Zeitumstellung, Spinat, Heizung und Einsamkeit

Wie ätzend ist das denn? Aufstehen und erstmal Licht anmachen, wird Zeit, dass wir auf Winterzeit umstellen, denn wie Tag sieht das gerade nicht aus. Gut am Wochenende ist es endlich soweit. Gestern keine große Lust zu kochen, es gab nur Pasta mit Spinat. Bin ich froh, dass ich normalerweise später aufstehe, nur der beschissene Dienstag. Ich hoffe heute erledigt sich die Hunderunde nach der Arbeit, ich will derzeit nur zu Hause sein. Bisher nicht angefangen zu heizen, aber ich vermute das kommt bald. Auf nach Schöneberg, auf das es heute früh nicht so einsam wird.

Nacht, Nachbarn, die Liebesidee, Abstand, Finanzen und hübsch

Eine lange Nacht mit viel wach werden. Wieder Telefonmarathon bis in die Nacht um 2 und dann schon um 7 wach sein. Später noch öfter wach sein, irgendwer hat in der Früh an meiner Tür geklopft, aber nicht geklingelt. Keine Ahnung wer das war, es muss eigentlich ein Nachbar gewesen sein. Kopfschmerzen heute nur leicht vorhanden, es ist grau, wettertechnisch kein schöner Tag. Gestern doch noch geputzt und gekocht, aber nicht das Haus verlassen, heute dann doch raus, aber nur zum Müll wegbringen und einkaufen. Es wartet ab morgen eine anstrengende Woche auf mich, denn im Team ist jemand im Urlaub und jemand krank, das heißt wieder allein die Stellung halten.

Denke immer weniger an ihn, spioniere auch nicht mehr in Facebook hinter ihm her, distanziere mich von der Liebesidee, denn er ist ein Kerl, den ich mir finanziell nicht leisten kann. Ich kann mir keinen Kerl leisten, der kostenlos bei mir wohnen will und erwartet, dass wenn es mal ins Kino oder Konzert geht, dass ich bezahle. Traurige Wahrheit, reicht schon das ich weiterhin seine Sekretärin bin, wenn es um alle deutschen Briefe geht. Aktuell will ich Abstand, die Verantwortung für mein eigenes Leben reicht vollkommen.

Bekomme in letzter Zeit öfter Komplimente für mein Aussehen, die Maßnahme: „Nadine macht sich wieder hübsch“ scheint zu funktionieren. Lange fühlte ich mich wie ein Zombie und sah auch keine Notwendigkeit mein Äußeres nicht wie ein Zombie aussehen zu lassen. Damit ist jetzt Schluss, ich bin eine hübsche dicke Frau und das darf die Welt auch ruhig sehen

Kopfschmerzen, Ruhe, Putzen, Chrysanthemen und Inklusion

Aufgewacht mit Kopfschmerzen, nicht so toll. Das Wetter ist unentschlossen, Wolken zeigen nur ein wenig Blau des Himmels. Hier ist es ruhig, meine Vögel schweigen, die Nachbarn schweigen und ich auch. Putzen müsste ich, aber noch keine Lust, erwarte keinen Besuch, also wen stört es. Erstmal die Woche sacken lassen. Heute aufräumen und kochen, habe nicht vor das Haus zu verlassen. Die Familie großteils in Westdeutschland, ich halte im Osten die Stellung, bzw. liege in Stellung. Der Chrysanthemen-Strauß aus dem Supermarkt hält jetzt schon 3 Wochen, ohne zu verblühen.
Die Wäsche trocknet, ich liebe meine neuen Langarmshirts, jetzt hängen sie alle auf der Wäscheleine. Verkaufsoffener Sonntag, aber das lockt mich nicht. Habe hier alles was ich brauche. Ich könnte auf Arbeit nach einer Stundenerhöhung fragen, aber noch bin ich unentschlossen wo und wie viel ich arbeiten möchte, ich werde nicht fragen, sondern mich überraschen lassen. Alles wird gut, meine Inklusion scheint geglückt, jetzt fehlt nur noch das private Glück, auf das warte ich noch.

Beerdigung, Einbruch und Feierabend

Die Beerdigung gestern war sehr dramatisch, die Mutter und die Schwestern heulten ziemlich heftig und was mich erst schockierte, es gab einen offenen Sarg. Er war Inder und so war die ganze Beerdigung sehr indisch, das war sehr interessant zu sehen, welche Bräuche in anderen Ländern üblich sind. Insgesamt hat mich die Beerdigung aber mitgenommen und die Arbeit danach war wohl eher verwirrt. Abends dann zusammen mit der Kollegin an der Kasse gescheitert, aber ich vermute die Kollegen werden Verständnis haben.

Gestern Nacht wurde es dann noch laut in meinen Wohnblock. Ich hörte Geräusche, als wollte jemand einbrechen und bekam etwas Angst. Irgendwann ging ich auf den Balkon, um zu hören/zu sehen, was da wo los ist. Ich hörte eine Frau mit einem Mann reden, was das soll und das sie die Polizei ruft. Der Mann erwiderte, dass das seine Wohnung sei und er den Schlüssel in der Wohnung vergessen hätte. Es kamen noch mehr Nachbarn dazu und sie versuchten vergeblich gemeinsam die Balkontür im EG zu öffnen. Das beruhigte mich dann, sollte jemand einbrechen, mischen sich die Nachbarn ein und selbst wenn nicht, die Balkontür geht nicht so schnell kaputt.

Jetzt sitze ich in Kreuzberg mit Hund im Laden und bisher ist nichts los. Hätte kein Problem damit wenn es so bleibt. Ich will Feierabend, und zwar jetzt, aber ich werde wohl noch ein paar Stunden durchhalten.

Komischer Tag, Fragen, Helfen, Schwarz und Einsamkeit

Komischer Tag gestern, vier Stunden ohne Rauchen und Pause im Büro ausgehalten und mich glaube ich nicht mit Ruhm bekleckert, mein Betreuer war erstaunt über meine vielen Fragen, aber wenn ich wo arbeite, möchte ich auch das Geschäftskonzept verstehen. Danach Fortbildung, dieses Mal hat es sich wirklich für mich gelohnt, denn ich glaube ich habe verstanden, was ich beim Helfen falsch mache. Spät zu Hause gewesen und einen gerade noch so akzeptablen Döner am Schlesischen Tor gegessen. Zu Hause dann noch 1–2 Stunden Fernsehen und dann ab ins Bett. Morgens wach geworden von Schmerzen, es ist mal wieder so weit, der Trauermarsch um das Ei des Monats. Heute Beerdigung, am Arsch der Welt, aber Friedhöfe glänzen halt selten durch ihre zentrale Lage. Ist traurig einen jungen Menschen ins Jenseits zu begleiten, auch wenn er sehr krank war. Bekleidung sollte heute kein Problem sein, denn ich trage eh viel Schwarz. Bin gespannt, wie es wird und ob ich weinen werde, bisher habe ich nicht geweint. Ich hoffe, ich kann auch den Klienten helfen, die auch kommen werden und wenn es nur ist gemeinsam mit ihnen zurück nach Schöneberg zu fahren. Eine intensive Woche für mich, reguläre Arbeit, neue Arbeit, Beerdigung und morgen noch Ladenvertretung in Kreuzberg, ich denke morgen bin ich bereit für Einsamkeit.