Fit bleiben…

„Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben.
Ich laufe jeden Tag Amok.“

Hildegard Knef

Göttlich!:-)

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Mal wieder so eine Geschichte, die nur mir passiert…..

Seit fast einem Jahr lebe ich jetzt hier. Hier im schönen Schöneberg in einem weiterem Abrisshaus. Es hätte mich misstrauisch stimmen sollen, dass ich mich gleich so wohl gefühlt habe, es war wohl der Geruch von Wasserschaden, Ratten und verschimmelten Wänden und Fenstern, der bei mir gleich die Assoziation von zu Hause hervorrief.

Zu Hause ist halt da, wo es leicht nach Schimmel und Moder riecht und in den Fenstern Käfer wohnen. Was ich nicht wusste, war dass mein Wasserboiler zur original Ausstattung 1977 gehörte, was ich nicht wusste: Hier gibt es keine Briefkästen!

Nach meinen Briefkastenerfahrungen in Neukölln, fand ich das erst mal gar nicht so schlecht, auch wenn leichtes Mitleid mit dem Postboten aufkam: Jedes mal in den vierten Stock rennen, – es gibt leichtere Jobs.

Die Post wurde weniger, je länger ich hier wohnte. Erst dachte ich es liegt am Nachtsendeantrag, dann daran, dass ich einfach weniger Scheiße baue. Doch wie ich letzte Woche feststellen durfte, lag ich falsch: ich baue immer noch scheiße, aber bekomme keine Warnungen/Mahnungen mehr per Post.

Warum? Weil ich im vierten Stock wohne! Warum sollte mir der Postbote auch die Mahnung des Stromunternehmens bringen? Wer braucht heute schon Strom? Hinzu kommt, dass Vattenfall, der Strom-Hauptversorger für Berlin, nur noch äußerst selten mahnt.

Letzte Woche hatte ich plötzlich eine Karte im Flur liegen: „Vattenfall möchte abstellen.“ Keine Telefonnummer, keine Forderungssumme auf der Karte. Super, ich hatte weder eine Kundennummer, noch eine Zählernummer, noch eine Ahnung wie hoch sich meine Schuld wohl beziffern könnte. Denn ein Anruf bei Vattenfall bestätigte mir, dass alle Briefe an mich zurück gegangen sind.

Gut, dass Strom nicht umsonst ist ahnte ich, das mein Postbote mir wichtige Post nicht bringt nicht. Letztes Jahr hatte ich bei Vattenfall angerufen, wollte mich anmelden, aber das war nicht möglich, da ich die falschen Zählernummern von der Hausverwaltung bekommen hatte.

Später haben sie mich dann angeschrieben, aber ich habe die Post nie erhalten. Zurück zum Katastrophenpunkt: Woher bekomme ich jetzt ganz viel Geld bis morgen? Ich schluckte meinen Stolz runter und erweiterte meinen Angestelltenkredit.

Am nächsten morgen ab in den Wedding, zur Vattenfall- Katastrophen- Energie-Beratungsstelle. Ich wurde von schrulligen Wachpersonal wortkarg und abschätzend begrüßt. Das Flair von Jobcenter lag in der Luft, die übrigen Anwesenden passten dazu.

Nur drei von neun Beratungsstellen waren um kurz nach 9 besetzt, mit mir warteten circa 10 nervöse Menschen mit Benachrichtigungskarten in der Hand. Nach 20 Minuten durfte ich vorsprechen, ich erwischte einen für alle einhörbaren Beratungsplatz mit netter Frau.

Sie erklärte mir alles Notwendige und schickte mich zum Zahlraum mit Automaten. Nervös wie ich war, verstand ich den Automaten nicht und steckte meine Karte in den Schlitz der für Bargeld gedacht war. Drei mal kam die Karte wieder raus, beim vierten Mal blieb sie drin.

Dann wurde mir mein Fehler bewusst, und ich wurde noch nervöser, dass darf jetzt nicht sein, dass der Automat meine Karte frisst ohne das ich bezahlt habe. Mit einer Nagelpfeile konnte ich meine Karte nach einigen Versuchen wieder befreien, den Wachschutz schien es nicht zu stören.

