Spontan ungeputzt, Bescheinigung, Lidl und Ohrwurm

Guten Morgen, eine beschissene Nacht liegt hinter mir, ich habe Bauchschmerzen. Gestern hatte er die grandiose Idee spontan seinen besten Freund einzuladen. Auf spontan stehe ich ja nicht so, besonders nicht nach einer langen Arbeitswoche, nach der die Bude ungeputzt ist und ich selber aussehe wie der Putzlappen der nicht genutzt wurde. Ich mag lieber mindestens einen Tag vorher gewarnt werden, damit ich vorbereitet bin. Die Beiden haben dann gekocht, afrikanisch, war auch gar nicht so schlecht, aber irgendwie fühlte mich dann als Gast in der eigenen Wohnung. Es wurde viel gelacht und gesungen, er hatte eine gute Zeit, was er nach dem Unfall vielleicht auch braucht. Der Arzt gestern meinte er ist ok, nur Gelenk und Knie ist derzeit im Arsch. Mir geht es ok, aber ich glaube ich werde heute tagsüber weiterschlafen. Immer noch keine Nachricht, wie es weiter gehen soll mit der Homeoffice-Pflicht, im ersten Lockdown, gab es Sonderbescheinigungen für uns. Ich glaube der Dia-Scanner geht unvollrichteter Dinge zurück, ich habe einfach keine Zeit dafür. Ständig ist was, der Mann, die Arbeit oder Freunde. Ich bin aber froh, dass er hier ist, dass mit Corona wird noch eine Weile gehen und zu viel Isolation tut mir einfach nicht gut. Von der aufgeräumter Stille in der Wohnung kann ich mich damit aber verabschieden. Die Versorgung in meinen üblichen Orten wird immer schlechter, immer mehr Geschäfte geben auf und sogar der Döner ist jetzt teurer und gleichzeitig viel schlechter geworden. Aktuell empfinde ich Lidl als besten Lebensmittellieferanten, da findet man noch am ehesten große Auswahl zu kleinen Preisen. Leider habe ich hier keinen Lidl und der in Kreuzberg hat zu gemacht. Zum Bloggen komme ich auch nicht mehr wirklich, ich muss mir Zeit dafür klauen, so wie jetzt wach am Sonntag um 8 um zu schreiben, obwohl ich müde bin. Immerhin das Frauendrama des Monats ist vorbei und draußen grüßt der Schnee. Jetzt ist es so kalt, dass sogar ich die Fenster wieder schnell schließe und die Heizung andrehe. Ein alter Ohrwurm heute früh im Ohr ewig nicht dran gedacht:

Fahrrad-Unfall, Winter, Team und Dankbarkeit

Ein Gruß aus der Nacht. Da sind wir gestern bisher mit einem Schreck davon gekommen. Mein Schatz hatte gestern während der Arbeit mit dem Fahrrad einen Unfall. Er fuhr über eine Brücke, das Fahrrad verlor die Haftung und er überschlug sich mehrfach, schlug mit dem Kopf auf und wurde dann von besorgten Mitbürgern versorgt. Zum Glück hatte er einen Fahrradhelm auf, der jetzt Kratzer hat und nicht sein Kopf. Das war es dann vielleicht mit dem beruflich Fahrrad fahren im Winter, ich glaube er hatte sich den Winter nicht so kalt vorgestellt, aber wir haben nach über einem Jahrzehnt wieder richtig Winter, heute liegt sogar Schnee. Ich hatte ihn vorher schon gebeten sich einen Job, ohne Fahrrad im Winter zu suchen, aber er wollte nicht hören. Zum Glück lebt er noch, zum Glück geht es ihm gut. Gestern die Buchhalterin gestresst, nachmittags kam dann doch noch mein Geld, sehr schön. Das erste Coaching lief bei uns ganz gut, aber sehr anstrengend alles. Ich hoffe wir finden einen gemeinsamen Weg. Komisch kaum haben wir Corona, gibt es wieder Winter, als hätte Mutter Natur das gebraucht. Eine Pause vom Menschen. Ich sah die Jahreszeiten schon verschwinden. Ich weiß noch immer nicht, was mit der Homeoffice-Pflicht ist, ich hoffe ich werde nicht verpflichtet. Heute Homeoffice, mal sehen, ob die Kollegin mit mir redet, wir haben verschiedene Wünsche für die Zukunft unseres Teams. Der Kaffee schmeckt und zu Hause ist es warm genug, draußen grüßt eine weiße Landschaft. Bin zu früh wach, vielleicht lege ich mich wieder hin, ich bin froh meinen Job noch zu haben, ich bin dankbar, dass es uns gesundheitlich gut geht, wir ein zu Hause haben und genug zu essen. Willkommen Winter, dazu spielt Vivaldi…

