Lächeln gefunden

Nachdem ich letzte Woche mal wieder mein Leben vor dem Untergang geredet habe und ganz nebenbei noch andere Sachen eingeleitet habe, die langfristig gut für mich sein werden, ist mir Freitag mein Lächeln schon wieder abhanden gekommen.

Irgendwie waren die Angstschübe vor der Auflösung meiner Existenz plötzlich stärker als bevor, als sie noch akut waren. Komische Gedanken, eine verrotzte Nase, Magenkrämpfe, taube Ohren und Alpträume begleiteten mich durch die Tage und Nächte.

Warum? Keine Ahnung, vielleicht die Schwäche nach dem Kampf, die Angst endlich Wurzeln zu schlagen oder was auch immer. Gestern und heute hatte ich Gespräche dazu und es ist noch etwas passiert was hoffen lässt, – und plötzlich habe ich mein Lächeln wieder gefunden. 🙂

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Smile
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Bah

Aufgewacht und halb taub gewesen. Druck auf den Ohren, Fieberschübe. Gereizt durch den Tag gelaufen. Alles scheiße finden. Übelkeit und Magenkrämpfe. Bah.

Mode-Experimente

Wie es mir so geht, merke ich manchmal selber nicht. Letzte Woche bevor ich die wichtigen Sachen geklärt habe die meine Seele quälten, war ich schon ziemlich durch den Wind und am Ende meiner Kräfte.

Wie ich das gemerkt habe? Na ja ich bin morgens aufgestanden, habe mich gewaschen, gefüttert, angezogen und bin zur Arbeit. Dann hatten wir ein Team-Meeting, – in dem mir irgendwann langweilig wurde. Also habe ich angefangen Beine und Füße zu beobachten.

Bis, ja bis mir auffiel, dass ich meine Hose falsch herum hatte! Ich bin also quer durch die Stadt gefahren und habe auf Arbeit allen schön „Hallo“ gesagt und habe rein gar nichts gemerkt.

Nach dem Meeting schnell auf Toilette gerannt und mich erneut „richtig“ angezogen. Wie viele Leute das wohl bemerkt haben? Und warum hat keiner was gesagt? Also von Unterwäsche kenne ich das ja schon, – also das „Falsch-herum-anziehen“, aber das mit der Hose, – Auweia.

Mir geht es gut, – keine Frage,^^ – ich stehe nur auf Mode-Experimente. 😉

Nein, ich wollte nicht wie Kriss Kross aussehen …
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Kriss Kross – Jump
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Hand aufs Herz

Hm, hm, bin immer noch nicht ganz da. Schäme mich, weil Leute von meiner Umschuldung wissen, denen ich nie freiwillig davon erzählt hätte. Das ist zwar ein wenig schizophren, weil ich hier berichtet habe, -das ist aber trotzdem was Anderes. Die Freude kommt sicher noch, aber noch begreife ich es nicht. Hand aufs Herz ….

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José González – Hand On Your Heart (Live Jools Holland 2006)
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Geld macht doch glücklich

Oder sagen wir es so, es beruhigt. Nein, eigentlich macht es doch glücklich, denn ständig Sorgen wegen Geld zu haben zieht einfach runter, – wenn man ein Gewissen hat und Wert auf seinen Ruf legt.

Ich habe es getan, ich habe meinen Stolz runter geschluckt und Jemanden um Hilfe gebeten. Es wurde mir geholfen, ich habe eine Umschuldung eingeleitet, die auch noch bezahlbar ist.

Noch bin ich ziemlich verwirrt und der Schock sitzt noch tief, aber ich weiß heute ist der erste Tag von meiner neuen Zukunft, in der ich jetzt jeden Monat meine Buchhaltungskenntnisse auch für mich anwenden werde.

Geld macht doch glücklich, auch wenn ich mich momentan nicht so fühle.

Weg aus meinem Leben

Kotzen oder Pläne überdenken?

Nein vorher lieber wieder krank werden. Einfach so, weil ich mich nicht entscheiden kann.

Denn Lebensplan-Alternativen erdenkt man halt nicht mal nebenbei in der S-Bahn oder auf dem Klo.

Die Finanzsorgen von Neukölln sind nämlich mit umgezogen. Nein, ich war so blöd ihnen meine neue Adresse mitzuteilen.

Jetzt sitze ich hier kränkelnd im goldenen Herbst, in einem gammligen Haus, in einer Wohnung mit Wasserschaden und möchte nur weg.

Weg aus meinem Leben.

Nie wieder Teenager

Damals als die Hormone mutierten, die Zahnklammer eng saß und mein Kopf von schwachsinnigen Gedanken terrorisiert wurde, saß ich in einer Deutschstunde.

Ich konnte mein vorlautes Maul mal wieder nicht halten und die Kerle hinter mir fanden die Magazine mit nackten Frauen auch interessanter, als den Mann der vorne versuchte Schulwissen in unsere Köpfe zu gießen.

Plötzlich hörte der Mann vorne auf zu unterrichten, schwieg demonstrativ und schaute uns alle schwer mitleidig an. Er hätte ja volles Mitleid mit uns, sagte er. Die Teeniezeit sei eine harte Zeit.

Diese ganzen Veränderungen, Hormone, man wisse nicht mehr wer man sei oder wer man wird und Hormone sorgen für geistige Zustände, die man sonst nur von Psychopathen oder Massenmördern kennt. Autsch, erwischt. Doch trotzdem verstand ich ihn nicht so ganz.

Erst jetzt verstehe ich was er meinte. Wenn ich heute pickelige Teenager mit Selbsthass sehe, fühle ich was er meinte. Teenager sind eklig, aber sie können nichts dafür. Ihre Erscheinung, ihr Verhalten, – hat etwas von einem großen Eiterpickel der jederzeit zu explodieren droht.

Sie sind laut in der Öffentlichkeit, die Körperpflege und das Outfit erinnert an einen Penner oder sieht an ihnen aus wie aus einem billigen Kostümverleih. Sie sind einfach weder Fisch noch Fleisch und fühlen sich meist unwohl dabei, – und das merkt man auch von 100 Meter Entfernung.

Zum Glück hört der Hormonsturm irgendwann auf, jetzt heißt es nur noch die ganzen Gefühle und Erlebnisse der Teenagerjahre zu verdauen und nicht mit in die Persönlichkeitsentwicklung einfließen zu lassen.

Manchen gelingt es, manchen nicht, bei mir scheint es einigermaßen gelungen zu sein, auch wenn es über ein Jahrzehnt gedauert hat. Zwar kotze ich auch jetzt noch gern über mein Leben, aber immerhin, – Nie wieder Teenager!