Früh, Lattenrost, Keller, Balance und gelöste Probleme

Guten Morgen die Ruhe nach dem Sturm macht müde. Die letzten Tage deutlich früher ins Bett und früher wach. Alles so anstrengend gerade, da bleibe sogar ich nicht mehr bis 2 wach. Gestern kurz gearbeitet, neue Bettdecke bekommen, den Müll rausgebracht, den Keller aufgeräumt und dann bei Ebay inseriert. Wenn alles klappt, bin ich heute um 12 mein altes Lattenrost los. Dann habe ich mehr Platz zum Streichen und etwas Bargeld in der Tasche. Das alte Bett ist damit dann in vielen Schritten verschwunden, erst die Matratze in den Müll, das Bettgestell zurück zur alten Besitzerin, das Lattenrost verkauft und der alte Topper ist jetzt gewaschen und gelüftet und wird von ihm mitgenommen. Ich habe mich nebenbei um neue Bettlaken gekümmert, Dinge meiner Mutter sortiert, integriert oder im Keller gelagert und dabei noch Schätze im Keller gefunden: Ein gerahmtes und gemaltes Bild, das ich schon vergessen hatte und neu gekaufte Kartons, die ich gerade dringend gebrauchen kann. Der Abflussverschluss in der Küche ist wieder defekt und muss erneuert werden und ich will für mein blaues Schlafzimmer ein blaues Bild. Es ist seltsam ihre Sachen hier zu haben, aber ich weiß sie wäre über jedes Stück welches ich weiternutze glücklich. Zum Glück gefallen mir die meisten Dinge auch wirklich, sodass ich mich dabei nicht selber verrate ihr zuliebe. Es ist ein Balanceakt ihre Dinge zu integrieren, denn es darf nicht bedrückend werden. Auch wenn ich weiterhin meine Vorstellungen von einem schönen zu Hause umsetzte, ist da noch genug von ihr dabei. Heute das Zimmer zu Ende streichen und putzen und sortieren mit Musik wird das schon gehen. Der Familie in Nigeria geht es wieder besser, dort gab es ein Problem, das dank ihm endlich gelöst ist. Das heißt wir können jetzt endlich wieder entspannen und uns auf Berlin und uns konzentrieren. Gestern zweiten Teil eines meiner Lieblingsgerichte gegessen. Ich nenne es Matschepamp, es ist eine Mischung von Kartoffeln, Möhren und Kohlrabi mit Hackfleisch angebraten und mit Sahne verfeinert. Ich finde das schwer lecker, aber es sieht halt wie Matschepamp aus. Auf in meinen freien Tag, das Lattenrost muss bereitgestellt werden und da ein Fremder Teile meiner Wohnung sieht, vielleicht noch putzen bevor der kommt. Neues Leben, mein Leben, hoffentlich mit ihm als feste Größe.

Gemeinsam gegensätzlich

Es ist schön, wenn die beste Freundin und ich gemeinsame Themen haben. Derzeit die Umgestaltung der eigenen Wohnung. Da wird renoviert, gestrichen, geputzt und Möbel werden gekauft und verkauft. Einrichtungsfragen jeder Art können ausführlich besprochen werden. Die Auswahl der Farben, die Auswahl von Kauf und Verkauf von Möbeln, Dekoration, handwerkliche Tricks und natürlich auch die Kunstfragen. In vielen Dingen sind wir uns einig und sind uns gegenseitig gute Beraterinnen. Nur eine Sache ist total gegensätzlich: Unsere Motivation das ganze zu Hause auf den Kopf zu stellen. Sie möchte damit die Erinnerung an ihren Ex vertreiben, ich möchte damit meinen Freund einladen.

