Arbeit, Geld, Romantik, Kaffee und weitermachen

Zu früh gefreut, nächste Woche doch mehr Arbeit als gedacht, nicht so optimal, wenn einen der Anruf 5 Minuten nach dem Aufstehen erwischt. Noch verklebte Augen und mit der Chefin telefonieren. Aber immerhin sie wollen mich nicht heute oder Montag sehen. Heute keine Energie und Montag verabredet. Das Geld ist da, wunderbar beruhigend, auch nächsten Monat keine Geldprobleme. Die beste Freundin hat sich romantisch verlaufen und zweifelt, keine Ahnung, ob ich sie beruhigen kann. Für den Moment nur Kaffee und Zigaretten und keine Gedanken an Arbeit. Arbeit kommt morgen und übermorgen.

Draußen auf der Straße überall Wahlkampf, als würden mich Plakate interessieren, geschweige denn meine Wahlentscheidung beeinflussen, totale Geldverschwendung und Umweltverschmutzung. Sinnvoller wäre es ein verständlich und kurz geschriebenes Wahlprogramm zu verschicken, das würde ich auch lesen. Der Haushalt ist diese Woche liegen geblieben, ein Wochenende, das nur aus einen Sonntag besteht ist einfach zu kurz.
Heute sehr lange geschlafen, ohne Träume, Energie sparen. Abends dann Fortbildung, mal sehen wie das wird, einfach weitermachen.

Frühschicht, kotzen nicht Superwoman

Frühschicht ist so gar nicht meins, besonders wenn dann noch alle Chefs um mich herum springen. Abends dann noch mit ihm getroffen, er hat wieder viel erzählt, ich denke er baut wieder Mist, aber seine Sache. Habe den Abend dann nach 3 Stunden beendet, war mir genug. Interessanterweise wirkte er auch gestern nicht so anziehend auf mich. Heute noch Blumen gießen, nach der Arbeit, aber morgen frei. Lange geschlafen, alles gut. Gestern hat sich eine Kollegin auf dem Arbeitsweg verletzt, es ist unklar, ob sie diese Woche ausfällt d. h. wieder alleine Schicht. Nicht so gut, dass ich gestern nach dem Treffen mit Drink und Essen zu Hause kotzen musste, ich denke am Essen lag es nicht. Vielleicht doch alles zu viel. Heute zum Glück Zeit in der früh, es gibt Kaffee und ein Brötchen und bitte alles ganz langsam. Man kann nicht alle retten, das ist Realität und ich bin nicht Superwoman, sondern immer noch eine Frau mit Handicap, die auf sich achten muss.

Weitermachen, allein in Berlin

Nicht verpennt und früh, zum Glück meine einzige Frühschicht diese Woche. Ich hoffe heute wird es nicht so einsam wie letzten Dienstag im Laden. 5,5 Stunden allein herumsitzen ist kacke. Gestern pünktlich gewesen, aber ziemlich verpeilt. Jobgespräch nach der Arbeit nicht so erfreulich, ich darf kostenlos mithelfen, wenn ich will, mehr aber erst nicht. Nein Danke. In zwei Tagen läuft mein Betreuungsvertrag aus, es wird wohl keine Verlängerung geben und das ist gut so. Meine Ängste im Bezug auf den Job wurden nicht als Frühwarnsyndrome tituliert, alles ganz normal. Vielleicht sehe ich ihn heute, würde mich freuen. Muss dringend einkaufen, alles ist fast leer und der Müll muss auch raus gebracht werden. Privat auch voller Kalender. Weitermachen, allein in Berlin.

Verpennt

Da hatte ich gestern vor dem Einschlafen einen Denkfehler, nicht 12 Uhr losfahren, um 12 anfangen. Mist und wenn der Wecker dann nicht klingelt noch mehr Mist. Aber gut es ist zu schaffen, nur leider bleibt mir keine Zeit, um mich schick zu machen, habe ich doch heute nach der Arbeit ein Jobgespräch. Großer Mist, aber gut ich hoffe sie stellen nicht nach Aussehen ein. Ab unter die Dusche, die Arbeit ruft.

