Das schwarze Loch

Das schwarze Loch, hat sich wahrscheinlich in den letzten schlaflosen Nächten wieder in mein Leben geschlichen. Vielleicht nur Nachwirkungen der Grippe, vielleicht Nachwirkungen von den Rückenproblemen danach. Vielleicht Nachwirkungen von der Weihnachtsfresserei. Vielleicht aber auch nur die Abgekämpfheit vom ganzen Jahr.

Dabei ist aktuell eigentlich vieles besser als letztes Jahr. Ich wurde befördert. Der Strom und die Miete sind bezahlt. Mein Konto ist im Plus. Mein Bad wird bald repariert.

Das Finanzamt hat wieder Einkünfte geschätzt, aber ich habe rechtzeitig widersprochen und das Abmelde-Formular für die Freiberuflichkeit liegt, mit einer angemessenen Nachfrist, auf dem Tisch. Schulden wurden getilgt und weitere Zahlungen können geleistet werden, es bleibt bald nur noch der Bildungskredit.

Alles gut, alles besser, kaum Stoff da für Alpträume und Angstzustände. Ich könnte mich jetzt eigentlich endlich mal entspannen, nach einem neuen Notebook schauen und es mir gut gehen lassen.

Trotzdem bin ich seit gestern mies, empfindlich und leicht paranoid drauf, liegt wohl am Stress-Durchfall und dem Schüttelfrost. Ich hätte mir Urlaub nehmen sollen. Habe ich aber nicht, bloß nicht zu viele gute Neuerungen in einem Jahr. ^^

Aber die Neuerungen und Verbesserungen geben mir einen Boden, um nicht wieder ganz tief ins Schwarze Loch zu fallen. Einfach schlafen gehen, falsch lächeln und weitermachen. Ich gehe nicht zurück, nicht zurück ins Schwarze Loch.

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Amy Winehouse – Back To Black von universalmusicdeutschland

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Nehmen und Fordern

Na, mal wieder zur kurz gekommen?
Hat dir schon wieder Jemand die Butter vom Brot geklaut?
Hat dich bei der Kuchenausgabe niemand gefragt, ob du auch ein Stück willst?

Pech. Die Welt ist halt scheiße.

Aber manchmal ist man auch selber scheiße, weil man nichts gesagt hat.
Weil man sich nicht gewehrt hat.
Weil man es nicht geübt hat, zu Nehmen und zu Fordern.

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Weicher Abgang…

Weihnachten und so, sie wissen schon, dass ist nur was für Familie.
Doch auch allein lässt sich die aufgezwungene Freizeit-Melancholie ganz gut ausschmücken.

Erstmal eine Grippe besorgen, das verhindert zu großen Aktivitätsdrang.
Dann kurz vor Weihnachten als Geschenk die eigene EC-Karte im Portemonnaie entdecken und schauen was der Billig-Discounter dafür hergibt.

Die Bescherung ist gewaltig: Schokolade in allen Formen, Kekse, Pudding im 1kg-Paket, Eiscreme und oben drauf noch ein Rumpsteak. Ein Hungertod scheint damit abgewendet, doch was ist mit dem Rest?

Da sich der wärmende Effekt durch Süßigkeiten erfahrungsgemäß erst im nächsten Jahr einstellt, gibt es noch eine weiße Wohndecke mit Ärmeln und einen neuen Mandelmilch-Badezusatz.

In der Wohndecke gekleidet, wirke ich wie eine Hartz-IV-Schneekönigin, majestätisch wische ich mit der Schleppe den ganzen Fußboden meiner Wohnung. Genau genommen erfüllt die Decke also gleich 3 Funktionen in einem: Wärme, Rache am gierigen Stromversorger und ein sauberer Fußboden.

Doch auch an den Jahreswechsel wurde gedacht, statt dem Recyclingklopapier, was so gut für den Geldbeutel und das Gewissen ist, gibt es das teure vierlagige Klopapier mit Superflausch-Effekt.

Die Zeiten zwischen den Jahren sind hart genug, da wollen wir wenigstens für einen weichen Abgang sorgen…

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Elvis P Sinatra Love Me von manon42

Wasser-Halluzinationen

Es gibt Tage die können schöner sein. Gestern war so einer. Erwachen mit Lymphknoten so groß wie Tischtennisbälle und einer Nase die nur noch Grippe riecht, meldete ich mich krank, um zu schlafen, zu baden und zu schlafen.

Ich ließ ein Bad ein und plötzlich klingelte es an meiner Tür. Meine Nachbarin. Sie hätte einen Wasserschaden, aber die Hausverwaltung meinte zu ihr, dass ich mich melden müsste, wenn das Wasser aus meiner Wohnung kommt.

Bei mir war kein Wasser zu sehen, außer in der Badewanne. Nachdem sie aber sehr grimmig guckte und mich bat so schnell es geht anzurufen, tat ich ihr den Gefallen. Vielleicht war ja was mit meiner Badewanne nicht in Ordnung.

Ein Anruf bei der Verwaltung: Wunder geschehen, ein sehr sympathischer Mann fragte nach möglichen Ursachen und versicherte mir einen Handwerkerbesuch am gleichen Tag. So war es dann auch, knapp 2 Stunden später stand ein Handwerker in meiner Grippewohnung.

Er scherzte: Jetzt legen wir ihr ganzes Bad in Schutt und Asche. Plötzlich war ich die Frau mit dem grimmigen Blick. Einer Grippefrau über Weihnachten die Badewanne zu nehmen, ist gar nicht lustig. Er ruderte zurück, nein wir schauen erst mal.

Wegen einer fehlenden Klappe an meiner vollverkachelten Badewanne, schlug er mir Kacheln von der Badewanne, um den Ausguss beobachten zu können. Das Wasser verließ ordnungsgemäß die Wanne. Das war es nicht. Weitere Suche nach Ursachen, alles trocken, keine Auffälligkeiten.

Erstmal runter zur Nachbarin und noch mal fragen und schauen, wo sie denn den Wasserschaden bemerkt hat. Der Handwerker stand nach 10 Minuten wieder kopfschüttelnd in meiner Wohnung. Da ist nichts, da gab es wohl mal einen Wasserschaden, aber da ist alles trocken bei ihr.

Ein paar Scherze später, verließ er mein nun dreckiges, aber noch funktionierendes Bad, mit dem Versprechen nächstes Jahr wieder zu kommen. Jetzt aber Beeilung, ich musste noch zum Arzt und zur Post.

Wieder zu Hause, wurde ich dann etwas grummelig auf meine Nachbarin. Ich habe also nicht nur einen Dachschaden über meiner Wohnung, sondern auch einen der unter mir lebt. Das nächste Mal wenn sie klingelt, frage ich sie vorher nach ihren Wasser-Halluzinationen.