Büro, Familienfeier, Bluthochdruckspitzen und Danke

Guten Morgen, genug geschlafen und ein sonniger Tag grüßt. Heute Büro, mal sehen, wie es wird. Habe wieder Boden unter den Füßen, aber schaue dabei gestresst und gestern auch aggressiv durch die Gegend. Alle gehen sie mir auf den Sack und ein Boxsack wäre eine Lösung. Besonders wütend auf den Vater, der seine Neue wieder lieber als mich zur Familienfeier schleppt. Aber gut seine Familie, die sich bisher auch nicht für mich interessiert hat. Mit meinem Schatz gestern telefoniert, er ist ein großer Risa Chicken Fan geworden, eine gute Wahl wie ich finde. Gestern wieder ein potenzielles Brautkleid anprobiert, auch das gefällt mir nicht, also zurück mit der Post. Keine Ahnung wie so ein Kleid für mich aussehen sollte. Ich weiß nur wie ich mich darin fühlen möchte und dieses Gefühl ist bisher nicht eingetreten. Vermisse meine Mutter, ich wünschte sie wäre da, ist sie aber nicht und wird sie auch nicht mehr. Die Sache mit dem Erbe in Spanien ist schiefgelaufen, der Anwalt hat jetzt einfach gemacht was er für richtig hält, das waren aber nicht unsere Wünsche. Der Tee schmeckt und ich mache mir Sorgen, weil ich auch Bluthochdruckspitzen habe, Bluthochdruckspitzen an denen meine Mutter verstarb. Ich kann nichts machen, außer versuchen meinen Blutdruck gering zu halten und so die möglichen Spitzen ebenfalls gering zu halten. Heute früh sind meine Werte aber erfreulich gering, sieht gerade nicht nach Sterben aus. Arbeit ist anstrengend, leider aktuell überwiegend, mit fehlt die Leichtigkeit und Freude. Aber ich weiß da draußen wartet kein besserer Job auf mich und wenn müsste ich lange suchen. Vermisse meinen Schatz, zu lange nicht gesehen, aber mir ging es nicht gut und ich wollte kein Treffen. Die Vögel singen ein Lied, wenn die wüssten, aber die wissen nichts, außer ob es Futter gibt und der Käfig sauber ist. Keine Angst mehr beim Bus fahren, nur Staus regen mich auf, wenn man schneller laufen als Bus fahren kann, macht das alles keinen Sinn. Danke für diesen guten Morgen!

Homeoffice, Trump, Kaffee und Moloch

Guten Morgen, ganz passable Nacht, nachdem gestern auf Arbeit sehr anstrengend war. Ein Termin nachdem anderem, ohne Pause. Heute fast keine Termine und Homeoffice und das ist gut so. Abends dann Pizza mit dem Vater. Bin immer noch unentschlossen mit der Reise, Corona ist nicht die beste Zeit und meine Gesundheit/Medikation ist auch so ein Faktor. Alte Schuhe meiner Mutter tragen ist keine gute Idee, ich habe damit nämlich noch was anderes geerbt: Fußpilz. Behandeln den jetzt und habe alte Schuhe von ihr entsorgt, ihr Fußpilz muss nicht an mir weiterleben. Gestern nach der Arbeit sehr müde gewesen, einen Döner auf dem Heimweg und dann war es das. Er wollte eigentlich vorbeikommen, aber ich hatte kein Interesse. So spielt das Leben, wochenlang wollte ich ihn hier haben und dann hat er endlich Zeit, aber ich will nicht mehr. Immer noch seltsam das Medikament morgens zu nehmen, ich denke abends immer, ich hätte was vergessen. Zur Feier des Tages ein bisschen Kaffee, ich vermisse meinen Kaffee am Morgen, das war ein festes Ritual über viele Jahrzehnte. Die Videos der nigerianischen Ärztin sind verschwunden, ja ihr Heilmittel wurde von Trump empfohlen, aber deswegen alles gleich löschen? Ich finde in einer Demokratie, muss man auch das Recht haben Scheiße zu erzählen. Oder wird der Bürger für so unmündig gehalten, dass er gar keine Nachrichten zu (falschen) Heilmitteln erhalten darf? Mich stimmt das misstrauisch, auch wenn ich fest überzeugt bin, dass Trumps Empfehlungen für den Arsch sind. Der Himmel ist blau mit Wölkchen, das Bafögamt will immer noch was, wie sehr ich die hasse, über ein Jahrzehnt verfolgen die mich jetzt. Brötchen sind im Ofen, gleich wird gefrühstückt. Arbeit wartet, aber so richtig Lust habe ich nicht. Komme langsam wieder in Form und finde meine Arbeitsperformance wieder, zwischendurch war sie kurzzeitig weg. Berlin, meine Stadt mein Moloch mittlerweile sind wir zusammengewachsen. Auf in den Tag, die Dusche wartet.