Schlaf, Geld, Drecklevel und Trinkgeld

Guten Morgen, bessere Nacht, aber immer noch kein Geld auf dem Konto, also wenn das heute nichts mehr wird, rufe ich die Buchhalterin an. Geht gar nicht, ich muss am Montag Miete und Rechnungen bezahlen. Der Kaffee schmeckt und er schläft. Keine Ahnung wann er schlafen war, er muss noch lange nach mir wach gewesen sein. Heute Büro, ich hoffe nicht das letzte Mal, noch habe ich kein Verbot. Es gibt heute einen Coachingtermin auf Arbeit, mal sehen, wie es wird, das alles per Video zu machen, ist schon anstrengend. Ansonsten steht der Plan zu Lidl zu gehen, ich habe durch die App einen 5-Euro-Gutschein und Coupons, das lasse ich mir nicht entgehen. Die Pizza mit dem Vater gestern war gut und der Hund war sehr kuschelig. Neu ist, dass der Hund Wohlfühlgeräusche macht, wenn ich ihn kuschel. Die Bude müsste dringend geputzt werden, aber ich hatte keine Zeit und er fühlt sich erst ab einen größeren Drecklevel zuständig. Heißt, will ich das er putzt, muss ich sehr lange warten. Aktuell wieder Übelkeit durch das Medikament, sehr unangenehm. Blutdruck und Puls haben sich wieder beruhigt, kein Grund zur Panik. Der Ex aus Italien schreibt, er soll jetzt doch noch Geld aus Berlin bekommen und möchte teilen. Rückblickend eine sehr schlechte Wahl mit ihm, zwei Jahre Lebenszeit verloren. Der Dia-Scanner steht immer noch rum und ich scanne nicht, ein teurer Spaß mittlerweile, vielleicht sollte ich den Scanner einfach zurücksenden. Für ihn die Woche eine Socke voll Kleingeld weggebracht, seine Trinkgelder, wenn man lange genug sammelt, lohnt es sich. Ich wundere mich nur, dass es Menschen gibt, die tatsächlich Kupfermünzen als Trinkgeld geben oder noch besser ausländisches Geld. Diesen Monat wird jetzt gar kein Geld mehr ausgegeben, klar Miete, Strom, Internet, Essen und Monatsmarke müssen schon sein, aber alles andere besser nicht. Der Vater hat keine Zeit am Sonntag, blöd, aber auch passend, ich brauche Zeit für mich. Ich vermisse meine Mutter, ihre Musik begleitet mich:

Sofa, Smartphone, Arbeit und Homeoffice

Guten Morgen, bin dann auf das Sofa geflohen, dort konnte ich schlafen. Da er gerade Spätschicht macht, ist sein Schlafrhythmus voll im Arsch oder sagen wir mal unser Schlafrhythmus ist im Arsch, weil er mich dann nachts weckt. Kacke, ich brauche meinen (durchgehenden) Schlaf wirklich. Kann nicht sein, dass er mich nachts mit seinen hell leuchtenden Smartphone im Bett weckt. Ich finde Smartphones haben überhaupt nichts im Bett, eigentlich auch nicht im Schlafzimmer zu suchen! Aber damit bin ich wohl ein altmodisches Weib, ich komme noch aus einer Zeit ohne Handys. Gestern auf Arbeit war nicht so schlimm wie gedacht, war erleichtert, jetzt gilt es das Problem im Team zu lösen, ich hoffe es gelingt. Ich verlasse dann das Boot wohl erstmal nicht, auch wenn die See nicht gerade ruhig aussieht. Der Kaffee schmeckt und es ist noch unklar, ob ich zu 100 % ins Homeoffice muss, eine Chefin klärt das noch. Eigentlich galten wir im ersten Lockdown als systemrelevant, denn wir gehören zur psychosozialen Versorgung. Warten wir ab, sollte ich nur noch Homeoffice machen müssen, muss ich mir dringend was ausdenken, um hier nicht am Rad zu drehen. Jeden Tag mindestens eine Stunde spazieren gehen, muss dann wohl sein. Nichts gegen mein zu Hause, aber bin ich zu lange hier, geht es mir körperlich und seelisch schlecht. Er ist aufgewacht und fragte, warum ich auf dem Sofa schlafe, er versteht nicht, dass zweimal die Nacht geweckt werden nicht lustig für mich ist. Langsam dämmert es, ein grauer Tag im Januar, den Lockdown als Sahnehaube obendrauf. Habe einen 10 Uhr Termin, mal sehen, wie es wird, vielleicht werde ich diese Person an eine Kollegin weiterleiten. Warte immer noch auf mein Geld, bisher nichts in Sicht, nachdem es das letzte Mal Geld vor Weihnachten gegeben hatte. Alles wird gut, hoffe ich, weitermachen und nicht verunsichern lassen.

Termine, Gratis-Masken, Lockdown-Maßnahmen und Schmerzen

Guten Morgen, ne so richtig gut fühle ich mich nicht. Frauenschmerzen und dazu heute die wichtigen Termine, die über meine berufliche Zukunft entscheiden. Habe nicht sonderlich geschlafen, aber immerhin um die 7 Stunden. Keine Ahnung wie ich heute reagieren werde, keine Ahnung, ob ich mich beherrschen kann. Fast 3 Jahre mache ich jetzt die Machtkämpfe zwischen zwei Kolleginnen mit, ich glaube einfach nicht das zur Auflösung eine Supervision reicht. Ich finde beide ihn ihrem Verhalten sehr egoistisch und das Team soll es aushalten. Er schläft noch, wie beneide ich ihn, ich würde heute auch gern bis Mittag im Bett bleiben. Der Kaffee schmeckt und so richtig Optimismus kommt nicht auf, mein Moralapostel tobt, aber ich weiß: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Immerhin, es gibt jetzt fünf kostenlose OP-Masken für Bedürftige in Berlin. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wie weit kommt man schon mit fünf Masken? Gut immerhin zum Supermarkt. Bei ihm hat sich berufliche wieder was getan, der alte Arbeitgeber will ihn zurück, nachdem er ihn hat wochenlang hat warten lassen. Aber gut, vielleicht die falschen Zeiten, um über Stolz zu diskutieren. Ich finde es schon seltsam, dass Lockdown-Maßnahmen, die angeblich zum Schutz für alte, kranke und behinderte Menschen stattfinden, genau dazu führen, dass diesen Menschen die Versorgung und damit Lebensqualität abhandenkommt. Sind wir jetzt besonders rücksichtsvoll oder einfach nur asozial? Über die neue Villa in Berlin von Herrn Spahn möchte ich dabei gar nicht weiter nachdenken. Eine Beratung heute, vielleicht hätte ich gar keine vereinbaren sollen, aber meine Ratsuchenden sind mir wichtig, auch wenn ich mit den restlichen Dingen auf Arbeit nicht zufrieden bin. Keine Ahnung was ich frühstücken werde, vielleicht Paracetamol, unter Schmerzen zu diskutieren und friedliche Lösungen finden, könnte schwierig werden. Auf in den Tag, es wird passieren was passieren wird und ich bin ein freier Mensch.

