Erste Nacht, Regen, Zahltag und Anwalt

Erste Nacht geschafft, alles gut, er schnarcht auch und lässt sich zum Glück von meinen nächtlichen Toilettenbesuchen nicht wecken. Bisher alles prima. Gegangen ist er auch ohne das ich wach geworden bin, so kann es gerne weiter gehen. Ansonsten gut geschlafen, nur zu früh wach, aber alles gut. Heute arbeiten und abends vielleicht essen gehen. Immer noch Regen, aber wie ich hörte soll es so bis Sonntag weitergehen. Komischweise fand ich es gut dass er hier geschlafen hat, das hätte ich nicht von mir erwartet. Heute ist Zahltag aber die Buchung von meinen Arbeitgeber ist noch nicht da, hoffe die kommt noch. Ab unter die Dusche, heute noch zum Anwalt, nicht für mich, für ihn. Wird schon alles werden.

Wasser

Wasser ganz viel Wasser, schon den ganzen Tag. Auf Arbeit ist der Keller voll gelaufen und auch das Erdgeschoss war mit Wasserlachen bedeckt. Der Aufzug fuhr mit einem Geräusch von Bach und von oben tropfte ständig das Wasser. Auf den Missstand aufmerksam gemacht und zur Belohnung zwei mal in den fünften Stock und ins Erdgeschoß rennen dürfen, um alle Mietmieter zu informieren dass Fahrstuhlfahren gerade keine gute Idee ist. Nach der Arbeit optimistisch eine Zigarette angezündet und dachte ich könnte damit die 5 Minuten Richtung S-Bahnhof laufen. Fehlanzeige, nach 2 Minuten war ich klitschnaß und die Kippe ebenfalls. Eine sehr nette Asiatin kam mit ihren Regenschirm angerannt und stellte sich neben mich mit dem Satz, dass wir jetzt den Regenschirm teilen bis zum S-Bahnhof. Das war wirklich gut, denn meine Unterwäsche war noch trocken. Beim Umsteigen weiterer Regen und klatschnaße Haare und Kleidung, bis auf die Socken. Zu Hause erstmal ausgezogen und was gegessen. Dann die dumme Idee noch einkaufen zu gehen, mit Regenjacke, das hat aber nichts genützt wieder alles klatschnaß. Jetzt ist aber Schluss mit lustig, ich gehe da nicht mehr raus, erstmal trocknen, alles nicht so lustig heute. Wie sangen die Bots: „Wir wollen wie das Wasser sein und sind wir schwach und sind wir klein…“

Kampf, Anwalt, Kaffee, Arbeit und Zusammenleben

Ganz gut geschlafen, es geht weiter mit dem Kampf um Gelder für meinen Freund, aber derzeit ist die Lage ganz erfreulich, aber wir müssen trotzdem zum Anwalt. Heute wieder Zweitjob, vielleicht gewöhne ich mich doch noch dran, die Kollegen, die ich bediene sind auf jeden Fall sehr nett zu mir. Morgen dann hoffentlich endlich wieder Geld. Die Vögel schreien, der Kaffee schmeckt und ich denke die nächsten Tage werden aufregend. Gestern den Finger auf Arbeit gequetscht, beim herein tragen von Kleidung, tut weh. Na mal sehen wie das zusammenleben wird, ich hoffe er ist viel unterwegs, die ganze Zeit zusammenhängen ist nicht meins. Ab unter die Dusche, der Tag wartet.

Guter Morgen, luftige Kleidung, böse Nachrichten und Jobcenter

Ein schöner Morgen, ausgeschlafen und alles im Haus was ich brauche. Glaube ich habe geträumt, aber kann mich nicht erinnern. Heute der letzte Morgen ohne ihn morgen wird schon alles anders. Gestern neue Kleidung erhalten, doch ich war bei der Größenangabe wohl doch etwas zu pessimistisch, jetzt habe ich einige Teile, die mir zu groß sind. Aber gut dann trage ich die Kleidung halt luftig.

Von meinen alten Ausbildungskurs gibt es nur böse Nachrichten, zwei müssen operiert werden, wobei bei einer die Krankenkasse nicht zahlen will. Ich glaube allerdings nicht an eine Spendenaktion, denn eine OP ist deutlich teurer als ein paar Genesungsbegleiter es sich leisten können. Heute mal Haare waschen, es bleibt genug Zeit.

Das Jobcenter lässt mich derzeit in Ruhe, aber ich muss ihm trotzdem schreiben. Für ihn müsste ich noch den Anwalt anrufen, vielleicht mache ich das heute. Am liebsten würde ich immer spät arbeiten, aber der Großteil der Gesellschaft ist dagegen. Ich hoffe, er kriegt alles geregelt mit seinem Lager für seine Sachen, ist jetzt doch alles sehr kurzfristig. Aber er will in Berlin bleiben, das ist doch mal eine Aussage.