Mülltonnen, extrem, ausgesperrt und Normalität

Guten Morgen, ganz ok geschlafen und zu früh wach. Immer wieder erstaunt welche Leute ich an der gemeinsamen Mülltonne sehe: Nachbarn die ich noch nie gesehen habe. Gestern der Tag ging langsam vorbei, zu wenig zu tun, aber auch nicht gar nichts. Ein grauer Tag grüßt und der Tee wartet, denn der Blutdruck empfiehlt keinen Kaffee. Meine Vögel singen ein Lied und heute geht es ins Büro. Irgendwie sind die Fälle auf Arbeit gerade extrem, oder es kommt mir nur so vor? Durch Corona sind die Dramen halt noch dramatischer oder ich noch immer nicht 100 % belastbar. Kolleginnen von meinen Fällen erzählt und die fanden die auch extrem, es kann also nicht nur an mir liegen. Heute ist das anders, zwei normale Fälle warten auf mich, darauf freue ich mich. Wir werden halt gern mit der Telefonseelsorge verwechselt. Mein Schatz hat sich gestern in seinem Studentenwohnheim ausgesperrt und stand stundenlang vor der Haustür, schlauer wäre es einen Zweitschlüssel bei mir zu deponieren. Das Geld ist endlich da, nächsten Monat wird nicht so viel bestellt, es sei denn es geht um Hochzeitssachen. Alles neu in meiner Welt, ich habe mich immer noch nicht endgültig an die neue Wohnungsaufteilung gewöhnt. Die Nachbarn schreien, ich will doch nur Ruhe und Frieden. Die Banken wollen mir alle Geld leihen, aber danke ich habe schon genug Schulden. Ein grauer Tag grüßt, ich habe Hunger und Brötchen sind im Ofen, Normalität vielleicht in 2021 wieder.

Ruhetag, Heilmittel, Mutter und Beziehungsmenschen

Guten Morgen, etwas seltsam heute, aber gut, das geht hoffentlich vorbei. Tee gekocht und geduscht, eine schlechte Nacht. Zu früh wach und weiterschlafen ging nicht so richtig. Heute Arbeit, zum Glück habe ich noch etwas Zeit. Gestern viel geschlafen und zu Hause aufgeräumt, einkaufen gewesen, Müll weggebracht und Bolognese gekocht. Mehr nicht. Auch ich brauche einen Ruhetag die Woche, kann nicht sein, dass ich nie faul herumliegen darf. Der Schatz schickt zum Morgen ein Video einer aufgeregten nigerianischen Ärztin aus Texas, die behauptet es gibt ein Heilmittel gegen Corona und das Niemand sterben muss. Hm, was kann man heute noch glauben? Das Trump aber gerne Krieg gegen China spielen würde, finde ich naheliegend. Ich warte auf meinen nächsten Brautkleidversuch, es wäre so schön, wenn ich endlich finden würde. Brötchen sind im Ofen und heute wartet eine Beratung per Telefon, mal sehen, wie es wird. Eine Haarspülung wieder entdeckt, die wunderbar ist: „Pferdemark“, das letzte Mal vorher benutzt in den 90ern. Ich vermisse meine Mutter, wünsche sie würde mich anrufen, aber sie ruft nicht an. Sie wird nie wieder anrufen. 😦 Das Verhältnis zum Vater verändert sich derzeit durch seine Neue, er braucht mich nicht mehr und verbringt seine Zeit lieber mit ihr. Ist ja auch richtig so, aber trotzdem seltsam, nachdem wir in den letzten 2 Jahren soviel Zeit miteinander verbracht haben. Er ist halt ein Beziehungsmensch, im Gegensatz zu mir. Auf in den Tag, mit oder ohne Heilmittel.