Herzschlag, Schlafmittel, Kartoffelsuppe und Homeoffice

Guten Morgen, eine Nacht allein, gruselig, aber auch sehr entspannend sagt die Messung meines Herzschlages. Irgendwer hat heute Nacht gekifft und da mein Fenster angekippt war, erwachte ich in einer Wolke. Gut jeder hat so sein Schlafmittel. Er ist auf dem Weg nach Hause, ich hoffe es geht ihm gut. Auf mich wartet heute Homeoffice, leider wird er die ganze Zeit da sein, das hatte ich mir anders vorgestellt, dass er seine Schichten nicht so legt, dass er anfängt zu arbeiten, wenn ich aufhöre. Wäsche trocknen ist zum Problem geworden, denn es gibt keinen Raum mehr, wo die Wäsche trocknen kann und auf dem Balkon ist es derzeit zu kalt. Aber gut es gibt Schlimmeres. Gestern Kartoffelsuppe gemacht, war sehr lecker, er hat afrikanisch gekocht, ich deutsch und beide waren glücklich mit ihrem Essen. Hier und da reicht also auch die gemeinsame Küchennutzung, wir müssen nicht zwanghaft immer das Gleiche essen. Könnte mich immer noch über die feige Kollegin aufregen, aber es geht auch ohne sie. Wer nicht für seine Belange einstehen möchte, der möchte nicht dafür einstehen, damit muss ich leben, aber ich höre mir dann in Zukunft auch nicht mehr das Gejammer an. Habe Frauenschmerzen, ich denke es geht bald los, dann bloß keinen attackieren, keine Zeit in der man Verhandlungen mit mir führen sollte. Das Gehalt ist noch nicht da, aber sollte bald komme und dann mal aufhören mit dem Ausgeben. Ich habe schon vor Corona viel bestellt, aber jetzt nimmt es überhand. Wie ich las aber eine typische Homeoffice-Falle, nach Feierabend noch shoppen zu gehen. Auf in den Tag, Brötchen warten und der Kaffee schmeckt, alles wird gut, irgendwann.

Pläne, frei, Veränderung, Schmerzen und Corona

Guten Morgen, an meinen freien Tag. Kaffee mit ihm getrunken und Pläne gemacht. Er will jetzt erstmal Geld verdienen und Schulden abbauen, ich muss wohl abwarten, was diese Woche auf Arbeit passiert, aber habe schon einen Plan B. Zum Glück heute keine Termine, ich werde wohl zu Netto gehen, aber ansonsten nicht viel. Bude müsste geputzt werden und ich muss schlafen. Die Nacht war ganz ok, einmal wach gewesen und etwas über 7 Stunden geschlafen. Früher konnte ich 8 Stunden plus schlafen, aber gut, früher hatte ich ein ruhiges Leben und ziemlich viele Neuroleptika im Blut. Der Tag grüßt grau und die Straße ist laut, ein öder Wintertag. Leben, alles dreht sich, alles ist in Veränderung, aber ich hoffe das bringt Besserung und die Anstrengungen werden belohnt. Aktuell ist nämlich alles anstrengend, Arbeit, Zusammenleben und dann noch der ganze Corona Scheiß. Wieder mit der Tante gesprochen, auch wenn sie Querdenker-Tendenzen hat, es gibt so viele andere Themen, über die man sich unterhalten kann. Die Gesellschaft und erst Recht nicht Familien dürfen sich nicht wegen Corona spalten. Es ist doch jetzt schon so, dass sie die Arbeitnehmer in Homeoffice und nicht Homeoffice spalten. Die im Homeoffice sind privilegiert, die weiter rausmüssen, sind freigeben für eine Infektion? Gestern wieder Schmerzen gehabt, ich konnte keine 1,5 km auf der Straße ohne Pause laufen, weil mir der linke Fuß und der Rücken so schmerzte. Interessanterweise konnte ich dann später im Wald dann aber über 2 km ohne Pause laufen. Der Wald mit seinem weichen Boden und seiner frischen Luft scheint mir gutzutun. Woher die Schmerzen kommen? Vielleicht von meinem aktuellen Medikament, vielleicht ein Entzug der alten Medikamente, vielleicht aber auch zu viel Homeoffice und zu wenig Bewegung, ich bin es einfach nicht mehr gewöhnt, jeden Tag zu laufen und unterwegs zu sein. Nicht nur die Seele schreit Alarm, auch mein Körper. Habe schicke medizinische schwarze Masken, mit denen ich gut atmen kann, damit komme ich weiterhin über die Runden. Die FFP2-Masken von Arbeit sind wohl aus China und chinesische Gesichter, scheinen deutlich kleiner zu sein als meins, weswegen die Maske in meinem Gesicht zu eng und nicht richtig sitzt und ich Beklemmungen damit bekomme. Abwarten, abwarten für mich, abwarten für ihn, abwarten für die ganze Welt, ich hoffe nicht bis 2023.

