Verlorene Stunde, Flirtbörse, Spargel und Streik

Da hätte ich gestern fast die Zeitumstellung vergessen, aber wurde abends noch darauf hingewiesen. Immerhin heute ist Sonntag und nicht ein Wochentag, aber da ich heute trotzdem mit Wecker aufstehen muss, suche ich die verlorene Stunde. Gestern trotz genialen Wetter nicht viel passiert, Arbeit, Einkauf 1 und Einkauf 2 und dann nichts mehr. Einen Wellensittich gab es nicht und auch die Kleinanzeigen brachten keine geeignete Kandidatin. Nachts beschlossen, mich doch wieder in einer Flirtbörse anzumelden, so richtig motiviert gesucht und geschrieben habe ich aber nicht. Angeblich haben bereits über 500 Männer ein Like für mich gesetzt, aber wann bitte soll ich mir 500 Männer angucken? Ich finde für den Anfang, würden mir auch 5 reichen. Heute wieder zum Vater, aber leider ohne Hund, der Hund ist bei jemanden, der ihn die Treppe runtertragen kann. Ich soll heute Spargel kochen, dabei mag ich keinen Spargel und habe das auch noch nie getan, mal sehen wie es wird. Endlich etwas frei und morgen der große BVG Streik, zum Glück wollte ich morgen sowieso nirgendwo hinfahren. Der Haushalt wartet auf meine Aktion, mal sehen, ob ich morgen meine Wohnung wieder besuchstauglich herstellen kann. Auf in den grauen Tag, ich werde den Hund vermissen.

Warum auch immer, derzeit ist Donna Summer die Heldin meines Gehörgangs:

Früh, Wedding, Chaos, Motivation und Wellensittich

Moin, wieder zu früh wach, keine Ahnung was mit mir los ist, aber gut heute scheint die Sonne. Der Kaffee schmeckt und ich bin froh, dass heute der kurze letzte Arbeitstag der Woche ist. Gestern war ok, eine Beratung und dann auf nach Wedding zu einer Arbeitsgruppe, die auch interessant war. Hier sieht es chaotisch aus, keinen Bock auf Hausarbeit, sogar der Müll steht hier noch rum und die Vorräte sind fast aufgebraucht. Heute unbedingt einkaufen, sonst gibt es hier nichts mehr zu trinken und zu essen. Die beste Freundin hat sich schröpfen lassen, was eine Katastrophe ist, jetzt liegt sie blau angelaufen mit Schmerzen zu Hause. Der Vater hat Rücken, nur mir geht es ganz gut, abgesehen von Motivationslosigkeit. Keine Ahnung, ob auf 30 Stunden die Woche gehen wirklich so eine gute Idee ist. Abgesehen von meiner eigenen Leistungsgrenze ist mein Job auch anstrengend, denn die Geschichten, die man täglich zu hören kriegt, sind selten witzig. Auch wenn so eine Beratungssituation meist entspannt im Sitzen mit einem Getränk stattfindet, kostet es doch Seelenkraft, sich in die Höhen und Tiefen eines anderen Lebens reinzudenken. Die Vögel zwitschern, ich werde heute mal schauen, ob ich doch noch eine Wellensittich-Dame organisieren kann. Mein Song der Woche:

Ausgeschlafen, arbeitslos, Shampoo und fehlende Begeisterung

Ausgeschlafen, schlafen ist schon wunderbar. Auch wunderbar ist, dass ich heute allein im Büro sein werde, irgendwie stressen die Kolleginnen doch, wenn man so beengt sitzt. Der Gedanke arbeitslos zu sein, ist heute doch ganz attraktiv, aber ich weiß das ist nicht mein Ernst. Gestern nur eine Beratung, die eigentlich keine Beratung war und viel E-Mails geschrieben und telefoniert. Bei der Post gewesen, ich bin wieder Produkttesterin, dieses Mal für Shampoo, dabei habe ich derzeit durch meine Mutter wirklich genug Shampoo. Also die nächsten Monate muss ich kein Shampoo mehr kaufen. Der Albaner hat sein Buch bekommen und bedankt sich, weitere Kommunikation aber nicht. Ich muss mich hüten, die Arbeit nicht wieder als Gefängnis zu sehen, wer jahrelang tun konnte, was er wollte, für den ist es schon komisch, täglich anzutreten. Keine Ahnung wo meine Begeisterung für die Arbeit gerade hin ist. Vielleicht sind es die Veränderungen, die gerade stattfinden und die ich doch nicht so toll finde oder es ist die Trauer, die mir meine Kraft klaut. Heute ein langer Tag, ich würde gern hier bleiben, verstecken, bis das Geld alle ist. Ist aber nicht, der Tag wartet und wird bis 18 Uhr dauern, bloß nicht erwischen lassen mit meinen Gedanken und meiner Unlust.

