Verarscht, WebID, Brot, Corona und Heiraten

Guten Morgen, ich fühle mich etwas verarscht, wenn ich raus gucke. Heute wo ich wieder arbeiten muss Sonnenschein. Aber an meinen zurückliegenden 2 freien Tagen, Dunkelheit, Kälte, Hagel und Schnee. Sehr nett Petra! Gestern um den Papierkram gekümmert, mehrfach am WebID Verfahren eines potenziellen Kreditgebers gescheitert und dann noch ein wenig Haushalt. Raus gegangen bin ich gar nicht, wohin auch bei Schnee und Kälte. Heute sieht alles so aus, als wäre nichts gewesen, Frühlingswetter nach 2 Tagen Winter. Ruhig hier, kein Laut zu hören, auch die Vögel halten den Schnabel. Gestern zum Abend Gequatsche mit der besten Freundin und ihm, beide würde ich gern mal live wiedersehen. Keine Post bekommen, immerhin kurz beim Briefkasten war ich. Aktuell freue ich mich, dass ich Brot zum Frühstück habe, Brot zu kaufen ist mir die letzten 2 Wochen nicht gelungen, aber ich hatte noch welches eingefroren. Immerhin der Sonnenschein jetzt erheitert mein gestern besonders finsteres Gemüt. Der März geht zu Ende, aber Corona ist kein Aprilscherz. Auch wenn meine Firma das Homeoffice erstmal bis Ende April angesetzt hat, habe ich meinen Glauben daran verloren und denke, es geht noch viel länger. Ich hoffe nicht zu lange. Heiraten ist wegen Corona wohl derzeit gestorben, denn die Standesämter haben zu, dabei haben wir jetzt alle Unterlagen für das Aufgebot. Ich empfinde Corona als Ohrfeige der Natur. Mutter Natur hat keinen Bock mehr auf ihre ungezogenen Menschenkinder und erteilt Hausarrest. Wegen dem Sonnenschein Fenster aufgerissen, aber es ist schweinekalt, also Fenster wieder zu. Nachbarn sind zu hören, aha, doch nicht allein hier. Auf in den Tag, heute Spätschicht, ich hoffe es rufen viele Leute an, ich brauche Ablenkung.

Zeitloch, Familienpflege, Grundrechte, Hirngespinst und Corona

Guten Morgen, stecke immer noch im Zeitloch, natürlich konnte ich heute Nacht nicht einfach eine Stunde früher einschlafen, auch wenn die Uhr es verlangt hat. Ich fühle mich gedrängt nach Taten, dabei habe ich heute frei. Die Abgrenzung zur Arbeit funktioniert derzeit nicht. Wieder ein grauer Tag, aber ich habe fast 8 Stunden geschlafen, also alles gut. Aber ich glaube, ich will wieder ins Bett. Es gäbe viel zu tun, aber ich habe keine Lust. Gestern beim Vater war gut, endlich ausquatschen und das mit einem Menschen im gleichen Raum. Solange die Polizei mich nicht abhält, werde ich weiterhin zum Vater fahren, dass ich wichtig für meine seelische Gesundheit und natürlich auch Familienpflege. Streng genommen, ist das was hier gerade passiert, eine illegale Beschneidung der Grundrechte jeden Bürgers. Da der Katastrophenfall nicht ausgerufen wurde, gibt es nämlich keine gesetzliche Grundlage, die Menschen in ihren sozialen Leben so einzuschränken. Nicht falsch verstehen, natürlich sind die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus notwendig, aber eine gesetzliche Grundlage gibt es dazu derzeit nicht. Ich kann immer noch nicht fassen was in unserem Land gerade abgeht, es ist wie ein schlechter Film oder wie eine Psychose. Das alles ist aber wahr und kein Hirngespinst. Der Ofen ist fast wieder ganz sauber, es waren zwei Durchgänge notwendig und eigentlich bräuchte es noch einen Dritten. Mein Schatz arbeitet zu viel, schreibt mir aber regelmäßig. Der Vater resultierte gestern, das ich kein Corona haben kann, weil ich Allergie bedingt, derzeit eine laufende Nase habe. Wer Corona hat, hat ausgetrocknete Nasenschleimhäute, meine sind aber gerade in voller Schleimproduktion, weil die Birke dieses Jahr sehr aggressiv und früh dran ist. Der Kaffee schmeckt und auch wenn ich meine Grundrechte kaum nutze, möchte ich sie zurück haben.

