Unbestimmte schlechte Laune

Komisch geschlafen und seltsam geträumt. Was, weiß ich nicht mehr, aber ich wachte auf mit unbestimmter schlechter Laune. Doch ätzend hier zu sein und zur Arbeit will ich auch nicht. Gestern lange rumgeseßen und dann kurz vor Feierabend doch noch eine Beratung gemacht, die dann länger als Feierabend dauerte. Dadurch stand ich dann anschließend in der kalten Dunkelheit und der Bus kam nicht. Zu Hause dann Hühnerfrikassee mit Reis und Fernsehen an, aber nicht Fernsehen geguckt. Ich will zurück nach Gran Canaria, ich will zu meiner Mutter. Immerhin ausschlafen konnte ich, eine Kollegin hat mir mitgeteilt, dass ich erst später kommen muss. Blauer Himmel grüßt, meine Vögel singen, ansonsten Stille. Braun bin ich geworden, zu mindestens im Gesicht, vielleicht sollte ich heute Abend in die Badewanne gehen. Berlin hat mich zurück, aber aktuell kommt mir Berlin wie ein Stück Kotze vor. Gestern war ich noch so gelassen und voller Liebe, heute möchte ich mich verkriechen. Der Kaffee schmeckt, niemand labert mich voll, vielleicht wird mein Stiefvater mich adoptieren, vielleicht nicht. Unbestimmte schlechte Laune.

Tegel, Seebestattung, Gran Canaria, Haare und Berlin

Gestern kurz vor Mitternacht in Tegel gelandet, wieder halbtaub durch die Landung. Der Urlaub war sehr stressig, nicht nur wegen der Wohnsituation, sondern auch weil es viel wegen meiner Mutter und dem Erbe zu regeln galt. Wer 6 Nächte und 5,5 Tage auf engsten Raum zusammen wohnt, der lernt sich neu kennen. Das Ergebnis ist, dass ich meine Tante, die gerne die Rolle meiner Mutter einnehmen wollte, irgendwann töten wollte und dass ich wohl eine neue dicke Freundschaft mit meinem Pflegebruder habe. Die Seebestattung war erst eine Katastrophe, denn als wir am Samstag schon alle auf dem Schiff standen, fragt der Seebestatter uns wo die Urne sei. Wir gingen davon aus, dass er die Urne hat, denn laut Zustellungsbescheinigung in Deutschland, war die Urne bereits Tage in Gran Canaria zugestellt. Er behauptet dann, dass die Urne wahrscheinlich noch im Zoll feststeckt und dass wegen dem Wochenende nichts zu machen sei. Damit schien es, dass wir alle umsonst angereist waren. Zum Glück hatten wir spanisch sprechende Freunde dabei, unsere Freundin machte dem Bestatter den Arsch heiß und nachdem wir alle bereits wieder sehr geknickt in unserer Unterkunft waren, kam der Anruf der Freundin, dass der Seebestatter die Urne jetzt doch gefunden hätte und wir am Sonntag wieder kommen sollen. Ich war so erleichtert, denn eine zweite Reise dieser Art hätte ich nicht überlebt und es ging ja auch darum meine Mutter endlich für das Meer in Gran Canaria freizugeben. Die Seebestattung am Sonntag war dann ganz schön, ich musste viel heulen und fragte mich warum nicht meine Oma oder ich an ihrer Stelle gehen konnten. Sie hatte noch so viele Pläne und so viele Menschen, die sie verband und brauchten, sie hinterlässt ein großes Loch. Trotzdem bin ich jetzt etwas erleichtert, für mich ist meine Mutter jetzt einfach nach Gran Canaria umgezogen und macht sich dort jetzt im Meer mit den Delphinen eine gute Zeit. Berlin wirkt derzeit etwas unwirklich für mich, gestern Mittag noch am Strand gelegen und heute im Herbst in Berlin. Arbeit wartet, denn eine Kollegin ist krank geworden, aber zum Glück konnte ich mit meinem Chef verhandeln, dass ich erst nachmittags zur Arbeit muss. Das Geld für den Monat ist bereits da und liegt bisher unangerührt auf meinem Konto. Haarig sehe ich derzeit aus, denn seit ihrem Tod habe ich mich nicht mehr rasiert, aber das war und ist mir derzeit scheißegal, ich habe andere Probleme als Haare. Ich bin glücklich wieder meine eigene Wohnung und mein eigenes Bett zu haben und damit auch wieder Privatsphäre, aber das Meer und die Palmen fehlen. Weitermachen, für sie, für mich, für meine Familie.