Essen, Urlaub, Reis, Rave und abgesagt

Guten Morgen, ne so richtig gut ist der Morgen nicht. Ich war zu spät schlafen, hatte Etappenschlaf und jetzt Unterleibs Krämpfe. Es könnte schöner sein, aber ich weiß, auch viel schlimmer. Eigentlich will mein Schatz mich heute zum Essen ausführen, aber uneigentlich steht mir gerade überhaupt nicht der Sinn danach. Ich überlege sogar den Urlaub abzusagen, ich will nicht im Flieger mit Maske sitzen und ich habe bedenken, ob mein Vater und ich uns in 14 Tagen aufeinander hocken streiten. Dazu noch die Unsicherheit wegen dem neuen Medikament, was passiert, wenn es mir in Gran Canaria wieder schlechter geht? Dann kann ich nicht mal kurz vorbeigehen oder anrufen bei der Ärztin. Ansonsten geht es mir seit gestern aber wieder gut, alles normal, nur etwas zu müde, aber normal nach diesem Marathon. Gestern asiatisch gekocht, abgesehen von leicht angebrannten Reis, ganz gut geworden. Asiatisch Reis kochen ist doch schwieriger als gedacht. Ich kann mir meinen Urlaub auch in Berlin vorstellen, dann fahre ich halt zum See und warte da bis der Tag vorbei ist. Dann muss ich auch nicht jeden Tag kochen und der Vater wollte ja eh lieber mit der Neuen auf die Insel. Die Quintessenz des Tages ist wohl, ich habe keinen Bock auf meine Männer. Ich brauche Zeit für mich und meine Gesundheit. Die Eremitin ist zurück. Gestern dachte ich die Leute spinnen total, wie kann man einen Rave mit 5000 Leuten in der Hasenheide machen, in Zeiten von Corona? Hauptsache Party scheiß auf Infektionsschutz? Einfach unverantwortlich! Die Bude sieht mies aus, ich müsste putzen, am liebsten heute. Pfandflaschen wegbringen und einkaufen wäre eigentlich auch ein Thema zum heutigen Tag. Da geht es mir gerade wieder besser und ich möchte diesen Zustand schützen und nicht riskieren, meine Männer sind dabei nur bedingt hilfreich. Gerade abgesagt für heute, ich will meine Ruhe, die Sonne scheint und ich bin natürlich glücklich die Tage überhaupt zu haben, nach der chemischen Kastration. Der Tee schmeckt, heute besser keinen Kaffee und die Sonne scheint. Essen mit dem Liebsten verschoben und mit dem Urlaub überlege ich noch. Auf in den Tag oder vielleicht auch wieder ins Bett.

