  22. Versuche zu schlafen und keinen böse anzustarren.
  23. Klappt nicht.
  24. Endlich am Ziel, ich will heim, ich will meine Ruhe.
  25. Wagt euch nicht mir in die Quere zu kommen.
  26. Kurzer Bodycheck auf der Treppe.
  27. Ich würde gern jemanden verhauen.
  28. Ich möchte heulen.
  29. Ich will einfach nur meine Ruhe.
  30. Gute Nacht!