Sonntag, Gespräch, Statistik und langsam

Sonntag! Ein schöner Anlass einfach mal nichts zu tun, na ja nichts ganz nichts, weil ich gestern arbeiten war ist der Haushalt liegen geblieben. Aber erstmal ausschlafen und nicht hetzten lassen, Staubmäuse und Vogelkörner liegen geduldig auf den Boden und laufen nicht weg. Der Kaffee schmeckt und außer dem Rauschen der Straße ist nichts zu hören. Die Paranoia lässt mich auch in Ruhe, ich habe schon alles richtig gemacht. Morgen ein wichtiges Gespräch, ich bin gespannt was daraus wird. Ende August endet auf jeden Fall die Zeit, die meine Krankenkasse für Unterstützung für mich vorgesehen hat. Das ist ok, in den letzten 1,5 Jahren habe ich diese Hilfe auch kaum mehr in Anspruch genommen. Ich bin auferstanden von den Behinderten und Rentnern zu einer berufstätigen Frau. Bisher bin ich ein positiver Ausreißer in der Statistik, ich hoffe es bleibt so. Mal sehen was ich heute anstelle, aber langsam ist das Motto des Tages.

Gelassen, Hund, Beruf und Jobcenter

Es kann nicht nur die Checkliste sein, vielleicht sind es auch die lieben Worte meiner Chefin von Arbeit, denn ich bin jetzt endlich ruhig, was die Arbeit angeht. Keine zwanghaften Gedanken an die Arbeit am Wochenende mehr, ich bin ganz gelassen. So soll es sein, so soll es bleiben.

Heute der andere Laden, diese Verantwortung kommt mir jetzt klein vor. Ist halt was anderes, wenn man nur einen sehr überschaubaren Laden hütet und dabei keine Leute betreut, sondern sich nur auf die Kunden konzentrieren kann. Gestern erfolgreich den Hund los geworden und ihn heute Morgen leicht vermisst, aber ich denke er ist in guten Händen. War nur sehr anstrengend mit dem Hund Bus und U-Bahn zu fahren, denn der vorgeschriebene Maulkorb gefiel dem Hund gar nicht.

Zwischendurch immer mal wieder traurig seinetwegen, ich werde es nicht verhindern können, dass er Berlin verlässt. Gekämpft, gewonnen und doch verloren. Endlich wieder meine Wohnung für mich. Mal sehen, ob ich mich vorerst mit meinen neuen Beruf anfreunden kann, Betreuungsbegleiterin ist zwar nicht so sexy wie Online-Redakteurin, aber für mich vielleicht erstmal die bessere Wahl.

Betrachte ich die Jobs der anderen Mitstreiter aus meiner Ausbildung habe ich es doch sehr gut erwischt. Kein Mindestlohn, keine Putzarbeiten, relativ stabile Klienten und ein sehr nettes wertschätzendes Team. Mein einziges Problem ist das Jobcenter, das auf meine Briefe nicht reagiert und mir derzeit zu viel Geld zahlt, es gibt schlimmere Probleme. Auf in den Tag, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Freier Tag, Verantwortung, Besuch und fremde Gespräche

So schnell geht ein freier Tag vorbei, der Hund fand den Tag sicher klasse, denn wir waren viermal draußen, einmal sogar fast 2 Stunden am Stück. Heute Morgen vom Hund geweckt worden, ist seltsam, wenn man die Augen aufschlägt und direkt vor dem eigenen Gesicht eine Hundeschnauze blickt. Verantwortung, Verantwortung, irgendwie habe ich davon derzeit eine Menge: Zwei Läden, zwei Wohnungen und ein Hund. Mal sehen wie es heute wird.

Gestern noch Besuch und Gesellschaft bei der großen Hunderunde, viel gequatscht. Irgendwas ist mit meinem Handy nicht in Ordnung, denn ich hatte die letzten Tage öfter Anrufe von gespeicherten Kontakten und als ich dran ging, sprach eine völlig unbekannte Person in mein Ohr. Wie kann das sein, dass ich einen Anruf erhalte und plötzlich in einem fremden Gespräch bin?

Heute Abend kann ich den Hund wieder abgeben, ich werde ihn sicher vermissen, aber auch erleichtert sein. Gestern habe ich es auch geschafft mich durch meine mittlerweile über 100 Mails durchzuarbeiten. Postfach ist wieder aufgeräumt. Gestern auch gekocht und zum Essen eingeladen, wurde auch mal Zeit nach Tagen mit Tiefkühlkost. So jetzt Frühstück für den Hund und dann Frühstück für mich.

