Angenehm

Ich bin so angenehm ruhig, wenn ich aufgehört habe mich irgendwie involviert zu fühlen und keine Ziele mehr verfolge. Ich kann sie alle machen lassen, egal was ich davon denke, egal wie ich es beurteile.

Denn es ist nicht mehr mein Kram, es ist nicht meine Verantwortung, nicht mein Schicksal. Es war eigentlich nie meine Verantwortung, doch ich wollte alle beschützen.
Reich, fett und selbstgefällig sind sie dabei geworden, aber das regt mich nicht mehr auf, das ist sehr angenehm.

Nichts ist sicher

Ein Vergewaltigungsopfer berichtet über ihre Zeit nach der Tat: „Seitdem diese schreckliche Sache passiert ist, bekomme ich öfter Panikattacken, dieses übermächtige Gefühl: Nichts ist sicher.“

Mit offenen Mund saß sie da, Panikattacken, ja diese hat sie auch bei sich erkannt. Dieses Gefühl ist bei ihr jedoch nicht nur ein Gefühl, es ist ihr Motto: Nichts ist sicher.

Die bessere Wahl

Schlechtes Wetter ist eigentlich kein Drama. Aber es kann bei eh schon schlecht gestimmten Gemütern Drama auslösen.

Während ich in grau grauem Ambiente Pause vom Drama machen, drehen meine direkten Mitmenschen gerade richtig auf: Da wird geschrien, da werden Türen laut knallend bestraft und jeder darf muss es mitbekommen.

Vielen Dank, dass erinnert mich daran wie ruhig und ausgeglichen ich aktuell bin, und das manchmal keine Gesellschaft doch die bessere Wahl ist.

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Lakeside . It's All The Way Live [Original… von capitainfunkk

Die Froschkönigin

Der Glaube an Märchenprinzen ist unserer heutigen Zeit leider nicht mehr zu halten. Die auf der Welt vertretenden Staatsformen lassen kaum noch Platz für Prinzen, da braucht Frau kein Abitur um zu errechnen, dass die Chancen schlecht stehen einen Prinzen zu treffen, mit oder ohne Schimmel.

Der Traum vom Aschenputtel, Dornröschen, Rapunzel und Co. ist damit leider gestrichen, denn nur Prinzen können sie retten. Aber da gab es ja noch das Märchen mit dem Froschkönig (…), das könnte noch was werden, denn auch heute gibt es noch reichlich Frösche.

Was macht die moderne Prinzessin von heute also? Frösche küssen. Immer und immer wieder und immer mit der leisen Hoffnung, dass einer sich endlich in einen Prinzen verwandelt. Das Problem mit den Fröschen ist nämlich, dass es so viele sind.

Doch lieber Prinzen-Stalkerin werden, statt Tierquälerin? Die Prinzessin protestiert: „Viele Frösche haben sich gar nicht gewehrt und manche leben immer noch im Teich hinter meinem Schloss!“

Weitere Jahre vergingen, der Schlosspark war mittlerweile ein Froschpark. Die Prinzessin mochte das Gequake, doch es durften nicht mehr werden, sie war jetzt keine Prinzessin mehr, sondern die Froschkönigin.

Keine Meinung zum Tag

Aufwachen ohne Wissen oder Gefühl zum Wochentag.
Denken man muss zur Arbeit.
Erkennen, dass das Schwachsinn ist.

Trotzdem aufstehen und Kaffee kochen.
Laut schlagende Türen bei den Nachbarn.

Stille, ein bisschen Lesen.
Fenster öffnen. Regenrauschen.
Keine Meinung zum Tag.

Das Leben ist ein Spiel

Wie dein Leben wird oder nicht, hängt von deinen Spielzügen ab.
Alles ist möglich, Gewinn wie Bankrott, wenn du dir bewusst bist das es ein Spiel ist und dabei nicht deine Leichtigkeit verlierst.

Man muss freiwillig (mit-)spielen, den Gewinn immer als Möglichkeit sehen. Strategien ertüfteln, das Pokerface aufsetzen und Niemanden in die eigenen Karten gucken lassen.
Absolute Ehrlichkeit hilft beim Spiel selten, es macht einen durchschaubar und manipulierbar.

Von nun an binde ich mir meine Karten nicht mehr um den Hals und schweige, denn das Leben ist ein Spiel.