Schlaf, Ausbilderin, Spandau und Restgeld

Zweite Nacht ohne genug Schlaf. Heute nicht so strahlende Laune, die Zuständigkeit heute auf Arbeit ist noch nicht geklärt, eigentlich wollte ich sie haben, aber gerade bin ich mir nicht so sicher. Gestern überrascht worden, eine meiner ehemaligen Ausbilderinnen hat mich gefragt, ob ich auch Ausbilderin werden möchte. Ich fühle mich geehrt und habe Interesse bekundet, allerdings weiß ich noch nicht, ob ich das zeitlich und finanziell hinkriege. Ich treffe mich morgen mit ihr und hoffe, dass ich danach mehr weiß. Heute zum Glück wenig Programm, nur Arbeit und danach einkaufen, sonst nichts. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und mein Gesicht braucht noch eine Weile, um sich zu entfalten, zum Glück bin ich am morgen unbeobachtet. Der Musiker antwortet seit gestern nicht mehr, er dachte wohl, ich besuche ihn in Spandau, doch ich finde, er kann auch in einen meiner Bezirke kommen. Ein typisches Berliner Problem, Berliner verlassen nicht ihre Bezirke. Er scheint wohl Berliner zu sein, ich aber nach 30 Jahren Berlin auch. Die beste Freundin schweigt, der Grieche auch, aber auch ich habe nicht viel zu sagen, außer ich möchte schlafen. Das Geld ist noch nicht da und wie ich gestern raushörte, wird es wohl bis nächste Woche dauern. Also habe ich mir gestern mein Essensgeld von dem Vater auszahlen lassen, ich schaffe das schon mit dem Restgeld bis nächste Woche. Auf in den Tag, heute Nachmittag wohl schlafen.

2 Gedanken zu „Schlaf, Ausbilderin, Spandau und Restgeld

  1. Also das mit den Bezirken ist für mich eine neue Information. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das mit der ehemaligen Trennung von Ostberlin und Westberlin zusammen hängt.

    So etwas Ähnliches kenne ich von Belgrad und Zemun, das heute auch zu Belgrad gehört. Belgrad war unter türkischer Herrschaft, südlich der Save, Zemun hatten die Österreicher, nördlich der Save. Auch heute höre ich und erlebe es auch, dass Bewohner von Zemun nicht nach Belgrad fahren und umgekehrt. Eigentlich ist es nur eine Brücke, wenn man Novi Beograd dazwischen rasch durchquert.
    Für mich gab es keine Trennung, denn Zemun hat fantastische Restaurants am Donau-Ufer.

    • Nein, das mit den Bezirken ist ein allgemeines Berliner Ding. Die meisten Berliner leben/bewegen sich in maximal 3 Bezirken. Die Stadt ist einfach zu groß, um ständig in allen Bezirken zu sein. In West-Berlin gab es auch schon die Süd- und Nord-Berliner. Ich war immer ein Süd-Berliner im Westen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch immer noch die Grenze zwischen Ost- und West-Berliner. Die West-Berliner leben nur im Westen und die Ost-Berliner nur im Osten, klar gibt es Ausnahmen, aber die sind selten. Ich fühle mich als Wessi auch immer noch seltsam im Osten, obwohl ich hier schon über 3 Jahre lebe. Die Grenze im Kopf ist also noch bei vielen gegeben. Das mit meiner Verabredung ist doppelt kritisch, er wohnt nördlich in West-Berlin und ich südlich in Ost-Berlin, wenn wir uns treffen sollten, ist ein Wunder von Toleranz. 😉

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