Sonnenschein

Versuchen wir es mal mit der guten Laune:

Advertisements

Schritt für Schritt

Ein neuer Tag, es geht aufwärts. Leider wieder zum morgen gekotzt, ich vermute es liegt am abendlichen Hustensaft. Gestern wieder geheult und ihm mitgeteilt, dass ich für eine Freundschaft wohl nicht stark genug bin. Die Bude sieht nicht so gut aus, obwohl ich fast die ganze Zeit hier war. Schaue mich derzeit nach einem neuen, gebrauchten Sofa um, aber bisher nichts gefunden. Die Sonne scheint, ich huste, aber die Nase ist fast wieder in Ordnung. Die beste Freundin ist derzeit nicht so zu erreichen wie ich es gern hätte, aber gut ich werde es überleben. Meine Mutter hat einen Besuch angekündigt, so richtig wohl ist mir dabei nicht. Mal sehen, ob ich heute den Haushalt wieder ein bisschen in den Griff bekomme. Wäsche waschen, Bett beziehen, Blumen gießen und einkaufen sollte schon drin sein. Zeit was ist schon Zeit, ich hatte die letzten Tage eine Menge davon, zu viel Zeit um nachzudenken. Die Gegenwart ist mittelmäßig, die Zukunft könnte besser werden, wenn sie auf mich wartet. Auf in den Tag, immer Schritt für Schritt.

Der pessimistische persönliche Trainer

Der pessimistische persönliche Trainer ist vielen vielleicht auch bekannt als negative Stimme im Kopf. Egal was man macht, die Stimme sagt: „Du kannst das nicht!“. Diese Stimme macht einen alles madig, du bist hässlich, du bist dumm, du bist es nicht wert, du hast es nicht verdient. Klein macht einen diese Stimme und sie schürt Selbsthass. Ich kenne viele die so einen Trainer haben, der ihnen immer wieder ihr Glück zerstört. Auch ich habe so ein Arschloch an meiner Seite. Alles was ich mache ist nicht gut genug, alles was ich bin ist Müll. Dieser Trainer ist zerstörerisch und nimmt einen alles. Das Ergebnis sind unglückliche, unselbstbewusste Menschen die schnell mal in Neid verfallen. Das Leben der anderen sieht soviel glücklicher und perfekter aus, was aber oft nicht der Fall ist. Ich möchte dazu die Ärzte zitieren: „Du denkst die anderen wären glücklich nur, weil du sie nie weinen siehst.“ Ich denke die anderen haben auch so einen verfickten Trainer, nur vielleicht haben sie ihn besser im Griff. Es gilt diesen Trainer/dieser Stimme das Maul zu stopfen, ihn/sie nicht regieren zu lassen und so oft es geht zu widersprechen. Ich weiß nicht, ob ich ihn jemals loswerde diesen Trainer, aber ich wehre mich so oft es geht, denn ich brauche ihn nicht, warum sollte ich ihm also gefallen wollen?

Hustenanfall, Drama, Liebe und Waage

Aufgewacht und erstmal alles ganz gut, dann Hustenanfall, aber auch der ging vorbei. Gestern noch großes Drama mit Aussprache, er lässt sich nicht so einfach aus meinen Leben löschen. Das hatte ich nicht erwartet. Ich scheine ihm wohl doch etwas zu bedeuten, das wurde gestern klar, wenn auch wohl besser auf einer Ebene ohne Sex. Keine Ahnung was ich jetzt mit dieser Erkenntnis anfange.

Die Sonne scheint und meine Grippetabletten sind alle, nur noch Nasenspray und Hustensaft da. Der Hustensaft hat es in sich, denn er ist mit Codein, illegal in Deutschland, wenn man kein Rezept dafür hat. Das Geld ist da, das beruhigt, auch wenn das Jobcenter jetzt eine größere Rückzahlung erwartet sollte ich das schaffen, ohne wieder in den Dispo zu rutschen. Was macht man mit einer Person, die man nicht platonisch liebt, die einen aber nur platonisch zurück liebt?

Gestern mal gewagt nach einem Jahr auf die Waage zu gehen, ich hatte das Schlimmste erwartet, auch wenn die Klamotten vom letzten Jahr noch passen, das Ergebnis waren 5 Kilo weniger als im letzten Jahr. Das ist nicht viel, aber irgendwie doch beruhigend. Die Hühnersuppe von gestern reicht sicher noch 2 weitere Tage, ich sollte sie wohl bis zum letzten auslöffeln. Weiter geht es, wie auch immer, warten wir ab.

Probearbeiten, Dreck, Hühnersuppe und warten

Viel geheult, zu wenig geschlafen. Die neuen Taschentücher von gestern brauche ich. Muss noch das Probearbeiten absagen, ich hoffe sie warten eine weitere Woche auf mich. Je länger ich in meiner Wohnung verbringe, umso dreckiger kommt sie mir vor. Vorher nie gesehen dass die Heizungsrohre staubig sind und das die Tür zum Wohnzimmer Kaffeeflecken hat. Heute werde ich nicht nach Kreuzberg fahren und mit dem Hund gehen, gestern hat alleine das 15 minütige Staubsaugen Schweißausbrüche verursacht. Ich hätte gern Antibiotika, aber meine Ärztin gab mir nur Grippemittel und eine lange Krankschreibung. Ich in frei, doch was mache ich mit meiner Freiheit? Auch ich halte Liebschaften hin, mehr als einen, aber ich bin nicht wirklich interessiert. Aber wahrscheinlich wäre es gut sich zu treffen, frei nach dem Motto: „Fuck the pain away“. Heute gar nichts los und auch kein Anlass das Haus zu verlassen. Post ist weg, Lebensmittel im Haus, heute wird frische Hühnersuppe gekocht. Nicht denken, nicht fühlen, alles geht vorbei, man muss nur lange genug warten.

Nicht die Mama

Ich bin eine Kämpferin das war ich immer. Aufgeben war noch nie eine Option für mich. Doch mein Verstand arbeitet auch und signalisiert mir wenn es Sinn macht aufzugeben. Es ist Zeit aufzugeben, das weiß ich. Ich sollte den Kontakt abbrechen. Er tut mir nicht gut. Das weiß ich doch der Dickkopf weigert sich. Er kann jüngere haben, er kann schlankere haben. Er will mich nicht, er liebt mich nicht, das weiß ich. Das Spiel ist verloren das weiß ich. Auch ich schaue mich um, denn ich weiß er bringt mir kein Glück und keine Zufriedenheit. Trotzdem verletzt es zu wissen dass er andere Dates hat. Ihn zu verlieren ist das eine, ihn an eine 15 Jahre jüngere und schlankere zu verlieren das andere. Vielleicht doch nur mein Stolz? Ich habe gekämpft für ihn wie eine Löwin. Ich habe verzichtet auf vieles was mir sonst sehr wichtig ist. Bin über meine Grenzen gegangen, habe mich verletzen lassen, habe bezahlt obwohl ich kein Geld habe. Ausgenutzt. Ja ausgenutzt wurde ich. Jetzt geht es ihm gut, das ist wohl mein einziger Sieg. Doch geht es ihm gut braucht er mich nicht. Selbst abgeschafft habe ich mich. Das habe ich doch nicht nötig, so was hatte ich noch nie in meinen Leben nötig. Ich bin eine stolze Frau, viele sagen auch hübsch und intelligent. Wie kann man nur so dumm sein? Wieso tut er für andere Dinge die er nie für mich gemacht hat? Bin ich das nicht wert? Bin ich die alte, nützliche Mama? Wenn ja, dann habe ich mich selber dazu gemacht. Wie konnte ich nur? Tränen, wieder Tränen, es sind soviel geworden. Erst waren sie mir ein Beweis dafür dass ich lebe und fühle, das konnte ich lange nicht. Nein ich bin nicht nur alt und dick, ich bin auch eine kranke Frau. Das weiß er bis heute nicht, denn ich hatte immer Angst vor seiner Reaktion. Es gibt bessere als mich und er kann viele haben. Aufgeben, gib endlich auf. Lasse ihn endlich los, er kann jetzt alleine laufen, nur ich brauche jetzt einen Rollstuhl. Ich fühle mich so alt, so aufgebraucht und unbefriedigt, durch ihn, so was habe ich bisher nie empfunden. Er wird mich nicht lieben, er kann mich nicht lieben. Vielleicht ist auch er krank, die Expertin sagt Depressionen. Was will ich mit einem Mann der nicht lieben kann? Was mache ich wenn er doch lieben kann, aber halt nicht mich? Ich habe Liebe verdient, das weiß ich, auch ohne meine Freunde und Familie, die mir das sagen würden. Er ist zu jung, zu jung für mich, das wusste ich schon am Anfang. Ich lösche ihn, lösche ihn aus meinen Leben, denn ich bin nicht seine Mama.

5 Minuten super, Polyester färben und Geburtstag

Aufstehen und kurz denken alles ist super, fast durchgeschlafen, freie Nase, keine Schmerzen und in die Küche gehen, um Kaffee zu kochen. Dann aber einen so starken Hustenanfall gehabt, dass ich mich übergeben musste und kurz darauf Nase wieder einseitig dicht. Das waren sie wohl meine 5 Minuten super für heute. Meine Wohnung geht mir langsam auf den Keks, gestern wieder ausgebrochen für 1–2 Stunden, aber diese Aktion wurde wieder durch Schweißausbrüche und mitleidigen Blicken quittiert. Stimme ist auch noch nicht ganz da, es heißt wohl weiter Füße still halten.

Gestern heraus gefunden, dass man Polyester sehr wohl färben kann, man braucht nur das richtige Färbemittel. Angefangen meinen Schrank aufzuräumen und auszusortieren, so schlecht ist mein Bestand gar nicht. Heute erwarte ich keine Päckchen, es sei denn für die Nachbarn. Eigentlich hat meine Süße heute Geburtstag, aber sie ging gestern um Mitternacht nicht ans Telefon und ich bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist heute mit ihr essen zu gehen, das könnte zu viel sein. Na mal sehen, ob ich frühstücken kann, heute nicht viel vor, vielleicht mein neues Buch weiterlesen.