Schaltjahr, türkisch, Hochzeit, Busregeln und Sturm

Fast vergessen, Schaltjahr, willkommen am 29.02.2020. Viel zu früh wach, aber wach ist wach. Gestern bei einem türkischen Supermarkt einkaufen gewesen, das sollte ich viel öfter machen, eine volle Tasche mir leckeren, frischen Sachen für nur 13 Euro. Zu Hause dann türkisch gegessen und wieder ein Basenbad. Ich will nicht krank werden, jetzt wo ich immer mehr verantwortlich auf Arbeit bin. Gestern meinen ersten Flüchtling in der Beratung gehabt, eine sehr traurige Geschichte und ich bin mir nicht sicher, ob ich helfen kann. Grau grüßt der Tag, letzter Arbeitstag die Woche, aber ich vermute heute wird es entspannt. Er hat heute Doppelschicht, da möchte ich nicht tauschen, mir reicht eine Schicht und auch diese könnte nach meinem Geschmack gerne ausfallen. Mein Vater scheint wegen der geplanten Hochzeit sehr glücklich zu sein und erzählt es überall rum und lädt Gott und die Welt ein. Ich schweige dazu immer noch tendenziell und habe bisher nur die beste Freundin als Trauzeugin eingeladen. Mal sehen, wen ich noch einlade, nachdem jetzt klar ist, dass wir kostengünstig in der Wohnung meiner Eltern feiern, könnte ich auch beliebig einladen. Habe die Kleidersuche vorerst eingestellt, wer weiß wann es möglich ist zu heiraten, das könnte noch Monate dauern, aber ich hoffe es wird noch dieses Jahr. Der Kaffee schmeckt und ich sollte aufhören mich im Bus immer wieder über die Leute aufzuregen, die (ohne Fahrschein) hinten in den Bus einsteigen, Zeit sparen und mir dann die letzten Sitzplätze wegschnappen. Bin ich ein Idiot, weil ich wie verlangt, vorne einsteige, meinen Fahrschein vorzeige, auf langsame Rentner warte und weil das dann alles so lange dauert, keinen Sitzplatz mehr kriege? In diesem Punkt bin ich wohl kleinkariert, weil ich es irgendwie nicht gerecht finde, dass Leute, die nicht nach den Regeln spielen Vorteile davon haben und ich den Nachteil. Mal sehen, ob ich hier heute noch aufräume, nötig wäre es. Morgen zum Vater und der Bruder kommt auch und danach kommt mein Schatz zum Übernachten zu mir. Heute aber noch Ruhe nach der Arbeit, es ist immer noch komisch hier allein zu schlafen, auch wenn ich allein besser schlafe, es kommt mir seitdem er weg ist falsch vor. Auf in den Tag, es ist stürmisch in meinen Leben, aber der Sturm geht vorbei.

Drohbriefe, Vorstellungsgespräch, krank und Transmenschen

Guten Morgen, doch gut gestern beim Vater gewesen zu sein, bestimmte Themen kann ich nur mit sehr wenigen Menschen besprechen und das konnte ich gestern. Das Bafög Amt hat wieder böse Briefe geschrieben, wird Zeit, dass ich nie wieder Briefe von denen bekomme. Mein Schatz hat gerade ein Vorstellungsgespräch, mal sehen, ob diese Firma so fair und toll ist, wie sie sich selbst beschreiben. Wieder ein grauer Tag, der jede Motivation raubt, aber immerhin darf ich heute spät auf Arbeit sein. Die Hochzeitsplanung geht voran, mir war nicht klar wie teuer eine Hochzeit ist. Die Hochzeitskleider gehen zurück, wenn ich mich darin nicht schön fühle, sind es die falschen Kleider. Heute bisher keine Halsschmerzen, aber insgesamt fühlt sich mein Körper schwer an. Zwei Kollegen sind krank, vielleicht habe ich auch etwas abbekommen. Der Kaffee schmeckt, Brötchen warten und der Blutdruck ist zu hoch, aber der Bafögbrief regt auf, entweder zahlen oder Vollstreckung, das sind keine guten Optionen. Heute Beratungstermine, mal sehen wie es wird, diese Woche voll hereingefallen auf einen Transmenschen: Die Person stellte sich als Mann vor, sah aber wie Frau aus, also redete ich die Person mit Er an, weil die Person sich als Mann vorgestellt hatte, das war aber nicht richtig und ich holte mir eine verbale Abreibung ab. Ganz fair fand ich das im Nachhinein nicht, denn er/sie hätte mir am Anfang mitteilen sollen, wie er/sie angesprochen werden möchte, dann hätte ich es auch beachtet. Auf die Idee einen erwachsenen Menschen als „es“ anzusprechen, wäre ich allein nicht gekommen, ich finde die Anrede „es“ beleidigend. Hätte er/sie aber natürlich haben können. Auf in den Tag, es wird Zeit sich um den Kredit zu kümmern, keine Lust weitere bedrohliche Briefe aus Köln zu bekommen, ich zahle und die können aufhören mir hinterher zu schnüffeln, mir Dinge zu unterstellen und mich zu bedrohen. Auf in den Tag, heute bitte keine weiteren Drohbriefe und aggressive Transmenschen.