Schlafzimmer, Familienoberhaupt, Gran Canaria und Seebestattung

Guten Morgen, seltsam geschlafen, aber an Träume kann ich mich nicht erinnern. Gestern ein sehr beschäftigter Tag, verhältnismäßig viele Beratungen. Es ist immer noch toll ein neues Schlafzimmer und ein neues Bett zu haben, leider ist das Zimmer noch nicht fertig. Der Kaffee schmeckt, die Sonne scheint und heute wartet das Homeoffice. Es ist entspannend zu wissen, dass ich morgen und übermorgen freihabe, normalerweise gibt es das nicht für mich 2 Tage am Stück frei. Das wird Zeit sein, die ich zum Streichen und Räumen nutzen werde. Als ich mich in meinen Schatz verliebte, war mir nicht klar, dass ich damit auch seine Schwester und seinen behinderten Bruder in Nigeria annehme und die zählen auf ihn als Familienoberhaupt. Nein ich renne jetzt nicht weg, aber ein freier Mann ist er wohl nicht. Will ich ihn, will ich auch seine Geschwister in Nigeria. Aber wen wundert es, ich hatte schon immer ein Händchen für schwierige Fälle. Einfach kann jeder! Der Monat geht dem Ende zu und der Sommer schleicht sich an, es wäre toll, wenn ich im August vielleicht doch nach Gran Canaria kann. Ich würde so gern meine Mutter besuchen und am Meer sein und schwimmen. Das ist wohl die neue Generation, bei der es keine Gräber mehr gibt, sondern eine Seebestattung. Sehr kostensparend für mich, aber auch trostlos, denn ich habe keinen richtigen Ort zum Trauern. Aber mir bleibt ihre Musik, das haben wir immer zusammen gesungen:

Erwachen, Habanero, Kater und Handtaschen

Guten Morgen, wunderbares erwachen bei Sonnenschein, mit Blick ins Grüne und mit Vogelgezwitscher. So gefällt mir das. Kurze Überlegung, ob heute doch Homeoffice, aber nein ich glaube ich will ins Büro. Der Vater hat gestern das alte Bett abgeholt, ein Schritt weiter ins neue zu Hause. Die Pizza gestern mit Habanero belegt, das war nicht nur mir, sondern auch dem Vater etwas zu scharf. Schlafen im neuen Bett ist wunderbar, ich schlafe jetzt sehr hoch, was man aber vielleicht als altersgerechtes Schlafen titulieren kann. Heute einige Termine langweilig wird das heute nicht. Die beste Freundin hat einen neuen Kratzbaum für den Kater, der Kater, denn ich vor vielen Jahren schwerkrank aus einer versieften, polnischen Privatwohnung geholt habe. Illegaler Tierhandel ist in Berlin ganz groß, gerne mit kranken polnischen Tieren. Der Kater musste damals danach sofort in die Notaufnahme und sehr teure Behandlungen folgten. Beim Tierkauf spart man so nicht, aber man kann tierisches Leben retten, bestärkt aber gleichzeitig die Billig-Händler weiterzumachen. Der Topper hat endlich aufgehört Eigengeruch zu verströmen, doch kein Fehlkauf, damit steht einer positiven Ebay Bewertung nichts mehr entgegen. Jetzt muss ich nur noch das alte Lattenrost loswerden, ich hoffe es findet sich jemand. Der Vater wird am Pfingstwochenende verreisen, freier Sonntag und freie Fahrt für mich, endlich die Bude zu Ende zu streichen. Ich und meine neue Bude, immer noch seltsam, aber erfreulich, all die Jahre hätte ich es hier soviel schöner haben können. Brötchen warten, der Kaffee ist ok und endlich alle, Jacobs kommt mir nicht mehr ins Haus. Alles wird gut, immer noch seltsam ohne sie zu leben, mein ganzes Leben dachte ich, ich lebe nur für sie, jetzt bin ich noch immer da, nach ihr. Zwei weitere Taschen von ihr stehen in meinem Wohnzimmer, wie kann man nur soviel Kram sammeln, sie muss Pläne gehabt haben, was sie z.B. mit geschätzt 50 Handtaschen vorhatte. Ich brauche dann vorerst keine Handtaschen mehr. Der Blutdruck ist erhöht, aber noch keine bedrohliche Katastrophe. Weitermachen, Leben ist Bewegung und ich kann mich bewegen, also sollte ich das auch machen.

 

Verantwortung, Unterstützung und Homeoffice

Guten Morgen, gestern doch noch Rückenschmerzen bekommen, ich hoffe, es liegt nicht am Bett. Der Tag gestern im Büro war angenehm und es gab auch ein paar Gespräche. Heute wieder Homeoffice. Heute Abend kommt der Vater vorbei, für eine Pizza, aber auch um das alte Bett abzutransportieren. Vielleicht auch noch mehr, je nachdem ob ich es noch schaffe ein Regal und einen Schrank leerzuräumen. Die letzten Tage abends baden, das brauche ich derzeit. Verantwortung, das ist derzeit mein Thema und ich habe den Eindruck, dass Freund und Vater derzeit sehr viel von mir erwarten. Ja ich wirke gesund, aber das heißt nicht, dass ich unbegrenzt belastbar bin. Die Vorträge der besten Freundin finde ich auch unpassend, denn sie sollte sich mal selbst an die Nase fassen, bevor sie von ihm mehr Unterstützung für mich erwartet, denn sie hat mich in letzter Zeit nicht unterstützt. Die Sonne scheint und alles scheint gut, blauer Himmel und nur eine kleine zerfetzte Wolke am Himmel. Schlafen ohne Wecker ist immer noch himmlisch, der Vorteil am Homeoffice, wäre es nicht über den Tag so einsam. Heute ein Gesprächstermin mit einer Frau die eindeutig psychotisch ist, ich weiß nicht, ob das gut geht und ob man in diesem Zustand überhaupt von Beratungsfähigkeit sprechen kann. Ich werde es ausprobieren. Ich hoffe es triggert mich nicht zu sehr. Auf in den Tag, es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Topper, Büro, Rechte, Bett und Sonnenschein

