Graue Haare

Mit grauen Haaren auf dem Kopf konnte ich mich jetzt schon 10 Jahre anfreunden und bin mittlerweile vom zupfen zum färben übergegangen, denn es werden immer mehr. In den letzten Jahren ist das mit dem grauen Haaren jedoch schlimmer geworden, erst entdeckte ich eines in den Augenbrauen und diese Woche eines im Schritt. Hilfe! Graue Haare im Schritt sind echt scheiße! Da habe ich doch gleich den Rasierer gezückt, denn im Schritt fühle ich mich echt noch nicht wie eine Oma. 😦

Entspannt

Viel zu lange geschlafen und von einen Anruf von meinen Date geweckt worden. Aber wieder nicht ran gegangen, da er jetzt aber mal früh angerufen hat, werde ich ihn wohl mal zurückrufen. Dann noch ein Anruf von der Personalstelle von meinem Praktikum, ich kann mir morgen meinen Vertrag abholen und dann gleich loslegen. Ich freue mich. Mein Geld-Leih-Nachbar hat sich leider nicht wie verabredet gemeldet, aber das kenne ich ja schon vom ihm. Heute darf ich nochmal faul sein, aber morgen geht dann die Aufregung los, viele neue Menschen und neue Aufgaben warten auf mich. Muss mir noch meinen Praktikumsplan ausdrucken, denn da ich soviele verschiedene Einsatzorte habe kann ich mir das schlecht merken, hoffe mein alter Drucker spielt mit. Jetzt ist fraglich ob ich für morgen wieder eine Bluse bügeln sollte, schileßlich geht man nicht jeden Tag bei der Personalstelle vorbei und ich hoffe ja diese Personalstelle nochmal wieder zu sehen. Ansonsten ist heute alles geputzt und gewaschen und es steht nicht viel auf dem Programm, nur Brot muss ich noch kaufen und den Müll wegbringen, also alles ganz entspannt.

Himmelblau

Heute nach langer Zeit wieder gehört: „Himmelblau“ von den Ärzten, irgendwie ein sehr passender Song derzeit, wo ich gerade wieder anfange am Leben teilzuhaben. Wie passend:
„Ein gutes Gefühl – und du weißt, es wird gut für dich ausgehn, yeah“ und „Die Welt gehört dir – und der Rest deines Lebens beginnt, yeah“ 🙂

Der Himmel ist blau und der Rest deines Lebens liegt vor dir
Vielleicht wär es schlau, dich ein letztes Mal umzusehn
Du weißt nicht genau, warum – aber irgendwie packt dich die Neugier
Der Himmel ist blau, und der Rest deines Lebens wird schön, yeah

Du hast ein gutes Gefühl, du denkst an all die schönen Zeiten
Es ist fast zu viel, jetzt im Moment neben dir zu stehn
Du hast kein klares Ziel, aber Millionen Möglichkeiten
Ein gutes Gefühl – und du weißt, es wird gut für dich ausgehn, yeah

Der Himmel ist blau

Der Himmel ist blau

Die Welt gehört dir: Was wirst du mit ihr machen?
Verrat es mir – spürst du, wie die Zeit verrinnt?
Jetzt stehst du hier und du hörst nicht auf zu lachen
Die Welt gehört dir – und der Rest deines Lebens beginnt, yeah

Der Himmel ist blau, so blau, so blau …

Text via

Kühle, Date und Bücher

Ein friedlicher und deutlich kühlerer Sonntag grüßt und ich bin entspannt und frühstücke erstmal in Ruhe. Das mit meinen Date gestern ist leider nicht geworden, denn der Kerl hat mich erst um 23 Uhr angerufen, eine Uhrzeit in der ich nur mit engen Freunden noch telefoniere. Aber es war mir auch ganz recht so, war tagsüber gut beschäftigt und hatte keinen Bock darauf mich draußen irgendwo zu treffen. Mal sehen ob er sich nochmal tagsüber meldet, wenn nicht, dann eben nicht. War gestern dann doch noch fleißig und habe fast alles geschafft außer das Wischen, das werde ich dann heute erledigen. Aktuell lese ich mal wieder Amy Tan, nachdem ich jetzt circa 10 Bücher von Ingrid Noll gelesen habe, bin irgendwie wieder ein Bücherwurm geworden, war ich als Kind auch schon mal, aber irgendwie war ich es dann zwei Jahrzehnte nicht. Aktuell warten noch 3 Bücher auf mich, wobei ein Fachbuch dabei ist, mal sehen ob ich das als Abendlektüre lesen kann oder ob ich mir dann doch lieber ein anderes Buch zum einschlafen suche. Mein Geld-Leih-Nachbar war auch mal wieder da, dieses Mal war der Abstand von Geld zurückgeben und Neues leihen verdammt kurz, aber er gelobte Besserung, weil sich bei ihm anscheinend was in der Betreuung ändert. Höre Musik und will mich heute mal nicht stressen lassen, die nächste Woche wird aufregend und anstrengend genug.

Meine Kinder und Rente (Teil 20)

Da ich in meiner Psychose ja fest davon überzeugt war dass mir seit Babytagen Eier entnommen wurden war ich auch davon überzeugt dass ich zahlreiche mir unbekannte Kinder habe. Ich stellte mir dabei vor dass mein Ehemann und ich beide schon viele Kinder hätten die mit unseren Eiern und Sperma gezeugt wurden als wir beide noch Kleinkinder waren. So kam ich auf die Idee dass ein Projekt bei dem ich 2005 teilnahm eigentlich dazu gedacht war mir seine und meine Kinder vorzustellen. An diesem Projekt nahmen damals 24 junge Menschen teil die jeweils zu 6 Personen in eine WG gesteckt wurden. Ich lebte damals auch in einer dieser 6er WGs und kam eher schlecht als recht damit klar für 4 Wochen in einer fremden Stadt mit 5 Fremden zu wohnen.

Das ganze Projekt wurde von einer Zigarettenmarke gesponsert, wurde mit Webtagebüchern begleitet und endete in einer Publikation zur Urbanitätsforschung. Bei diesem Projekt gab es irgendwann auch ein großes Treffen aller WGs welches in einer Party endete. Ich war total übernächtigt und betrunken als eine Frau mich unbedingt sprechen wollte. Mir wurde gesagt dass sie angeblich extra für mich angereist sei, ich hatte keinen Bock mit ihr zu sprechen, tat es aber dann doch. Sie erzählte mir von einer großen Gemeinschaft mir einen Anführer die angeblich Gedankenlesen konnten und meinte dass ich vielleicht geeignet sei die Frau des Anführer zu werden. Sie meinte auch dass sie bei mir schon eine leichte Persönlichkeitsspaltung erkennen würde und fuhr fort dass man mit mir ein Spiel veranstalten würde um zu testen ob ich geeignet sei. Das alles sollte Jahre später statt finden, optimaler so dass ich mit 35 in Rente gehen könnte. Ich scherzte noch mit ihr dass sie mich abfangen sollten, wenn ich alles an mir verraten hätte und im Business Look auf einer Messe rumrennen würde. Damals war ich nämlich noch ein Freigeist und weit davon entfernt eine Karrierefrau zu werden. Ich liebte das freie Leben und fand die Vorstellung mit 35 in Rente zu gehen sehr verlockend. Doch es kam so, Jahre später war ich der Karriere total verfallen, rannte im Business Look auf einer Messe herum und traf Herrn X.

In meiner Psychose erklärte ich mir die ganze Geschichte damit dass Herr X wohl der vorausgesagte Sektenführer sei. Mein zukünftiger Ehemann und ehemaliger Pflegebruder. Als ich dann alleine in meiner Psychose in meiner Wohnung saß, blätterte ich in der Publikation dieses Projektes und war davon überzeugt dass alle abgebildeten Teilnehmer entweder seine oder meine Kinder waren. Ich verbrachte stundenlang mit einem Ratespiel wessen Kind ich da wohl sehen würde und war überwältigt so viele Kinder zu haben. Die Frau auf dieser Fete hatte noch ganz andere Sache mit mir besprochen, sie drohte mir mit Vergewaltigung und kündigte an dass sie dabei sein würde. Ich meinte dann noch dass ich mich Jahre später sicher nicht mehr an das Gespräch erinnern würde, aber sie meinte sie würde dafür sorgen dass ich mich an dieses Gespräch erinnern würde und in meiner Psychose konnte ich mich plötzlich an jedes Wort erinnern. Vielleicht war dieses Gespräch auch nur eingebildet, ich kann es heute nicht mehr sagen, denn 2005 war ich wegen eines Traumas in einer Therapie und dieses Zigaretten Projekt klaute mir die letzten Energien.

Als sie mir dann mit 36 die Rente anboten war ich alles andere als entzückt, nein ich wollte das pardout nicht, besonders nicht mit so wenig Geld. Früher hätte ich das toll gefunden, aber die verrückt gewordene Karrierefrau empfand diesen gut gemeinten Vorschlag eines Arztes schon fast anrüchig. Ich lehnte die Rente also ab, denn wie mir eine Sozialarbeiterin vorrechnete hätte sich die Rente auch nicht für mich gelohnt, da ich zu wenig eingezahlt hatte und damit ergänzend Grundsicherung beantragen hätte müssen. Mit dem Krankengeld fuhr ich deutlich besser und auch mit 400 Euro mehr im Monat. Aber seltsam finde ich schon dass ich im Jahr 2005 mit einer Frau von früher Rente sprach und es im Jahr 2014 dann tatsächlich so kam. Aber vielleicht war das alles auch nur ein Hirngespinst der Psychose, die sich vielleicht schon 2005 das erste Mal gezeigt hat. Allerdings lebte ich zwischen 2005 und 2013 völlig beschwerdefrei, es gab nur kurze seltsame Episoden, die ich aber nicht als Krankheit interpretierte. Jedoch wurden die Episoden mit meiner Karriere ab 2009 stärker und häufiger bis es dann zum endgültigen Ausbruch im Jahr 2013 kam.


Fortsetzung folgt

Siehe auch:
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7
Teil 8
Teil 9
Teil 10

Teil 11

Teil 12

Teil 13

Teil 14

Teil 15
Teil 16

Teil 17

Teil 18
Teil 19

Teil 21

Teil 22

Teil 23

<a href="http://nberlin.twoday.net/STORIES/1022581070„target=“new“>Teil 24

Fauler Arsch

Heute ist es einfach zu heiß, gestern ging es ja noch weil ich im kühlen Laden saß, aber heute ist die Luft zum schneiden. Auf meinen kurzen Ausflug zum Discounter wurde mir reichlich warm und sogar vor dem Discounter wartet heute keine Säufer sondern nur Muttis mit reichlich Eis bewaffnet. Zum Glück wird es nächste Woche wieder kühler, denn nächste Woche darf ich ordenlich arbeiten. Liegen jetzt ausnahmsweise mit einem Kleid zu hause rum und muss sagen dass das Beste an dem Wetter ist dass ich absolut keinen Bock auf Schokolade und Süßigkeiten habe. Allerdings bin ich auch sehr faul, bisher war nur Einkaufen, Wäsche waschen und Blumen gießen drin, dabei müsste ich noch staubsaugen, wischen, das Bad putzen und kochen. Haare färben steht auch noch an, na mal sehen ob ich meinen faulen Arsch noch hochschwingen kann…

Wunderkind

Eigentlich bin ich ein Wunderkind, denn ich habe in nur drei Jahren gelernt zu laufen, zu sprechen, zu tanzen, zu singen, zu putzen und zu kochen. Zusätzlich habe ich noch gelernt ein Kassenbuch zu führen, Verkaufsgespräche zu führen und zu schreiben. Ganz schön viel für nur drei Jahre, aber all das hatte ich verlernt nach meiner Krankheit, ich konnte zwar noch laufen, aber nur langsam wie ein Roboter, ich konnte noch sprechen, aber nur das Nötigste und das sehr langsam. Tanzen ging gar nicht, singen ebenfalls nicht, putzen und kochen nur mühsam. Dem Schreiben fehlte jede Kreativität und schnell war ich wortlos. Bei allen hatte ich Angst und Hemmungen, am liebsten hätte ich mich in einen Loch versteckt. Neue Menschen wurden mit Misstrauen begutachtet. Alles schien bedrohlich, die Neugierde war verflogen. Es war ein harter Weg zurück ins Leben, ein Kampf jede Fähigkeit wieder zu erlangen, besonders mit der Ungeduld im Gepäck ein schwieriges Unterfangen. Doch ich habe es geschafft in nur drei Jahren. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, doch wie ich jetzt weiß war das eine verdammt kurze Zeit, die Entwicklung eines Wunderkindes. 🙂