Checkliste, Hund, Ruhe und Berufsleben

Das mit der Checkliste gestern hat geklappt, Laden zugemacht, nach Hause gegangen und keine blöden Gedanken an den Laden. Sehr schön, Problem gelöst. Vielleicht hat es auch geholfen das ich beim Schließen hilfreiche Gesellschaft hatte. Es lief gestern ganz gut und ich war die erste Mitarbeiterin, die das EC-Gerät zum Einsatz brachte. Danach essen und den Hund in Empfang nehmen, ist schön so eine haarige Gesellschaft zu haben, besonders wenn man freihat. Morgens freundlich begrüßt werden und dann erstmal kuscheln, da sollte es auch für mich zu schaffen sein gleich vor dem Frühstück mit dem Hund raus zu gehen.

Später in den Wald mit dem Hund, vielleicht sogar in männlicher Gesellschaft. Heute nicht viel vor und das ist gut so, dafür darf ich ja dann am Samstag ran. Gestern Abend mal keine Gespräche, das hat ganz gutgetan, erstmal alles sacken lassen. Ist doch eigentlich schön, dass ich mittlerweile wieder so sozial integriert bin, dass ich mich über einen ruhigen Abend freue. Noch vor ein paar Jahren hatte ich jeden Tag soviel Ruhe, dass es grausam war.

Ich sollte wohl bescheidener sein, neulich traf ich eine Klinikbekanntschaft und sie war sehr begeistert, dass ich jetzt arbeite, und zwar nicht im Zuverdienst, das gelingt nicht vielen Fällen mit meiner Erkrankung. Ich sollte meinen Ehrgeiz wohl erstmal einpacken und feiern dass ich es überhaupt zurück ins Berufsleben geschafft habe und mich bisher gut und stabil mache. Das war für meine Bekannte schon ein Wunder, denn sie selbst ist mit gleicher Diagnose Rentnerin.

So, jetzt los mit dem Hund, ich war ja schon auf Toilette, ich denke er muss auch.

Seltsame Stimmung, Gequatsche und Vampire

Seltsame Stimmung. Es gab gestern endliche eine Aussprache, die weh getan hat. Er liebt mich nicht, das wusste ich eigentlich auch schon vorher, aber vielleicht ganz gut es mal so direkt zu hören. Fast ein Jahr meines Lebens habe ich in ihn investiert und vieles mehr und die Belohnung ist mau. Es liegt nicht an mir, was für ein blöder Satz, der so gar nicht tröstet. Rettungsversuch gescheitert, Liebesversuch gescheitert. Es bleibt eine seltsame Stimmung, keine Ahnung wie ich weiter machen soll oder ob überhaupt. Mit der besten Freundin danach telefoniert, ich glaube das war zu viel Gequatsche. 5 Stunden Gequatsche mit ihm, 2 Stunden Gequatsche mit ihr, wenn ich könnte, würde ich heute schweigen.

Heute Abend kommt der Hund zu mir, vielleicht ganz gut nicht redende Gesellschaft zu haben. Heute nur Arbeit und dann Schweigen. Weinen bringt nichts, außer dicke Augen. Mein Geld-Leih-Nachbar stand wieder vor der Tür, ich solle mich nicht ausgenutzt fühlen, nein ich fühle mich belästigt. Keine Lust auf gar nichts vielleicht sollte ich den Kontakt abbrechen und auch dem Nachbarn nichts mehr geben. Alles Vampire, dabei gibt es bei mir nichts zu holen. Zum Glück habe ich morgen frei, denke ich brauche die Zeit, ich muss wegkommen von meinen Vampiren.

Früh, Laden, Kummerkasten und Egoismus

Früh, früh, besonders nachdem es gestern spät, spät war. Wieder sehr lange telefoniert und das Fernsehprogramm links liegen gelassen. Heute den Laden aufmachen und wahrscheinlich erstmal alleine herumsitzen, meine Vorfreude hält sich in Grenzen, aber Aufmachen ist besser als zu machen. Habe gestern mal eine Checkliste gemacht und bin auf 14 Punkte gekommen, an die ich denken muss, wenn ich den Laden schließe. Nach dieser Erkenntnis ist mir klar, warum ich meist 1–2 Punkte vergesse. Aber immerhin früh freihabe ich heute, das ist doch mal was. Nach der Arbeit dann Jobcenter Hilfe und Pizza hoffe das wird mir nicht zu viel. Irgendwie bin ich es derzeit satt ständig zu helfen und zuzuhören, sollen die Leute ihren Kram doch mal alleine regeln. Die Sozialstation Nadine hat geschlossen, auf unbestimmte Zeit. Gestern nämlich wieder Kummerkasten gespielt, dabei habe ich selber Kummer, interessiert nur keinen. Warum sollte ich dann Interesse zeigen? Es ist Zeit für gesunden Egoismus, meinen Arsch rettet auch keiner.