Checkliste, Hund, Ruhe und Berufsleben

Das mit der Checkliste gestern hat geklappt, Laden zugemacht, nach Hause gegangen und keine blöden Gedanken an den Laden. Sehr schön, Problem gelöst. Vielleicht hat es auch geholfen das ich beim Schließen hilfreiche Gesellschaft hatte. Es lief gestern ganz gut und ich war die erste Mitarbeiterin, die das EC-Gerät zum Einsatz brachte. Danach essen und den Hund in Empfang nehmen, ist schön so eine haarige Gesellschaft zu haben, besonders wenn man freihat. Morgens freundlich begrüßt werden und dann erstmal kuscheln, da sollte es auch für mich zu schaffen sein gleich vor dem Frühstück mit dem Hund raus zu gehen.

Später in den Wald mit dem Hund, vielleicht sogar in männlicher Gesellschaft. Heute nicht viel vor und das ist gut so, dafür darf ich ja dann am Samstag ran. Gestern Abend mal keine Gespräche, das hat ganz gutgetan, erstmal alles sacken lassen. Ist doch eigentlich schön, dass ich mittlerweile wieder so sozial integriert bin, dass ich mich über einen ruhigen Abend freue. Noch vor ein paar Jahren hatte ich jeden Tag soviel Ruhe, dass es grausam war.

Ich sollte wohl bescheidener sein, neulich traf ich eine Klinikbekanntschaft und sie war sehr begeistert, dass ich jetzt arbeite, und zwar nicht im Zuverdienst, das gelingt nicht vielen Fällen mit meiner Erkrankung. Ich sollte meinen Ehrgeiz wohl erstmal einpacken und feiern dass ich es überhaupt zurück ins Berufsleben geschafft habe und mich bisher gut und stabil mache. Das war für meine Bekannte schon ein Wunder, denn sie selbst ist mit gleicher Diagnose Rentnerin.

So, jetzt los mit dem Hund, ich war ja schon auf Toilette, ich denke er muss auch.

Seltsame Stimmung, Gequatsche und Vampire

Seltsame Stimmung. Es gab gestern endliche eine Aussprache, die weh getan hat. Er liebt mich nicht, das wusste ich eigentlich auch schon vorher, aber vielleicht ganz gut es mal so direkt zu hören. Fast ein Jahr meines Lebens habe ich in ihn investiert und vieles mehr und die Belohnung ist mau. Es liegt nicht an mir, was für ein blöder Satz, der so gar nicht tröstet. Rettungsversuch gescheitert, Liebesversuch gescheitert. Es bleibt eine seltsame Stimmung, keine Ahnung wie ich weiter machen soll oder ob überhaupt. Mit der besten Freundin danach telefoniert, ich glaube das war zu viel Gequatsche. 5 Stunden Gequatsche mit ihm, 2 Stunden Gequatsche mit ihr, wenn ich könnte, würde ich heute schweigen.

Heute Abend kommt der Hund zu mir, vielleicht ganz gut nicht redende Gesellschaft zu haben. Heute nur Arbeit und dann Schweigen. Weinen bringt nichts, außer dicke Augen. Mein Geld-Leih-Nachbar stand wieder vor der Tür, ich solle mich nicht ausgenutzt fühlen, nein ich fühle mich belästigt. Keine Lust auf gar nichts vielleicht sollte ich den Kontakt abbrechen und auch dem Nachbarn nichts mehr geben. Alles Vampire, dabei gibt es bei mir nichts zu holen. Zum Glück habe ich morgen frei, denke ich brauche die Zeit, ich muss wegkommen von meinen Vampiren.

Früh, Laden, Kummerkasten und Egoismus

Früh, früh, besonders nachdem es gestern spät, spät war. Wieder sehr lange telefoniert und das Fernsehprogramm links liegen gelassen. Heute den Laden aufmachen und wahrscheinlich erstmal alleine herumsitzen, meine Vorfreude hält sich in Grenzen, aber Aufmachen ist besser als zu machen. Habe gestern mal eine Checkliste gemacht und bin auf 14 Punkte gekommen, an die ich denken muss, wenn ich den Laden schließe. Nach dieser Erkenntnis ist mir klar, warum ich meist 1–2 Punkte vergesse. Aber immerhin früh freihabe ich heute, das ist doch mal was. Nach der Arbeit dann Jobcenter Hilfe und Pizza hoffe das wird mir nicht zu viel. Irgendwie bin ich es derzeit satt ständig zu helfen und zuzuhören, sollen die Leute ihren Kram doch mal alleine regeln. Die Sozialstation Nadine hat geschlossen, auf unbestimmte Zeit. Gestern nämlich wieder Kummerkasten gespielt, dabei habe ich selber Kummer, interessiert nur keinen. Warum sollte ich dann Interesse zeigen? Es ist Zeit für gesunden Egoismus, meinen Arsch rettet auch keiner.

