Schlafen, Haushalt, Tod, Groupon, Weihnachten und Ruhe

Endlich mal wieder schlafen! Über 10 Stunden geschlafen. Zwar war ich früh wach, aber ich habe mich gleich wieder hingelegt. Heute wieder arbeiten, mal sehen wie es wird. Der Tag ist grau und verregnet, richtiges Novemberwetter. Gestern Wäsche gewaschen, Müll weggebracht, einkaufen gewesen, gestaubsaugt, gewischt, Bad geputzt, Bett bezogen und abends dann eine Dose Ravioli, weil die Energie weg war. In der Badewanne war ich aber auch, eine Wohltat mich selbst und die Wohnung gereinigt zu wissen. Abends mit Kerzenlicht herumgesessen, denn Kerzen sollte ich für die nächsten Monate genug haben. Ich möchte, dass der Marathon aufhört, aber das wird wohl erst Weihnachten sein. Seit ihrem Tod kaum mehr Umfragen gemacht, irgendwie keine Zeit und auch keine Lust für ein paar Cent meine Meinung zu sagen. Mein Postfach quillt über, aber alle paar Tage lösche ich alles. Meinen Bauch geht es ganz gut, aber das ist morgens immer so und verschlimmert sich im Laufe des Tages. Ich trage das Kleid, dass ich in Gran Canaria anhatte, das schwarze Todeskleid. Irgendwie hatte ich mir sterben leichter vorgestellt, doch der ganze Aufwand, der nach dem Tod anfällt ist doch immens und teuer. Zum Glück trägt mein Vater die Kosten, denn ich hätte das Geld nicht und wie ich hörte geben Banken dafür auch keine Kredite, auch wenn ein Erbe zu erwarten ist. Immer noch nicht in ihren Schmuckkasten geschaut, dabei steht er seit Wochen hier rum. Keine Ahnung was mich hindert. Versuche seit Wochen vergeblich mit meinen Groupon Gutscheinen einen Frisör- und Massagetermin zu bekommen, die Anbieter dieser Gutscheine sind einfach nicht erreichbar und rufen auch nicht zurück. Nicht das erste Mal das Groupon kleine Dienstleister mit ihren Aktionen überfordert und fertig macht. Ich versuche es weiter, aber spätestens in 1-2 Wochen werde ich versuchen die Gutscheine zurückzugeben. Weihnachten wird vielleicht doch in Berlin stattfinden, das würde mir sehr entgegenkommen, wenn ich Weihnachten keinen Reisestress hätte. Meinen Vater vorerst davon abbringen können zwischen Weihnachten und Silvester den Laden ausräumen zu wollen, ich glaube, ich brauche in der Zeit etwas Ruhe, um mich zu erholen und diesem beschissenen Jahr auf Wiedersehen zu sagen. Auf in den Tag, alles wird gut, irgendwann.

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Frei, Bauch, Kerzen, Blumen und einfach nur ich

Guten Morgen, endlich frei. Ein Tag ist viel zu wenig, um einen ganzen Haushalt zu bewältigen, einkaufen zu gehen und sich zu erholen. Grau grüßt der Tag und der Kaffee rinnt die Kehle herunter. Heute mal nicht hetzen, keine festen Termine und Niemand zu beraten. Der Kontostand ist noch keine Katastrophe, dabei nähern wir uns der Monatsmitte. Einkaufen muss ich, putzen muss ich und in die Badewanne will ich. Nachdem ich am Samstag nichts zum Einkaufen gefunden habe, gab es gestern ein Restessen aus der Tiefkühltruhe. Meinen Bauch geht es ok, aber voll ok ist er immer noch nicht. Gestern von meinen Stiefvater mit den Kerzen meiner Mutter beschenkt worden, sie hatte noch Kerzenvorräte aus DM-Zeiten. Schminke habe ich auch mitgenommen, nachdem ich die Hälfte davon in den Müll befördert habe. Keine Ahnung was meine Mutter mit Kerzen und Schminke aus dem 19. Jahrhundert wollte. Ich dachte 2-3 Jahre abgelaufene Lebensmittel wären der Höhepunkt ihrer Hamsterei gewesen. Auch hat sie massiv Kleidung gehortet, die habe ich gestern auch sortiert und zwei Müllsäcke voll gemacht. Ihre Blumen vom Balkon haben wir ins Winterlager gebracht, das war ihr letzter Balkonsommer in Berlin, das hat mich doch zum Weinen gebracht. Sehr anstrengend gewesen gestern, mehr emotional als physisch. Die Vögel piepen, Brötchen sind im Backofen und ich versuche mich nicht zu hetzen. Heute bin ich mal dran, nicht meine Mutter, nicht Kunden, nicht Klienten, einfach nur ich.

