Schlaf, Familientag, GdB und Vogelscheuche

Ganz gut geschlafen, aber immer noch erschöpft. Heute Familientag und die Frau kennenlernen, die mich vielleicht im Laden unterstützen möchte. Die letzten zwei Tage Bauchschmerzen, gestern Nacht jedoch Lefax genommen und heute scheint es besser. Wir müssen das Laden-Sortiment umstellen und ich sehe meine freien Tage nächste Woche dahin schmelzen. Ich will doch nur 1-2 Tage meine Ruhe, aber das scheint derzeit zu viel gewünscht zu sein. Der Kaffee schmeckt, der Himmel leuchtet blau und die Bude sieht halb chaotisch aus. Heute noch eine Monatsmarke kaufen und ein Brief an das Jobcenter muss auch noch geschrieben werden. Es gibt viele Hilfsangebote, aber die meisten sind nicht zu gebrauchen. Es ist seltsam dass sie nicht mehr da ist. Kann es immer noch nicht fassen, dass sie nicht zurückkommt. Durch die Recherche wegen dem Grad der Behinderung (GdB) festgestellt, dass mein zum Teil zurückgezogenes Verhalten gegenüber Menschengruppen, ein typisches Verhalten nach meiner Kranheit ist. Das konnte meine Mutter nie verstehen und auch mein Bruder taufte mich schon soziophob, dabei ist es immer noch die fucking Krankheit von früher. Laut GdB Tabellen gibt es allein für dieses soziale Verhalten 30 bis 50 Prozent, leider hat das meine Psychiaterin nicht in mein Gutachten geschrieben. Ich werde wohl in den Widerspruch gehen und weiterhin um einen GdB von 30 kämpfen. Auf in den Tag, Haare waschen, ich sehe wie eine graue Vogelscheuche aus und weiterkämpfen.

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Laden, Nachbarn, behindert, depressiv, Friseur und Gran Canaria

Gestern den Tag überlebt, im Laden nicht viel los, aber unterhaltsamen Besuch erhalten und das Essen bei den Nachbarn war nett. Nach Hause gekommen und endlich den Brief erhalten, ich bin jetzt offiziell behindert, aber leider nur zu 20 %. Das bringt mir leider gar nichts, denn erst ab 25 % gibt es Steuerersparnisse und ab 30 % Förderungen vom Arbeitsamt. Keine Ahnung, ob sich ein Widerspruch lohnt, aktuell bin ich enttäuscht. Ich bin wohl zu gesund und wundere mich wie das Gesundheitsamt auf die Idee kommt, ich hätte eine post psychotische Depression. Im Gutachten meiner Psychiaterin stand da nichts von drin. Depression wurde bei mir schon getestet und nein ich war nie depressiv. Werde mich zu diesem Thema nochmal mit meinen Kollegen besprechen. Heute der letzte Tag des Wochenmarathons, Woche 3 mit mehr als 30 Arbeitsstunden die Woche, bisher halte ich mich wacker. Das Geld diesen Monat sollte reichen, ich habe mir sogar einen Gutschein für einen Friseurbesuch gegönnt, beim Friseur war ich das letzte Mal im November letzten Jahres. Freue mich auf das Ausschlafen die nächsten Tage. Vielleicht schaffe ich es dann auch die Haare zu färben und nur für mich zu kochen. Der Feiertag nächste Woche kommt auch sehr genehm, endlich ein wenig Ruhe. Ende Oktober geht es dann mit der Urne nach Gran Canaria, wir werden zu viert auf nur 30 m² leben, ich hoffe das geht ohne Streit. Auf in den Tag, die Sonne scheint und ich versuche tapfer zu sein.

