Schlaf, Kindergeschrei, Waschen, Champignons und Friede

Lange geschlafen, von Kindergeschrei wach geworden oder eher von der Reaktion meiner Vögel auf Kindergeschrei, die schreien einfach mit. Gestern Sachen gewaschen, die ich normalerweise nicht wasche, einfach nichts mehr da gewesen zum Waschen und die Erinnerung wiegt immer noch schwer. Ansonsten einen Film gesehen und noch ein paar Serien und abends gefüllte Champignons gemacht. Langeweile, gepflegte Langeweile mit verstopfter Nase. Fühle mich seit Freitag wieder fit, sterben war gestern, nur die Nase spinnt. Bin gespannt auf die nächste Woche, ob meine Kolleginnen mich anknabbern werden und ob mit der Krankschreibung noch Handlungsbedarf besteht. Friede in Treptow, niemand stört, niemand will was und mir ist es recht.

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Fleißig, Nase, Kriminalität und Armut

Gestern noch fleißig gewesen, irgendwie hatte ich Energie. Nicht nur Hunderunde, sondern auch noch einkaufen danach, obwohl es bereits dunkel war. Somit bleibt heute wenig zu tun, kein Einkauf, kein Müll wegbringen, nur ein bisschen Haushalt und vielleicht noch kochen. Erstaunlicherweise hatte ich heute früh wieder eine freie Nase, aber sobald ich aufstehe, läuft die Nase wieder. Die Nachbarn sind ruhig, nur ein kurzes Bohrgeräusch beim Kaffee kochen. Ansonsten scheint derzeit die Zeit der Kriminalität zu sein, meiner Mutter wurde die Geldbörse mit allen Karten und reichlich Bargeld geklaut und bei ihm wurde ins Studio eingebrochen und Musik Equipment im 5stelligen Bereich wurde entwendet. Die Trauer um den Verlust ist groß, denn er hat damit nicht nur Geld verloren, sondern auch seine Grundlage hier in Berlin Musik zu machen. Dass einer der Diebe gefangen wird, halte ich für unwahrscheinlich, die Berliner Polizei ist doch immer überbelastet. Zum Glück kann man mir nichts klauen, meine Geldbörse bietet nicht viel und auch meine Wohnung würde einen Dieb nicht reich machen. Auf die Polizei brauche ich mich also nicht verlassen, Armut schützt auch vor zu großen Verlusten. Ich kümmere mich dann mal um mich, auch wenn der Tag nichts von mir erwartet.

Atmen, Nazinachbarn, Ost und West

Aufstehen und atmen können, durch die Nase, eine tolle Sache. Aber wollen wir nicht gleich euphorisch werden, so eine Nase verschließt sich schnell. Gestern mit dem Hund spazieren gegangen, hat mir gutgetan, denn die letzten Tage hatte ich weder Auslauf noch frische Luft. Danach war ich aber sehr müde und versuchte zu schlafen, was aber wegen Bohrarbeiten im Haus nicht möglich war. Wieder klingelt es hier heute Morgen auf allen Kanälen, aber ich blieb im Bett. Wieder Diskussionen zu meiner Wohnung, aber wo soll ich hin? Ich sitze hier fest in meiner Puppenhauswohnung mit Nazi-Nachbarn unter mir.
Ich sollte mich in dieser Gegend hüten zu erzählen, dass ich eine geborene West-Deutsche mit ägyptischen Großvater bin. Was war das für ein Zauber 1989 als wir an der geöffneten Grenze standen und alle jubelten, ich dachte damals, dass die Unterschiede zwischen Ost und West spätestens in 25 Jahren verschwunden sind, aber das war ein Irrtum. Das Ost/West Ding ist zu tief in den Köpfen und ich bin nun mal ein West-Berliner Mietflüchtling, den es in den Osten geschlagen hat. Eigentlich ist auch alles friedlich hier, aber das Zimmer meiner Nachbarn, dass mit Deutschlandfahnen tapeziert ist, stimmt mich schon mulmig. Da habe ich die Araber hier im Block lieber, auch wenn die laute Grillpartys im Hof machen und viele laute Kinder haben. Wie viele Jahre werden wir noch brauchen um ein Volk zu werden?