Sonntag, Hausputz, leer, Rekordwoche, Alterszahl und Lotto

Guten Morgen, endlich Sonntag, aber leider nicht frei, obwohl es mein Vater angeboten hatte. Ich glaube, für nächste Woche schlage ich zu, denn an meinen einen freien Tag die Woche schaffe ich immer weniger. Die ersten Wochen habe ich am freien Tag Akkord geputzt, die letzte Woche lag ich schon nur rum, denn die Erholung schien wichtiger als der Hausputz. Streichen möchte ich immer noch, wenigstens das Wohnzimmer, aber von solchen Projekten bin ich derzeit Meilen entfernt. Gestern das erste Mal nach 20 Uhr noch in meiner Gegend einkaufen gewesen oder besser gesagt versucht einzukaufen, denn der Markt war ziemlich leer, über 50 % meiner Einkaufsliste war nicht verfügbar. Der Magen und auch meine Verdauung haben sich wieder beruhigt, wie ich nach lesen konnte, kann das doch von meinem neuen Medikament kommen. Gestern lief es wieder ganz gut im Laden, diese Woche ist meine Umsatz-Rekordwoche, seit ihrem Tod. Ich scheine wohl endlich kapiert zu haben, wie der Hase läuft. Eine Kundin hat sich die Woche bei mir bedankt, dass ich den Laden derzeit mache, sie meinte, ich gebe damit allen aus dem Kiez und allen anderen Kunden die Chance sich noch zu verabschieden. Mit der neuen Zahl in meinen Leben muss ich mich noch anfreunden, irgendwie gefällt mir die neue Alterszahl nicht. Lügen wegen meinem Alter werde ich aber auch nicht. Leider nicht im Lotto gewonnen, noch nicht mal den Einsatz, dabei könnte ich ein paar Millionen gut gebrauchen, aber wer nicht? Grau grüßt der Tag, eigentlich auf gar nichts Bock, aber bald geht es auf nach Kreuzberg.

Hamsterrad, Dienst, Freundin und Einrichtungsstil

Hamsterrad, Hamsterrad, ich stehe so auf mein Hamsterrad. Ich will heute nicht arbeiten, ich will freihaben. Ist aber nicht, auch heute heißt es durchhalten. Immerhin mein Magen scheint sich wieder beruhigt zu haben, heute bisher keine Schmerzen. Grau und kalt grüßt der Tag, keine Lust. Gestern war ich mal wieder erfolgreich im Laden, kein Wunder, dass ich mich derzeit wohler im Laden als auf meiner eigentlichen Arbeit fühle. Aber es nützt nichts, meine eigentliche Arbeit ist trotzdem Priorität. Heute Dienst mit netter Kollegin trotzdem nicht hoch motiviert. Die eigentlich beste Freundin hat mir zum Geburtstag eine SMS geschrieben, eigentlich hätte ich darauf gar nicht antworten sollen, nach all den Monaten, die sie mich in Stich gelassen hat. Musste feststellen, dass mein Einrichtungsstil vor 3 Jahren, doch sehr von meiner Krankheit geprägt war. Ich konnte damals schwer Anregungen durch Farbe oder Bilder ertragen, so ist alles weiß und karg geworden, ein Zustand, den ich jetzt nicht mehr schön finde. Geträumt habe ich heute glaube ich nichts, keine Eskapaden ins Wunderland. Auf in den Tag, ich lebe und ich hoffe noch lang, auch dieser Tag wird vorbeigehen.

