Riechen und Schmecken, 150 Euro, einkaufen und Selbsthilfebücher

Je länger es dauert, umso mehr vermisse ich es riechen und schmecken zu können, ist doch schon blöd genug sich insgesamt kacke zu fühlen, aber dann noch der Ausfall von Genuss durch Essen ist für mich eine harte Bestrafung. Das Amt hat beschlossen, dass ich diesen Monat mit 150 Euro Zuschuss auskommen soll, ein Fehler, denn so fehlen mir 150 Euro im Gesamtbudget. Keine Ahnung, ob ich da jetzt einen Widerspruch schreiben soll oder einfach abwarte bis sie durch das Einreichen der Unterlagen selber sehen, dass sie sich verrechnet haben. Ist ja nur ein vorläufiger Bescheid. Heute werde ich das Haus verlassen, denn ich muss einkaufen, morgen ist ja alles zu und die letzten Tage habe ich meine Vorräte an Fertigessen aufgebraucht. Telefonate muss ich heute auch noch führen, auf die habe ich am wenigstens Bock, ich will die Vergangenheit endlich hinter mir lassen. Die Wirkung von Grippostad C war auch mal besser, vielleicht war es das falsche Medikament für mich. Ich bleibe ein Schlafmonster und lese Selbsthilfebücher zur Liebe, mal sehen, ob es hilft, doch so ein Buch ersetzt nun mal keinen Therapeuten. Auf in den Tag, wieder mal Frühstücken ohne Geschmack.

WhatsApp, Dosensuppe, Träume und Sonnenschein

Guten Morgen, erstaunlicherweise fühle ich mich nach dem Aufstehen immer kurz gut, keine Schmerzen, kein Rotz, kein Fieber, aber es lässt nicht lange auf sich warten. Gestern eine Premiere bei mir: Ein WhatsApp-Chat über 5 Minuten. Ich bin mit dieser neuen Technik immer noch nicht per Du. War gestern doch fleißig und habe geputzt, schon besser hier, man muss das innere Elend ja nicht gleich von draußen sehen. Gekocht habe ich aber nicht, es macht keinen Spaß zu kochen, ohne zu riechen oder zu schmecken, also gab es Dosensuppe. Wirre Träume habe ich derzeit, vorgestern träumte ich vom Ex-Freund, wir hatten Sex und er fragte mich, ob ich ihn heiraten will, doch meine Antwort war immer noch Nein. Heute wieder von der alten Wohnung in Neukölln geträumt, dass ich wieder einziehe und mich wunderte, warum jemand Kacheln und Teppich verlegt hat. Die Wohnung hatte so einen schönen Dielenfußboden. Das war dann aber ein Traum bei dem ich dachte, jetzt schnell aufstehen, es wird seltsam. Aufgewacht in Treptow und etwas enttäuscht und gleichzeitig erleichtert gewesen. Nicht mein Ernst wieder in meine alte Lotterbude zu wollen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich noch nie solange in einer Wohnung gelebt habe wie dort, 12 Jahre sind schon eine Hausnummer, die es zu schlagen gilt. Die Sonne scheint und ich hoffe, es geht aufwärts…

Krank, Abschied, Schlaf, Husten, Mütter und Taschentücher

Gestern doch nach Hause geschickt worden, es war wohl besser so, denn neben dem Rotz hatte ich auch Fieber und Gliederschmerzen. So fiel mein letzter Tag beim alten Arbeitgeber großteils aus. Sie meinten ich soll schlafen gehen, ich meinte noch, dass ich nicht schlafen könnte, aber zu Hause bin ich dann sofort für Stunden eingepennt. Konnte gestern noch einiges klären und meine Schlüssel abgeben, der Abschied ist geschafft. Heute nicht viel, ich wollte hauptsächlich schlafen, die Nase ist geringfügig besser geworden, aber dafür ist jetzt Husten dazu gekommen. Wie gerne würde ich riechen und schmecken können, aber vielleicht die nächsten Tage. Das Wetter heute ist schön, aber ich werde nicht das Haus verlassen, ich habe den Ruhe Appell verstanden. Gestern noch lange mit der besten Freundin telefoniert, vieles war Thema, aber vor allem unser problematisches Verhältnis zu unseren Müttern. Ich müsste dringend putzen, fühle mich nicht wohl in den Dreck, aber weiß nicht wie weit meine Kräfte reichen, aktuell bin ich nur sehr gut darin große Haufen Taschentücher zu produzieren. Langsam in den Tag gekrochen oder besser gleich wieder ins Bett.

