Tote Radfahrer, turdelnde Tauben (…)

Der Tag begann viel zu früh. Nach nur ein paar Stunden Schlaf saß ich leicht müffelnd und ultramüde in der Tram die mich zur Arbeit bringen sollte. Draußen ziemlich viel grün und weiß, die Polizei versperrte die Straße und brachte sogar die Tram zum stehen. Ein Polizist schrie eine Frau im Mini an.

Eine Kreuzung weiter wusste ich dann warum, ein Unfall, ein zerdeppertes Fahrrad lag auf der Prenzlauer Allee, daneben ein regungsloser Mensch unter einem Leinentuch. Tot tippte ich, denn die Rettungssanitäter machten keine Anstalten, diese Leinenknäul in den Wagen zu bringen und der Wagen war leer. Ich lebe dachte ich, ich bin nicht Fahrrad gefahren. Ich fühle mich zwar tot, aber ich lebe.

Auf der Arbeit gar nicht da gewesen, die Mittagspause damit verbracht einer kleinen, fast schwarzen Taube und ihren wirklich aufdringlichen Verehrern zu zu schauen. Nach Hause, nach Hause. Sichere Umgebung für eine sich tot fühlende. Das Leben ist schön, aber noch schöner wäre es, wenn das Leben nicht so müde machen würde.

6 Gedanken zu „Tote Radfahrer, turdelnde Tauben (…)

  1. Neuer Sager aus der Wiener U-Bahn:

    „Sehr geehrte Fahrgäste! Wir bitten Sie, rasch ein- und auszusteigen und zum Betreten der Züge auch die weniger frequentierten Eingänge in der Zugmitte zu nutzen.“

    Jaaaa … die sind halt alle ein bisschen doof. Keine neue Beobachtung, dass sich immer 20 Leute auf eine Tür stürzen und die andere Tür 3 Meter weiter absolut unbeachtet und ungenutzt bleibt…

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