Egoland, Gast, Teamsitzung, Stulle, Hund und geschlaucht

Schlecht eingeschlafen und schlecht aus dem Bett gekommen, meine letzten Tage im Egoland, denn er wird hier für ein paar Tage schlafen. Könnte ein Problem werden, denn auf Gäste stehe ich eigentlich nicht so, vielleicht aber auch die Heilung von ihm. Bin mir nicht sicher, ob das mit der moderierenden Teamsitzung heute oder morgen ist. Ich lasse mich einfach überraschen. Wieder keine Lust auf Frühstück werde mir wohl Stullen mitnehmen und die später essen. Seit gestern habe ich es endlich schriftlich, dass ich nur einen ergänzenden Vertrag für 3 Monate habe, jetzt muss ich das noch ans Jobcenter weiterschicken. Wird Zeit dass das Geld kommt. Keine Ahnung, ob ich heute noch mit dem Hund gehe, bin derzeit sehr müde und habe auch gestern nach der Arbeit erstmal gepennt. Auf in den Tag, wer hätte gedacht dass mich knapp 30 Stunden die Woche an zwei Arbeitsstellen so schlauchen.

Seltsam, Benutzt, Mobbing und Weitermachen

Seltsame Laune heute Morgen, aufstehen und es regnet, es ist grau und keine Lust zur Arbeit zu gehen. Gestern noch Besuch, wieder nicht ganz ohne Hintergedanken. Ihr habt ja wahrscheinlich recht, er benutzt mich, aber noch kann ich nicht „Nein“ sagen. Eigentlich freue ich mich auf meinen Kollegen heute, er ist genial, aber ich vermute er weiß noch nichts von seinem Glück mich heute zu sehen. Als ich meine Arbeitssituation im Zweitjob gestern geschildert habe fiel schnell das Wort „Mobbing“, ganz so extrem habe ich es bisher nicht gesehen, aber leider ist was Wahres dran. Alles nicht so glänzend wie es scheint, eine Kollegin, die sich als mein Boss aufspielt, ein Kerl, der bald obdachlos ist und Regen. Wird schon alles werden, einfach weitermachen.

Bettwäsche-Snob, Freiflug und fehlendes Expertenwissen

Seltsam geschlafen und früh, leicht panisch, wach gewesen, aber weiter geschlafen. Musste feststellen das, was mein Bett angeht, ich mittlerweile ein Snob bin. Jersey gibt es seit Jahren nicht mehr in meinem Bett, bitte nur Baumwolle und Leinen, aktuell sogar nur Leinen. Das ist ein Luxus, den ich mir gönne, immerhin verbringt man viel Zeit im Bett. Da darf die Bettwäsche auch mal etwas mehr kosten. Ich nutze ja schon Sonderangebote, aber meine aktuelle Bettwäsche hat trotzdem einen Neuwert von über 100 Euro. Mehr als das Bett gekostet hat.

Seit ein paar Tagen versuche ich meinen Vögeln wieder regelmäßig Ausflug in der Wohnung zu gönnen, aber sie haben nicht so recht Lust und sitzen nur an der Käfigtür. Nur ein Wellensittich hat vor ein paar Tagen ein paar Runden gedreht, die anderen blieben im/am Käfig. Er hat sich nicht gemeldet, aber ich werde mich auch nicht melden, hinterher laufen habe ich nicht nötig. Es ist ruhig hier, kein Vogelgezwitscher, keine Musik vom Nachbarn, seltsam. Das Wetter ist durchwachsen, grau bei 24 Grad.

Nächste Woche kein Frühdienst mehr, das passt mir ganz gut. Sorgen mache ich mir nur, weil ich eine Teamsitzung allein machen soll, das habe ich noch nie gemacht, aber die Klienten haben mir schon gesagt, dass sie mir helfen wollen. Ich habe Glück, weil meine Klienten alle so fit sind, ich glaube mit schweren Fällen könnte ich nicht arbeiten. Dazu fehlt mir das Expertenwissen. Ich weiß schon, warum ich mich auf Klinikjobs gar nicht bewerbe. Auf in den Tag, heute gar keine Pläne außer vielleicht ein Bad nehmen.

