Offline-Ruhe

Wie man an der Online-Ruhe hier erkennen kann, habe ich gerade verdammt viel um die Ohren. Wer den ganzen Tag beruflich online ist, mag es privat dann immer öfter offline.

So bleibt der Rechner abends immer öfter ausgeschaltet und auch am Wochenende wird die Internetleitung immer öfter gekappt. Gestern habe ich sogar mein Handy ausgelassen und fand diesen Zustand deutlich entspannter:

Nein du hast keinen Anruf erhalten, auch keine SMS, das Handy ist aus, du kannst es einfach ignorieren, genau wie die Mails und Nachrichten aus dem Internet.

Wichtiger ist was das Leben 1.0 bietet, zum Beispiel massig Regen und selbst gekochtes Essen wie Chili-Nudeln mit braunen Champignons in Rahmsoße. Dazu altmodisch über das Festnetz telefonieren und vielleicht noch Vinyl zum klingen bringen.

Ja manchmal darf das Leben auch ohne elektronischen Dauerreiz weitergehen. Manchmal ist sie der beste Therapeut den man hat, die Offline-Ruhe.

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Depeche Mode – Enjoy The Silence von EMI_Music

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Coltrane

Wie fühlt man sich so, wenn man gerade nichts fühlt? Seltsam, bin ich doch eine wechselnde, aber durchaus immer klare Gefühlslage gewöhnt.

Aktuell passiert einfach zu viel, Veränderungen rollen jeden Tag über das Feld und ich stehe irgendwo in der Mitte und weiß nicht ob ich begeistert bin oder doch lieber rennen sollte.

Aber was auch immer passiert, ich habe erkannt dass ich frei bin. Frei alles zu tun oder zu lassen was mir gefällt.

Mein Nervengerüst ist zwar aktuell stark beschädigt, aber zum Glück gibt es da noch die Schauspielerin in mir und wenn das nicht reicht gibt es ja noch den Herrn Coltrane….

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John Coltrane Quintet – Every Time We Say… von Delta_Mike

Schadensfreude, Verwunderlich, Ärgerlich, Stutenbissigkeit

Gedankenfetzen die von der Woche übrig blieben:

Schadensfreude: Darf man sich eigentlich freuen, wenn ein Gegner aus eigenen verschulden ordentlich auf die Fresse fliegt? Ja darf man, habe ich beschlossen und grinse schweigend.

Verwunderlich: Kerle die einen nach 3 Minuten belanglosem Gespräch mitteilen dass sie eine Freundin haben. Nein ich habe nicht mit ihm geflirtet und auch nicht danach gefragt.

Ärgerlich: Kerle die mit einem flirten, oder von denen ich denke dass ich mit ihnen flirte, und die mir dann von Frau und Kind berichten.

Stutenbissigkeit: Frauen die einen beim ersten Kennenlernen mit strengen Blick mustern und dann schauen als wollten sie töten, obwohl ich sie gar nicht kenne. Nein, ich will deinen Kerl nicht, ich weiß noch nicht mal wer das ist! 😉

Ach, mit fortschreitendem Alter wird das Paarungsverhalten immer komplizierter und seltsamer……

Die Verletzten sollen die Ärzte sein

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Wir sind Helden – The Geek (Shall Inherit) (Live) von sweety2706

Bist du zu schlau
Um nicht unangenehm aufzufallen?
Und nicht schön genug
Um damit durchzukommen?

Weißt du genau
Wie es ist, immer rauszufallen?

Nur nicht weit genug
Um woanders anzukommen?

Es tut weh, so zu sein, wie du solltest
Es tut weh, zu sein, wie du bist
Aber wenn der Quarterback kommt
Um dir die Brille abzunehmen
Sag ihm: „Danke, die bleibt, wo sie ist!“

Ich weiß doch:

Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein

Sieh es ein: the meek shall inherit the earth
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The geek shall inherit the earth

Nicht deine Zeit, nicht deine Füße
Nicht dein Beat, nicht deine Leute
Deine Welt nicht und nicht mal dein Schmerz

Du musst hier nicht dazugehören
Aber such dir, was zu dir gehört

Du musst nicht tanzen
Aber beweg dein Herz

Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du solltest
Es tut weh, so zu sein, wie du denkst, dass du bist

Aber wenn die Homecoming Queen kommt
Um dich wach zu küssen
Sag ihr: „Danke, ich hab nichts vermisst!“

Ich weiß doch:

Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Sieh es ein: the meek shall inherit the earth
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The geek shall inherit the earth