Corona, Hamsterrad, Geld und keine Zahnschmerzen

Guten Morgen, der Stein ist erwacht, hat aber heute Augenringe und leichte Halsschmerzen. Nein sicher kein Corona, irgendwie ist die ganze Panik deswegen bisher an mir vorbeigegangen. Habe beschlossen weiter gelassen zu bleiben, solange es keine Meldungen für Berlin gibt. Gestern sehr viel geredet und den Restarbeitstag allein genossen, danach zur Drogerie und in den Supermarkt, gestern gab es Steak mit Salat und ein Basenbad. Irgendwie muss sich Frau ja belohnen. Er hatte wieder Nachtschicht und sollte jetzt auf dem Heimweg oder bereits in seinem Studentenwohnheim sein. Der Blutdruck ist mit 110 niedrig, ich vermute wäre er hier, wäre er höher. Der Kaffee schmeckt und ich muss aufpassen, dass die Woche sich nicht wie ein einziger Murmeltiertag anfühlt, es ist kein gutes Zeichen, wenn ich mich wie in einem Hamsterrad fühle, aber derzeit fühle ich mich so, immer in Erwartung auf den Feierabend. Ich hoffe, das ist nur der Winter, der mich antriebslos macht. Derzeit fände ich 24/7 Freizeit gar nicht so schlecht. Gestern einen Test zum Autismus gemacht, autistisch bin ich nicht, aber vieles andere. Für Autismus bin ich zu emphatisch und gesellig. Das Geld ist endlich da, aber auch diesen Monat sollte ich meine Füße still halten, keine Sonderausgaben bitte. Ich sollte das mit der Umschuldung immer noch angehen, günstige Kredite sind überall zu haben. Trage jetzt brav nachts meine Zahnschiene, endlich keine kieferübergreifenden Zahnschmerzen mehr, ich hatte mich gewundert, woher die Schmerzen kommen, jetzt weiß ich sie kamen vom nächtlichen Zähneknirschen. Seit dem Tod der Mutter habe ich mir sehr viel Zahn weggeknirscht. Auf in den Tag, ohne Zahnschmerzen und mit niedrigem Blutdruck, was will man mehr.

