Früh, spät, Hund und grau

Wieder früh, dafür letzter Tag für mich diese Woche.  Dummerweise ist es heute nicht nur früh, nein ich darf dafür heute auch spät. Endspurt am letzten Tag, ich werde wohl über 8 Stunden außer Haus sein. Gestern die Supervision war ganz gut und der von mir organisierte Vortrag danach war auch ganz interessant. Leider war ich während des Vortrags abgelenkt, denn ich hatte einen bibbernden Blick auf die geliehene Technik. Früh zu Hause gewesen und erstmal ein Schläfchen gemacht, als ich gegen 18 Uhr wieder aufwachte, dachte ich eigentlich könnte gleich liegen bleiben. Bin dann aber trotzdem aufgestanden und war bis kurz vor Mitternacht wach. Das mit dem Hund wird anstrengend, denn er muss nicht nur für die Gassi Runden getragen werden, sondern auch zur Krankengymnastik und in die Klinik. Es werden wohl Familienmitglieder und Freunde dabei helfen uns von A nach B zu fahren. Heute mal keine Lust auf Arbeit, ich hätte gern schon heute frei, früh Aufstehen und später zu einer schwierigen Beratung an das andere Ende der Stadt fahren, sind keine erfreulichen Dinge. Auf in den Tag, es ist grau und die Autos rauschen.

Schlafmangel, Beratungen, Termine und Hund

Grausamer Morgen, Wecker um 8 ist gar nicht meins. Und das alles wegen einer Supervision, ja ich würde gern reden, aber über meinen Schlafmangel. Der vorherige Termin um 11 hat mir besser gefallen. Kondenswasser ist an meinen Fenstern zu sehen, da war der Sommer irgendwie besser. Gestern gearbeitet und persönlich und per E-Mail beraten, alles gut, nur das ich meistens nicht zufrieden bin. Gestern früh geschafft, auch einen Friseurtermin zu vereinbaren, der Urlaub kann kommen, Frisör- und Massagetermin stehen. Nach der Arbeit neue Pillen abgeholt und genommen, mal sehen, ob es eine Besserung bringt. Der Hund wird wohl Freitagabend bei mir einziehen, mal sehen wie das wird. Ich habe Angst ihn beim Tragen im Treppenhaus weh zu tun. Was waren das noch für Zeiten, wo der Hund alleine laufen konnte, auch Treppen. Ab unter die Dusche und auf in den Tag, zum Glück muss ich heute Niemanden beraten.

Medikamente, Post, Massage, Frisör und grau

Guten Morgen, endlich mal ausgeschlafen, etwa 10 Stunden gepennt und das ist auch gut so. Gestern früh wusste meine Psychiaterin gleich einen Fachbegriff für meine Symptome, es kann also doch an der Medikamentenumstellung liegen und nicht nur am Stress. Leider muss ich jetzt wieder hoch dosieren, denn sie meinte, dass meine neue Dosis mit dem neuen Medikament, deutlich weniger wirksam ist, als die alte Dosis vom alten Medikament. Sie wollte mir kurz mein altes Medikament wieder andrehen, aber niemals, wer wie ich die Lebendigkeit mit dem neuen Medikament gespürt hat, der will nicht wieder sediert durch die Gegend rennen, dann lieber kurze Ausnahmezustände. Mein Körper und Hirn brauchen vielleicht einfach noch eine Weile, um sich umzustellen, immerhin habe ich das alte Medikament über 5 Jahre genommen. Was sind dagegen knapp 4 Monate? Danach erstmal in die Apotheke, alles musste bestellt werden, den meine Medikamente sind wohl eher selten. Anschließend den Zahnarzttermin am Nachmittag abgesagt und stattdessen zur Post gefahren und meinen hoffentlich letzten Brief ans Jobcenter weggeschickt. Dann noch einkaufen gewesen und im Haushalt gerödelt. Genug für einen Tag, ich brauche auch mal Ruhe. Gestern endlich geschafft einen Termin für eine Massage zu kriegen, ich freue mich, ich brauche dringend eine Massage. Soviel Trauer und Stress in den letzten Monaten, da ist es doch mal schön sich eine Stunde hinzulegen und verwöhnt zu werden. Zum Frisör müsste ich auch noch, aber auch dort schwer einen Termin zu bekommen. Langsam sind sogar mir meine Haare zu lang, sie gehen derzeit bis zum Hintern, bis zur Hälfte des Rückens würde auch reichen. Das Wetter grüßt grau, ohne Regen oder Schnee, auf in den Tag, meine Kolleginnen warten.