Ich schob die Karte in den richtigen Schlitz, gab meine Vertragsnummer ein, bezahlte und erhielt meine Quittung. Die Dame tätigte noch ein Anruf beim Außendienst: Erst mal alles gut. Mit zitternden Händen zur Arbeit, mal wieder so eine Geschichte, die nur mir passiert…..

I still got the power…..

Dinge die ich liebe…

  1. Der Geruch von frisch gebackenen Brot.
  2. Ein kühler, erfrischender Sommerregen.
  3. Musik, wenn sie laut ist, und manchmal auch leise.
  4. Tanzen, alles um sich herum vergessen, eins werden mit dem Takt der Musik.
  5. Stundenlange Gespräche mit der besten Freundin.
  6. Wasser: Von der Pfütze bis zum unendlichen Meer.
  7. Eiscreme, wie sie kühl auf der Zunge schmilzt und die Geschmacksnerven betört.
  8. Sonnenschein, der meinen Alltag erhellt und meine Haut streichelt.
  9. Tiere, jeder Art, es sei denn sie haben was gegen mich. 😉
  10. Holz, kein Baustoff ist so weich und hart zu gleich und trägt so viel Leben in sich.
  11. Den Geruch und den Geschmack von Vanille.
  12. Die Freiheit, die ich mir nicht gönne und die mich trotzdem gefangen hält.
  13. Das Internet und seine vielseitigen Möglichkeiten Menschen und Informationen zu verbinden.
  14. Schwarzen Humor und ausgiebiges Lachen.
  15. Geschichten in Worten oder Filmen.
  16. Klugscheißer-Zitate, die auf jedes Jahrhundert passen.
  17. Schreiben und reden, was man noch nicht gedacht hat.
  18. Singen, es gibt keine wirksamere Art das Kopfkino abzuschalten.
  19. Kochen und Backen, es gibt kaum eine bessere Art sich mit den eigenen Händen Gutes zu tun.
  20. Küssen und vögeln: Gefühl und Leben in Reinform.
  21. Helfen, doch ohne sich selbst zu vergessen.
  22. Details der Welt, die scheinbar niemand anderes sieht.
  23. Das Gefühl von Verbundenheit mit Jemanden oder Etwas.
  24. Warmer Wind, der um meinen Körper weht.
  25. Blitze und Donner.
  26. Nächte die nicht enden bis der Morgen kommt.

und was liebst du?

Langweilig entspannt: Sonnencreme

Freizeit, Freizeit, ist das einzige was zählt! Na gut Geld auch, aber solange das Geld im keinem Verhältnis zur Dringlichkeit der Freizeit steht, langweile ich mich lieber ein wenig zielgerichtet.

Man könnte so viel unternehmen, frau könnte so viel Mann treffen, aber aktuell ist durch dreckige Fenster raus gucken und Kaffee trinken auch ganz schön. Warum sollte ich Ostern mit Blinddates pflastern?

Die Sache mit der Eiersuche zu Ostern, ist seit der 4. Klasse schon nicht mehr meins. ^^ Eier kann frau jeden Tag suchen und wenn sie will, dann findet sie auch, notfalls im Supermarkt oder Internet.

Beim morgendlichen Internetrundgang, auf die Wichtigkeit von Sonnencreme hingewiesen worden: Genau, frau muss Prioritäten setzten, alles andere kommt eh anders als man denkt. 😉

Mehr gibt es zu Ostern dann auch eigentlich nicht zu sagen: Benutzen sie Sonnencreme!

Zebralilie

Wenn man morgens den Arsch nicht hoch kriegt und der Tag schon nach dem ersten Kaffee eher zum Nichtstun gedacht ist als für Aktivität, dann verspricht der Tag Steigerung.

Die S-Bahn in der letzten Sekunde erwischt und mangels Sitzplatzangebot im Eingangsbereich stehend, traf ich Zebralilie. Zebralilie war über 30, vielleicht auch schon über 40, was sie nicht davon abhielt sich trotzdem wie eine 14 Jährige zu verhalten.

