Anschiss und Lächeln

Mittel fröhlich starte ich heute in den Tag, denn gestern habe ich einen Anschiss bekommen der bis heute nachwirkt. Der Anschiss war berechtigt, aber mein Gefühl da heute hinzugehen ist nicht gerade glänzend. Eigentlich möchte ich heute gar nicht da hingehen. Kopf in den Sand wäre mir derzeit deutlich lieber. Aber ich muss da wohl durch. Zum Glück habe ich nächste Woche frei, also wird er Gang der Schande nur noch 2 mal stattfinden, bevor ich mich verstecken darf. Das Geld ist endlich da und ich atme etwas aus, weiß aber, dass ich auch diesen Monat haushalten muss. Nicht das Lächeln vergessen heute auf in den Tag.

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Komische Nacht, gehetzt, krank, Heilung und Abstinenz

Komische Nacht gehabt, wach gewesen und geschwitzt und obwohl ich früh schlafen war, jetzt müde. Gestern durch den Tag gehetzt, Spenden zum Obdachlosenheim gebracht, bei der Schneiderin selbstgenähte Taschen für den Laden ausgesucht, meiner Mutter im Laden geholfen und dann noch eine kurze Hunderunde. Auf Arbeit ist Land unter, denn jetzt fehlt die zweite Kollegin von insgesamt 5 Kolleginnen. Keine Ahnung wie wir mit den Verbliebenen die Öffnungszeiten abdecken wollen. Es wird wohl auf einen geschlossenen Laden hinaus laufen. Keine Ahnung warum wir im Laden so oft krank sind. Ansonsten heile ich vor mich hin, vermisse ihn, aber weiß, dass es keine gute Idee ist ihn zu kontaktieren, also lasse ich es. Es gibt auch andere Menschen auf diesen Planeten, das Blöde ist nur, mit denen will ich keine Liebesbeziehung. Auf unter die Dusche, die Pflicht wartet.

Nicht freier Tag, Jobcenter, aufgeräumt, Einkaufsliste und Schnee

Was habe ich mir gedacht mir meinen freien Tag zu vermiesen? Die Zusage heute um 10 an der Ecke zur Abholung zu stehen gefällt mir heute gar nicht mehr. Vergeblich klingelte der Wecker um 8, aber um 9 war dann klar jetzt aufstehen. Ich hoffe auf eine Verspätung meiner Verabredung und ich hoffe, es dauert nicht den ganzen Tag. Das Jobcenter macht mir jetzt doch Stress und will mit mir über meine beruflichen Pläne sprechen, allerdings an einem Tag und zu einer Uhrzeit wo ich arbeiten muss. Ärgerlich denn ich habe den Jobcenter mehrfach mitgeteilt, wann ich arbeiten gehe und wann ich Zeit habe. Jetzt heißt es da anrufen und rumdiskutieren, man hat ja sonst nichts zu tun. Am Wochenende den Haushalt geschmissen, aber das Bad nicht geputzt und auch nicht gewischt. Dafür viel gekocht und mal Papier weg sortiert und die Küchenschränke aufgeräumt. Die Einkaufsliste der fehlenden Dinge wird immer länger, aber ich denke, ich halte noch bis Mittwoch aus. Schnee ist gefallen und heute Morgen grüßten frostige 12 Grad in meinem Wohnzimmer. Auf in den Tag, auf in die Woche, es wird schon alles werden, wenn man sich dick anzieht.

Ich bin nicht schuld – Joker

Man kann darüber streiten, ob ich eine Mitschuld an meiner Erkrankung trage oder nicht, denn letztendlich weiß niemand was die Krankheit ausgelöst hat. Können wir also unter Pech gehabt abhaken. Pech, dass mir mein ganzes Leben genommen hat, also zu mindestens meine Karriere und fast mein gesamtes soziales Umfeld. Seitdem heißt es Aufbauarbeit leisten, immer ein Schritt nach dem anderem, auf die Fresse fliegen, wieder aufstehen und weitermachen. Was ich jedoch in letzter Zeit bemerkt habe ist, dass ich für die meisten meiner Mitmenschen jetzt niemals Schuld bin. Verhalte ich mich seltsam, schwächel ich bei der Arbeit, vernachlässige ich mein Aussehen oder habe ich Übergewicht, alles nicht meine Schuld. Das ist die Krankheit, nicht meine Schwäche. Obwohl irgendwie doch denn die Krankheit ist meine größte Schwäche. Verführerisch sich in diesen Stuhl rein zusetzen und nur noch Mist zu machen. Oder gar nichts. Ich bin ja nicht schuld. Aber es wäre eine Lüge, das weiß ich, alle würden sie mir meine Lüge glauben, denn ich habe ja diese Diagnose. Das ist sicher nett gemeint von meinen Mitmenschen, sie wollen mich schützen, entschuldigen mich. Aber so ein Verhalten lädt zum Müßiggang ein. Warum kämpfst du denn Nadine? Du musst doch nichts machen, keiner wird es dir übel nehmen, du bist nicht schuld. Schön zu wissen, dass seit der Krankheit niemand mehr irgendwas von mir erwartet. Das macht auch frei, sehr frei, wäre da nicht mein Kopf der es besser weiß. Scheiß darauf, dann mache ich jetzt halt ohne Cheerleader weiter, es ist doch am schönsten etwas zu erreichen, wenn es keiner von einem erwartet hat. Nein ich werde den Joker nicht annehmen, den „Ich bin nicht schuld“- Joker.