Stein, Labbertag, allein und Hochzeits-Alien

Moin, derzeit meine Spezialität: Schlafen wie ein Stein. Auch heute Nacht, eine traumlose Auszeit ohne Unterbrechungen. Ich weiß ein Geschenk, erst neulich klagte eine Frau, dass sie gern mal wieder lange und tief durchschlafen möchte, ich kann das im Gegensatz zu ihr. Gestern auf Arbeit nicht viel passiert, besonders abends wurde es etwas langweilig. Heute Labbertag, das wird anstrengend. Heute früh allein und das ist auch gut so, wir haben uns die letzten Tage viel gesehen. Feststellen dürfen, dass ich mich in einem potenziellen Hochzeitskleid fühle wie ein Alien, das passt einfach nicht zu mir und auch die beste Freundin fand die Fotos im Kleid merkwürdig. Es ist ja auch merkwürdig, Jahrzehnte habe ich mich dagegen gewehrt und jetzt versuche ich es und es fühlt sich fremd und unpassend an. Ich bin halt keine Braut, ich bin eher der Kumpeltyp. Mal sehen wie ich mit diesem Problem umgehe, aber ich vermute komme ich in einer lila Latzhose zur Hochzeit, wird er blöd gucken. Aber gut, dass ich kein stilles, kleines, Weibchen bin, sollte er jetzt schon wissen. Schauen wir weiter, vielleicht wird es auch einfach nur ein schönes Kleid ohne diesen ganzen weißen Spitzenkram. Grau grüßt der Tag, Abwechselung ist derzeit nicht angesagt, wir haben grau oder grau bei mittleren Temperaturen. Denke viel über den Tod meiner Mutter nach, sie war zum Ende hin eine körperbehinderte Schmerzpatientin, davon bin ich weit entfernt, also lebe ich länger? Irgendwas muss ich ja von meinem genetischen Vater haben, ich hoffe ich habe seine Hirngefäße, die nicht so schwach sind, wie die von meiner Mutter. Auf in den Tag und die männerlose Ruhe genossen, morgen geht es wieder zum Vater, denn er möchte die Pizzaabende doch nicht einstellen. Auf in den Tag, in Hosen und Turnschuhen, so ganz ohne Kleid.

Nachtschicht, Lärmschreck, Blutdruck und Basenbäder

Guten Morgen, nein ich bin noch nicht wach, aber er ist nach seiner Nachtschicht gekommen und schläft jetzt. Er mag die Nachtschicht nicht, die Nachtschicht ist aber gerade der best bezahlte Job, den er haben kann. Ich darf heute auch wieder arbeiten, mal sehen wie es wird, könnte anstrengend werden. Der Kaffee schmeckt und ein blauer Himmel mit Wolken ist zu sehen. Er schnarcht, aber das finde ich schön. Gestern versucht zu ruhen, aber meine Nachbarn haben sehr laut Mucke gehört und ihre Kinder angeschrien. Diese Nachbarn sind wirklich der Lärmschreck des ganzen Hauses, aber klingeln bei mir wegen Monster. Kaum ist er wieder da, ist auch mein Blutdruck wieder zu hoch, ich finde das nicht so erfreulich, aber Trennung wegen dem Blutdruck? Kann ich ihn mir gesundheitlich nicht leisten? Aber ich vermute, dass es mir bei jedem anderen Mann mit ernsten Absichten genauso gehen würde. Es ist die Panik, nicht die Blutgefäße, die den Bluthochdruck entstehen lassen. Wäre es ein rein körperliches Symptom, hätte ich allein und in Ruhe nicht Werte zwischen 100 und 110. Gestern nicht viel passiert: Einkaufen gewesen, Wäsche gewaschen, zwei Schlafversuche die wegen Mucke und Geschrei scheiterten, Reste essen und ein bisschen Aufräumen. Jetzt wo hier eine Hochzeit geplant wird, vermisse ich meine Mutter besonders, es gibt so viele Dinge, bei denen sie mir normalerweise geholfen hätte, aber ich muss alles allein regeln. Es gibt zwar noch den Vater, aber was weiß der von Kleidern und der Planung einer Feierlichkeit? In der Badewanne gewesen, angeblich sollen Basenbäder ganz toll sein, aber mir fehlt bisher der Zusatz. Ich warte auf mein Geld, das Konto sieht mies aus, aber bisher war auf meinen Arbeitgeber immer verlass. Auf in den Tag, die Telekom hat angeblich einen Fehler behoben, es gab seitdem tatsächlich keine Ausfälle, ich hoffe es bleibt dabei. Ich glaube ich gehe jetzt wieder kuscheln, bis zur Arbeit habe ich noch Stunden.