Gruß aus dem Regen

Seit zwei Tagen auf der Insel. Gestern schwimmen gewesen, seit gestern Nacht Regen in einer Tour, blöd wenn man beengt zu viert auf 30 Quadratmetern lebt. Da meine Nase entzündet ist, laut geschnarcht zur Freude meiner Mitbewohner. Es ist seltsam hier zu sein, alles erinnert an sie. Meine spontane Reaktion bei Ankunft war heulen. Gerade allein mit dem Bruder, endlich Ruhe. Seitdem ich Gran Canaria kenne hat es noch nie geregnet, es ist als würde die Insel um meine Mutter weinen.

Auf und davon

Was für ein Glück, diese Nacht war besser als die Letzte. Gestern noch meinen Brief ans Jobcenter weggeschickt, eine Apotheke besucht und meinen Vogelsitter empfangen und das Nötigste erklärt. Vorgestern Nacht mit der Wärmflasche den Bauch verbrannt, aber gut ich wollte eh keinen Bikini tragen. Gemischte Gefühle wegen der Reise, irgendwie will ich und irgendwie auch nicht. Werde die zwei Bücher von Toni Mahoni mitnehmen, die Tasche ist nur halb gepackt, ich habe noch nicht gefrühstückt und geduscht und die Zeit läuft. Raus kommen aus Berlin und den Alltag, eine gute Sache, meine Mutter beerdigen, keine so gute Sache. Ich werde die Kette mit ihrer Asche hier lassen, keine Lust das eine Sicherheitsfachkraft am Flughafen die Asche sehen will. Mein Vater hat zugegeben, dass die Reise am Wochenende wirklich anstrengend war, zum Glück habe ich mir das erspart. Ich tausche Privatsphäre gegen Meer, 5,5 Tage, ich werde es überleben. Keine Ahnung, ob ich zum bloggen kommen werde, ich bitte um Geduld. Auf und davon.

Nacht, Bauchkrämpfe, Twoday und Vögel

Was für eine Nacht, erst ständig wach um zu pinkeln und dann schlimme Bauchkrämpfe. Tablette hat nichts gebracht, die Wärmeflasche schon, aber die Schmerzen sind immer noch nicht weg. Fühle mich schlapp und könnte weiter pennen, wenn es die Schmerzen zulassen. Wunderbar so sieht keine Frau aus die morgen im Flieger sitzt. Heute noch viel zu tun, aber ich habe aktuell keine Kraft. Keine Ahnung was das ausgelöst hat, ich habe nur die Bouletten in Verdacht. Trinke Kaffee, das scheint zu helfen, ich bin Heißluftballon. Gestern nicht viel passiert, schlafen, Frühstück, Badewanne, schlafen, kochen, ein Film und wieder schlafen. Das Wetter ist mies, dunkelgrau und kalt grüßt es und ich glaube es hat geregnet. Irgendwer hat auf dem Festnetz angerufen, ich dachte mein Vater, aber unbekannte Nummer. Vermute ein Meinungsforscher, aber derzeit habe ich keine Meinung, ich bin beschäftigt. Was derzeit mit Twoday passiert ist nicht gerade ermutigend, Zertifikatsfehler, lange Ladezeiten, Server nicht gefunden und Javafehler, sieht so eine Blogplattform-Wiedergeburt aus? Ich denke nicht. Also doch WordPress. Ich will immer noch nicht loslassen, Twoday war über ein Jahrzehnt meine Heimat. Mein Freund, der sich um die Vögel kümmern wollte, hat sich gemeldet, er kommt sogar vorbei. Ich freue mich und bin erleichtert. Auf in den Tag, mir ist übel, ich hoffe es wird besser.