Frühschicht, Kosmetik, Geld, Vortrag und Preise

Guten Morgen, Frühschicht, weil die zuständige Kollegin einen anderen Termin hat. Blöd. Na immerhin heißt früh aufstehen heute auch früher frei. Vielleicht kann ich dann nach der Arbeit noch zur Post fahren und rausfinden, wer mir was geschickt hat. Ich benutze jetzt die Kosmetikprodukte meiner Mutter, seltsam, denn der Geruch ist ungewöhnlich. Gestern die Pizza war gut, der Hund war sehr kuschelig, aber auch haarig. Früh schlafen gewesen, obwohl Lucifer lief,  endlich ist die Serie zurück. Vielleicht schaue ich heute den Rest. Das Geld kam gestern zum Glück, so musste ich nichts umplanen. Der Vortrag gestern war ganz gut, ich habe nicht geglänzt, aber auch nicht verkackt. Den Laptop aber durch die ganze Stadt schleppen war mühsam. Dem Vater geht es nicht gut, er hat Rücken, blöd, wenn man täglich über 20 Kilo Hund durchs Treppenhaus schleppen muss. Grau grüßt der Tag, der Kaffee schmeckt, einkaufen müsste ich auch noch, in letzter Zeit habe ich aber den Eindruck, dass ich immer mehr Geld im Supermarkt lasse. Gefühlt sind die Preise derzeit um mindestens 20 % gestiegen. Ich hoffe das bleibt nicht so, auf in den Tag, vielleicht gibt es ja heute was zu beraten.

Marathontag, Vortrag, Pizza, neutral und Geld

Moin, Marathontag gestern gut überlebt, auch wenn ich abends auf Arbeit sehr am Gähnen war. Pleite bin ich und das Gehalt lässt auf sich warten, ärgerlich, denn sonst kommt die Kohle immer früher. Gestern die Besprechung verlief ganz gut, der Dienst danach war wenig spektakulär. Heute ein Vortrag komischerweise bin ich nicht aufgeregt. Wird schon alles werden und danach Pizza für den Vater machen. Gestern eine Postbenachrichtigungskarte erhalten, aber ich habe keine Ahnung was das ist, ich habe nichts bestellt. Die beste Freundin schreibt, aber keine Zeit und Lust, erstmal Kaffee trinken. Die Vögel singen, aber sie sind gut versorgt. Heute bisher keine Heulkrämpfe  und Traurigkeit zum Morgen, ich fühle mich neutral. Wäre schön, wenn das Geld noch heute kommt, sonst muss ich einiges umplanen. Auf in den Tag, wieder ein Tag meines Lebens  ohne Attraktion.

Schlafmonster, Teilzeitliebhaber und unbekannte Zeitgröße

Das Schlafmonster ist wieder da, gestern morgens zwar um die Pakete gekümmert, aber dann ab nachmittags bis abends durchgepennt. Abends dann Wäsche weggeräumt und Frühlingsrollen in den Ofen geschoben und danach wieder pennen. Keine Ahnung was mit mir los ist, aber es war wohl nötig. Energie kommt halt nicht von nichts. Heute der extra lange Tag, mal sehen wie ich mich dabei fühlen werde. Gestern tagsüber wild geträumt, aber wieder alles vergessen. Dem Albaner gestern sein Buch schicken, war auch loslassen, ich erwarte nicht mehr, dass wir uns wiedersehen. Er war wohl ein Teilzeitliebhaber, vielleicht besser als nichts, auch wenn ich eigentlich alles oder nichts will, aber gegen ihn war sogar mein Ex kompatibler zu mir. Ich bin traurig, ich raffe erst jetzt, dass sie weg ist und nie wieder kommt. Komische Welt, ich bin allein und keiner weiß wie lange das dauern wird, sogar für immer ist eine unbekannte Zeitgröße. Ich schlucke dann mal brav meine Pillen, springe unter die Dusche und fahre zu Arbeit, weitermachen, keiner weiß, ob es ein morgen gibt.