Rotzmonster, Dispo, letzter Tag, Abschied und vergraben

Es ist passiert, ich bin ein Rotzmonster, die Nacht kaum Luft bekommen und jetzt hoffe ich auf die Wirkung des Nasensprays. Muss mir unbedingt diese Wunderpillen gegen Grippe holen, zum Glück gibt es einen Dispo. Keine Ahnung wie ich den Tag überstehen soll, ich muss zum Psychiater und danach eigentlich noch 5 Stunden arbeiten. Der letzte Tag beim alten Arbeitgeber und heute wohl besser ohne jeden Körperkontakt. Gestern schon tapfer gewesen, aber heute ist es schlimmer. Er will mich sehen, aber ich denke es wird der Abschied werden, immerhin will er mal nichts von mir und hat angeboten für mich zu kochen. Gestern viel gequasselt, aktuell bin ich wohl wieder sehr kontaktfreudig, wäre gut, wenn das so bleibt, früher war ich auch so. Die alten Kollegen wollen Abschied nehmen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich dafür extra ein Zeitfenster freischaufle, denn eigentlich habe ich keine Zeit dafür. Ich rieche und schmecke nichts, also kann ich mir eigentlich auch mein Frühstück schenken. Nicht heulen, immer schön tapfer bleiben, bald ist es geschafft. Immerhin die Sonne scheint, auf in den Tag, danach darf ich mich endlich vergraben.

Tendenz absteigend, Arbeitslosengeld, Einkaufen und Rücksicht

Tendenz absteigend, gestern früh gekotzt, mittags meine Tage bekommen und abends Halsschmerzen. Wohlfühlen sieht anders aus. Heute schlimme Halsschmerzen und ich bereue gestern nicht gesagt zu haben, dass ich zu Hause arbeite. Doch alles etwas viel, meine Seele wusste es schon, mein Körper reagiert. Passend, dass ich bald Urlaub habe, dann bin ich krank und darf zu Hause bleiben. Der Besuch beim Arbeitsamt gestern war nicht so schlimm wie gedacht, auch wenn ich tatsächlich Anspruch auf Arbeitslosengeld habe. Das Gute jedoch ist, dass ich nicht zwei Zahlungsstellen haben werde, sondern dass sich das Jobcenter das Geld vom Arbeitsamt zurückholt. Es bleibt trotzdem ein großer Papierhaufen für mich, den ich noch ausfüllen und einschicken muss. Schauen Sie doch mal glücklich, aktuell bin ich weit davon entfernt. Die letzten Tage zu viel geraucht, also vielleicht auch selbst schuld mit den Halsschmerzen, auch wenn ich vermute, dass es eher am Stress und offenen Fenstern beim Schlafen liegt. Einkaufen müsste ich, aber das Geld ist alle, ohne Klopapier werde ich aber wohl nicht über das Wochenende kommen. Gut heute nur recherchieren und schreiben, das werde ich wohl hinbekommen. Durchhalten ist angesagt und heute niemanden umarmen oder anhusten, aus Rücksicht.