Pillen, Laden, vollheulen und Erbe

Da habe ich schon um einen späteren Termin bei der Ärztin gebeten und jetzt ist es mir doch zu früh. Ich hätte wohl keinen Termin vor 13 12 Uhr akzeptieren sollen. Jetzt bin ich müde und gearscht, aber ich muss dahin, die Pillen sind fast zu Ende. Gestern doch mehr als gedacht im Laden gestanden, aber jetzt ist fast alles mit einem Restwert weg. Das Essen wurde dann sehr spät mit nach 21 Uhr und so war ich dann erst gegen 23 Uhr wieder zu Hause und erst nach 2 im Bett. Der Hund macht Fortschritte, er macht allein Gehversuche, meinen Bruder kurz gesehen, aber er war kurz angebunden, anschließend mich dann von seiner leiblichen Mutter am Telefon über eine Stunde voll heulen lassen. Warum heulen die Leute alle bei mir? Gerade jetzt, wo ich auch genug Gründe hätte ständig zu heulen. Das mit dem Erbe wird schwierig, ich hoffe es gibt eine friedliche Lösung, mit der wir beide leben können. Ich denke oft darüber nach. Keine Zeit mehr, ich muss los, ohne Frühstück und mit gerade mal einen Kaffee, blöd, wenn man seine Pillen braucht.

Sonntagsgefühl, verschenken, Zahnfleisch, Trauer und leben

Moin, gar kein Sonntagsgefühl bei mir, aber es ist ja auch kein richtiger Sonntag. Dabei habe ich aus der Familie wahrscheinlich noch den am meisten entspannenden Tag. Ich muss nur früh aufstehen, nach Kreuzberg fahren, Brötchen kaufen, dann in den Laden, dann wieder zum Vater, kochen, wieder in den Laden und dann hoffentlich abends zusammen essen. Ist seltsam ihre Sachen zu verschenken, aber ich bin auch froh über jedes Stück was weitergegeben werden kann und nicht im Müll landet. Das hätte sie so gewollt, das ihre Sachen verteilt werden und nicht entsorgt. Leider ist verteilen auch sehr anstrengend. Aber gestern gab es einige glückliche Menschen die ihre Sachen gern genommen haben. Mein Kreislauf hat sich gestern leider auch mehrfach gemeldet, kein Realitätsriss, aber das Gefühl sich ganz schnell hinlegen zu müssen, wenn es gerade nicht geht. Unbekannten, unerwarteten Menschen noch einen Kleiderständer verkauft und dann abends nach Hause mit Sorgen um den Vater, weil der mal wieder Termine nicht eingehalten hat und stundenlang verschwunden und nicht erreichbar war. Er hat sich dann aber später gemeldet, also alles gut, kein Unfall oder andere Katastrophen. Aktuell lerne ich immer noch meinen Bruder kennen, er hat schon eine seltsame Weltsicht, die mir aber nicht unsympathisch ist. Der Hund muss wegen einer Entzündung im Bein wieder täglich ins Krankenhaus, eine zusätzliche Belastung für meinen Vater, der auch schon auf dem Zahnfleisch geht. So hat es meine Mutter geschafft, dass wir auch nach ihrem Tod alle täglich und reichlich ihretwegen zu tun haben. Das hat sie gern gemacht uns alle zu Arbeitseinsätzen einplanen, sodass keiner mehr Freizeit hat. Das Problem ist nur, wir sind auch alle in Trauer ihretwegen und brauchen eigentlich Freizeit. Auf in den Tag, durchhalten, denn wir leben.