Kaffee, Reduktion, Erfahrungsexperten und asiatisches Essen

Guten Morgen, mit Kaffee, nachdem der Blutdruck nur 110 misst, genug geschlafen fast 9 Stunden und ich bin noch etwas müde. Herrlich, ein normaler Morgen nach soviel Panik-Zeit. Dunkel ist es und kühl, wohl auch ein Grund warum ich endlich wieder richtig schlafen konnte. Tag 5 der drastischen Reduktion, das war wohl richtig, allerdings auf meinen Wunsch und nicht auf Wunsch der Ärztin. Ob ich bei diesem Medikament bleiben kann, ist aber aus meiner Sicht immer noch unklar, die nächsten Tag werden es zeigen. Gestern noch ein gutes Gespräch gehabt, es ist wohl normal, dass ich wegen der Hochzeit Angst habe, aber ich freue mich auch. Heute zum Vater, dazu fühle ich mich auch in der Lage, aber bitte kein Stress für mich. Ich werde heute asiatisch kochen, langsam habe ich die Grundzutaten für asiatische Gerichte in meiner Küche. Asiatisch ist auch der Kompromiss mit meinem Freund, nachdem weder die deutsche noch nigerianische Küche für gemeinsame Mahlzeiten infrage kommt. Auch ganz wichtig mein Puls ist wieder heruntergegangen auf 80 bis höchstens 95 und nicht mehr 100-110 im Durchschnitt. Erfahrungsexperten wissen halt manchmal doch mehr als die Ärzte, denn meine neue Dosis habe ich von Leuten die das Medikament auch nehmen und nicht aus irgendeinen Katalog der Pharmaindustrie, die Studien an überwiegend Männern, vor vielen Jahren durchgeführt haben. Die Profis sollten ihre allwissende Arroganz also mal zur Seite legen und denen zuhören die Erfahrungen am eigenen Leib haben. Die Vögel singen, ich hoffe, mein Schatz kümmert sich in meinen Urlaub gut um sie. So ändern sich die Zeiten, vor ein paar Jahren kannte ich niemanden, der sich bei meiner Abwesenheit um die Vögel kümmern konnte. Jetzt kenne ich mindestens 2 Personen und brauche ja nur eine. Toilettenpapier während Corona treibt seltsame Blüten, ich habe jetzt verliebte Otter Klopapier, eigentlich bin ich keine Freundin von kitschigem Motiv-Klopapier, aber das ist halt was man für um die 2 Euro pro Packung kriegt. Egal ist eh für den Arsch. Alles aufregend gerade und die beste Freundin jammert weiter, nicht ahnend, dass ich viel mehr zu jammern habe. Gewinne ich den Jammer-Wettbewerb kommt von ihr aber nur Stille, was ich echt schade finde. Ja ich bin stark, aber auch ich brauche Unterstützung. Gestern eine Lebensmittellieferung bekommen, es gab unbestellt noch grünen Spargel, Tomaten und Pfirsiche obendrauf. Alles gut, also gestern gebratenen, grünen Spargel mit Steak und danach Pfirsiche gefuttert. Morgen gehe ich mit dem Schatz essen, also koche ich die Bolognese mit den Gratis-Tomaten am Dienstag. Ist schon seltsam bis enttäuschend, dass beide Männer für die ich koche, es ablehnen mich regelmäßig in ein Restaurant auszuführen, ich finde, wenn ich ständig für Vater oder Freund koche, könnten sie mich auch regelmäßig ausführen. Huch, was schreibe ich heute für einen Roman hier, aber mir ist danach, ich bin entspannt und habe alle Zeit der Welt. Ich habe den Eindruck meine Füße berühren langsam wieder den Boden und das ist wunderbar, meine Ärztin kriegt beim nächsten Termin was zu hören. Auf in den Tag, vielleicht vorab doch ein Brötchen, denn der Frühstücktermin mit dem Vater um 13 Uhr stammt aus einer anderen Zeit. Wünsche einen angenehmen Sonntag da draußen.

Worte an H., Wasserrohrbruch und müde vom Privileg

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber ich mache mir Sorgen, ausnahmsweise nicht über mich. Jeder Tag ist ein Geschenk, ein Freibier von Gott, das es irgendwann nicht mehr gibt. Besonders wenn es Menschen gibt, die einen brauchen, muss man dieses Geschenk jeden Tag feiern, es kann so schnell vorbei sein. Auch Corona wird irgendwann vorbeigehen, auch in der Türkei. Bis dahin müssen wir durchhalten, um die Zeit danach genießen zu können. Vor 10 Jahren war vielleicht vieles besser, aber auch damals gab es Probleme, die gemeistert wurden. Das Leben ist nicht einfach, war es nie und man muss kämpfen, um das Glück spüren zu können. Interessant ist doch was in den nächsten 10 Jahren passiert, nicht die Vergangenheit. Meine Worte an H. zum Morgen.