Gestohlene Stunde, grau, limitiertes Einkaufen und Polizei

Huhu, ein grauer Tag mit einer gestohlenen Stunde, ich dachte, es sei 10, es ist aber bereits 11 und das an einem Tag wo man, wenn man rausguckt, eigentlich gleich wieder ins Bett will. Das erklärt auch gestern Nacht, ich dachte ich gehe um 2 ins Bett, aber plötzlich war es 3 und ich dachte schon müde nur, wo ist die Stunde hin? Jetzt ist das Rätsel gelöst, die Stunde wurde geklaut, Sommerzeit, aber nach Sommer sieht das alles nicht aus. Grau und trist wirkt der Tag und es herrscht gespenstische Ruhe hier. Einkaufen gestern war seltsam, man darf nur noch mit Einkaufswagen einkaufen und Einkaufswagen gibt es kaum mehr. Auch eine Art die maximale Kundenzahl im Markt zu limitieren. Ich stand dann erstmal 15 Minuten an, um einen Einkaufswagen zu kriegen. Waren im Markt gab es dann aber reichlich, sogar sehr viel Heruntergesetztes, denn es scheinen deutlich weniger Leute dort einzukaufen. Gestern angefangen den Ofen zu reinigen, ich bin halt ne Ofensau, kein Ofen sieht lange gut bei mir aus. Die Arbeit gestern war nicht so erfreulich, ich komme damit klar eine unfreundliche Ansage im Büro zu bekommen, aber bei mir zu Hause per Telefon ist das nochmal eine andere Geschichte, überhaupt in meinen bisher gemütlichen und sicheren zu Hause zu arbeiten, ist eine Zerstörung meines Wohlfühlraumes. Zum Glück heute keine Arbeit und morgen auch nicht, ich werde auch rein gar nichts mit Arbeit machen. Heute kochen für den Vater, es gibt Kotelett mit Lauchgemüse und Kartoffeln. Ich finde ein gutes Gericht für eine Zeit wo es nicht alles gibt. Dass die Stunde jetzt weg ist, ärgert mich aber, ich würde hier gern noch eine Stunde länger herumsitzen und gar nichts machen. Gestern Lieferungen bekommen, der chinesisch aussehende Amazon-Lieferant hielt gar keinen Abstand und die DHL-Botin stellte mein Paket ängstlich im Erdgeschoss ab. Auf in den Tag, mal sehen, ob die Polizei heute auch alle Grünflächen verteidigt, aber bei diesem Kackwetter denke ich, bleiben die Leute freiwillig zu Hause. Auf in den Tag und nicht an die Arbeit gedacht.

Küchen-Privileg

Eine Küche ist derzeit ein Privileg. Ich habe dieses Privileg schon immer genutzt und wert darauf gelegt, dass alles da ist und funktioniert. Dieses Privileg ist aber mittlerweile auch eine Priorität, denn in Zeiten wie diesen muss man kochen können. Vorgestern reinigte ich die Herdplatte meines Induktionsherdes und aktivierte dabei aus Versehen die Kindersicherung. So eine Kindersicherung ist gut, um Kinder davon abzuhalten zu kochen. Ich habe nur gar keine Kinder und dass das Display so sensibel ist, dass es sich aktiviert, wenn man mit einem Schwamm drüber wischt, ist mehr als nervig. Bisher habe ich dann immer die Gebrauchsanweisung herausgeholt und die Kindersicherung nach Anweisung wieder deaktiviert. Das ging aber vorgestern nicht, ständig blinkten 4 große „E“ auf dem Display und die Kindersicherung blieb aktiviert. Kurze Panik kam auf, was mache ich während Corona ohne funktionierenden Herd und Kochmöglichkeit? Eine Herdplatte kaufen? Wo denn? Den Vater um elektrische Hilfe bitten? Damit er dann sieht, dass ich im Ofen mit dem Hähnchenschenkel eine Sauerei gemacht habe? Erstmal Ofen putzen und dann um Hilfe bitten? Abwarten, abwarten, vielleicht löst sich das Problem von selber. 10 Minuten später ein erneuter Versuch die Kindersicherung nach Anweisung zu deaktivieren. Es klappt, ich atme aus, ich habe es zurück mein Küchen-Privileg.

