Gemeinsam, Erdogan und Burnout

Guten Morgen, heute mal nicht allein, es war schön ihn die Nacht hier zu haben. Nachts wach geworden und meinen Arm nach ihm ausgestreckt und wieder eingeschlafen. Ein grauer Tag grüßt und ich bin ganz gut drauf, nicht so genervt und kraftlos wie gestern. Der Urlaub winkt und ich brauche ihn auch wirklich. Lange Gespräche gestern, er nimmt die Bürokratie hier in Deutschland persönlich, aber so (scheiße) wird hier jeder behandelt. Werde versuchen heute noch einmal einkaufen zu gehen, bevor der Lockdown kommt. Habe ihn mit Konserven und anderen versorgt, einkaufen wird ab nächste Woche unlustig. Gestern bei Eurogida noch eingekauft, ich wusste gar nicht, dass es anscheinend derzeit einige Deutsche gibt die meinen wegen Erdogan kauft man nicht mehr bei Türken. Die Türken die hier sind, sind aber schon 50 Jahre hier oder länger und ich finde man muss jetzt nicht dem Essen die schuld geben, das kommt nicht von Erdogan. Blutdruck und Puls ok, mir geht es soweit gut. Frühstück wartet, aber erst mal verabschieden. Ich hoffe er kommt mit den Vorräten erst mal klar, ich weiß er ist pleite und ich weiß wir haben bald Lockdown. Die Gespräche gestern haben geholfen ihn zu verstehen, aktuell alles wieder gut zwischen uns, aber ich vermisse ihn trotzdem. Brötchen warten und die Dusche. Meine Füße und Hände sind derzeit wieder ok, ich habe den Eindruck dass die Medikamentenwirkung langsam nachlässt, mein Körper brauchte wohl ne Zeit um sich zu entgiften. Die Tage einen Bericht über Burnout gelesen, ich glaube ich stehe gerade wieder kurz vor einem und bin nicht wie diagnostiziert depressiv, die Symptome sind aber sehr ähnlich. Gut dass ich erst mal Urlaub habe, bevor die Hütte wirklich brennt. Dazu die passende Musik zum Morgen:

Lockdown, Nudelpfanne und abwarten

Guten Morgen, keine Meinung zum Tag, die Nacht war nicht der Hit, aber auch keine Katastrophe. Ich ärgere mich über ihn, bin enttäuscht, so hatte ich mir verheiratet sein nicht vorgestellt. Vielleicht bin ich auch einfach nur müde, zum Glück winkt der Urlaub. Die Neuigkeiten aus Berlin klingen auch sehr streng. Verboten, verboten, verboten. Das ist nicht Berlin, Berlin ist eigentlich Freiheit. Heute ins Büro, dabei will ich eigentlich gar nicht, es regnet, ich bin müde und der Lockdown kommt, aber ich habe es der Kollegin versprochen. Also raus da, solange es erlaubt ist und wie geplant noch zu Eurogida. Zum Glück heute keine Beratungen, ich halte mich da besser raus, genug beraten diesen Monat. Werde versuchen früh nach Hause zu gehen und dann für uns beide eine koreanische Nudelpfanne bereiten. Blutdruck ok, aber trinke lieber Tee, ich muss endlich mal runterkommen. Ein Päckchen für die Nachbarin angenommen, ich denke ich werde im neuen Lockdown weniger bestellen, dann brauche ich mich auch nicht über DHL aufzuregen. Der Fuß ist fast wieder ok und wird täglich besser. Frustrierend und deprimierend alles, vielleicht schlafe ich nächste Woche durch. Ich hatte zwar versprochen für ihn da zu sein, aber er hatte auch mir so einiges versprochen. Das Gespräch mit dem Vater gestern war gut, die Pizza versalzen, ich hoffe die Nudeln werden heute besser. Nicht aufregen, macht eh alles keinen Sinn, abwarten scheint die beste Taktik.