Laut traschend stand sie vor mir und wackelte ständig mit ihrem Kopf. An ihrem Kopf hing etwas was wohl ein Pferdeschwanz sein sollte, doch das überblondierte Resthaar erinnerte eher an einen alten Pinsel. Festgehalten wurde der Pinsel von einem schicken Samthaarband mit Glitzer dran, aber wer denkt das wäre der geschmackliche Höhepunkt gewesen irrt sich:

Unter dem Samtband begann das dunkle Haar, das in ein mädchenhaft geschminktes, aber gealtertes Gesicht überging. Hellblauer Lidschatten zu Glitzer und rosa farbenden Lippenstift. Dazu Modeschmuck und ein günstiges, schlecht über Wampe sitzendes Zebra-T-Shirt. An ihren Beinen eine Discounterjeans und an ihren Füßen schwarze Gesundheits-Ballerinas mit weißen Tennissocken.

Als ich das entdeckte hörte sie auf einfach nur laut und nervig zu sein, nein ich fand sie amüsant, ihre Art zu reden, dieses Möchtegern-Mädchenverhalten, der Pferdepinsel, das Zebra-Shirt über Wampe und erst die Tennissocken!

Zebralilie war in meinem Kopf geboren und es wurde sofort eine Notiz gemacht. Der Typ mir gegenüber schaute auch nur sprachlos und grinsend zu Zebralilie und danach mit einem Zwinkern zu mir. 😉

Arachnophobie

Eigentlich waren Spinnen und ich bisher immer auf Du und Du. Im Keller oder Garten habe ich sie als Kind gefangen, beobachtet, mit Ameisen gefüttert und auch mal herum getragen. Spinnen waren für mich interessante und nützliche Tiere, nie erklang ein Kreischen aus meiner Kehle, wenn ich eine sichtete.

Seit letzten Freitag ist das leider alles ganz anders. War in der Mittagspause draußen unterwegs und irgendwann wieder auf dem Rückweg. Als ich im Aufzug stand bemerkte ich im rechten Augenwinkel einen kleinen, braunen Punkt auf meinem Jackenkragen. Tabakreste dachte ich und machte mich für den Ausstieg aus dem Aufzug bereit.

Ich zog den Kragen meiner Jacke hin zu meinen Hals und plötzlich brannte es. Etwas hatte mich gebissen, ich wedelte an meinen Hals rum, die Spinne fiel in mein Dekolletee, biss noch mal, dann erwischte ich sie mit der Hand und sie fiel zu Boden und krabbelte schnell in eine Ecke.

Hilfe! Mich hat eine Spinne gebissen! Meine Haut juckte wie Sau, ein Mückenstich ist dagegen angenehm. Kurz darauf bildeten sich zwei sichtbar, geschwollene Stichstellen, die weiter juckten. Wehleidig und leicht paranoid dachte ich sofort an Geschichten wie „Die Spinne auf der Yucca-Palme“.

Deutsche Spinnen beißen also doch, auch wenn sie so aussehen wie ein kleiner, brauner Stecknadelkopf. Meine Gelassenheit gegenüber Spinnen ist auf jeden Fall verflogen. Ich hoffe dass ich jetzt keine Spinnenbabies in meinem Hals austrage und spüre bereits erste Symptome von Arachnophobie. 😉

Eigentlich (…)

Eigentlich gibt es viel zu erzählen. Eigentlich. Problem, das hier ist ein öffentlicher Blog und Öffentlichkeit ist nicht bei jedem Thema angebracht. Nicht weil ich die Persönlichkeitsrechte bestimmter Personen schützen möchte, sondern meine eigenen.

Also schweige ich hier, obwohl momentan jeder Tag, zahlreiche Faktoren für ganz große Dramaqueen-Auftritte liefert. Die Sache ist in Bewegung, keine Ahnung wo es hin geht, aktuell ist es einfach nur hässlich und gemein.

Nur eines ist sicher, es wird sich alles ändern. Wo ich dabei stehe oder stehen könnte, ändert sich täglich. Das wird wohl noch ne Weile so weiter gehen und bis dahin besinne ich mich auf mein Alter, schlafe viel, trinke mindestens 2 Liter Wasser am Tag und atme so ruhig es geht. Eigentlich (…)