Guten Morgen, zu spät dran laut Plan, aber ich habe ja Gleitzeit und ich schaffe es trotz Verspätung noch ins Büro zum ersten Termin heute. Muss ich halt länger bleiben, aber halb so schlimm. Gestern kam der Topper und ich habe die erste Nacht darauf geschlafen, herrlich! Aufwachen ohne Schmerzen, ist schon eine geile Sache. So wie es derzeit scheint alles richtig gemacht mit dem Bettenkauf. Eigentlich auch heute nur bedingt Lust ins Büro zu fahren, aber ich habe Bürozeit gefordert jetzt habe ich sie und die wird auch wahrgenommen. Außerdem schrie auch schon eine Kollegin, das sie nicht mehr allein im Büro sein möchte. Er hatte wieder Nachtschicht, also wartete ich in der Nacht wieder, dass er sicher am Arbeitsplatz ankommt. Gekocht die Tage Tomatensoße, auf die italienische Art, heißt stundenlang und ich muss sagen eine Soße die 6 Stunden plus gekocht hat, schmeckt wirklich deutlich besser. Die beste Freundin würde mich wohl lieber als Single sehen, denn sie stänkert gegen ihn, aber aktuell bin ich auf seiner Seite. Kann sich aber auch wieder ändern. Denn sie hat ja recht, aber jedes der eigenen Rechte sofort zu 100 % einfordern oder Schluss machen, finde ich auch etwas radikal. Die Umstellung hier ist wirklich wie eine neue Wohnung, ich fange wohl erst jetzt an hier wirklich zu leben. Das alte Bett muss weg, die Matratze ist bereits im Müll, das Bettgestell wird morgen abgeholt und das Lattenrost wollte ich meistbietend verscherbeln. Die Sonne scheint, ein freundlicher Tag und draußen kreuzen Fahrradfahrer in Sommerkleidern. Alles gut, nur habe ich keine Lust die Laptop-Tasche ins Büro zu schleppen. Auf in den Tag, ich glaube, ein Ausritt ins Büro wird mir heute guttun.

Neues Bett, Kitsch-Spammer und zusammenleben

Guten Morgen, erste Nacht im neuen Bett und meine Schultern fühlen sich nach dem Erwachen anders an. Ich hoffe das ist jetzt besser als vorher, denn ich habe/hatte ständig Schulterschmerzen. Er kam gestern sehr früh und blieb bis zu seiner Nachtschicht, der Bettaufbau mit ihm ging schnell und dank Plan erklärte er mir dann bald wie wir hier was in welcher Reihenfolge zusammenbauen müssen. Das Bett steht, die neuen Lattenroste sind klasse und die neue Matratze etwas hart aber besser. Natürlich fehlten Schrauben und natürlich blieb etwas übrig, wie immer bei Ikea. Ich bin zufrieden aber auch etwas eingeschüchtert, denn dieses Bett wirkt jetzt wirklich wie ein Ehebett. Dann ist irgendwas wieder auf Facebook los, seit Sonntag wieder im Takt jede Stunde eine Freundschaftsanfrage, meist von Leuten die ich nicht kenne, auch nicht über 3 Ecken. Einen harmlos wirkenden Freund eines Freundes hinzugefügt und damit leider wieder an einen Kitsch-Bilder-Spammer geraten. Kerle die einen morgens, abends und auch mal zwischendrin kitschige Bilder mit kitschigen Nachrichten schicken, auch wenn man nie antwortet. Mal sehen wie viele Nachrichten noch kommen, werden es zu viele entferne ich ihn wieder aus der Freundesliste. Ich bin nicht so die Frau die sich über Herzchen, Blumen, Mäuschen oder ähnliche Bilder freut, bei Unbekannten schon mal gar nicht. Heute wieder arbeiten im Homeoffice, Spätschicht, mal sehen wie es wird. Die letzte Woche haben doch einige angerufen, was mich sehr freut. Die Sonne scheint und ich habe beschlossen Gardinen haben zu wollen, zum Glück gibt es Gardinenstangen schon für unter 10 Euro bei Ikea. Ich baue mir ein neues zu Hause mit kleinem Budget, eigentlich meine Königsdisziplin. Heute sollte der Topper kommen, aber gut schlafen kann ich dann wohl nicht sofort darauf, der muss erst lüften und sich entfalten, denn der wird Vakuum verpackt geliefert. Komisches Gefühl die Wohnung Pärchen gerecht umzugestalten, es ist das erste Mal in meinen Leben, dass ich einen Menschen dazu einlade mit mir dauerhaft zu leben. Das Chaos in der Wohnung ist immer noch vorhanden, denn es steht noch ein altes Bett rum, Möbel müssen noch getauscht werden und eine Wand gestrichen, aber schon besser als gestern Morgen mit all den Bettteilen die hier überall rumstanden. Es wird schon alles werden, langsam, weil ich arbeiten muss und leider nicht Corona freihabe.

