Alptraum, Botschaft, heulen und Horror-Geschichten

Guten Morgen aufgewacht und trotzdem ist alles, was gestern noch passiert ist, wahr. Scheiße, ich dachte, es wäre nur ein Alptraum. Aber es ist wahr, dass er mir gestern einen Brief gezeigt hat, indem stand, dass die Deutsche Botschaft Delphi, seine Uni als nicht zulässigen Studienbetrieb bezeichnet und einem Inder deswegen das Visum zum Studium in Berlin verweigert. Ich weiß nicht, ob deutsche Botschaften Informationen austauschen und auch nicht, ob Visa, die für ein Studium bereits erteilt wurden, wieder zurückgezogen werden können. Auf jeden Fall ist klar, dass sein teuer bezahlter Abschluss, nichts wert sein wird. Ich habe Angst, dass er bald nicht mehr hier ist, aber nach keinen 3 Monaten heiraten, ist mir einfach zu früh. So saß ich gestern Abend heulend da und weil das nicht reicht, rief die beste Freundin auch heulend an und erzählte ebenfalls eine Horror-Geschichte. Ganz schlechter Film, ganz schlechter Film. Ich war so glücklich und nur besorgt über die beste Freundin, jetzt scheint mein und ihr Spiel beendet zu sein, und zwar als Verlierer.  Ich muss heute arbeiten, aber ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Ist alles verlieren und dagegen kämpfen wirklich vom Schicksal vorgesehen? Der Kaffee schmeckt, aber ich fühle mich kraftlos und würde gern gleich nach dem Aufstehen weiter heulen. Ich weiß nicht was ich machen soll, ich habe Angst, dass seine ganze Liebe nur eine Lüge war und selbst wenn nicht, heiraten nach ein paar Wochen? Ich habe Angst, um ihn, um mich und die beste Freundin. Die Sonne scheint und ich weiß nicht was ich ihm sagen soll, ob es überhaupt noch was zu bereden gibt. Ich bin kein Feigling, aber nicht ohne Grund mit über 40 noch nicht verheiratet, es ist nicht so, dass ich nicht die Chance dazu gehabt hätte. Brötchen warten und ich schwitze, wieder 27 Grad in der Bude. Wecke mich bitte auf, aus diesem Alptraum.

Zu spät, Pizza, Vertrauen, keine Termine

Guten Morgen, verpeilt bin ich und gestern fuhr das Boot ohne uns los, denn wir waren zu spät. Also rannten wir durch die Gegend, endeten beim Supermarkt und kauften Bier und eine Fertigpizza. Jetzt ist er weg, obwohl er nach mir arbeiten muss. Er sah gestern sehr gut aus, zum Anbeißen. Leider blieb es auch beim Anbeißen, denn meine weiblichen Trauertage verdarben uns den Spaß. Langsam fasse ich grundlegendes Vertrauen, es wächst relativ schnell, aber so weit, dass ich ihn allein in meiner Wohnung lasse bin ich noch nicht. Hier sieht es scheiße aus, ich muss dringend putzen. Grau ist es und trotzdem warm, hier sind gerade 27 Grad im Wohnzimmer. Ich werde ihn vermissen, aber wir treffen uns besser, wenn ich gerade nicht blute. Keine Termine heute auf Arbeit, mal sehen was ich anstelle, auf in den Tag, die Kollegin erwartet mich.

Schlaf, Metropolis, Mitleid und Heimwegbegleitung

Zweite Nacht mit zu wenig Schlaf, ich fühle mich matschig und habe aktuell keinen Bock auf Arbeit. Gestern im Freilichtkino Friedrichshain gewesen und Metropolis mit Klavieruntermalung gesehen. Das live gespielte Klavier hat mich wach gehalten, bisher bin ich bei diesem Film immer eingeschlafen. Jetzt ist diese Bildungslücke geschlossen und ich war danach froh nach Mitternacht zu Hause zu sein. Der Tag beim Senat gestern war ganz anders als gedacht, die die mir wie Arschlöcher erschienen, waren den Tränen nah und klagten. Da hatte ich dann doch Mitleid. Die Sonne scheint und ich freue mich, wenn ich heute früh Feierabend habe. Ich werde etwas Zeit für mich haben und dann weiter rennen zum Bootsausflug. Gestern Nacht ihn als digitale Heimwegbegleitung gehabt, normalerweise sitze ich zu Hause und warte darauf, dass er im sicheren zu Hause ist, gestern hat er das für mich getan. Ich glaube, ich bin ganz froh, wenn ich morgen nichts zu tun habe, außer Arbeit. Die Pizza mit dem Vater habe ich heute abgesagt, wir haben uns ja gestern gesehen und viele Stunden zusammen verbracht. Derzeit schlecht organisiert, kein Brot da, aber immerhin Kaffee, auf in den Tag.