Internetanbieter, Bohneneintopf, Pakettag und Nummer 1

Moin, geweckt worden von einem nervigen Anruf von Check24, aber nicht ran gegangen. Ich weiß noch nicht mit dem neuen Internetanbieter und hatte mich nur umgesehen, nur eines ist klar, Vodafone wird es nicht. Ob ich nach all den Jahren allerdings wieder Telekom Kunde werden möchte, ist auch unklar. Gestern beim Vater gewesen, gut gefrühstückt und dann einen großen Topf scharfen Bohneneintopf gemacht. Ausgiebig den derzeit stark haarenden Hund gestreichelt. Ich sah danach aus, als hätte mein T-Shirt eine Enthaarung nötig. Heute frei, aber Pakettag, ich muss ein Paket abholen, ein Paket im Empfang nehmen und zwei Pakete wegbringen. Ansonsten aber nichts und das ist gut so. Die Woche wird anstrengend, morgen z.B. von 10 bis 19 Uhr, da kommt Freude auf. Geld ist noch nicht da, aber bis Ende der Woche sollte es soweit sein. Grau grüßt der Tag, die Straße rauscht, getrocknete Wäsche will weggeräumt werden und der Kaffee schmeckt. Die beste Freundin schreibt viel, aber erstmal aufwachen und bloggen. Ist schon seltsam, das meine Mutter mich zu Lebzeiten voll gequatscht hat, was mit ihren Dingen nach ihrem Tod passieren soll, während mein Vater oder Bruder davon nichts wissen. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass sie mir viel mehr anvertraut hat, als den Rest der Familie. Wie wir im Trauerkreis feststellen durften, wusste ich so einiges, was die anderen nicht wussten. Ist schon seltsam jetzt zu wissen, dass ich ihre Vertrauensperson Nummer 1 war und nicht ihr Mann. Aber das ich die Nummer 1 war und nicht ihr Mann, wusste auch mein Stiefvater, mir war es nur nicht so klar. Aber sie war ja auch meine Nummer 1, keine Ahnung, ob es je wieder einen Menschen geben wird der meine Nummer 1 und ich seine Nummer 1 sein werde.

Sonntag, Freiflug, Sonne, Job und glücklich

Guten Morgen, irgendwie noch nicht bei mir angekommen, das heute Sonntag ist. Der erste Hinweis war, dass ich zwar um 8 wach war, aber mich wieder hingelegt habe. Gestern mal meine Vögel fliegen lassen, aber der männliche Nymphensittich scheint den männlichen Wellensittich nicht zu mögen. Auf Arbeit war es gestern sehr ruhig, aber es gab viel mit der Kollegin zu besprechen. Am Dienstag werden wir zusammen an einem Workshop teilnehmen und wir haben uns vorbereitet. Ich habe beschlossen dem Albaner den Duden, den ich für ihn gekauft habe, per Post zu schicken. Ich hoffe, er nutzt das Buch zum Deutsch lernen. Die Sonne scheint, blauer Himmel mit kleinen weißen Wölkchen, mein Husten ist auch fast weg. Wenn man überlegt, was ich in den letzten Jahren durchgemacht habe und wie die Perspektiven aussahen, bin ich jetzt wohl eine sehr glückliche Frau: Ich habe eine kleine, süße, günstige und sichere Wohnung, ich habe genug soziale Kontakte und einen Job, der mich fordert und der mich trotz reduzierter Wochenstunden ernährt, und wie es scheint, mache ich diesen Job nicht nur gern, sondern auch gut. Gut ich bleibe eine behinderte, dicke Frau, aber eine glückliche. 🙂