Chaos, Bett, Kiste, Bräutigam und Zukunft

Guten Morgen, heute Nacht mal mit Gardine geschlafen, aber ich war wieder um 8 wach, habe aber weitergeschlafen. Ein freier Tag im Chaos, denn überall stehen Bettteile rum. Das muss sich heute ändern, aber erstmal aufwachen. Gestern Abend noch sehr geheult wegen der Kiste, es war als würde eine bewaffnete Soldatin von einem kleinen Mädchen umarmt, nur dass das beides ich war, die Soldatin und das kleine Mädchen (mit der Kiste). Grau grüßt der Tag, da bekommt man wenig Lust was zu tun, aber Chaos in der Bude ist für mich nicht lange ertragbar. Ich habe geträumt von den Dingen meiner Mutter, die Dinge sind eine Reise zurück in der Zeit. Ansonsten war es ok mit dem Vater gestern, viel geredet und abends das Menü versaut, ich bin derzeit schon seit Tage nicht in Kochlaune und alles, was ich koche, ist nicht der Hit aber essbar. Eigentlich kann ich gut kochen, aber derzeit nicht. Sogar die Nudeln habe ich gestern verkackt. Mein Standesamt hat mir geschrieben, man soll Unterlagen online einreichen und bekommt dann einen Termin. Vielleicht doch noch dieses Jahr heiraten. Das würde meiner Mutter gefallen, sie hatte mir vor ihren Tod noch ein Kinderbuch mit dem Titel: „Ein Bräutigam für Frau Maus“ gegeben. Sie wollte, dass ich endlich unter die Haube komme. Der Kaffee schmeckt, ist aber immer noch zu stark. Er kommt bald vorbei, heute wieder Doppelschicht für ihn, aber ich kenne wegen dem Bett kein Erbarmen, ich brauche seine Hilfe, heute, nicht irgendwann. Ich bin auch wichtig, es kann nicht sein, dass er immer wegen Arbeit keine Zeit für mich hat und mich mit dem Umbau/Renovierung der Wohnung ganz allein lässt. Ich weiß er kämpft in der Gegenwart, um zu überleben, aber ich bin die Zukunft. Mich lässt derzeit auch niemand in Ruhe, ich arbeite, ich renoviere, ich räume um, ich organisiere Betten, ich muss dem Vater beim Ausräumen helfen, ich muss für Übersetzungen sorgen (…) was ich alles muss. Ich mache es für eine schönere Gegenwart und bessere Zukunft, mit ihm und natürlich auch für mich. Auf in den Tag und den IKEA Montageplan des Horrors ausgedruckt, ich bin gespannt wie hilfreich er sein wird, denn in Nigeria kauft sicher niemand bei IKEA.

Kaputt

Der Vater wollte unbedingt weiter räumen. Dabei gab es eine Kiste, die ich mir anschauen sollte, ob die weg kann. Nein die kann nicht weg, das ist meine Kiste, die in meinem Kinderzimmer von 3 bis 5 stand. Fast 40 Jahre ist sie jetzt alt, meine Mutter hat sie aufbewahrt, für mich. Es tut so weh, Abschied nehmen ist leichter mit Hass als mit Liebe. Sie hat mich geliebt, auch wenn sie es schlecht zeigen konnte, aber jetzt ist sie tot.