Bolognese und f*cking Glastisch

Gestern ein sehr entspannter Tag und Abend. Abends gab es Spaghetti Bolognese und weitere Reste aus meinen Fundus. Da ich abends jedoch gern bei Kerzenlicht in meinem Wohnzimmer sitze, habe ich nicht bemerkt, was mit meinem Wohnzimmertisch passiert ist. Heute früh dann das Grauen, denn ich habe nicht nur einen Glastisch, nein ich habe einen weißen Glastisch. Na ja weiß normalerweise, seit gestern mit roten Sprengeln von der Spaghetti-Soße, dazu passend auf der Glasplatte Kaffeeflecken, Tabakkrümel und noch saures Pulver von den Gummibärchen. Eine große Schweinerei, aber ich würde lügen, wenn ich behaupten würde der Tisch würde selten so aussehen. Der Tisch sieht fast jeden Morgen so aus, er war einfach eine Fehlanschaffung, was habe ich gedacht, wer ich bin als ich ihn angeschafft habe? Ich benutze meinen Tisch jeden Tag, zum Trinken, essen, rauchen und alles andere. Wer seinen Tisch jeden Tag nutzt, der kauft sich aber keinen weißen Glastisch, es sei denn man hat Lust den täglich mehrfach abzuwischen. Ich finde es aber schon nervig ihn täglich abzuwischen und so sitze ich jetzt an einem dreckigen Tisch und ärgere mich. Ich frage mich zu welchen Menschen, mit welchen Gewohnheiten ein weißer Glastisch passt, es müssen Menschen sein die den Tisch nicht nutzen oder einen Putzfimmel haben. Trifft beides nicht zu auf mich, ich brauche einen richtigen Tisch, ohne Glas und bitte nicht in weiß. Das hat man davon, wenn man nur in der IKEA Schnäppchengrube einkaufen geht, man bekommt Dinge zum kleinen Preis die andere nicht wollen. Ich will ihn auch nicht, den fucking Glastisch.

Vergesslichkeit, Grippewelle, Noteinsatz und Vorratshaltung

Gestern arbeiten gewesen und dabei über meine Vergesslichkeit geärgert, hoffe das hört wieder auf und ist nur Ergebnis von zu viel zu Hause sein. Irgendwie ist mir die letzten Wochen die Routine abhandengekommen. War seltsam nur zu dritt den Laden zu machen, es fehlten viele helfende Hände und Köpfe. Hoffe die Grippewelle ist bald vorbei. Nach der Arbeit noch nach Kreuzberg, Noteinsatz für den Hund und ein abzuholendes Päckchen. Spät zu Hause gewesen, dann noch mit einem Freund eine Stunde telefoniert und dann endlich Ruhe im Karton. Gut geschlafen und festgestellt, dass wenn ich die Schlafzimmertür zu mache halten auch meine Vögel den Schnabel. Genieße meine Freiheit und Freizeit und werde versuchen heute nicht einkaufen zu gehen, um Geld zu sparen. Da ich eine Kindheit hatte, in der Vorratshaltung noch ein wichtiges Thema war, kann ich auch heute noch 1-2 Wochen nicht einkaufen ohne das der Hunger droht. Auf ins Wochenende, die Sonne scheint und es gibt ganz viele Stunden für mich.

Zahn, Party, Urlaub, Salat und Geld

Die Zahnschmerzen haben aufgehört, wohl doch nur eine Zahnfleischentzündung um den Zahn, die sich wieder beruhigt hat. Meine Nachbarn hatten gestern Partytag, den ganzen Tag Musik, interessanterweise auch spanische Musik. Gestern nur ein bisschen Haushalt und Einkaufen, mehr war nicht mit mir los. Heute arbeiten, hoffentlich ohne Zwischenfälle. Ich muss noch Urlaub nehmen, mal sehen, wann das klappt, die Kolleginnen empfahlen übernächste Woche. Ich sehe blauen Himmel, wenn ich raus schaue, aber nicht irritieren lassen es wird trotzdem kalt sein. Gestern mal gesund gegessen, ganz viel Salat und Erdbeeren, muss auch mal sein. Muss bis zum ersten mein Geld zusammenhalten, diesen Monat ist es eine Katastrophe, aber letzten Monat kamen auch fast 200 Euro Mehrausgaben auf mich zu, die ich jetzt ausgleichen darf. Auf in den Tag, das Wochenende wartet.