Bußgelder, Lockdown, Gewalt und Ruhe

Guten Morgen, wirklich ganz gut, denn keine schrägen Träume. Alles gut so weit und der Kaffee schmeckt. Der Bürotag gestern war dann doch anstrengend und deswegen auch eine Stunde kürzer. Zu Hause die volle Zeit durchzuziehen oder auch mal mehr, ist irgendwie einfacher und nicht nur, weil die Fahrtwege entfallen. Gestern schon massiv Polizei auf der Hermannstraße, die Leute hatten wohl die neu eingeführte Maskenpflicht einfach ignoriert. Es werden jetzt auch Bußgelder verhängt und der neue Lockdown kommt Montag. Ein Lockdown im November ist schon ne harte Nummer, die Leute sind eh mies drauf, ich bin mir sicher, dass es zu mehr häuslicher Gewalt und Gewalt allgemein kommen wird und das nicht nur durch Gastwirte, die keine Existenz mehr haben. Es werden viele Gastrobetriebe schließen müssen, denn falls sie bisher überlebt haben, der zweite Lockdown ist der Todesstoß. Ich finde da sollte es Hilfen irgendeiner Art geben und ich meine nicht Hartz IV für ehemalige Unternehmer. Hier in meiner kleinen Welt ist für den Moment alles in Ordnung, Ich habe gestern Brot gebacken und es ist ganz gut geworden. Vorräte habe ich auch und dazu noch seit gestern wieder 3 Menüs aus einer Kochbox. Kochboxen sind schon sehr praktisch, keine Rezeptsuche, kein Einkaufen mit Maske, kein Suchen der Zutaten an mehreren Orten und keine überflüssigen Zutaten. Es bleibt aber zu teuer, nur mit Gutschein konnte ich den Preis auf unter 24 Euro drücken, was bei 6 Mahlzeiten ein fairer Preis ist. Er scheint Angst vor dem neuen Lockdown zu haben, aber jetzt den ganzen November allein nur zu Hause bleiben macht auch keinen Sinn. Heute Homeoffice, es warten Beratungen, zum Glück bin ich heute besser drauf, gestern war ich sehr bedrückt und traurig. Morgen nochmal kurz ins Büro, mal sehen, ob ich im November wiederkehre, wenn ich dann aber schon mal da bin, werde ich die Chance nutzen noch zu Eurogida zu gehen, türkische Vorräte müssen auch sein. Auf in den Tag, ruhig hier und ich muss dann mal duschen.

Traum(a), Therapie, Büro und 2020

Guten Morgen, keine gute Nacht, wach gewesen um 5 Uhr morgens. Wieder Ängste aus vergangenen Tagen, mitten in der Nacht nachgedacht, ob ich da irgendwas verdrängt habe, aber das, an was ich mich erinnern kann, ist schrecklich genug und reicht eigentlich als Begründung. Abschütteln diese Träume und Ängste, ich habe jetzt ein anderes Leben und alles liegt schon Jahrzehnte zurück. In diesem Fall ein Fluch auf mein gutes Gedächtnis. Ich würde gern vieles vergessen, aber ich vergesse nichts. Besonders meine Jahre in Neukölln, scheinen bis heute traumatisch zu sein, wie oft träume ich noch dort zu wohnen und bin dann beim Aufwachen erleichtert, dort nicht mehr zu wohnen. Ein grauer Tag grüßt und Beratung wartet, aber erstmal ankommen in 2020 mit einem Kaffee. Blutdruck ok, Puls auch, ich glaube würde er hier wohnen, würden diese Träume aufhören. Ich habe überlebt, das ist alles was zählt und ich lebe jetzt. Das Thema Therapie sollte ich wohl doch weiter angehen, auch wenn es aussichtslos erscheint, einen richtigen Therapeuten zu finden. Sich lebenslang mit Pillen voll knallen kann aber auch keine Lösung sein. Auf in den Tag, heute Supervision, aber ich habe nichts zu sagen, ich finde andere im Team sollten endlich mal reden. Raus aus dem Haus heute, ich denke das wird mit guttun, andere Umgebung, andere Gedanken und was zu tun. Ich bin kein verlorener Teenager mehr, auch nicht in den 20ern, ich bin eine erwachsene Frau in einem sicheren Umfeld. Ein Hoch auf mein Leben in 2020, trotz Corona.