Vorbei, Bauchschmerzen, Amaryllis und Schutzengel

Endlich ist er vorbei der Geburtstag, der Tag im Laden war ok und es gab auch viele Gratulanten. Es fällt mir schwer jetzt auch ihre Sachen auszuzeichnen und zum Verkauf anzubieten. Danach ein kleines Wunder, mein Vater und mein Bruder waren pünktlich um mich abzuholen. Wir waren dann Essen, aber irgendwas an dem Essen habe ich nicht vertragen, schon wenige Minuten nach dem Essen hatte ich wieder Bauchschmerzen. Deswegen habe ich dann auf das anschließende Bier verzichtet und bin nach Hause. Heute tut der Bauch immer noch etwas weh, aber schon etwas besser. Im Laden läuft es derzeit, auch gestern wieder ein relativ großer Umsatz und zum Feierabend wieder eine Kundin raus argumentiert, weil ich gestern wirklich nicht länger machen wollte. Eine liebe Kundin hat mir eine Amaryllis im Topf geschenkt, aber noch steht sie im Laden. Weitermachen, sie war immer mein Schutzengel, ich hoffe sie ist es immer noch, ihre kitschigen Schutzengel, die sie mir geschenkt hat, haben jetzt einen neuen Stellenwert. Zeit, Zeit, wer möchte wissen, wie viel er/sie davon hat? Manchmal wüsste ich es gern, aber dann auch wieder nicht. Grau grüßt der Tag, bei derzeit 17 Grad im Wohnzimmer. Weitermachen, ich hoffe ihr gefällt, was ich mache. Ihre Kundinnen finden es gut und nicht nur, weil sie jetzt sparen können. Auf in den Tag, Berliner Rundfunk hören und tapfer sein.

Ohne sie

Guten Morgen, schon einige Nachrichten erhalten, es gibt Menschen die heute an mich denken. Komisch Geburtstag zu haben, aber im Endeffekt nur ein Tag unter vielen. Heute werde ich arbeiten und ich hoffe, es wird sich lohnen. Große Geschenke werde ich wohl nicht erwarten können, die größten Geschenke hat immer meine Mutter gemacht. Ich vermute, der 50er meiner Oma wird das größte Geschenk sein und davon habe ich mir schon eine Massage bestellt. Das Wetter ist grau und wolkenbehangen, dagegen war es gestern im Wald richtig schön. Keine Ahnung warum ich bei Sonnenschein in einem Herbstwald schlechte Laune hatte. Es war wohl die Vorfreude^^ auf heute. Heute wird mir halt nochmal klar, dass sie weg ist, auch wenn ich mich die letzten Jahre immer dagegen gewehrt habe, meine Mutter machte mich zur Geburtstagsprinzessin. Das ist jetzt vorbei, niemand, der für mich Luftsprünge macht und mich unbedingt sehen und beschenken will. Das war unser Tag, jetzt ist es nur noch meiner. Heute Abend essen gehen mit dem Stiefvater, immerhin muss ich heute nicht kochen. Mein Onkel hat mich angerufen und mich gerade etwas aufgeheitert. Tränen weg wischen, weitermachen, ohne sie.

Grunewald

Guten Morgen, der Grunewald ruft. Gar keinen Bock darauf und auch das Wetter sieht nicht so aus, als wäre heute ein guter Tag für Schnitzeljagd. Aber heute ist Teamtag und ich halte wohl besser den Mund, was ich derzeit von der kollegialen Zusammenarbeit halte. Ich wollte ja ein Teamevent statt einer moderierten Gruppensitzung, aber aktuell finde ich es zu früh und vor allem zu weit weg. Ganz ok geschlafen, zu kurz aber ohne Unterbrechungen. Gestern ein Wrap bei McDonalds probiert, das werde ich nicht wiederholen, die Dinger sind klein und triefen vor Mayonnaise. Morgen Geburtstag, wahrscheinlich ohne gemeinsames Frühstück, aber dafür mit ausschlafen. Niemand wird mich morgen zwingen Geburtstag zu feiern. Ich bin müde, über eine Stunde BVG liegen vor mir, keine Ahnung wann ich zuletzt im Grunewald war, es liegt sicher Jahre zurück. Auf in den Tag, alles geht vorbei, auch Geburtstage.