Homeoffice, Termine, Picknick und Lieferungen

Moin, lange geschlafen, mit Unterbrechung um acht, keine Ahnung was hier um acht passiert, das mich immer weckt. Ich vermute aber mal, wieder die Assi-Familie unter mir. Gestern nicht viel passiert, aufstehen, Blutdruck messen, duschen, Frühstück, Homeoffice und abends dann Fernsehen und chatten. Mein Schatz hatte Nachtschicht und eigentlich auch Frühschicht, die hat er aber abgesagt, finde ich auch zu viel bis 5:30 dort zu arbeiten und dann ab 7 woanders weiterzuarbeiten. Habe seit gestern Rückenschmerzen, ich vermute stundenlang auf dem Sofa sitzen und arbeiten war keine gute Idee, normalerweise liege ich nur auf dem Sofa. Feststellen dürfen, dass ich keine Termine mehr habe, die einzigen zu vermerkenden Termine in meinen Kalender sind Essenslieferungen im April und ein Arzttermin. Bestellungen im Internet sind zwar möglich, aber die Lieferung meist nicht, warte jetzt seit Tagen auf Medikamente, die normalerweise in 1-2 Tagen geliefert werden. Der Kaffee schmeckt und ich fühle mich von den Leuten verarscht, die jetzt mit Picknickdecke zusammen im Park sitzen. Heute mal keine Telefonkonferenz, ich bin erleichtert, Teamtreffen sind immer anstrengend, aber per Telefon doppelt anstrengend, weil man nie weiß, wann wer gerade was sagen will. Ansonsten geht es mir gut, die Panik ist fast verschwunden und der Blutdruck gestern und heute früh total normal und unauffällig. Vielleicht gehe ich nach dem Homeoffice mal gucken, ob es im Supermarkt um die Ecke was gibt, ich vermute jedoch Samstagnachmittag kann ich das vergessen, die Lieferungen kommen zum Montag. Die Sonne scheint und ich muss immer noch eine Struktur zum Homeoffice schaffen, heute Tag 7 Homeoffice, es ist immer noch seltsam, aber ich kriege es irgendwie hin. Es ist zum Glück nicht mein erstes Homeoffice, aber ich habe noch nie Vollzeit im Homeoffice gearbeitet. Das Gehalt ist da und ich bin erleichtert, Geld ist da und macht mich in der Notsituation handlungsfähig. Der Vater hat mir angeboten, im Mai statt Urlaub beim Umbau meiner Wohnung zu helfen, ein tolles Angebot, ich finde aber eigentlich, dass mein Freund mir helfen sollte, denn der Umbau ist für uns. Die Straße rauscht und die beste Freundin schreibt viel zum morgen, auf in den Tag, das Leben geht weiter.

Sucuk-Pizza, systemrelevant, Ostern und Zickerei

Guten Morgen, endlich genug geschlafen, das ist doch mal was und Frauenschmerzen, das ist auch mal was und erklärt die Empfindlichkeit der letzten Tage. Blutdruck normal, darüber freue ich mich. Gestern beim Vater war nett und die Sucuk-Pizza lecker, es gibt derzeit nicht die gewohnte Chorizo, aber ich habe einen Großvorrat Sucuk. Gespräche mit dem Vater beruhigen mich immer, so auch gestern. Es ist also durchaus sinnvoll in den Corona-Zeiten weiterhin im Kontakt mit dem Vater zu sein, es tut meiner Seele gut. Die Stadt ist eine Geisterstadt, leere Busse fahren durch die Stadt und überall Polizei. Nachts wird es dann sogar hier total ruhig, keine Autos mehr auf der Straße. Habe zugesagt auch am Sonntag zum Vater zu kommen, wenn ich denn was zum Kochen finde und wenn die Polizei mich nicht aufhält. Interessant ist, wie viele systemrelevante Jobs es plötzlich gibt, aber vielleicht versuchen auch nur die Arbeitgeber mit ihren jetzt ausgestellten Bescheinigungen ihre Angestellten zu sichern, ob das der Berliner Senat dann auch so sieht, wird man erst sehen, wenn die Regeln für eine Ausgangssperre stehen. Rosa Tulpen blühen im Wohnzimmer und erinnern an Ostern. Wann war nochmal Ostern? Ich denke Ostern interessiert derzeit keine Sau. Finde es beruhigend, dass Johannes B. Kerner wieder gesund ist und von seiner flachen Corona Infektion berichtet, deutlich bessere Nachrichten, als die Totenzählung aus Italien. Heute werde ich wohl zu Hause bleiben, noch nicht mal der Müll muss rausgebracht werden, es gibt keinen Grund das Haus zu verlassen. Der Einkauf bei Lidl gestern war erfreulich, reichlich Angebote, kiloweise Reis und Nudeln und auch reichlich Obst, Gemüse und Fleisch. Gut auch dort gab es kein Mehl, keine Hefe, keine Tomatendosen, kein günstiges Öl und kaum Konserven, aber mal ehrlich zum Überleben braucht man das nicht, wenn die sonstigen Regale voll sind. Meine Medikamentenreduktion derzeit funktioniert wunderbar, vielleicht auch genau die richtige Zeit zu reduzieren, denn jetzt habe ich mehr Ruhe, heute z.B. werde ich nur die Telefonkonferenz abwarten, 2 Telefonate führen und mich danach mit einer Tabelle beschäftigen. Die Zusammenarbeit im Team gestaltet sich derzeit schwierig, denn so aus der Ferne gibt es viele Missverständnisse und Zickerei, ich hoffe wir überleben die Homeoffice-Zeit als Team. Auf in den Tag, ein sonniger Tag wartet und der Kaffee schmeckt.