Mir geht es ganz gut, obwohl gestern aufregend war, Wasserrohrbruch im Keller und ich war die Erste, die es bemerkt hat. Homeoffice, Gespräch mit der Chefin und Reste essen. Die Vögel singen, der Welli unterhält sich gern mit den Spatzen draußen. Vielleicht wird auf Arbeit doch wieder alles gut, eigentlich liebe ich den Job. Er arbeitet viel und schreibt nach Feierabend Bewerbungen, jeder tut was er tun muss, um zu überleben. Meine kleine Tasse Kaffee schmeckt. Blutdruck wieder zu hoch, aber noch nicht dramatisch, ich muss abwarten, bis das Pillengift aus meinen Blutbahnen ist. In Berlin zu leben ist schon ein Privileg, ich möchte derzeit weder in Nigeria noch in der Türkei sein. Man muss sich sein Glück schon vor Augen führen, nicht immer alles als selbstverständlich hinnehmen. Corona ist überall kacke und ich weiß, dass ich mit meinem Job im Homeoffice privilegiert bin, auch wenn ich gar keinen Bock mehr auf diese Situation habe. Auf in den Tag, Gott hat einen ausgegeben und ich bin dankbar.

Schlaf, Medikament, Kleid, Arbeitslosengeld und Homeoffice

Guten Morgen, endlich mal wieder 8 Stunden geschlafen. Wunderbar. Sogar an einen Kaffee traue ich mich heute, aber nur einen leichten. Gestern der Homeofficetag ging gut, es war und ist derzeit noch die richtige Entscheidung zu Hause zu bleiben. Ich hoffe so geht es weiter, denn sollte es mir mit dem neuen Medikament weiter so schlecht gehen, kann ich so nicht in den Urlaub fahren. Gestern sogar gekocht, auch wenn ich wenig Appetit hatte. Es gab Hühnchen mit Zucchini und Süßkartoffel. Das potenzielle Brautkleid ist ein Reinfall, asiatische Größen, es ist zu klein. Also zurückschicken. Allerdings ein anderes Kleid bestellt, in der Hoffnung endlich zu finden. Das Kammergericht schrieb gestern und fordert Geld von ihm, wegen der Ehefähigkeit. Allerdings nicht sehr viel Geld, das konnte sogar er bezahlen. Es wird Zeit sich um den Ehevertrag zu kümmern, ich schreibe die Anwältin heute mal an. Viel geredet mit den Kolleginnen gestern, hat gutgetan, derzeit gibt es Spannungen und ich gebe zu, ich habe mich auch erkundigt wie hoch mein Arbeitslosengeld wäre. Ich habe zwar einen sozialen Job, aber so wie wir das derzeit leben, ist es oft ein Knochenjob und seit Corona fehlt da was im Team. Ich arbeite mich nicht wieder in eine Psychose, diesen Fehler mache ich nur einmal. Ein Jahr bei ausreichendem Arbeitslosengeld wäre auch eine Option. Könnte mich immer noch über meine Ärztin und das System aufregen, ich bin rechtlich nicht verpflichtet Medikamente zu nehmen, aber meine Ärztin ist rechtlich angreifbar, wenn sie mir zu wenig verschreibt. Die Menge, die sie mir verschrieben hat, hätte jetzt aber zum Herzinfarkt oder Tod durch Bluthochdruck führen können, dafür ist sie dann rechtlich nicht haftbar? Da ist doch ein Wurm im System. Aber ich lebe, weil ich mich gewehrt habe und gerade geht es mir auch ganz gut, die Überdosierung muss nur noch ganz raus aus meinem Körper. Nicht auszumalen was mit den Leuten passiert, die sich nicht wehren (können). Meine Vögel piepsen, die Sonne scheint und alles friedlich, heute wenig zu tun, ich werde mich der Recherche und dem Schreiben widmen. Auf in den Tag, heute wird nicht gestorben.