Wecker, Osten, Gratis-Schlaf und Wetter

Früh, früh, ich glaube mein Wecker ist kaputt, er klingelte gestern gar nicht und heute nur ganz leise und kurz. Mist, da darf ich mir was Neues zulegen. Heute immerhin Zeit für einen Kaffee und meinen Blog, gestern schon Kopien für heute gemacht, ich bin bereit für den Papierkrieg mit dem Arbeitsamt. Dass ich dafür tief in den Osten muss, ist nicht so erfreulich, muss nach Adlershof, was für mich empfunden schon Stadtrand ist. Gestern tagsüber geschlafen, so tief, dass ich danach kaum aufstehen mochte. Immerhin schlafen kostet nichts. Gestern gefragt worden, ob ich mich noch offiziell von meinen Klienten verabschieden möchte, nur leider zu einer Zeit wo ich im neuen Job Teammeeting habe. Eigentlich möchte ich mich verabschieden, aber auf der anderen Seite fällt mir eine „nette“ Erklärung schwer warum ich nicht mehr dort arbeite. Ich hoffe heute wird es nicht so voll beim Arbeitsamt, aber es ist ja nicht das Jobcenter, wo sich bereits vor der Öffnung Schlangen bilden. Verstehe nicht, warum die anderen Antragsteller beim Jobcenter nicht auch einfach Einschreiben schicken, wenn man dort 1-2 Stunden wartet, ist es doch die Gebühr von 3,60 Euro wert. Das Wetter ist mies, grau und kalt, werde heute wohl wieder Jeans und Jacke tragen, einatmen, ausatmen, weitermachen.

Kack Tag und Ruhe!

Was für ein kack Morgen, was für ein kack Tag. Total verschlafen heute Morgen, sodass ich nur 20 Minuten Zeit hatte um aufzuwachen, zu duschen, mich zu schminken, mich anzuziehen und mir Stullen zu schmieren. Pünktlich da gewesen, aber es wäre nicht nötig gewesen, es waren kaum Teammitglieder da und alles ging später los. Es gab dann reichlich Arbeit und so verging die Zeit wenigstens schnell, aber irgendwie hat mich das alles wieder aggressiv gemacht, auch wenn ich heute endlich einen unterschriebenen Urlaubszettel zur Verwaltung bringen konnte. Meine Lage derzeit ist aber auch nicht erfreulich: Bin pleite, weiß nicht, ob im nächsten Monat die Kohle reicht, habe immer noch keinen Arbeitsvertrag, muss dringend zum Arbeitsamt und das der Liebhaber sich verabschiedet ist emotional auch nicht gerade stabilisierend. Die Kollegen raten mir mich morgen krank zu melden, denn sonst wartet morgen ein 13 Stunden Tag auf mich. Ich glaube das überlebe ich nicht. Die Hunderunde heute abgesagt, denn es ist mir alles zu viel und ich möchte derzeit auch nicht meine Mutter sehen, ich bin sauer auf sie, wegen ihrem rücksichtslosen Verhalten und das nicht nur aktuell, sondern eigentlich schon immer. Keine Ahnung wie das alles weiter gehen soll, ich glaube ich lege mich jetzt mal ne Runde hin, sonst heule ich nur oder verkloppe ein Kissen. Gestern schon ausgiebig geheult, ich hoffe das reicht für diese Woche. Ich will einfach nur meine Ruhe.

