Marienkäfer

Es ist zu warm für Dezember und deswegen findet derzeit auch in meinem Schlafzimmer das große Marienkäfersterben statt. Sie krabbeln aus ihren Winterquartier im Fensterrahmen und erobern mein Schlafzimmer, nur um kurz darauf zu sterben. Mindestens 10 Stück liegen schon tot auf der Fensterbank, aber retten kann ich sie auch nicht, denn draußen gibt es keine Nahrung für sie. Zudem soll es ja jetzt an Silvester schneien, also wirklich kein Marienkäfer Wetter, die wohl denken es sei Frühling. Ansonsten erfreue ich mich gerade an einer Amaryllis die mir geschenkt wurde, sie blüht so wunderschön und gibt einen tatsächlich das Gefühl von Frühling, aber das hilft den Marienkäfern leider nicht.

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Gefühlsduselig

Normalerweise bekomme ich nur Schrott per E-Mail, 20 Mails oder mehr und keine Mail stammt von einer echten Person. Heute war das anders, gleich drei Personen schrieben mir heute echte Mails. Erstaunlich und sehr erfreulich, endlich mal mit echten Menschen kommunzieren. Ansonsten ist heute nicht viel passiert, habe Papierkram gewälzt, war eine Monatsmarke kaufen, einkaufen für Silvester, habe gekocht und färbe mir gerade die Haare denn ich werde immer grauer. Das Alter halt, es lässt sich nicht aufhalten und ich bin genetisch vorbelastet was das graue Haar angeht, mit 50 werde ich sicher ganz grau sein, aber ich denke ich werde solange färben solange es geht. Jetzt warte ich nur noch auf das neue Jahr, denn die Tage zwischen den Jahren sind doch ziemlich gefühlsduselig, dass hört hoffentlich wieder auf, denn es ist schwer zu ertragen.

Glaube

Weihnachten ist vorbei und ich muss sagen dass es dieses Jahr schon sehr ok war. Familienessen und am zweiten Weihnachtsfeiertag Kino mit einer Freundin und anschliessendes persisches Essen. Wir haben uns „Die Melodie des Meeres“ angeschaut, ein bezaubernder Film und wirklich nicht nur für Kinder. Jetzt muss nur noch Silvester vorbei gehen, aber auch dafür habe ich mittlerweile eine Verabredung. Das nächste Jahr kann also kommen, alles wird gut, ich muss nur daran glauben.

Frohe Weihnachten

Wünsche allen da draußen ein schönes Fest! Lasst es euch gut gehen und geniesst das gute Essen und das reichliche Fernsehprogram. Meine Tipps für heute Abend sind ja das „Letzte Einhorn“ (20:15 RTL2), „Cloud Atlas“ (21:40 ARD EINSFESTIVAL) und vielleicht noch „Nightmare Before Christmas“ (22:00 Disney Chanel). Mal sehen wann ich dazu komme das alles zu gucken. Gerade läuft der „Zauberer on OZ“ auf Kabel Eins und ich denke an ein spätes Frühstück, bis zur Bescherung sind es noch ein paar Stunden.

2016

Es wird langsam ruhig in der Stadt, Weihnachten steht bevor und nur im Supermarkt herrscht noch reges Treiben. Immerhin 3,5 Tage werden die Geschäfte geschlossen sein, da muss man einkaufen für den Notfall. Bin heute auch extra früh aufgestanden um noch zum Discounter zu rennen. Habe auch ziemlich teuer eingekauft, Weihnachten ist halt nur einmal im Jahr. Man denkt viel über die Vergangenheit nach und meine Vergangenheit war auch ziemlich wild. Es ist ruhig geworden um mich, kein Sex, Drugs and Rock and Roll mehr, auch bin ich nicht mehr so schön wie früher. Ich habe mein Leben gelebt, sehr intensiv und jetzt zwingt mich eine Krankheit dazu das brave Hausmütterchen zu spielen. Ich weiß das geht wieder vorbei, es werden wieder bessere Zeiten kommen, aber nichts wird mehr so wild wie die Vergangenheit. Ich bin erwachsen geworden, eine langweilige Erwachsene, so wollte ich nie werden, aber es ist einfach passiert. Hoffen wir aufs nächste Jahr, es wird alles besser, auf 2016.

Die Zeit heilt alle Wunden

Heute ausgiebig alte Erinnerungen besprochen. Es tut nicht mehr weh, aber es befreit über alte Geschichten zu sprechen. Vergangenheitsbewältigung auf die andere Art, Jahre später. Aber langsam wächst Gras drüber und die zusätzlichen Informationen mindern den Schmerz etwas. Er war ein Hallodri, das wusste ich nicht, er hat viel gelogen und zwar nicht nur mir gegenüber. Es bleibt eine traurige Geschichte und ich werde wohl noch lange an ihn denken, aber immerhin hat Neukölln jetzt immer weniger Schrecken für mich. Vielleicht werde ich irgendwann ohne diese Trauer durch meine alte Straße gehen können, die Zeit heilt alle Wunden.

Vorräte für den Katastrophenfall

Früher hatte ich immer Vorräte für den Katastrophenfall, heißt wäre ein Ausnahmezustand ausgebrochen, hätte ich noch genug Nahrung für mindestens 4 Wochen gehabt. Das habe ich jahrelang so gehalten, denn ich war jahrelang pleite und der Ausnahmezustand war: kein Geld mehr ab dem 15. des Monats. Dann began ich zu arbeiten und langsam aber sicher hörte ich auf soviel Nahrung zu horten, denn das Geld reichte bis zum 1. des nächsten Monats. Diese Zeiten sind jetzt vorbei, denn mein Arbeitslosengeld läuft aus und ich werde mich bald wieder mit deutlich weniger Geld über die Runden schlagen müssen. Also habe ich heute mal wieder einen Katastropheneinkauf gemacht, solange ich noch Geld habe. Zahlreiche Konserven sind dabei, Nudeln und andere haltbare Lebensmittel. Jetzt bin ich wieder ausgestattet für den Katastrophenfall und werde noch weiter aufstocken bis die schlechte Zeit wieder beginnt. Damit sollte ich also auch über die Feiertage kommen, denn drei Tage ohne geöffnete Geschäfte ist ja ähnlich wie ein Katastrophenfall, besonders wenn man in Treptow wohnt und es keine Spätkaufs gibt. Das nächste Jahr kann kommen, ich bin auf jeden Fall ausgestattet für den Katastrophenfall. 🙂