Kein Corona, Tisch, Kerzen und Medikament

Guten Morgen, ganz ok die Nacht und gute Werte zum Morgen, also Kaffee frei. Große Erleichterung, die Kollegin hat kein Corona, aber ich ahnte es eh. Das heißt aber dann für mich wohl doch ins Büro die Woche. Gestern wieder Braten gegessen, dieses Mal mit Kartoffeln und danach zu viele Donuts. Meinen mittlerweile etwas abgerockten Wohnzimmertisch gestern mit oranger Folie beklebt, die Tischplatte sieht damit wieder neuwertig aus. Er ist immer noch wenig gesprächig, meldet sich aber regelmäßig, wenn auch wenig aussagekräftig. Ich vermute, er wird derzeit sehr viele Anrufe aus Nigeria kriegen und die werden nicht erfreulich sein. Für mich heute Homeoffice und offiziell bisher keine Termine, aber ich habe schon gesehen in meinem Postfach warten Anfragen auf mich. Langweilig wird es also nicht. Gute Entscheidung gestern keine externen Termine wahrzunehmen, ich brauchte dringend Ruhe. Abends im Kerzenschein im Wohnzimmer gesessen, seitdem Beginn von Corona habe ich über 70 Kerzen verbraucht. Irgendwie wirkt es beruhigend auf mich abends Kerzenschein zu haben. Dank Hamsterkäufe habe ich aber noch über 60 Kerzen und Teelichter auf Vorrat, der Winter kommt und Corona scheint nicht zu gehen. Gestern ist es gar nicht hell geworden, den ganzen Tag eine graue Suppe und auch heute sieht es nicht besser aus, dunkel wird es dann auch schon ab 16 Uhr, deprimierend, es sei denn man hat Kerzenschein. Heute die Lieferung meines Tabaks, wenn ich die Woche doch raus aus dem Bezirk fahre, eine unnötige Bestellung. Mein Fuß ist heute gut, es hängt definitiv mit dem Medikament zusammen, gestern mal ein wenig weniger genommen und keine Gliedmaßen schlafen ein, keine Krämpfe und kein Kribbeln. Heute früh wach geworden von den Nachbarn, blöd aber gleichzeitig angenehm, denn durch mein geöffnetes Fenster drang frischer Kaffeegeruch. Ruhig ist es hier im Haus, gespenstig ruhig, finde ich gut, aber gleichzeitig seltsam. Auf in den Tag, diese Arbeitswoche wird kurz und danach habe ich Urlaub.

Spät, Lebensmittel und wütend

Guten Tag, irgendwie wache und schlafe ich gerade eher, als hätten wir die Zeit eine Stunde vorgestellt und nicht zurück. Spät schlafen, lange schlafen. Mir geht es gut, aber ihn anscheinend nicht, seine Facebook-Posts werden immer wütender und seltsamer. Keine Ahnung wie ich damit umgehen soll, für den Moment halte ich einfach Abstand, da er Nähe nicht zulässt. Die Geschäftsführung hat gesprochen, diese Woche Homeoffice für mich, wir wollen das Corona-Ergebnis der Kollegin abwarten und das könnte leider ne Woche dauern. Bei mir aber keine Corona-Symptome, alles gut, nur sehr erschöpft, aber ich werde ja dem Bett nahe sein. Online Lebensmittel einkaufen kann man derzeit vergessen, auch jetzt am Montag mit den frischen Angeboten kaum was im Angebot, aber gut mein Tabak ist lieferbar, alles andere kriege ich dann hoffentlich um die Ecke. Beim Vater gestern war es nett und der Lummerbraten ist auch gelungen, ich bin ja als Köchin ziemlich unerfahren mit Braten.

Zahnarzttermin abgesagt, es ging nur um die Schiene, aber die passt perfekt und ich fahre jetzt nicht für einen 5 Minuten Check 2 Stunden mit den Öffentlichen durch die Corona-Stadt. Trotzdem war ich gestern auch sehr wütend, wütend auf den Vater und seine Neue, wütend auf ihn, der meint den starken Mann spielen zu müssen, statt seine Sorgen zu teilen, wütend auf die Behörden, die für ihr nichts tun, jetzt auch noch eine Gehaltserhöhung kriegen sollen und so weiter. Wo sind die Hilfen für die Leute die wirklich Hilfen brauchen?

Verstehe, dass da der ein oder andere in die rechte Ecke rutscht oder sich plötzlich Querdenker nennt. Mein Wohlstand und Ehemann hindert mich bisher das auch zu tun, aber ich fühle die aggressive Stimmung überall. In der eigenen Welt isolieren klappt immer schlechter, wenn es wenigstens ein Corona-Enddatum geben würde, gibt es aber nicht. Auf in den Tag, mit der passenden Musik:

Schlafen, Teenagerfreund und Kochboxen

Guten Morgen, wirklich guter Morgen, lange geschlafen und Blutdruck und Puls voll normal niedrig. Gestern nicht lange gearbeitet und danach sehr erfolgreich im Supermarkt, fast alles gekriegt, während online nur noch Resteverkauf ist. Börek gemacht, obwohl eher Blätterteigtaschen mit einer Spinat-, Speck-, Feta-, Zwiebelfüllung. War sehr lecker. Heute wird es Lummerbraten mit Rosenkohl und Knödel für den Vater geben. Von ihm bin ich enttäuscht, zu wenig Zuwendung, begründet mit Sorgen um seine Existenz und Nigeria. Warum will er das nicht mit mir teilen? Er will wohl, dass ich besser drauf bin und mich nicht nur sorge, aber das ist finde ich ist der falsche Weg. Gestern hat ein Teenagerfreund aus dem Internat auf Facebook angefragt. 30 Jahre ist das jetzt her und ich weiß nicht, warum ich damals mit ihm rumgeknutscht habe. Würde ich heute auf gar keinen Fall mehr, aber ich vermute, er auch nicht. 30 Jahre sind halt doch eine Ewigkeit. Aber gut wir leben. Orange Rosen blühen wunderbar in meinem Wohnzimmer, da hat sich die Investition für Fairtrade mal gelohnt. Zu müde gewesen die Bude aufzuräumen, gestern nach Arbeit und Einkauf, geschlafen, gekocht, geschlafen, Fernsehen und chatten und dann wieder schlafen. Aber gut heute zum Vater zu fahren, hier zu räumen, darauf habe ich eh keinen Bock. Außerdem werde ich die ganze nächste Woche zu Hause sein, so habe ich vorher noch etwas Auslauf. Hello Fresh hat wieder Gutscheine geschickt, also wechsle ich die Kochbox wieder. Marley Spoon ist beträchtlich teurer und nach meinem Geschmack nicht so gut. Irgendwie ist Hello Fresh deutscher, regionaler und damit auch gewöhnter und frischer im Geschmack für mich. Nächste Woche kommt also meine letzte Marley Spoon Kochbox. Niemals würde ich für eine Marley Spoon Box über 40 Euro ausgeben. Für 40 Euro kann ich einen großen Wocheneinkauf machen. Auffällig bei den Boxen ist jedoch auch, dass es immer weniger Fleischgerichte gibt und wenn dann ist es immer Huhn oder gehacktes. Ich mag aber derzeit kein Huhn mehr, soviel Huhn gegessen, dann doch lieber vegetarisch. Warten wir alle auf den Coronatest der Kollegin, ich vermute sie hat es nicht, aber Vorsicht ist trotzdem geboten. Der Kaffee schmeckt, die Vögel piepsen, vielleicht doch noch etwas aufräumen bevor es zum Vater geht, auf kuscheln mit dem Hund freue ich mich. Was kann man dazu alles noch sagen? Mahna Mahna….

Passabel, Corona, Nigeria und Zukunft

Guten Morgen, heute früh wirklich ganz passabel, in Etappen genug geschlafen. Blutdruck niedrig, also Kaffee frei. Homeoffice wartet, aber mein erster Termin ist erst gegen 12. Gestern schlechte Neuigkeit, eine Kollegin steht unter Corona Verdacht, wir warten auf die Testergebnisse, ich hatte in letzter Zeit aber keinen direkten Kontakt zu ihr. Ich überlege meine Präsenzberatung einzustellen. Wird mir alles zu heikel. Die Präsenz im Büro ist vom Arbeitgeber freiwillig, ich muss nichts befürchten, wenn ich zu Hause bleibe. Außer dass ich mir dann selber irgendwann auf den Geist gehe. Er ist gar nicht gut drauf, ich dachte es erleichtert ihn, wenn wir wissen, wann es weitergehen kann mit Arbeit, aber er ist nur frustriert, dass es so spät sein wird. Dazu noch die Neuigkeiten aus Nigeria und der Kopfsalat ist perfekt. Ein grauer Tag grüßt, mittelmäßige Stimmung, ich werde nach Feierabend mein Glück im Supermarkt versuchen, online ist fast alles ausverkauft oder sehr teuer. Gestern faule Ernährung, ein Schlemmerfilet mit Backkartoffeln und Brokkoli. Heute irgendwas mit Blätterteig, der war im Angebot, ich schaue mal, ob ich Spinat und Feta bekomme und Börek mache. Immer noch seltsam das Leben mit dem neuen Medikament, ich habe oft den Eindruck ich habe mein Medikament vergessen, dabei nehme ich es immer pünktlich und Nebenwirkungen sind immer noch da. Heute Brötchen und langsam in den Tag, die Zukunft wird besser, nur leider weiß keiner wann die kommt.