Irrational

Kalt, ich bin kalt. Ich war immer Feuer, Feuer und Flamme, bis ich mich verbrannte und zu einem Eisklotz wurde. Jahrelang keine Gefühle, alles stumpf, regungslos. Egal was passierte, Tod oder Musik, nichts, ich war tot, so tot wie ich vorher sein wollte. Doch dann kam er und brauchte mich und ich erblühte wieder, es wurde wärmer am Nordpol. Vielleicht hat er mich ausgenutzt, aber auch ich hatte meinen Nutzen. Ich fühlte wieder, irgendwann war es Liebe, eine unerwiderte Liebe und die Tränen flossen, flossen wie Bäche aus dem Eisberg. Ich tat alles für ihn, alles was ich konnte, auch über meine Kräfte hinaus. Er war mein undankbarer Schatz. Ich hielt ihn fest an mich gedrückt, viel zu lange, keiner verstand es. Ich weiß er liebt mich nicht, er will mich nicht, aber ich wollte leben, ich wollte fühlen, auch wenn es nur traurig ist. Jetzt ist es vorbei, er verlässt Deutschland und es tut mir so weh, auch wenn es keine Zukunft gab, ich lebte für den Moment für das Gefühl. Wir haben den Kampf verloren gegen die deutsche Bürokratie und das System, er hat aufgegeben und ich kann nichts daran ändern. Freunde sagen es ist besser für mich, dass ich besseres verdient habe, aber niemand sonst brachte mich zum Fühlen. Keine Ahnung was die Zukunft bringt, mein Herz ist immer noch in einem Eisblock, die Hoffnung nur verhalten. Ja er ist ein Verlierer, ja er ist ein Arschloch, er spricht noch nicht mal meine Sprache, aber ich liebe dieses Arschloch, auch wenn es total irrational ist.

Unentspannte Ansprüche

Was für ein Sonntag, was für ein Morgen. Gestern wie erwartet den ganzen Tag mit der Familie verbracht, war eigentlich ok, wäre da nicht der verlorene Tag, denn ich habe dieses WE weder geputzt noch gekocht. Eigentlich Tätigkeiten, die ich brauche, um entspannt in die neue Woche zu starten. Also beschlossen heute erstmal beim Arbeitsamt anzurufen und nicht vorbeizugehen. Ich muss die ganze Woche durchhalten und wollte den Montag nicht schon total hektisch ohne Schlaf beginnen. Die gute oder eher schlechte Nachricht ist, dass ich wohl Anspruch auf Arbeitslosengeld habe, also muss ich da hin, um zu beantragen, was meine Situation aber noch komplizierter macht, denn dann würde ich 200-300 Euro vom Arbeitsamt bekommen, 200-300 Euro vom Jobcenter und vom Rest meines angerechneten Gehalts leben. Wunderbar!^^ Es lebe die deutsch Bürokratie! Wie einfach und entspannt wäre mein Leben doch mit dem Grundeinkommen, ich brauche nicht viel Geld zum leben, aber mich wegen Bezügen unterhalb der Armutsgrenze so zu schikanieren ist schon eine heftige Nummer. Man hat ja sonst nichts zu tun, das ist alles Zeit und Kraft, die ich für die Arbeitssuche oder für meine weitere Gesundung gut gebrauchen könnte. Aber es ist, wie es ist und ich muss da durch, ich freue mich schon.^^

Alpträume, Behörden-Mikado und Passierschein

Was für eine Nacht, Alpträume, die so heftig waren, dass ich, mitten in der Nacht, mit einem Hilfeschrei aufwachte. Was genau ich geträumt habe weiß ich nicht mehr, aber es spricht für meine Gemütslage. Gestern gleich 4 Briefe vom Jobcenter bekommen, die gute Nachricht: Ich habe eine ungekürzte Bewilligung für weitere 6 Monate, die schlechte Nachricht ich soll zum Arbeitsamt gehen und prüfen lassen, ob ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe. Behörden-Mikado, es könnte ja sein, dass die Zuständigkeit geendet hat. Das wird anstrengend, wenn ich Montagfrüh vor der Arbeit noch zum Amt muss. Außerdem wollen sie Unterlagen, die ich nicht habe, keine Ahnung wie ich das alles schaffen soll. Ich will so dringend Ruhe, doch ich bekomme sie derzeit nicht, heute wieder Familientag, ich habe keine Lust, weil es mir einfach zu viel ist. Der Haushalt sieht chaotisch aus, das frische Essen habe ich eingefroren, weil einfach keine Zeit zum Kochen und putzen war. Wird Zeit dass ich da raus komme, raus aus meinem alten Job und raus auf dem Behörden-Mikado, ich will doch nur meinen Passierschein: