Jagd nach Ruhm, Anerkennung und Geld

Sonntag, der letzte Tag einer Woche, die es gar nicht gab. Morgen geht es wieder los, auf in den hektischen Alltag und während mein Körper dagegen noch den ein oder anderen Popel findet, freut sich der Geist endlich mal wieder andere Aufgaben zu bekommen, außer das hoch komplizierte Zubereiten von Tee und den Wechsel der Bettwäsche.^^

Lidl wartet auf mich, denn es ist Sonntag und ab morgen geht sie wieder los, die schnelle Jagd nach Ruhm, Anerkennung und Geld.

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Quincy Jones-Money Runner
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Die Woche die es nie gab

„Ich fühle mich so, als wäre gestern Sonntag gewesen“, sagte ein junger Mann hinter mir. „Irgendwie ist die Woche so schnell vorbei gegangen und das Wetter, war ja wohl total daneben.„

Stimmt dachte ich, die ganze Woche wurde es nur an einem Tag hell, dafür aber immer früher dunkel. Gut ich habe das hauptsächlich vom Bett aus betrachtet, aber auch ich fand diese Woche unangenehm, wie ein Sturz in eine Jauche-Grube.

Es hat geregnet, es hat geschneit, es ist kalt und ich war nicht die Einzige, die mit der Lunge und der Nase ständig ganz tolle Töne und Flüssigkeiten von sich gegeben hat. Blasse Gesichter, sehnsuchtsvolle Blicke und allgemeine Müdigkeit prägten diese Woche das Stadtbild.

Da helfen auch keine bunten Weihnachtsstände, es sei denn man findet einen wo es Glühwein umsonst gibt. Ich bin müde, meine Füße sind kalt, Schnee bedeckt Teile der Stadt und ich blicke zurück auf eine Woche die es nie gab.

Kopffüßler ade!

Mein immer noch neues zu Hause hat nicht nur mehr Wasser im Bad, als man sich in einer Mietwohnung wünscht, sondern auch Wasser in den Fenstern.

Gut, hat auch seine Vorteile, so braucht man sich nicht ständig um die Gardinen kümmern, wenn einem mal nach unbekümmerter Nacktheit ist. Der Wasserschleier hat eine ähnliche Wirkung wie eine Sichtschutzfolie. ^^

Interessanter wird dieser Anblick nur, wenn sich Kopffüßler dazu gesellen und anscheinend versuchen auf den Tropfen zwischen den Fenstern zu surfen.

Das Wasser zwischen den Fenster weg zu wischen wurde damit viel spannender, denn immer bestand die Gefahr das einem ein Kopffüßler dabei auf den Kopf oder ins Gesicht springt. Also ließ ich das Wasser und die Kopffüßler in Ruhe.

Bis heute. Die Käfer waren erstarrt und es bildeten sich kleine Bäche zwischen den Fenstern. Also war ich heute so todesmutig und langsam von Kranksein gelangweilt, dass ich eine Wasserreduktions-Sofort-Maßnahme einleitete.

Die Kopffüßler waren fast alle ersoffen und ihre toten Leiber klebten als Vogelwarnung von innen an den Scheiben, sehr dekorativ und praktisch. ^^ Nur ein paar hüpften mir noch mit letzter Kraft entgegen und ich warf sie aus dem Fenster.

Kopffüßler, was ist das eigentlich für ein Name und warum fühlen die sich gerade bei mir so wohl, dass sie solange bleiben bis es vorbei ist mit dem Kopffüßlertum?

Nein ich fühle mich nicht ertappt, ich bin kein Kopffüßler, auch wenn der Begriff auch auf mich passen könnte. Der Unterschied ist eindeutig, ich bin größer und etwas intelligenter, – Kopffüßler ade!

Schlafen, schwitzen und trinken

Mein Körper hat sich auch für seinen eigenen Weg entschieden: Fiese Grippe. Gut, dass muss ich wohl akzeptieren, ist ja auch egal was ich darüber denke. Obwohl mir Denken gerade schwer fällt, ja sogar Nahrungsaufnahme.

Ach stimmt ja, mein Körper hat das Sagen: nicht denken, schlafen, schwitzen und trinken!

Eigen Weg

„Warum fährst du denn allein nach Amsterdam?“, – wurde ich mehrfach verwundert gefragt, als ich meine Reisepläne mitteilte.

Na weil das mit der Buchung fix gehen musste, weil eh keiner Zeit hat, – so mitten in der Woche -, weil (…). Weil es einfach so sein soll, weil es meine Reise ist!

Die Zugfahrt, die Hostel-Buchung, das Zurechtfinden an einem fast unbekannten Ort, dass Zurückfinden nach Hause, – alles nur für mich.

Ein Symbol für meine Lebensreise, ein Symbol für meine Veränderung, ein Symbol für den eigenen Weg, – und mein Hostel hatte einen:
Eigen Weg

Hören, Lesen, Verstehen

Und schon wieder selbst rein gelegt. An Tagen wie heute, wo sie Seele schwächelt, die Nase tropft und der Hals kratzt, spielt mir meine Wahrnehmung fiese Streiche in Serie.

Ich höre oder lese mit einer ständigen Fehlinterpretation. Da sagt/schreibt einer „gut gemacht“ und ich verstehe das ironisch und fühle mich veräppelt.

Da sagt/schreibt jemand „richtig, aber ich habe da noch einen Tipp“ und ich verstehe, falsch gemacht und warum wusstest du das nicht?

Jemand schaut interessiert zu mir rüber und ich denke nur, was glotzt du so blöd, hast du was an mir auszusetzen?

Ja, ja das mit dem Hören, Lesen und Verstehen, ist öfter ein Trugschluss als frau denkt.