Vortrag, 12-Stunden-Tag, kostendeckend und Schlüsselfrau

Was habe ich mir gedacht, den Vortrag auf Freitagfrüh zu verschieben? Eine echt blöde Idee wie ich jetzt weiß. Erstens ist früh nicht meins und zweitens wird der Tag heute dadurch unangenehm lang. Mehr als 12 Stunden bin ich heute unterwegs, das mag ich eigentlich gar nicht. So richtig vorbereitet fühle ich mich immer noch nicht auf den Vortrag, da muss ich wohl ins kalte Wasser springen. Gestern der Tag war ganz gut, viele Leute waren im Laden und ich habe auch ordentlich verkauft, trotz Sommersortiment. Diesen Monat sollten wir kostendeckend gearbeitet haben, ich bin stolz darauf, auch wenn ich nichts von dem Geld sehe. Gestern früh ins Bett und jetzt einigermaßen ausgeschlafen. Es gibt immer noch Menschen im 36er Kiez, die nichts vom Tod meiner Mutter wissen, da liegt es an mir aufzuklären. Nichts zum frühstücken da, gestern keine Lust mehr nach der Arbeit und nach der Hunderunde noch einkaufen zu gehen. Mein Bruder ist aktuell wieder mehr da und ist bei Familientreffen dabei und verabredet sich mit meinem Vater. Gut so, ich habe genug zu tun. Mal sehen wie es heute wird, aktuell und besonders heute bin ich die Schlüsselfrau, heute laufe ich mit 4 Schlüsseln durch die Gegend, denn ich brauche alle. Stark sein, durchziehen, es wird alles gut, wenn ich durchhalte.

Uneigentlich frei, Arbeitswelt, Unterstützung, Fußmatte und Hund

Eigentlich frei heute uneigentlich habe ich heute aber den Laden und einen Hund. Es bleibt spannend was meinen Behindertenstatus angeht, aktuell schaue ich jeden Tag gespannt in den Briefkasten. Was ist das für eine Arbeitswelt, wo eine Frau wie ich so ausgenutzt wird, dass sie anschließend im Krankenhaus landet, dauerhaft Medikamente braucht und behindert ist? Ein Menschenleben opfern für den Profit. Das macht mich bis heute sauer, auch wenn es mittlerweile 5 Jahre her ist. Heute Nacht ganz gut geschlafen und eigentlich auch ausreichend, trotzdem hätte ich gern meine Ruhe. Vielleicht gibt es bald Unterstützung im Laden, am Sonntag lerne ich eine Frau kennen, die bereit ist, sich in den Laden zu setzten. Grau sehe ich derzeit aus, meine Schläfen werden immer grauer, aber ich hatte keine Zeit meine Haare zu färben. Gestern eine Lieferung meines Lieblingsparfüms erhalten, der Hermesbote hat mein Paket einfach vor meine Wohnungstür unter die Fußmatte gelegt. Zum Glück habe ich ehrliche Nachbarn, denn ein Paket einfach in den Hausflur legen, hatte ich eigentlich nicht erlaubt. Alles komisch ohne sie, wüsste sie, dass ich derzeit im Laden Prozente gebe, würde sie meckern. Aber alles muss weg und das möglichst schnell. Ging es nach mir, würde alles wie es ist, ewig bestehen. Zwei Kundinnen habe sich für heute angemeldet, ich hoffe sie kaufen auch was. Morgen langer Tag, morgens ein Vortrag und danach Laden und nach dem Laden essen bei Nachbarn. Freizeit scheint nur was für Weicheier zu sein. Bin stolz auf mein erstes Gehalt mit Stundenerhöhung, es reicht immer noch nicht zum Leben, aber es ist das höchste selbst erzielte Einkommen seit meiner Krankheit. Mein altes Medikament darf ich bald absetzen, aber ich habe ja das Neue, ich hoffe es wirkt und ich wünsche mir so sehr, dass Nebenwirkungen des alten Medikaments endlich wegfallen. Auf in den Tag, Kreuzberg wartet und auch der Hund.

Verpennt und die Woche

Verpennt! Wecker klingelt, ich träume was, bleibe liegen und träume weiter. 10 Minuten später schreit das wache Ich: Aufstehen! Gestern nicht viel passiert, nur Arbeit und danach ein Spaziergang durch Kreuzberg, weil die U1 nicht fährt. Gegessen Quiche von Lidl die diesen Namen eigentlich nicht tragen dürfte. Danach nach Hause und Family Guy gucken. Zu spät ins Bett und jetzt der Jammer. Heute Arbeit und danach zur Psychiaterin, bin gespannt was mit den Pillen jetzt passiert, ob ich die alten Pillen nach fast 5 Jahren endlich absetze. Ansonsten heute noch hoher Besuch auf Arbeit, ich denke ich werde nur lächeln und nichts sagen. Kalt ist es, 18 Grad in der Bude bei offenen Fenster. Er ist immer noch in Italien und wird medizinisch versorgt und ich kämpfe hier allein. Der Kaffee schmeckt, die Zeit rennt. Heute Abend wieder Pizza machen, frisch mit frischen Hefeteig. Heute nicht das Handy vergessen, wie gestern, ohne Uhr und Telefonnummern fühle ich mich nackt. Die Flüge zu ihrer Seebestattung sind gebucht, leider ein Gabelflug, ich hoffe meine Ohren machen da mit. Auf in den Tag, ab unter die Dusche, auch diese Woche werde ich schaffen.