Ausschlafen, Nervengerüst, Mails und wunderbar

Ausschlafen, das ist doch mal was und auch nicht solange arbeiten heute. Muss auf mein Nervengerüst aufpassen, wird mir schnell zu viel derzeit. Er hat sich auch wieder gemeldet, Stress mit dem Jobcenter, was sonst. Ich werde nochmal helfen, aber das muss enden, ich habe eigene Probleme. Der Pickel ist auch noch da, wunderbar, damit wird das Innerliche auch äußerlich sichtbar. Heute nichts vor außer arbeiten und danach ausruhen. Auf meine Mails habe ich immer noch keinen Bock, ich beantworte nur die Wichtigsten. Heute noch die Geburtstagskarte für meine Oma einwerfen, dann sind erstmal alle Geburtstagskinder diesen Monat versorgt. Der besten Freundin geht es wunderbar, frisch verliebt, sie hat es sich verdient. Bei mir derzeit weniger wunderbar, keine Ahnung wie ich die Woche überlebe, aber wird schon. Wäre wunderbar, wenn ich mein Kopfkino abschalten könnte, das gelingt mir derzeit nur mit Musik, Schlaf oder mit einem Gespräch. Auf in den Tag, auf das Niemand seinen Müll bei mir ablädt.

Abend, Lebensmittel, Eltern und Ruhetag

Gestern ein netter Abend mit Salat, Couscous, allerlei Fleisch, Saucen und Halloumi. Danach noch gespielt und gequatscht und gegen Mitternacht die restlichen Lebensmittel aufgeteilt und aufgebrochen. Für mich gab es Melone, Pflaumen, Erdbeeren, Käse, Pide, Hummus und Baklawa. An der Auswahl der Nahrung sieht man wohl, dass vieles auf dem Türkenmarkt am Maybachufer gekauft wurde. Die erste Woche muss ich nicht Blumen gießen, dafür aber den Hund sitten und den Laden machen. Es wird also für Niemanden langweilig, wenn meine Eltern in den Urlaub fahren und verhungern wird auch niemand.

Ich gehe den Tag heute langsam an, ein bisschen Haushalt und dann mal weiter sehen. Heute ist Ruhetag. Zig Mails warten auch noch, heute finde ich es schön allein zu sein, will keine Gesellschaft und auch nicht raus gehen. Das Wetter ist durchwachsen und animiert auch nicht zu einem Spaziergang, die Vögel schweigen und die Waschmaschine läuft, langsam in den Tag.

Wochenende, Paket, Dreck und Zimmersuche

Wochenende, endlich, ausschlafen war aber wieder nur in Etappenschlaf möglich. Heute noch ein Paket abholen und danach zur Geburtstagsfeier, ansonsten aber nichts und das ist gut so. Die letzten Tage nicht dazu gekommen Mails zu beantworten, es warten derzeit 50 oder mehr Mails auf mich, aber das bekomme ich die Tage schon gebacken. Im Haushalt steht nicht viel an, wer alleine lebt, hat nicht soviel Dreck wie zu zweit. Warte auf meinen neuen Duschvorhang, würde gern alles verändern/erneuern aber derzeit reicht es im Bad nur für eine neue Klobrille, eine neue Klobürste und einen neuen Duschvorhang. Ein neues Sofa müsste auch her, aber das muss wohl warten, denn sogar wenn ich die Kohle zusammen kriege, wird es schwierig mit dem Abtransport des alten und Transport des neuen. Bin ich glücklich, dass ich derzeit nicht auf Zimmer oder Wohnungssuche bin, ich suche ab und zu für ihn und bin erschreckt, dass für kleine Zimmer (10 m²) in einer WG schon locker 400 Euro oder mehr aufgerufen werden. Berlin ist derzeit Mietwahnsinn und ein Ende ist nicht in Sicht. Mit der Arbeit bin ich derzeit leider etwas paranoid, hoffe ich kriege das in den Griff. Bloß nicht stressen lassen…

Etappenschlaf, Pickel, verreist und kompatibel

Seltsame Nacht, Etappenschlaf ab 6 Uhr und wirre Träume, die ich aber wieder vergessen habe. Aktuell habe ich einen Pickel im Gesicht, den ich wohl noch länger haben werde, das nervt, aber da muss ich wohl durch. Ist komisch heute ausschlafen zu dürfen. Dachte heute Morgen ich hätte verschlafen. Nur noch einen Tag arbeiten, dann kommt das Wochenende. Allerdings bekomme ich gleich neue Verantwortung ab diesem Wochenende, die Eltern verreisen und ich darf wieder Blumen gießen, Post leeren, am WE den Laden machen und auch noch ein paar Tage auf den Hund aufpassen. Eigentlich keinen Bock drauf. Na mal sehen wie es heute im Laden wird, wahrscheinlich die üblichen Verdächtigen. Bin derzeit immer wieder erstaunt wie gut ich mit Kollegen und Klienten zurechtkomme, entweder sind die alle einfach toll oder ich bin ziemlich kompatibel oder beides. Von ihm höre ich derzeit wenig, aber das ist auch ganz gut so, ich brauche meine Auszeit. Was soll’s pickelig in den Tag, erstmal Frühstück.