Kuscheliger Sonntag, Kraft, Optimismus und meine Mutter

Guten Morgen, ein verregneter, aber kuscheliger Sonntag mit guten Essen liegt hinter mir. Ich denke wir haben das Beste aus dem Sonntag gemacht, zusammen gekuschelt auf dem Sofa liegen und lecker kochen und essen. Jetzt ist er schon weg und ich versuche das Standesamt anzurufen, um einen Beratungstermin zu kriegen, aber ich habe drei Nummern und egal wo ich anrufe, keiner geht dran. Der Kaffee schmeckt, die Kippe brennt und auch heute löst das Wetter keine gute Laune aus. Nicht viel zu tun, einkaufen und aufräumen, wenn ich will. Ich blinzele noch in den grauen Tag, alles wird gut und der Frühling kommt bestimmt. Musik versüßt mir den Morgen, keine Ahnung warum ich gerade einen Hang zur Schnulze habe. Aber ich fühle die Musik und bin glücklich, fast so intensiv wie als Teenager. Die Umarmungen meines Schatzes geben mir Kraft, Kraft um im Berufsalltag gegen die schlechte Laune oder gar Depression meines Gegenübers anzureden, solchen Menschen Kraft, Hoffnung und vielleicht sogar gute Laune zu geben ist eine anstrengende Mission, aber meistens erreiche ich was, aber auch nur, wenn ich selber genug Optimismus im Gepäck habe. Meine Erfolgsprämie nach so einem Gespräch ist ein Lächeln oder sogar ein Danke. Das Leben hat mich gefickt und fast zerstört, aber ich bin auferstanden wie der Phönix und jetzt fliege ich wieder, wenn auch etwas paranoid, weil ich nicht nochmal brennen will. Es ist so schade, dass meine Mutter alle diesen Entwicklungen nicht mehr sehen kann, dass ich beruflich wieder Fuß gefasst habe, dass ich keine Hilfen mehr vom Staat brauche, dass man mich unter Menschen aussetzten kann und ich rede mit ihnen und das ich ihn gefunden habe und vielleicht heirate, sie wäre sehr glücklich, ich bin kein Pflegefall mehr und allein auch nicht. Dabei war sie dagegen die Medikamente zu reduzieren, sie war dagegen, dass ich den Job wechsle, aber ich war anderer Meinung und lag richtig. Wie gut, dass ich ein Dickkopf wie sie bin und meinen Weg gehe, egal was da kommt. Danke Mama, dass du meine Pflegerin warst, danke das du immer an mich geglaubt hast und mich gefordert hast, obwohl es Meinungen gab, dass es sinnlos und aussichtslos ist. Du hast deine Mission erfüllt und bist gegangen, als die Mission erfüllt war. Ich vermisse dich in Dankbarkeit und lebe nun für uns beide.