Schlafmonster, Reha, linker Arm, Einladungen, Herbst und Lebensdauer

Gruß vom Schlafmonster, heute fast 12 Stunden geschlafen und ich fühle mich schon etwas besser. Geld ist gestern schon angekommen, Erleichterung, die Abbuchungen werden nicht kostenpflichtig platzen. Gestern die Beratung ging viel länger als gedacht, aber einen medizinischen Reha Antrag ausfüllen, dauert nun mal lang. Danach noch einkaufen, ein bisschen kochen und fernsehen. Vor Mitternacht ins Bett und sofort eingeschlafen. Nachbarn und Familie laden zum Essen ein, als würde man als trauernde Person sonst verhungern. Keine Ahnung, ob ich diese Einladungen angenehm oder lästig finde. Immerhin muss ich dann nicht selbst kochen. Meinen linken Arm geht es wieder besser, die Schwellung und die Schmerzen sind weg, nur zwei Einstichstellen erinnern an mein Wespenopfer. Der Himmel ist heute blau und wolkig und mein Thermometer misst 19 Grad. Herbst, auf den Fußgängerwegen befinden sich Eicheln und im Wald findet man Kastanien. Ob mein neues Medikament wirkt weiß ich nicht, das gilt es morgen zu besprechen, ich habe nur bemerkt, dass mir oft schwindelig ist und ich müde bin. Heute Brötchen zum Frühstück, man gönnt sich ja sonst nichts. Es ist schön zu sehen, dass meine beiden Nymphensittiche sich mögen, heute früh kraulte der eine Vogel den anderen. Weitermachen, ohne sie, ich hoffe, mein Leben dauert länger als ihres, ich will nicht in 15 Jahren sterben, aber ich habe ihre Gene. Morgen früh aufstehen, keine Lust, aber die Arbeit ist sonst so toll, da muss ich durch. Große kacke, dass die U1 nicht fährt, das heißt Umwege für mich. Kopf hoch, sie würden wollen, dass wir leben.

Ausgeschlafen, Wespenstiche, kühl, Ruhe und Frieden

Ausgeschlafen! Heute früh um 6 den Wecker einfach wieder ausgemacht, Schlaf ist wichtiger als ein geschwollener Arm. Besonders nachdem ich gestern schon feststellen durfte, dass beim Schlaf die Schwellung zurückgeht. Gestern auch noch stundenlang gekühlt und heute sieht der Arm fast wieder normal aus. Es waren wohl zwei Wespenstiche auf einmal, wie man jetzt sieht. Einer am vorderen linken Arm, einer am hinteren linken Arm. Gestern nicht viel gemacht, hauptsächlich geschlafen. Aufgestanden und Familie Bescheid gesagt, dass ich nicht komme, schlafen, Badewanne, schlafen, Film gucken und wieder schlafen. Heute Nacht fast 11 Stunden geschlafen und es geht mir schon besser. Heute ein Termin um 13 Uhr, aber ansonsten nichts und das ist gut so. Gestern kaum was gegessen, weil mein Magen so weh tat, heute wieder alles in Ordnung. Kühl ist es geworden, gestern beim offenen Fenster nur 16 Grad in der Bude, aber heizen werde ich jetzt noch nicht. Geld ist noch nicht da, aber das sollte die Tage kommen. Verrückte Welt, aber sie dreht sich einfach weiter, die letzten Tage waren sehr anstrengend. Verwandte, Freunde, Bekannte und Unbekannte, alle wollten sie mit einem reden. Mir reicht es für diese Woche. Lasst mich endlich in Ruhe, ich muss meine Welt neu ordnen und schlafen. Die Zeit bis zur Trauerfeier war ein einziger Marathon und jetzt bin ich erschöpft. Liebe Mama ruhe in Frieden, aber bitte teile deinen Frieden mit uns Hinterbliebenen.