Traurig, Formalien, Geld und Hund

Schade jetzt ist es vorbei, so schnell werde ich wohl nicht mehr in Oberschöneweide landen. Werde das Team vermissen und auch ein paar der Klienten. Bin aber auch froh es hinter mir zu haben, endlich fast alle Formalien für meine Ausbildung erfüllt. Wenn ich was mache dann mache ich es richtig. War einkaufen und habe jetzt genug zu Essen für die nächste Woche, Geld ist auch gekommen, alles gut, aber irgendwie bin ich deprimiert. Mein Vortrag war ok, auch wenn ich zwischendurch wieder angefangen habe zu reden wie eine Maschinenpistole, passiert mir oft wenn ich aufgeregt bin. Jetzt auf nach Kreuzberg der Hund wartet.

Klingelterror, Vortrag, Mittellos und Ruhe

Heute eigentlich ausschlafen, wäre da nicht das Klingeln gewesen. Zweimal um halb Acht und dann nochmal um kurz vor Neun. Ätzend, habe natürlich nicht aufgemacht, frage mich jetzt allerdings wer das war. Mein Geld-Leih-Nachbar klingelt eigentlich nicht so früh oder doch? Egal ich habe eh kein Geld, ist schließlich Monatsende. Heute noch meinen Vortrag, bin ein wenig aufgeregt, aber wird schon, notfalls lese ich vor. Vorträge waren früher gar kein Problem für mich, aber heute sieht es anders aus. Trinke gerade mein letztes Wasser und meinen letzten Kaffee mit Milch, irgendwie muss ich heute einkaufen, sonst sieht es abends und morgen früh finster aus. Tabak ist auch fast alle, diesen Monat deutlich über 100 Stunden gearbeitet und trotzdem mittellos. Heute hat der Handwerker im Flur kein Radio dabei, warum auch immer, aber er telefoniert laut. Muss noch an meinen Vortrag pfeilen und Handouts drucken, aber noch habe ich Zeit. Irgendwie habe ich keine Lust auf den Vortrag, aber zugesagt ist zugesagt. Es sind einige Pakete mit Lebensmittel zu mir unterwegs, das wird mir den nächsten Monat erleichtern, am Wochenende noch Hilfe bei deutschen Formularkram und ich hoffe danach endlich Ruhe.

Möp! Zurück zur Normalität

Möp! Das war es, zwei Wochen Praktikum sind vorbei und obwohl ich laut Rückmeldung gute Arbeit geleistet habe besteht leider keine Chance auf eine Anstellung. Dann eben nicht, aber irgendwie wusste ich das schon vorher. Der Computerkurs lief schleppend aber im nachhinein haben sich dann doch immerhin 5 Leute zur Beratung eingefunden. Morgen noch ein Vortrag, dann fahre ich nicht mehr täglich nach Oberschöneweide und muss mir mein Frühstück und Mittagessen wieder selbst zubereiten. Mein Freund war auch da und hat sich beraten lassen, ich denke das war ganz gut, auch wenn die Chancen so doch noch an Geld zu kommen bei höchstens 50/50 stehen. Aber immerhin hat er sich mittlerweile beworben, schön wenn er seinen Arsch bewegt, das erwarte ich auch wenn ich soviel helfe. Morgen dann mal wieder nach Kreuzberg fahren und den Hund ausführen. Zurück zur Normalität.

Computerkurs, Vortrag, Schlaf und Dunkelheit

Heute wird es spannend, ich gebe meinen Computerkurs und wenn die Grippe nicht ganz zugeschlagen hat dann findet heute die Beratung mit meinen Freund statt. Es wird also nicht langweilig an meinen letzten Tag. Ein Ehrenamtler wird mich heute bei den PC-Fragen unterstützen, na mal sehen wie das wird, noch kenne ich ihn nicht. Meinen Vortrag für Freitag habe ich fast fertig, aber obwohl ich auch Texte aus den offiziellen Unterlagen übernommen habe, habe ich über 2 Stunden gebraucht um alles zusammen zu stellen. Gestern konnte ich nach langer Zeit mal wieder tagsüber schlafen, irgendwie war ich sehr müde, die Dauer-Aktion schlaucht halt doch. Mal sehen wie es dann nächste Woche wird, wenn ich wieder deutlich weniger zu tun habe. Wenn man nicht mehr zu Hause frühstückt und Mittag isst bleibt viel liegen, nur das Wasser und die Milch sind langsam alle. Mal sehen ob ich heute zum einkaufen komme. Der Handwerker aus dem Hausflur scheint heute Pause zu haben, denn noch höre ich kein Radio und sein ständiges Handyklingeln aus dem Hausflur. Es wird wieder schneller hell am Morgen und später dunkel, das ist schön, die ständige Dunkelheit macht mich fertig.