Frei, keine Todesgefahr, rassistisch und Liebe

Guten Morgen, noch nicht ganz gerafft, dass ich heute freihabe und morgen auch. Das ist doch sehr erfreulich und genug geschlafen habe ich auch. Heute kommt er, ich freue mich, wir werden reden und später kochen, gegrillte Hähnchenschenkel, Süßkartoffelpommes und Salat, das ist ein Gericht, was auch er mag. Gestern ruhig auf Arbeit, eine Beratung gemacht und mit einem eigentlich grummeligen Türken Formulare gewälzt, zum Ende hin hat er dann doch gelächelt. Grau grüßt der Tag und hier sieht es seit Wochen nicht so gut aus, denn ich hatte keine Lust zu putzen. Der Blutdruck ist sehr niedrig, habe ich meine Ruhe, ist auch da Ruhe. Das beruhigt, heute also keine Todesgefahr durch Bluthochdruck, eigentlich schon die ganzen letzten Tage nicht. Vielleicht werde ich doch, wie ich ursprünglich mal dachte noch eine sehr alte Frau. Meine Oma ist über 70 und meine Urgroßmutter hat es über 90 geschafft, das wünsche ich mir auch. Da ich bisher keine Post vom Anwalt bekommen habe, denke ich auch, dass mein genetischer Vater noch lebt. Aber ob der lebt oder nicht, interessiert mich eigentlich nicht, abgesehen von meiner eigenen Lebenserwartung. Sollte er irgendwann sterben, werde ich nicht zu seiner Beerdigung gehen, das sollen mal meine Halbschwestern machen, die kannten ihn wenigstens. Müll rausbringen müsste ich und das Bad putzen, aber erstmal gar nichts und Kaffee. Ich habe ein schönes, neues, rotes Wollkleid zum Wickeln, ich vermute, das könnte mein neues Lieblingskleid für zu Hause werden. Ich glaube, er wird es auch mögen. Langsam macht es Klick in meinen Kopf, es war gut, dass er ausgezogen ist, das gibt mir die freie Wahl mit ihm zu sein oder auch nicht. Auch die Hochzeitspläne sind wohl eher romantisch und nicht wegen der Papiere, denn alle meine Recherchen haben ergeben, dass er auch ohne Hochzeit bleiben darf, denn er wird bald einen deutschen Bildungsabschluss haben und das berechtigt zum Bleiben, wenn er Arbeit findet und er hatte immer Arbeit seitdem er in Berlin ist. Ich denke, er ist einfach altmodisch und bereit sich zu binden und deswegen auf eine Heirat erpicht. Was ich dagegen zu oft dachte, war wohl rassistisch und paranoid, er ist kein Flüchtling, er ist Student und er liebt mich. Es wird alles werden, aber ich brauche Zeit, ich dachte immer ich wäre so weltoffen und tolerant und da diskriminiere ich den Mann den ich liebe. Zum Glück hasst er mich nicht dafür und hat Geduld, auch bei einem deutschen Mann würde ich mir wegen einer Heirat in die Hose machen und Ausflüchte suchen. Ich sollte aufhören zu denken und Böses zu suchen und einfach genießen.

Batterien, ohne Männer, Pillen und Zahnbürsten

Guten Morgen, wach um acht, aber weiter gepennt. Ich brauche dringend Schlaf, um meine Batterien aufzuladen. Doch wieder viele Beratungen und sehr seltsam ohne meine Männer zu sein. Ziemliche Stille gerade, der Vater schreibt nicht und ich koche nicht für ihn und mein Freund schreibt zwar, aber wohnt hier nicht mehr. Schon seltsam. Ich darf frei sein. Auf Arbeit alles ok, schon viel los, aber noch nicht am Limit. Heute nochmal Dienst, aber nicht so lange, ich habe schon genug Stunden für die Woche. Noch reichlich Zeit bis zur Arbeit und die Vögel piepsen. Die letzten Tage immer Bock auf Fleisch oder Schokolade und auch viel davon gegessen. Muss das nächste Mal ein ernstes Wörtchen mit meiner Psychiaterin reden, ich will weniger oder gar keine Pillen mehr, mal sehen, ob ich dazu wieder in die Erpressung gehen muss. Das viele Ärzte auch Jahre nach einer psychischen Krise wollen, dass man weiter Pillen nimmt, ist oft ihrem eigenen Sicherheitsdenken geschuldet. Sie wollen nicht verantwortlich sein für einen Rückfall, aber gleichzeitig sind sie verantwortlich für alle Nebenwirkungen und Spätschäden. Mein Bauch und mein Kopf sagen mir aber, dass das wahrscheinlich gar nicht mehr nötig ist, ich bin seit 7 Jahren ohne Rückfall, trotz Krisen und mein Umfeld ist mittlerweile wieder vorhanden und sehr stabilisierend. Ich möchte wenigstens probieren, ob es ohne geht, bevor ich aus Verdacht, lebenslang Pillen schlucke. Meine Chance ist 50 zu 50, deutlich bessere Chancen auf einen Gewinn als beim Lotto. Zahnbürstenköpfe in China bestellt und sie bekommen, sie passen und haben sehr viel weniger gekostet, keine Ahnung warum Zahnbürstenköpfe für elektrische Zahnbürsten soviel teurer sein müssen, als normale Zahnbürsten. Auf in den Tag, der Blutdruck ist noch ok, keine Ahnung warum der derzeit morgens höher ist als abends.