Stress, Tiervideos, Ausländerhass und Behörden

Guten Morgen, ganz schlechte Nacht und auch zu hohe Werte am Morgen. Ständig wach gewesen und insgesamt zu wenig geschlafen. Gestern war dann doch ein stressiger Tag und das, obwohl ich wenig gearbeitet habe. Eine Kollegin wurde krank und so konnte ich keine Präsenzberatung machen und durfte ihre Aufgaben übernehmen. Durch die Stadt gehetzt und abends dann Pizza mit dem Vater. Ihn auch kurz gesehen, er war hier um etwas abzuholen und zum Kuscheln. Zum Glück muss ich da heute nicht raus, ich will da derzeit gar nicht raus, ich will meine Ruhe. Er ist sehr unglücklich über die Behandlung durch die Ausländerbehörde und dass es wohl dieses Jahr nichts mehr wird mit Arbeit. Eine nicht nur finanzielle Belastungsprobe. Er ist ein Arbeitstier und braucht seine Arbeit. Die Corona Leugner werden in meinen Beratungen häufiger und da ich noch echte Beratung anbiete, denken sie wohl ich bin ihre Verbündete, was aber so nicht stimmt, ich schaue unpolitisch lustige Tiervideos. Feststellen dürfen, dass es einige Leute gibt, die gerne meine Wohnung haben wollen, aber wo soll ich dann hinziehen? Genau nirgendwo hin, ich bleibe dann mal hier. Die Sache mit dem Gesundheitszeugnis ist geklärt, es reicht ein Dreizeiler vom Hausarzt. Am Sonntag wieder zum Vater, keine Meinung dazu, ob das jetzt gut ist oder stressig. Gemerkt, dass die Nachbarn dann doch seltsam auf ihn und seine Hautfarbe reagieren, im besten Fall könnte man es als Neugier bezeichnen, im nicht so guten Fall wohl eher vom wachsamen Nachbarn. Vielen Dank liebe Nachbarn, aber wir passen wunderbar auf uns selber auf. Ist schon gruselig, dass wegen Corona scheinbar immer mehr Menschen in die rechte Ecke rücken, kann man das nicht trennen? Gegen Corona sein, aber kein Problem mit Ausländern? Ich verstehe die Müdigkeit und Frustration wegen Corona, ich habe auch keinen Bock mehr, aber dafür können die hier lebenden Ausländer nichts, die sind genauso gefickt wie die Deutschen. Das die Behörden gerade nicht mehr oder nur noch mit halber Kraft arbeiten ist eine Katastrophe für viele. Besonders die Schwachen trifft es besonders hart, weil Hilfen nicht oder viel zu spät kommen. Das geht aber allen so, jenseits von Herkunft. Mein Schatz kriegt keine offiziellen Hilfen, ist nicht kriminell, trägt immer seine Maske und macht keine Party, er schadet niemanden und nimmt auch niemanden etwas weg. Corona können wir alle kriegen, der Virus kennt keine Hautfarben. Auf in den Tag, so viele lustige Tiervideos gibt es gar nicht, das ich die unguten Veränderungen nicht bemerke. 😦

Arbeitsvertrag, Herbst und Krankenversicherung

Guten Morgen. Bei mir hoher Blutdruck, aber ok, bei ihm Arbeitsvertrag gekündigt, weil er seit Ende August nicht arbeiten darf. Das ist traurig, er hing an dem Job, ich bin mir aber sicher, sobald er wieder eine Arbeitserlaubnis hat, nehmen sie ihn zurück. Kein Kaffee heute Morgen, alles aufregend genug und ins Büro muss ich auch. Dafür dann morgen zu Hause bleiben. Der Vater kommt auf die Pizza vorbei, stressfreier für mich. Gestern nach Feierabend einen Umweg gemacht, weil ich Döner wollte, manchmal muss das sein. Ich mache mir Sorgen um ihn, kann irgendwie nicht sein, das die Ausländerbehörde dank Corona nur noch halb arbeitet und die Leute einfach mittellos wegschickt und sie dann deswegen auch noch ihren Arbeitsvertrag verlieren. Dass das rechtens ist, kommt einfach nicht in meinen Kopf. Ein grauer Tag grüßt, alles nicht so einladend, höchstens die gelben Blätter der Bäume gehen gerade als schön durch. Obwohl schön ist auch, dass ich gestern meine Vertragsverlängerung für 2 Jahre bekommen habe, das ist doch mal erleichternd, dass nicht das Arbeitsamt auf mich wartet, mein letzter Kontakt mit denen war nicht so erfreulich. Außerdem kann ich mit dem Gehalt im Zweifelsfall uns beide ernähren. Aber ich weiß schon dazu ist er zu stolz, das wird nicht passieren. Immerhin ist er jetzt wieder ordentlich krankenversichert, seine private Studentenversicherung war doch für den Arsch, es ist zwar nichts passiert, aber man weiß ja nie. Der Tee schmeckt und ich muss erst spät im Büro sein, peile aber eine frühere Zeit an. Alles wird gut, wir müssen nur die Zeit bis dahin überstehen.