Außenwelt, Spuren, arbeitslos und Alltag

Gestern ein langweiliger Tag und nur zum Müll rausbringen draußen gewesen. Dabei natürlich der Nachbarin begegnet, die ich am wenigstens mag. Ist klar, gehe ich einmal in Jogginghose ungeschminkt raus, treffe ich sie. Heute brauche ich Außenwelt, egal wie sehr ich schwitze, bekomme hier langsam Lagerkoller. Gestern noch alle seine Spuren beseitigt, so ist das immer, wenn ich einen schlechten Abend hatte, danach erwacht die Putzfrau und versucht Erinnerungen wegzuwischen. Durch meine jetzige Krankheit sehe ich derzeit beide Jobs gefährdet, denn beide Arbeitgeber waren wenig begeistert, dass ich flach liege. Bitte lasse mich nächste Woche nicht als Arbeitslose weiter machen. Eigentlich mag ich meine Jobs und mein Leben. Bin mir mittlerweile nicht mehr so sicher, ob der Internetproviderwechsel so eine gute Idee war, Vodafone hat ständig Ausfälle. Auf in den Tag, ein leicht wolkiger Himmel grüßt, ich freue mich jetzt schon wieder auf meinen Alltag.

Besuch und Wunder

Gestern noch Besuch gehabt, der bis Mitternacht blieb. Ich konnte danach nicht schlafen und lag weitere Stunden wach. Leider ist der Besuch nicht so fröhlich ausgegangen, aktuell bereue ich es sogar. Aber das Leben geht weiter und dank meiner Grippe darf ich mich jetzt noch ein paar Tage erholen. Ich sollte vielleicht einsehen, wenn Kämpfe verloren sind, statt weiter zu kämpfen und mich zu verletzen.

Das Wetter ist prima, Sonnenschein und blauer Himmel, aber ich fühle mich kaputt und beschämt. Keine Ahnung warum ich an ihm festhalte, er kann mir nicht geben, was ich brauche. Valentinstag mal anders. Warten wir ab, die Zeit heilt bekanntlich alle Wunder.

Schlechtes Gewissen und Krankschreibung

Na super, aufwachen mit schlechten Gewissen. Hatte letzte Woche Bescheid gesagt, dass ich krank bin und hoffe nächste Woche wieder da zu sein. Die Ärztin meinte dann aber 14 Tage, ich verhandelte und machte daraus 1,5 Wochen. Krankschreibung am selben Tag los geschickt und ich dachte ich hätte meine Pflicht getan. Aber Irrtum, heute früh eine SMS von der Chefin, ob ich diese Woche auch krank sei. Mist da hätte ich wohl nochmal Bescheid geben sollen. Großer Irrtum, dass die Menschen die meine Krankschreibung erhalten auch meinen Team Bescheid sagen. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen, obwohl ich eigentlich alles richtig gemacht habe. Die Sonne scheint vor blauen Himmel und ich weiß noch nicht was ich mit diesem Tag anstelle, eine Hunderunde wäre eine Option, nur leider schwitze ich noch stark bei körperlicher Betätigung. Also vielleicht lieber nicht, auch wenn meine Grippe Tabletten heute dem Ende zu gehen. Ich hoffe, die sind mir jetzt nicht sauer, krank sein ist doch eigentlich Bestrafung genug. Jetzt noch ein Anruf, die Krankschreibung ist anscheinend nicht angekommen, Mist großer Mist und das alles 2 Monat bevor mein Vertrag ausläuft. 😦

Horror-Thriller, Bratkartoffeln, Krankenbesuch und Taschentücherquote

Aufwärts geht es, ich hoffe das liegt nicht nur an den Grippemitteln. Gestern lange wach gelegen und das unsagbare getan: Horror-Thriller geguckt. Nach meinem eigenen Horror-Film vor Jahren habe ich seitdem Horror-Filme im Kino oder Fernsehen gemieden. Zu realistisch schien mir das alles, zu große Angst kam auf. Bereits ein relativ harmloser Actionfilm, mit vielen Toten, konnte mich damals schon das Gruseln lernen. Diese Zeit scheint vorbei zu sein, ich bin wieder abgehärteter und konnte gestern sogar den Film „Zimmer 1408“, wo John Cusack in einem Zimmer eingesperrt ist und offensichtlich Wahnvorstellungen hat, gut verdauen. Das wäre vor ein paar Jahren nicht gegangen, es hätte mich zu sehr an meinen eigenen Wahn erinnert. Ich dachte schon, ich würde den Rest meines Lebens nur noch Disney Filme und romantische Komödien sehen. Ansonsten nicht viel passiert, habe mir gestern Bratkartoffeln gemacht und nicht das Haus verlassen. Vielleicht kriege ich heute einen Krankenbesuch von meiner Mutter, sie hat gelobt mir Lesestoff vorbeizubringen. Heute wahrscheinlich schon das Haus verlassen, kriege einen Rappel in der Bude und die Vorräte sind fast aufgebraucht. Auf in den Tag, die Taschentücherverbrauchsquote ist schon gesunken.