Workshop, Gespräche, kochen und keine Kontaktsperre

Moin, ne gut finde ich den Morgen gerade nicht. Es ist so früh und der Workshop, der auf mich wartet, wird wohl verdammt trocken und lang. Aber gut meine Entscheidung, ich hätte mich dazu nicht anmelden müssen. Immer noch sauer auf ihn, um nicht zu sagen, die Dramaqueen steppt gerade auf dem Küchentisch. Die Gespräche mit dem Vater gestern bei der Pizza haben nicht gereicht, um runterzukommen, auch nicht ein Gespräch mit der besten Freundin danach. Grau grüßt der Tag, alles trostlos. Er will heute kommen, aber nur kurz, das macht mich noch mehr sauer, ich glaube, ich werde nicht für ihn kochen, auch wenn es so abgesprochen ist. Immerhin der Kaffee schmeckt. DHL hat gestern wieder nicht zugestellt, obwohl ich zu Hause war, die Sendung ging in eine Packstation, ich glaube da bleibt sie jetzt auch. Gestern eine Mail bekommen, dass es eine Gehaltserhöhung gibt und mich nicht gefreut, derzeit freut mich wenig, ich glaube, ich bin gerade etwas depressiv. Ich vermute, es ist alles ein Resultat der Umstände, ich habe Lagerkoller nach über einen Monat Homeoffice und die Hormone spielen gerade auch verrückt. Gestern in Kreuzberg schien alles wieder normal, sehr viele Leute auf der Straße, keiner hielt Abstand, keiner trug Maske und bei Lidl gab es sogar Klopapier im Angebot. Mich aufgeregt über die Leute, Kontaktsperre sieht anders aus, als Eis essend Hand in Hand durch die Straßen zu laufen oder im Park in Gruppen zu picknicken. Egal, es ist wie es ist und ich muss da durch, mit oder ohne ihn.

16 Gedanken zu „Workshop, Gespräche, kochen und keine Kontaktsperre

  1. Aber Kontaktsperre bedeutet doch nicht Ausgehverbot, liebe Nadine! Soweit ich weiß, darf man sich in Berlin in Begleitung einer weiteren Person nicht aus derselben Haushalt draußen aufhalten? Und ja, wenn eine Familie sich auf der Wiese platziert, sieht es gleich aus, als verstieße man gegen die Regeln. Kinder brauchen frische Luft und etwas Bewegung, genauso wie Erwachsene. Natürlich sind nicht alle vorbildlich diszipliniert, was wiederum menschlich ist.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und viele gesunde Gedanken!

    • So ist es Rosenherz. Mit einer Person, die nicht im selben Haushalt lebt, sollte kein persönlicher Kontakt statt finden. Vielleicht, liebe Nadine, ist das der Grund, warum ER sich rar macht. Für mich verständlich, denn die Angst, dadurch eventuell „gehen“ zu müssen, ist groß. Bleibt gesund und liebe Grüße

    • Danke. Mir ist bewusst, dass es kein Ausgehverbot gibt, aber schon die Empfehlung zu Hause zu bleiben. Die Massen an Menschen, die ich gestern gesehen habe, machten den Eindruck, dass Niemand zu Hause ist. Und nein, dass in den Parks waren keine Familie, es sei denn Familie bestehen plötzlich durchweg aus Gleichaltrigen. Klar Kinder können und sollen machen was sie wollen, aber alle die älter sind, können sich auch beherrschen. Hier in Blick auf die Wilmersdorfer Str. die Tage:
      https://www.bz-berlin.de/berlin/wiedereroeffnung-so-sah-es-am-mittwoch-in-berlin-beim-shoppen-aus
      So ähnlich sah es in Kreuzberg aus.

      • Dann ist es wohl bezirksabhängig. Meine deutsche Freundin wohnt in Berlin in Prenzlauer Berg und hat erzählt, dort laufen sehr viele mit Masken herum..

        • Das ist sehr bezirksabhängig, ich wohne in Treptow und hier ist es noch relativ ruhig und die Läden leer. Während in Kreuzberg das Leben tobt und die Läden wieder voll sind.

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