Keine Käfighaltung für Kampfhennen!

Was für eine Woche, ziemlich viel passiert und ausnahmsweise nicht nur virtuell. Diese Woche habe ich mir erlaubt privat und beruflich auch mal Sachen zu machen, die nicht nur virtuelle Spuren hinterlassen.

Einfach mal den Rechner verlassen und mit Menschen von Auge zu Auge Gespräche führen und Dinge erleben und erledigen. Das ist anstrengend, aber das tut auch verdammt gut. Kopffutter in rauen Mengen.

Schwierig für mich los zu lassen, immer noch schwierig sich einzugestehen, dass man das eigene Potenzial verkümmern lässt oder es immer wieder boykottiert.

Heute regiert wieder der Kopf und fängt wieder an Selbstzerstörung zu üben. So ist das halt mit Kampfhennen in Käfighaltung, sie haben zu viel Energie und wenn sie diese nicht los werden, dann hacken sie auf dem einzigen möglichen Opfer (sich selber) herum…..

Was lernt uns das? Keine Käfighaltung für Kampfhennen! 😉

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Rotze auf dem Knie

Nach der Arbeit mit sauberer Hose in den Wedding gefahren.
Nicht so meine Gegend, aber für ein 50 Euro Geschenk fährt man ja mal nen Umweg.
Auf dem Heimweg in der S-Bahn mein Knie begutachtet.

Ein dicker Rotzfleck zierte mein Hose in Kniehöhe.
Das war ich nicht, das war (…) irgendein Kerl der auf die Straße rotzen wollte und mein Knie im Vorbeigehen erwischt hat.

Ja ich war im Wedding, man sieht es.
Rotze auf dem Knie.

Der goldene Osten

Wenn man mit der S-Bahn aus Berlin raus fährt, also zum Beispiel mit jedem Zug der vom Ostkreuz nicht in die Stadt fährt, ist man schnell ganz woanders.

Bäume sind zu sehen, Wiesen, Bäche, Einöde. Die Häuser werden immer kleiner, kaum ein Mensch zu sehen. Das Rattern der S-Bahn erscheint plötzlich unheimlich laut.

Ein Grauschleier breitet sich über alles aus, der Kommunismus hat seine Spuren hinterlassen.

Jeder Bahnhof ein Erlebnis, die technische Ausstattung der Bahnhöfe wird von Bahnhof zu Bahnhof unmoderner.

Am Zielbahnhof angekommen bin ich zurück in den 90ern. So sahen früher alle (Ost-) Bahnhöfe aus:

Grau etwas verfallen, analoge Anzeigetafeln, graue trötenförmige Lautsprecher, ein ungenutztes, angegilbtes Glashaus in der Mitte.

Dazu noch mehr Einöde, eine Sparkasse, ein paar wilde Jugendliche, eine Oma, ein Dönerladen und eine Busstation.

So einfach sind also Zeitreisen denke ich und zünde mir wie in den Neunzigern einfach eine Kippe an als ich aus dem Abteil trete.

War da nicht was? Rauchverbot? Wo sind die Kameras und das Wachpersonal hier auf dem Bahnhof? Keinen Bock 15 Euro zu zahlen und mich belehren zu lassen.

Ich blicke auf sehe die alten Lautsprecher, lache weil es hier natürlich nicht nur kein Wachpersonal gibt, sondern auch keine Kameras.

Alle Ostbahnhöfe ohne Kameraüberwachung, – ist das kein Risiko für die deutsche Gesellschaft?^^ So nah bei Berlin?

Plötzlich erscheint mir die 90er Einöde in ganz neuen Licht. Freiheit! Unbeobachtete und undokumentierte Freiheit.

Schaue um mich, auch andere rauchen, keinen interessiert es, auch die Nichtraucher sehen nicht so aus als wollten sie gleich auf mich zu stürmen um mich zu belehren.

Ziehe an meiner Zigarette, blicke zu der Analog-Anzeige, die mir leider keine Ankunftszeit verrät. Lächle, der goldene Osten.

Wie wäre die Welt ohne Papier?

Zurück zu den wirklich wichtigen Dingen im Deutschen Staat: Papier.
Nach all dem Drama, hat die Zeit für Nüchternheit geschlagen.
Geduldig und ohne Leidenschaft sortiere ich Papierhaufen chronologisch.

Hole Aktenordner, erlese mir hier und da noch ein fehlendes Detail, bin verärgert, bin erleichtert, hole den Locher und sortiere das Papier in die richtigen Register.

Die letzten Wochen hatten ich öfter den Eindruck der unsortierte Papierhaufen könnte mich im Vorbeigehen in den Fuß beißen. Die Befürchtung ist jetzt gebannt.

Habe wieder den Überblick, habe eine Prio-Liste und Locherreste auf dem Parkett. So, jetzt noch meine Lieferung beim Blumenladen abholen, keine Ahnung was das ist, aber da war Papier an meiner Tür.

Wie wäre die Welt ohne Papier?

Rache ist süß

Ich bin zwar ungeduldig aber im Grunde ein lieber Mensch, der sich sehr lange nerven und quälen lässt bis dann endlich mal ein „Stopp!“ von mir kommt.

Wenn dieser Punkt erreicht ist, dann heißt es aber Deckung nehmen, denn dann entlädt sich all die Wut die sich irgendwann angestaut hat.

Das Gute an der Wut: Ich mobilisiere endlich mal wieder alle meine Kräfte und Möglichkeiten um Rache zu üben und bin erstaunt über mich selber.

Typisch Weib, könnte man sagen oder auch typisch Elefant. Eins bleibt aber sicher: Rache ist süß. 🙂

Taub

No sleep, no sex for you from your ex-girlfriend
I was too deep, I can’t let you go and just jump in
At times I would push my feelings aside to let you feel
I’m novicane I’m numb and nothing’s real

Like the coldest winter, I am frozen from you

I was weak before now you made me so numb
I can’t feel much for you anymore
I give you my all, my baby
I’m numb, numb, numb

But the tears were silent inside you see
But the tears were silent inside you see

I laid there quiet, watched you have your way
with me
I might have cried, the tears were silent inside
you see
You called me names, made me feel like I was dumb

I didn’t feel a thing and now I’m gone, gone, gone

Like a battered child I got used to your pain
But you know its cuz

I was weak before now you made me so numb
I can’t feel much for you anymore
I gave you my all, my baby
I’m numb, numb, numb

I was weak before now you made me so numb
I can’t feel much for you anymore
I gave you my all, my baby
I’m numb, numb, numb

Don’t feel a thing, don’t feel the pain
Numb, numb, numb
Said

I was weak before now you made me so numb
I can’t feel much for you anymore
I gave you my all, my baby
I’m numb, numb, numb

I was weak for
Said now I’m numb, numb, numb
No, no, no, no

Songtext via