Keiner fickt mich…

Guten Morgen, gestern war ganz ok, auch wenn ich nicht die volle Stundenzahl gemacht habe, traurig wurde es dann erst zu Hause, als ich mein Facebook las. Ein alter Freund, mit dem ich auch eine Liebelei hatte, ist gestern an Krebs gestorben. Wir hatten die letzten 20 Jahre keinen Kontakt, außer einer Facebook Unterhaltung, aber trotzdem hatte er einen Platz in meinen Herzen. Er war mein Jahrgang. Eine alte Freundin möchte mich zur Trauerfeier einladen, aber ich weiß nicht, ob ich da wirklich hin will. Ich bin noch immer nicht fertig mit der Trauer um meine Mutter, ich will nicht noch mehr Trauer.

Heute Arbeit, aber ich werde wohl wenig zu tun haben, aber gut, Beratungen vor- und nachbereiten geht immer. Hier sieht es kacke aus, das Arbeitsdrama hat mich mitgenommen und jeden Abend auf fast Mitternacht warten, um mit ihm zu reden, war auch zu viel. Ich brauche Pause und eine Putzfrau, keiner fickt mich außer das Leben….

14 Gedanken zu „Keiner fickt mich…

  1. Möglicherweise meint es das Leben doch besser mit dir, als von dir erwartet und wie du es dir selbst gönnen würdest mit dem derben Ausdruck des f* … als Lebensglück.

    • Keine Ahnung, aber ich habe schon sehr viele Menschen in meinen Leben verloren. Von Glück kann man wohl sprechen, dass ich im freien Deutschland geboren wurde und nicht in einen frauenfeindlichen und/oder sehr armen Land.

      • Ja, mit dem Geboren werden ist zugleich auch das Sterben inkludiert und den Tod von anderen Menschen zu erleben. Ich frage mich manchmal, wie schaffen es Menschen seelisch zu überleben und ein möglichst gutes Leben zu führen, nachdem ein Teil ihrer Angehörigen oder alle Angehörigen im KZ ermordet worden waren? Was hat ihnen dabei geholfen, nach dem Verlust nicht daran zu zu zerbrechen oder einer Depression zu erliegen?

        • Ich denke andere Menschen die ein Lachen oder Liebe schenkten. Vielleicht auch ein schöner Sommer und die Einstellung im jetzt zu leben und nicht in der Vergangenheit. Ein verletzter Mensch kann heilen, aber es braucht viele Hände dazu.

          • „…aber es braucht viele Hände dazu“- Braucht es das? Ich lese ein Buch von einem KZ-Überlebenden. Er hat nie jemanden nahe an sich heran gelassen. Jede Beziehung mit ihm war das Wagnis einer Dreierbeziehung … seine Partnerin, er und seine KZ-Vergangenheit, die er sein ganzes Leben mit sich trägt.

          • Das finde ich bewundernswert, aber unnötig tapfer. Ich denke die Bewältigung der Vergangenheit, kann durch Gespräche oder schreiben besser verarbeitet werden und so die zu tragende Last reduziert werden.

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