Frei, Labberladen, Gran Canaria, Urlaub und Poster

Guten Morgen, ich kann noch gar nicht fassen, dass ich heute freihabe. Irgendwie fühle ich mich gehetzt, obwohl nichts mich hetzt. 10 Stunden geschlafen und trotzdem zerknirscht aus der Wäsche gucken. Gestern nicht mehr zum Einkaufen gekommen, denn eine Kundin blieb bis fast 20 Uhr im Laden, gut sie hat auch ganz ordentlich gekauft und war eine angenehme Gesprächspartnerin. Irgendwie ist der Laden meiner Mutter auch ein Labberladen, viele kommen zum Reden. Ist wohl ein gutes Zeichen, dass diese Menschen auch mich gerne voll labern, ich scheine als Nachfolgerin akzeptiert zu sein, nur leider bezahlt das nicht meine Rechnungen. Ich möchte nicht nach Gran Canaria, alles dort erinnert an sie, keine Ahnung, ob ich jemals wieder freiwillig dort Urlaub machen werde. Arbeit 1 war gestern sehr angenehm, mit der Lieblingskollegin philosophiert. Extra-Urlaub bekommen, denn beim Tod eines nahen Familienmitglieds stehen einen 2 Tage zu. Eigentlich ein Witz denn wer ist in 2 Tagen mit so einem Verlust fertig? Die Sonne scheint, meine Vögel singen ein Lied und Brötchen und Muffins warten zum Frühstück. An mein neues Van Gogh Poster habe ich mich nicht noch nicht gewöhnt, aber wie ich gerade gelesen habe steht es für Erwachen und Hoffnung, sehr passend, dass kann ich gebrauchen. Auf in den Tag, heute Wunschprogramm.

Erfolgreich, kritisiert und Badewanne

Guten Morgen, ganz gut geschlafen, aber ich hätte weiter schlafen können. Mein Bedürfnis nach Schlaf scheint derzeit über 8 Stunden zu liegen. Gestern ein ganz erfolgreicher Tag im Laden, aber trotzdem schlecht gelaunt nach Hause, denn ich wurde kritisiert, dass ich bisher keine großen Rabatte gebe. Ich finde 30 Prozent schon viel, besonders auf Herbst- und Winterware und nein ich will die Sachen meiner Mutter nicht verramschen, besonders nicht, wenn die Option besteht die Sachen später zu guten Preisen im Internet zu verkaufen. Ich werde mich heute nochmal verteidigen, mir wurde gesagt meine Entscheidung und ich finde, dass sollte auch so bleiben, wenn ich allein alle Arbeit mache. Derzeit erwirtschafte ich in 2,5 Tagen soviel wie meine Mutter in 5 Tagen.  Ich finde dazu könnte man mir gratulieren und sich nicht einmischen und kritisieren. Heute Arbeit 1 und 2 und danach endlich frei, freue ich mich auf einen ausgeschlafenen Sonntag, der nach dem Frühstück mit einer Badewanne belohnt wird. Auf in den Tag, ich finde Menschen die nicht helfen und nicht drin stecken, können mich mit ihrer Meinung mal.

Schlafmonster, Strom, Er und Warnzeichen?

Heute hat das Schlafmonster wieder zugeschlagen, 8 Stunden geschlafen und gleich weiter geschlafen und gerade mühevoll aus dem Bett geschält. Kaffee gekocht und gerade geärgert, dass mein Stromverbrauch tatsächlich gestiegen ist. Ich kriege nur 10 Euro zurück, keine Ahnung wie ich jetzt mehr Strom verbrauche. Gestern im Laden war ganz gut, viel geredet und auch genügend eingenommen. Danach noch kochen und essen mit dem Vater. Anschließend vergeblich 20 Minuten auf den Bus gewartet und erst um halb elf zu Hause gewesen. Heute haben sich Kunden angemeldet, mal sehen wie es wird. Es ist kühler geworden, gestern doch tatsächlich geheizt, weil mir kalt war, normalerweise ist mir nicht so schnell kalt. Mit ihm geredet, aber ihn interessiert nur, ob noch Geld aus Deutschland kommt. So schnell wird man vergessen. Mein Fehler zu denken, das Dankbarkeit unvergesslich macht. Es ist also vorbei, zu viele Kilometer und Länder trennen uns.

Zurzeit empfinde ich eine Zeit des Erwachens, ich habe das Gefühl ich nehme mich und mein Leben realistischer und klarer wahr. Vorher war alles wie in einen Wattebausch gehüllt, durch die Medikamentumstellung habe ich jetzt eine echtere Realität und mehr Energie. Ich hoffe, das ist kein Warnzeichen für eine neue Krankheitsepisode, sondern wirklich eine Verbesserung. Warten wir ab, mehr kann ich nicht tun. Auf in den Tag, der Herbst wartet.