Die Leere

Ist schon länger als ich es mir eingestanden habe bei mir.
Ich konnte sie immer füllen, mit Arbeit und anderen Tätigkeiten.
Trotzdem war sie da, ich glaube schon Jahre. Es ist eine innere Leere im Leben.
Die Frage warum man hier ist, blieb unbeantwortet. Leere.
Einfach weiter machen, nicht denken, nicht die Leere fühlen.

Wie ist sie entstanden? Wann habe ich aufgehört für mich zu leben?
Es war der Kampf ums Überleben der mich leer gemacht hat.
Nicht denken, nicht fühlen, kämpfen.
Jeden Tag, jede Sekunde, nur das Überleben war das Ziel.
Ein Ziel ohne Sinn, wenn man die Leere betrachtet.
Doch ich hatte sie nicht bemerkt, die Leere.

Sie hat sich einfach rein geschlichen, weil für nichts mehr Platz war.
Der Platz ist jetzt wieder da und ich erkannte sie endlich die Leere.
Jetzt heißt es sie zu umarmen und sich selbst wieder finden, auf das sie wieder gehen wird, die Leere.

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Der Lauf

Man hat den Lauf immer nur dann wenn man ihn gerade nicht braucht, – wenn man Zeit hat: Dann kommt der Bus oder die Bahn wie gerufen, alle Ampeln stehen auf grün und Niemand und Nichts stellen sich in deinen Weg. Hat man es jedoch eilig, kommt der Bus/die Bahn zu früh oder zu spät, alle Ampeln sind rot und Mitmenschen denken man sei eine Infozentrale oder sie sind gerade mit dem Rollator unterwegs. So ist das mit dem Lauf.

4 Monate

4 Monate ist es jetzt her. 4 Monate voller Wahnsinn. Es wird besser jeden Tag, aber es ist noch nicht vorbei. Ich möchte ein neues Leben, neu beginnen, vergessen, lieben, lachen, mich des Lebens freuen. Hoffentlich dauert es keine weiteren 4 Monate.

Die Leichtigkeit des Seins

Ist gar nicht so leicht zu finden wie es der Name verspricht. Wahrscheinlich darf man nicht nach ihr suchen, sie stellt sich von allein ein oder halt nicht. Mir geht es von Tag zu Tag besser, aber die Leichtigkeit des Seins stellt sich nur gelegentlich ein, sie scheint eine Diva zu sein: Kommt und geht wie es ihr beliebt.

Die Sonne scheint, dass macht es leichter, Musik begleitet das Schauspiel der Helligkeit. Jetzt kein Gehirnficken, es bringt nichts, es ist wie es ist, es dauert solange es dauert. Ich wachse an der Erkenntnis, Fehler, meine Fehler, andere Fehler haben es soweit kommen lassen. Alles Vergangenheit, Zeitreisen sind nicht möglich, ich versuche sie nicht zu finden, die Leichtigkeit des Seins.

Generation Tattoo und Piercing

Ein Bild das mich nicht los lässt ist, wie die Generation Tattoo und Piercing wohl im Altenheim aussieht. Da sitzen dann 30 oder mehr gepiercte und tätowierte alte Menschen und werden umsorgt.

Ein seltsames Bild wie ich finde, was werden die Pfleger sagen, die Enkel?
Haben wir mit unserer Generation damit die Rebellion eines Tattoos oder Piercings für immer zerstört? Was ist daran noch wild und verwegen, wenn das halbe Altenheim es trägt? Oder werden wir die Einzigen sein die so altern werden? Werden Tattoos und Piercings dann uncool für immer? Wie soll sich eine nachfolgende Generation dann noch steigern? Was wird nach der Generation Tattoo und Piercing?

Parfümwolke

Es gibt so eine bestimmte Art von jungen Frauen, die meinen viel hilft viel. Und zwar viel zu viel von ihrem günstigen Deo oder Parfüm. Solche Mädels riecht man schon meterweit und befindet man sich in ihrer Nähe ringt man nach Luft. Riechen sie schlecht? Also allgemein und mit ihrer Nase? Ich verstehe es nicht, da wäre mir ein bisschen Schweißgeruch lieber. So hat es was von einer narkotisierende Wirkung, die meine Nase beleidigt, ihre Parfümwolke.