Kein Internet, Grippe und 277

Heute früh nicht so erfreut gewesen: Kein Internet. Doch alles schien in Ordnung beim Router blinkte nichts, der Laptop war mit dem Netz verbunden, aber trotzdem kein Internet. Frustrierend wenn man so wie ich extra eine Stunde früher aufsteht um morgens zu bloggen und Mails zu lesen. Habe dann 40 Minuten in der Warteschleife vom O2 Support gehangen und mir anhören müssen was man nicht alles im Internet machen kann, statt den Support anzurufen, tolle Vorschläge wenn man kein Internet hat. Die einzige hilfreich Ansage war dass es wohl in Berlin gerade Probleme gibt, aber keine Auskunft dazu wann das behoben sein wird. Dann musst ich irgendwann los, ohne mit einem Menschen gesprochen zu haben. Beim Praktikum ist leider gerade die große Grippe-Welle ausgebrochen so das erst 2 Kolleginnen fehlten und eine dann doch stark verschnupft auftauchte. Also hieß es heute improvisieren mit dem Arbeitsbereichen, aber der Tag ist trotzdem recht schnell vorbei gegangen.

Auf dem Rückweg im Bus habe ich dann ein kleines Gartenhaus mit Zaun davor entdeckt. Es trug die Hausnummer 277. Aber was mich erstaunte war dass die Nummer 277 zweimal am Zaun befestigt war und am Haus dreimal befestigt war. Steht man also vor dem Zaun wird man 5 mal darauf hingewiesen dass das Haus die Nummer 277 trägt. Warum macht man sowas? Haben die etwa einen besonders dämlichen Postboten? Oder sind sie stolz auf die 277? Fragen über Fragen.

Emanzipation

Die letzten Jahre hat es mir geholfen, deswegen habe ich es meist gern getan. Naja gern ist vielleicht zuviel gesagt, ohne Anerkennung und Bezahlung zu arbeiten und dabei ständig angemeckert werden ist eigentlich nicht so witzig. Das sehe ich an meinen jetzigen Praktikum, auch keine Bezahlung, aber dafür viel Anerkennung und kein Gemecker. Ich dachte ich hätte keine Wahl, aber ich habe sehr wohl eine Wahl wo ich mich kostenlos engagiere. Ich werde mich wohl emanzipieren müssen, denn sie ist der schlechteste Chef den ich je hatte. Da helfen auch keine kleine Geschenke hier und da, ich bleibe trotzdem arm, an Geld und Selbstwertgefühl. Sie sagt ich soll mich mit einem Ehrenamt nicht ausnutzen lassen, dabei nutzt sie mich aus. Angeblich sei es keine Arbeit die ich mache, weil oft nichts los ist und ich mich dann anders beschäftige. Meine Arbeit ist nichts wert, meine Zeit ist nichts wert, alles selbstverständlich und mein privat Vergnügen. Nur wenn ich viel Geld mache, kommt mal ein Lächeln, das war es dann aber auch. Ich würde ja mehr tun, aber sie gibt das Zepter nicht aus der Hand, will immer alles bestimmen und kontrollieren. Ich bin nicht engagiert deswegen, bin wie gelähmt, werde dumm gehalten und und dumm behandelt. Keinen Bock mehr darauf, es wird Zeit für Emanzipation.

Haare, Salat, Schokolade, Mädchen und Gebühren

Gestern noch die Haare gefärbt, denn ich sah aus wie ein grauer Esel. Zwar zu hause nur noch Salat gegessen, aber auch Schokolade. Frustbewältigung auf die Kalorienart. Das ganze Treppenhaus stinkt derzeit nach Lack und gestern habe ich doch tatsächlich unbedacht in den Lack reingegriffen. Heute geht es in die Küche in meinen Praktikumsbetrieb, darauf freue ich mich etwas, denn Küchenarbeit mache ich eigentilch gerne. Gestern wurde ich doch tatsächlich als Mädchen tituliert, das sehe ich mal als Kompliment in meinen Alter, denn von Mädchen bin ich eigentlich weit entfernt. Meine Eltern sollten heute wieder in der Stadt sein, na vielleicht fahre ich Freitag noch vorbei. Die beste Freundin meldet sich derzeit selten, sie ist wieder krank und kommt nicht klar. Warte auf Geld, das nicht kommt und musste feststellen das meine Bank die Gebühren stark erhöht hat, wunderbar, die Stromkosten steigen auch, meine Einnahmen aber nicht.
Auf in den Tag.