Wochenende, Ćevapčići und Zufriedenheit

Gestern Nacht doch mal vergleichsweise lang gemacht, bis 2 Uhr gehörte die Nacht mir. Dann wieder früh wach gewesen, aber wieder hingelegt, zweimal. Es ist Wochenende, ich schlafe, solange ich will. Na ja solange der Hermes Bote will, denn um kurz nach 10 Sturmklingeln bei mir, ich erwarte ein Paket von Hermes, aber das Paket war für die Nachbarin. Also aufgestanden für die Nachbarin und dem Hermes Boten ziemlich zerknautscht die Tür geöffnet. Heute nichts vor außer Hausputz und vielleicht noch ein paar Schönheitsaktionen. Zum Glück schon eingekauft. Heute gibt es Ćevapčići mit Paprika und Reis, was ich morgen koche, steht in den Sternen. Gestern noch mit der Kassiererin um meinen Rabatt auf die Ćevapčići gekämpft, denn sie hatte den regulären Preis berechnet. Komme gut klar mit meinen zwei Jobs, langsam eingelebt und wie ich hörte sind beide Arbeitgeber zufrieden mit mir. Werde jetzt in beiden Jobs immer öfter allein gelassen, sie scheinen es mir zuzutrauen. Ich mag meinen ersten Job sehr und möchte auf gar keinen Fall kündigen, aber will ich einen richtigen zweiten Job wird es durch meinen ersten Job schwierig was zu finden. Alles gut, es kann gerne so weiter gehen.

Morgen, Ok, frische Luft und gesperrte Seiten

Guten Morgen, das hat man vom Früh-Rhythmus man ist auch früh wach, wenn man eigentlich durchschlafen kann. Das Unwetter gestern war noch beeindruckend, Blitze, Donner und ganz viel Regen. Nicht so optimal für alle die gestern auf dem Depeche Mode Konzert waren. Für mich wäre das nichts gewesen, dazu bin ich zu wenig Fan. Diese Woche ganz gut gemeistert, fühle mich nicht so tot wie letzte Woche und denke, dass ich diesen Dienst heute locker mache. Ich hoffe meine Vorgesetzte im Zweitjob ist mir nicht böse, weil ich ihr gestern gesagt habe, dass der Zweitjob für mich halt nur ein Job ist der ok ist, aber mehr halt nicht. Ihr jetzt zu erzählen wie toll der Job ist, wäre jetzt eine dicke Lüge gewesen.

Ich genieße die kühle Luft ohne Allergene, so ein Regen ist wunderbar reinigend. Außerdem ist es als dicke Frau doch sehr erleichternd, wenn die Temperaturen so sind, dass man sich etwas mehr anziehen kann. Wirr geträumt, heute noch einkaufen vor der Arbeit, kann ich mir eigentlich nicht leisten, aber muss sein. Leere in meinem E-Mail-Postfach, passt schon alles, keine Ahnung warum mein Arbeitgeber meinen privaten E-Mail-Anbieter gesperrt hat, also keine privaten E-Mails auf Arbeit lesen. Interessanterweise darf man auf Arbeit aber Facebook aufrufen, als wäre das eine bessere Seite.

Früh, Zukunft, Berlin und Mikado

Das hat ja erstaunlich gut geklappt: Früh schlafen und früh aufstehen. Heute wieder allein Empfangsdame spielen, würde es nicht so unmotiviert wirken würde ich mir ein Buch dazu mitnehmen. Gestern war ok, aber ich glaube ich habe mich bei der Abrechnung verrechnet, schade eigentlich. Heute wird die Zukunft im Zweitjob besprochen, ich hoffe es kommt dabei etwas verbindliches raus. Die Kollegin, die die Dienstpläne macht, hat meine Wünsche und Anforderungen leider überhaupt nicht beachtet.

Er kommt zurück nach Berlin, wer weiß wie lange, aber er will mich sehen, das freut mich. Abwarten wie der Tag wird, heute wohl wieder Hochsteckfrisur und in Schwarz gekleidet. Bin aber stolz, dass ich heute vor dem Wecker wach war, es scheint also zu klappen mit dem Dienstrhythmus. Eigentlich heute noch mit dem Hund raus gehen, keine Ahnung ob ich dazu nachher zu müde bin. Bin froh darüber dass meine Wohnung nicht teurer wird, die Betriebskostenabrechnung und Stromabrechnung ist mit einer Rückzahlung ausgegangen.

Ich denke es war richtig bei meinen Arbeitgeber anzufangen, denn ist man einmal drin wird man Teil des Angestellten-Mikado. Kann sein dass man an einer Stelle nicht mehr gebraucht wird, kann aber auch sein dass man dann einfach woanders eingesetzt wird.
Na mal sehen wie das Spiel für mich ausgeht, habe diese Woche von einem neuen Geschäftsbereich gehört, vielleicht ergibt sich da etwas für mich.