Unanständig, digital, Kino, Bootsfahrt und Lächeln

Gähn, guten Morgen. Unanständig diese Zeit, es ist noch nicht mal richtig hell, aber der Senat ruft. Eine Mücke sitzt auf der orangen Wand, da soll sie mal sitzen bleiben. Gestern war ganz okay, 2 Beratungen gemacht und ein erfreuliches Personalgespräch gehabt. Mit ihm geschrieben, digitale Liebe durch den Handapparat. Heute Abend dann ins Kino, eigentlich keine Lust, denn heute 8-9 Stunden unterwegs sein und morgen wieder Frühdienst, ist mir zu viel Stress, auch ohne einen langweiligen Film am Abend, aber der Vater will da unbedingt hin. Der Kaffee schmeckt und ich habe keine Lust auf Menschen zu treffen, die eine Erfahrungsexpertin nicht zu schätzen wissen, eher das Gegenteil. Zurück zum Alltag, Urlaub war letzte Woche. Ich vermisse ihn, ich vermisse sie, aber ihn werde ich wohl morgen sehen, wir haben eine Bootsfahrt geplant. Das nächste Ärgernis mit Sanicare liegt vor, sie haben mir meinen letzten Rechnungsbetrag doppelt abgebucht, dabei habe ich nur eine Lieferung erhalten, als hätte ich nichts anderes zu tun. Auf in den Tag und den Arschlöchern ins Gesicht gelächelt.

Verpennt, Etappenschlaf, Personalgespräch, Todesängste und Geld

Verpennter Morgen, derzeit scheint Etappenschlaf in zu sein, ich schlafe ab morgens um 6 nicht mehr durch. Aber heute ist Spätschicht, also legte ich mehrmals wieder hin. Bin noch nicht ganz da, irgendwie stecke ich noch mit einem Fuß im Urlaub. Gestern festgestellt, dass er mich sehen wollte, aber es nicht gerafft, denn er sagte nur etwas von Montagabend, nach der Schule, habe ich Zeit, nicht dass er mich sehen will. Etwas aufgeregt wegen dem Personalgespräch heute, aber wird schon klappen. Gestern war es mir zu heiß, aber der angekündigte Regen kam nicht. Grau ist es und das Thermometer im Wohnzimmer misst 27 Grad, hier ist es kühler als draußen. Der Arzttermin gestern war gut, da ich aber derzeit immer noch ständig diese Todesängste habe, hat sie das Thema Medikamtenreduktion einfach ignoriert. Diese Ängste habe ich aber trotz Medikamente, ich glaube sie helfen nicht dagegen, der Schreck einen geliebten Menschen so schnell und ohne Vorankündigung zu verlieren, sitzt halt tief. Ich habe halt Angst, dass sich das wiederholt. Die Woche ist voll, kaum Zeit zum Ausatmen, mal sehen wie ich mich schlage. Das Geld ist da, ich freue mich und atme aus, rote Zahlen auf dem Konto sind halt nicht ermutigend. Diesen Monat muss ich mehr auf mein Geld aufpassen, im Urlaub gibt man halt mehr Geld aus. Weitermachen, wird schon alles werden und ich hoffe, die Angst geht wieder,  Menschen die ich liebe, habe keine Erlaubnis zum Spontan-Tod.

Psychiaterin, Nachbarn, Personalgespräch und beste Freundin

Guten Morgen. Heute ziemlich zerknautscht, aber ein Arzttermin wartet. Es gibt viel zu besprechen, ich hoffe, da reichen die paar Minuten, die sie für mich hat. Ich fahre auf jeden Fall fast 2 Stunden durch die Gegend, um 10 maximal 20 Minuten mit meiner Psychiaterin zu sprechen. Ich bin müde, es ist grau und hier müsste mal jemand aufräumen. Gestern mit dem Vater und Hund war ganz schön, aber auch öde, da ich nicht kochen musste, hatte ich wenig zu tun. Nachbarn klingelten mehrfach, mein Vater ist durch die Nachbarn sozial eingebunden. Vielleicht sollte ich aufhören mich zu sorgen, dass er allein ist, er ist in seinem Haus niemals ganz allein. Ich vermisse ihn, aber ich habe Unterleibsschmerzen und ich denke, es geht bald los. Morgen ein Personalgespräch, ich hoffe, das verläuft erfreulich. Von meiner Seite aus, gibt es derzeit nichts zu meckern, ich hoffe die haben auch nichts an mir zu meckern. Das Geld ist noch nicht da, aber es kommt sicher die Tage. Der Kaffee schmeckt und ich habe keine Lust auf Frühstück, vielleicht später. Die Vögel singen, es ist grau und die Straße rauscht. Bei der besten Freundin geht es hoch her, ich hoffe sie und ihre Mutter durchschiffen die gefährlichen Kanten des Systems schadlos. Auf in den Tag, heute wird nicht gestorben.