Frühaufsteherin, Bargeld, Stundenerhöhung, laute Musik und Bohnen

Was ist denn mit mir los? Wach um 7, wieder hingelegt, wach um 8 aufgegeben. Eigentlich hätte 9 auch gereicht, um nicht zu sagen, 10 wäre auch noch klar gegangen. Aber früh wach ist früh wach, ich war ja auch früh schlafen. Gestern nicht viel passiert telefoniert, recherchiert, eine Beratung gemacht und mich nach der Beratung gegen ein Bargeld-Geschenk gewehrt. Wo kommen wir da hin, wenn uns Ratsuchende Bargeld zustecken wollen? Nach der Arbeit noch einkaufen gewesen, es gibt hier wieder Toilettenpapier, Wasser, Milch und Brötchen. Das Konto sieht böse aus, aber es ist Ende des Monats, nächste Woche müsste das Geld kommen. Müsste hier dringend mal Staubsaugen, auch wenn es niemand außer mir sieht. Gestern per SMS die mehr Stunden zugesagt, ich hoffe, die Nachricht ist angekommen. Versuchen wir es doch mal, annähernd soviel Stunden zu machen wie ein Mensch ohne Krankheitsgeschichte. Aber nach 6 Jahren, ohne Rückfall, kann man das wohl mal versuchen. Aktuell habe ich die Tendenz zur lauten Musik, gestern im Bus den iPod auf maximale Lautstärke gedreht und gefreut. Mir ist nach singen und tanzen und wenn keiner da ist, mache ich das auch. Ich denke oft an sie und frage mich, ob sie uns beobachtet, was sie denkt und wie sie das Gesehene kommentieren würde. Muss heute noch irgendwas einkaufen, was ich am Sonntag kochen kann, ich denke an einen Bohneneintopf, aber die letzten Wochen keine frischen grünen Bohnen gesichtet. Ich werde es mal im türkischen Großmarkt versuchen. Auf in den Tag, der Kaffee ist fast alle und die Sonne kommt gerade nach dem Nebel herausgekrochen.

Kahler Baum, Stundenerhöhung, Anwalt, Formular und Wunder

Keine Meinung zum Tag, kahler Baum grüßt vor grauen Ambiente. Es gibt Neuigkeiten von Arbeit. Wir haben doch mehr Geld als gedacht und dieses soll jetzt in mehr Stunden für uns Berater umgewandelt werden. Auch ich habe eine Stundenerhöhung angeboten bekommen, aber ich bin mir nicht ganz sicher. Das Geld ist reizvoll, aber freie Zeit haben ist auch wertvoll. Allerdings auch meine Chance mit meinem Job mehr Geld zu verdienen, als vorher als Aufstockerin. Derzeit habe ich nämlich, trotz mehr Stunden, nicht mehr Geld als vorher mit dem Jobcenter. Der Tag gestern war ruhig, Recherche und eine Beratung gemacht und dann nach Hause. Ich muss noch dringend einkaufen, das Toilettenpapier ist fast alle. Den Anwalt anrufen, wäre auch eine Maßnahme, obwohl mir der Lösungsvorschlag zum Erbe, immer besser gefällt. Gestern Abend noch in die Badewanne und früh schlafen gewesen. Komische Welt, ich finde es sehr schade, dass ich meiner Mutter nicht vom Job berichten kann und ihre Meinung dazu hören kann. Mein Vater meinte dazu nur „schön“. Aber ich würde gern intensiver die Vor- und Nachteile abwägen. Heute 2 Beratungen, eine mit einem Antrag ausfüllen, zum Glück bin ich in deutscher Formular Scheiße sehr erprobt. Irgendwie alles auch unrealistisch, ich finde einen tollen Job und erhalte innerhalb des ersten Jahres 2 Gehaltserhöhungen und 3 Stundenerhöhungen, klar habe ich dafür auch was getan, aber das meine Leistung so schnell erkannt und anerkannt wird, erscheint mir doch wie ein Wunder.  Mein Unterleib zickt, ich vermute, der Trauermarsch geht bald los. Die Vögel singen ein Lied und ich würde hier immer noch gern streichen. Auf in den Tag, der Kaffee ist bei mir.