Spät, Mindestlohn, Smartphone und Handakten

Guten Morgen, gestern ist es noch spät geworden auf Arbeit, denn ich habe mich zu einem abendlichen Spontan-Termin überreden lassen und es bereut, das passiert mir nicht nochmal. Früh pennen gegangen und heute Nacht tatsächlich fast 9 Stunden geschlafen, schlafen ist einfach herrlich. Sein Bewerbungsgespräch war gut, aber leider bieten Sie nur Mindestlohn bei einer Vollzeitstelle an, dagegen verdient er jetzt schon mehr. Alles ruhig hier, ist immer noch seltsam hier allein zu sein. Gestern Abend noch baden gewesen, komisch jederzeit baden zu können. Auch heute wird das Büro großteils mir allein gehören, ich habe angefangen einen Spätrhythmus für mich einzuführen, so spät, dass die Kolleginnen da nicht mehr da sind. Ich genieße die Ruhe und natürlich auch das Ausschlafen. Das ist auch eine Lösung für unser Platzproblem, ich mache morgens einfach Platz, indem ich zu Hause bleibe und später komme. Nichts gehört vom Vater, ich vermute, sein Smartphone ist kaputt, es war mal das Smartphone meiner Mutter, ich finde es irgendwie passend, dass das Telefon kaputt geht, wenn er ne Neue hat. So als würde meine Mutter aus dem Himmel, ihr Smartphone zurückrufen. Für die Arbeit einen neuen, großen Karteikasten besorgt, die Kolleginnen waren neidisch und wollen jetzt auch so einen. Bei der Anzahl der Handakten die jede Kollegin hat, ist das auch angemessen, um nicht zu sagen, dringend notwendig. Brötchen warten, der Kaffee schmeckt und der Blutdruck ist zu hoch, aber noch nicht gefährlich, auf in den Tag, gerade kriecht etwas Sonne hinter den Häusern hervor.

Kein Internet, Restaurant, Balkon, Kolleginnen und zu fett

Guten Morgen, seltsam, wach aber kein Zeitdruck. Wieder wach am Acht, aber weiter gepennt. Gestern massive Ausfälle der Internetverbindung zu Hause, irgendwie fällt mein Internet ständig aus, mindestens einmal am Tag, meistens öfter. Telekom scheint auch keine gute Wahl zu sein, ich glaube nach der Telekom, geht es zurück zu O2. Gestern der Tag war ganz gut, viel gequatscht auf Arbeit und später zum syrischen Restaurant. Das Essen war ganz gut, was aber gar nicht geht, ist syrischer Kaffee, da rollten sich mir die Zehennägel auf. Die beste Freundin redete erwartungsgemäß die ganze Zeit von ihrem Kerl, viel zu Wort gekommen bin ich nicht. Abends dann mit ihm gechattet, aber er ist dabei eingeschlafen. Jetzt hat er ein Vorstellungsgespräch, ich hoffe, es wird was. Zum Glück heute kein Pizzaabend, genug zu tun die Woche, auch ohne Pizza. Grau grüßt der Tag, es wird Zeit die Winterjacken zurück in den Schrank zu hängen, im Supermarkt bieten sie sogar schon Balkonblumen an, das finde ich aber etwas zu optimistisch, den Balkon im Februar zu bepflanzen. Es ist zwar mit 10-15 Grad warm, aber Frühling ist das noch nicht. Auf Arbeit zerrissen zwischen den Parteien, zwei Kolleginnen streiten und ich bin genau in der Mitte. Erste Versuche mir ein Kleid für eine Hochzeit zu besorgen, ich scheine zu fett zu sein um zu heiraten, denn in meiner Größe gibt es nur wenig und bisher habe ich nicht gefunden. Ich suche weiter und denke darüber nach bis zum Sommer Gewicht zu reduzieren, vielleicht finde ich dann ein Kleid. Wer ist die Kleidungsindustrie, um festzulegen, mit welcher Kleidungsgröße frau noch heiraten darf? Ärgerlich auf eine andere Kollegin, die kommt nicht klar, was sie will, jede Woche was anderes und nie konkrete Aussagen. So was hasse ich, sie kann ihr Chaos ja gerne haben, aber wenn es mein Leben betrifft, hört der Spaß auf. Auf in den Tag, Brötchen sind im Ofen und der Kaffee schmeckt.