Müde, Büro, Supervision und abgestumpft

Müder Morgen, na das war heute Nacht nicht wirklich was mit Schlaf. Erst nicht schlafen können, dann ständig wach. Aber eigene Schuld, tagsüber geschlafen und Pille zu spät genommen, obwohl ich weiß wie wach ich mit der Pille bin. Gestern der Tag im Büro war seltsam, ich wäre lieber zu Hause geblieben und kann es heute dann auch. Es könnte sein, dass ich die Ursache für den Bluthochdruck am Morgen gefunden habe: Verstopfung. Dagegen habe ich jetzt was unternommen und jetzt gilt es abzuwarten und zu beobachten. Ein grauer Tag grüßt und meine Vögel haben mich schon lange nicht im Homeoffice gesehen, mal sehen was sie heute dazu sagen. Für den Moment ist es besser im Homeoffice zu sein, denn dann kann ich mich jederzeit kurz hinlegen oder im schlimmsten Fall die Arbeit abbrechen. Aber gut gestern auch 6 Stunden im Büro plus Fahrtwege geschafft ohne hinlegen, aber dann zu Hause sofort eingepennt. Unsere Supervision gestern war sehr berührend, aber ich denke wichtig, um uns als Team wieder ein Stück zu vereinen. Langsam merke ich wie mich der Beruf etwas abstumpft, ich höre täglich so viele, meist traurige Geschichten, dass es mich mittlerweile nicht mehr so mitnimmt. Könnte man auch Professionalität nennen, ich nenne es Abstumpfung. Mit dem besten schwulen Freund telefoniert, ich mag unsere Gespräche, auch wenn wir uns selten sehen. Mit dem Schatz gechattet, er hat gerade keine Arbeit und lernt fleißig Deutsch. Immer noch keine Entwarnung für die Legionellen im Haus, unserer Wasserleitungen hier sind Schrott und machen ständig Probleme. Auf in den Tag, die Dusche und ein Frühstück wartet und auch das Homeoffice.

Entrümpler, Hund, Rezept und das verrückte Berlin

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen und optimistisch, weil gestern doch noch das Rezept kam und ich heute umstellen kann. Die Entrümpler sind wieder da, ich frage mich, warum man 2 Tage für eine Einzimmerwohnung braucht. Vielleicht kommt mein Nachbar ja auch wieder und die räumen die Wohnung für ihn, damit er später wieder neu einziehen und neu anfangen kann. Der Tee schmeckt, ich hoffe bald wieder der Kaffee, der Hund ist weg und ich bin erleichtert, das war doch etwas viel gestern, besonders das Tragen von 30 Kilo Hund im Hausflur. Viel Wasser aus der Flasche getrunken und ich habe den Eindruck, das hilft mir. Gestern im Wald gewesen, war ganz schön, aber ich war unruhig, weil ich auf mein Rezept hoffte. Heute wieder Büro und das Highlight: Endlich wieder Beratungen vor Ort. Diese Woche noch keine Pizza, das ist mir zu viel, aber ich werde am Sonntag zum Vater fahren. Corona, glücklich wer dabei nicht seltsam drauf kommt. Ich weiß auch nicht, warum Entrümpler so laut sein müssen in aller früh, ich kann eine Wohnung auch leise ausräumen. Gut Möbel durchs Treppenhaus schleppen könnte laut werden, aber muss man Möbel und Geschirr laut zertrümmern und laut schreien und das um 7 Uhr morgens? Hier wohnen Menschen. Gegenüber steht eine Frau allein am Fenster und gestikuliert wild, ich hoffe sie telefoniert, ansonsten ist das sehr schräg. Hier in der Gegend scheint es einige Leute mit psychischen Krankheiten zu geben, aber klar, hier ist auch Berlin und ich gehöre ja auch dazu. Habe ein Kleid bestellt, der 5 oder 6 Anlauf ein Kleid für die Hochzeit zu finden, bisher hat mir nichts gefallen, alles irgendwie unpassend, vielleicht gehe ich doch in lila Latzhose. Heute früh arbeiten, heißt auch früh frei, ich werde danach wahrscheinlich schlafen. Die Vorgesetzte wünscht ein Gespräch zu meinem Wohlbefinden, verständlich, aber auch stressig für mich. Auf in den Tag, ohne Hund und hoffentlich mit den richtigen Pillen.