Es tut weh, so zu sein wie du solltest
Wenn dein Lehrer dich fragt:
„Sollen wir und nicht öfter sehen?“

Es tut gut, so zu sein, wie du denkst, dass du möchtest

Wenn du sagst:
„Herr, lass diesen Knilch an mir vorübergehen!“

Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Sieh es ein: the meek shall inherit the earth
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The geek shall inherit the earth

Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Sieh es ein: the meek shall inherit the earth
Die Verletzten sollen die Ärzte sein
Die Letzten sollen die Ersten sein
Die Ersten sehen als Letzte ein:
The geek shall inherit the earth
via

Hat ja super geklappt mit der Quarantäne-Musik, ich höre die Helden weiterhin mindestens einmal täglich. 😉

Verbale Tritte

Andere Leute sagen erst mal „Hallo“ und lernen sich dann näher kennen, schade dass ich nicht andere bin. Schon früh habe ich mir angewöhnt Menschen und besonders Männer schon vor dem ersten Wort genau nach Schwachstellen abzusuchen.

Leider werde ich fast immer fündig, leider kann ich diese Erkenntnisse nicht für mich behalten. Während er also mit einem charmanten Lächeln vor mir steht und mir in bester James Bond Stimmlage ein „Hallo“ in mein Ohr legt, lächele ich und sage:

„Guten Tag, wusstest du eigentlich dass du für dein Gewicht untergroß bist und dein Hosenstall offen ist? “ Wer danach noch ein Gespräch mit mir will, der hat es verdient, könnte man denken, aber eigentlich ist das gar nicht meine Absicht.

Von Absicht könnte man ausgehen, wenn ich mein Gegenüber loswerden möchte, will ich aber meist gar nicht. Ich will beeindrucken, ich will klugscheissern, vielleicht auch helfen. Das Ergebnis ist ein anderes.

Während er also da steht und verzweifelt seinen James Bond sucht oder ihm vielleicht auch schon hinterher rennt, lächele ich triumphierend und merke viel zu spät, dass das gerade ein gewaltiges Eigentor war. Verbale Tritte, ich kann es nicht lassen….

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Black Eyed Peas – Shut Up von universalmusicdeutschland

…..das nächste Mal einfach Fresse halten, lächeln und später lachen.

Lautsprecher Bewegung

Sonntag, aufwachen, sich wieder in die Kissen kuscheln. Draußen wird die Sonne gerade vom Wind davon geblasen.

Stunden später, Kaffee kochen, Zeitung vor der Tür einsammeln. Eine rauchen, Kaffee trinken, Zeitung lesen. Drei Artikel später, Rechner hoch fahren, digital weiter lesen.

Die Sonne ist weg, der Wind beschäftigt sich jetzt sich jetzt mit den Blättern des Baumes vor meinen Fenstern.

Graue Wolken bei 25 Grad, der Kaffee wird durch Apfelsaftschorle ersetzt, die Bude ist jetzt staub- und kalkbefreit.

Ein kleiner Chat, nein heute nicht, im Nachthemd sitze ich im Takt Kopf nickend da, während der Lautsprecher Bewegung in den Raum bringt…

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80's boogie music – Steve Harvey – Tonight 1983 von funkykarliktimea

Eine Umarmung für die Vergangenheit

Eigentlich bin ich noch gar nicht wieder in Berlin. Noch weilt meine Seele in Köln.
Am Wochenende habe ich über 1200 km hinter mich gebracht, um einen Geburtstag zu feiern und das ausgerechnet in Köln.

Köln, meine ursprüngliche Heimat. Köln die Stadt die ich nicht freiwillig verlass und seitdem schmollend in Berlin saß. Über ein Jahrzehnt musste vergehen bis ich wieder freiwillig die Stadt betrat.

Obwohl ich keine 24 Stunden in der Stadt war, war es wundervoll. Nicht nur wegen der alten Freunde die endlich wieder in Umarmungsnähe waren, sondern auch wegen der Stadt und deren restlichen Bewohner.

Es war als hätte man ein lang vermisstes Stück der eigenen Identität endlich wieder bei sich. Als hätte man ein Pflaster für die alte Wunde gefunden. Total übernächtigt rannte ich gestern am Chlodwigplatz rum und musste mich beherrschen nicht das Severinstor zu umarmen.

Köln, eine Umarmung für die Vergangenheit und zwei für die Gegenwart. 🙂

Anmerkung: Der Text sollte eigentlich vorgestern erscheinen, aber ein ständiger Script-Fehler verhinderte es.