Gebissen, illegales Aussteigen und verschenken

Keine Ahnung was mit mir los ist, aber 40 Minuten vor dem Wecker aufstehen ist eigentlich nicht meins. Nachts noch Nachrichten bekommen und sie erst jetzt gelesen, der Hund hat beim Verbandswechsel meinen Vater in die rechte Hand gebissen. Sieht böse aus, ist aber hoffentlich nicht so schlimm. Gestern früh meinen Busfahrer austricksen müssen, um pünktlich bei der Arbeit zu sein. Es gab eine Polizeisperre und der Bus konnte nicht weiter fahren, aussteigen durfte ich aus Sicherheitsgründen aber auch nicht, denn aussteigen auf einer 4-spurigen Straße, entspricht wohl nicht den Sicherheitsbestimmungen der BVG. Irgendwann stieg aber der Busfahrer aus, um mit der Polizei zu sprechen und ich nutzte die Chance, um ohne seine Einwilligung auszusteigen und zu einem alternativen Bus zu rennen. Damit war ich dann noch mit ausreichend Zeit vor meiner Beratung im Büro. Die Beratung hat mir dann sehr viel Spaß gemacht, es hat sich also gelohnt dafür illegal den Bus zu verlassen. Nach der Arbeit ein kleiner Einkauf und nach Hause, immerhin noch um die Wäsche gekümmert und Nudelreste in der Mikrowelle warm gemacht. Heute Arbeit, ohne Beratungstermine und danach nach Kreuzberg in den Laden. Seltsam ihre Dinge zu verschenken, aber ich weiß das wäre ihr lieber, als wenn wir sie wegschmeißen. Sie war eine große Sammlerin und Recyclerin, sie war immer dagegen Dinge einfach wegzuwerfen, wenn sie noch zu irgendwas gut sind. Draußen liegt noch mehr Schnee und es ist eisig kalt, gut mein Büro ist gut geheizt, aber im Laden wird es kalt sein, denn die Ölöfen sind bereits verkauft. Auf in den Tag, dick anziehen und durchhalten.

Schnee, Hund, Beratungen, Kontostand und Laden

Schnee! Es schneit und es ist auch was liegen geblieben. Nicht viel, aber eine sichtbare weiße Schicht ist draußen zu sehen. Mir geht es seit gestern wieder gut und auch dem Hund geht es gut, ich hatte Angst um ihn, aber gestern Abend wirkte er munterer als sonst und hat auch doppelt soviel wie sonst gegessen. Große Erleichterung und auch Freude herrschte, als er seinen zweiten Napf Futter in sich rein schlang. Die Arbeit gestern war ok, nur leider musste ich länger bleiben als geplant, weil sich eine Beratung von mir verspätete. Heute früh auch eine Beratung allerdings zu einem sehr vertrauten Thema. Wird schon werden, aber mein Plan ist, heute früh von der Arbeit zu verschwinden. Ich muss noch einkaufen und zu Hause etwas putzen, denn morgen und übermorgen komme ich nicht dazu. Mein erstes richtiges Gehalt ist da, ich freue mich und bin etwas stolz, jetzt muss ich jedoch die hoffentlich letzten Nachweise zum Jobcenter schicken. Ich will keine Post mehr von denen bekommen und mich finanziell auch nicht mehr vor denen ausziehen. Was mein Kontostand sagt, geht nur mich was an. Morgen hoffentlich der letzte Tag im Laden, ich hoffe das morgen Abend der Laden leer ist. Auf in den Tag, wird schon alles werden, weitermachen.