Husten, Schlaf, Arbeit und Ruhe

Guten Morgen, ein Gruß aus der Nacht, die nicht sonderlich war. Er kam nachts und hustete und würgte laut. Keine Ahnung woran es lag, am Essen kann es nicht liegen. Jetzt schläft er und ich bin wach. Toll nur etwas über 6 Stunden geschlafen, ich hoffe ich kann gleich weiter schlafen. Gestern nicht viel passiert, während der Arbeitszeit mit Datenschutz beschäftigt und danach zu Netto. Heute zum Vater, mal sehen, wie es wird, so richtig Lust habe ich nicht. Irgendwie haben wir uns voneinander entfernt und es gibt weniger zu bereden. Geplant für heute ist Schnitzel mit Kartoffelecken und Salat. Aber vielleicht ist es auch nur alles wegen dem Zusammenleben und den Konflikt auf Arbeit. Ich habe kaum mehr für andere Dinge einen Kopf. Auch meinen Blog sehe ich seit seinem Einzug als vernachlässigt an. Aber mir fällt derzeit kaum was ein und wenn habe ich es schon mit einem Menschen aus dem echten Leben besprochen. Nächste Woche kommt hoffentlich die große Auflösung wie es auf Arbeit weiter gehen soll. Dann kann ich mir überlegen, ob ich da mitspielen will oder doch anfange mich zu bewerben. Gestern selber die Haare geschnitten, also nur Spitzen, was man nicht alles macht, wenn es keine offenen Frisöre gibt. Die Vögel im Wohnzimmer stressen gewaltig, aber sie gehören zu mir, ich werde sie nicht weggeben, weil ich ihnen kein eigenes Zimmer mehr geben kann. Morgen zum Glück keine Pläne, auch ich brauche einen Ruhetag, ich hoffe ich werde auch in Ruhe gelassen.

W-LAN-Kanäle, Vermögen, Kollegin und verraten

Guten Morgen, ganz ok die Nacht, immerhin etwas über 7 Stunden mit einer Unterbrechung geschlafen. Gestern im Büro war es ok, zwei Beratungen gemacht und vor mich hin gewurstelt. Diese ungeklärte Situation seit vor Weihnachten ist belastend, ich wünsche mir eine Auflösung, ob es eine Zukunft gibt. Er ist mit seinem neuen Job ganz zufrieden, noch mehr von seinen ehemaligen Kollegen sind ebenfalls zum neuen Arbeitgeber gewechselt. Vielleicht sollte ich auch wechseln? Die letzten Jahre was es mein Traumjob, aber aktuell ist es eher alptraumhaft. Gestern versucht mein W-LAN anders zu optimieren, bevor ich neue Hardware kaufe. Das Wechseln von W-LAN Kanälen soll Wunder bewirken und Tatsache nutzen hier im Haus sehr viele den gleichen Kanal inklusive mir. Also meinen W-LAN Kanal auf einen ungenutzten Kanal gelegt und das W-LAN hat jetzt mehr Signal und ist schneller geworden, mal sehen, ob die Abdeckung in der Wohnung auch besser geworden ist und es zu weniger Abbrüchen in den Videokonferenzen kommt. Für mich gab es gestern Burger, für ihn ein ganzes gegrilltes Huhn. Grau grüßt der Tag, es ist noch dunkel und ich hoffe, es wird noch hell und bleibt nicht so wie gestern. Gestern entdeckt, dass die Vermögensfreigrenzen für Hartz IV drastisch erhöht wurden, ein Vermögen unter 60.000 Euro und zu zweit 90.000 Euro gilt als nicht beträchtlich und es kann trotzdem eine Hartz IV Zahlung erfolgen. Das nenne ich mal eine echte Hilfe, dass man ohne Einkommen nicht mehr total verarmen muss, um Gelder zu erhalten. Werde heute wohl früh anfangen zu arbeiten, dann habe ich auch früh frei. Gerade alles Stille hier. Ich bin erleichtert, dass ich ihn nicht mehr als Eindringling hier sehe und mein Revier verteidige, wir haben gerade eine friedliche Lösung und wenn er jetzt auch 5 Tage die Woche arbeitet, gehen wir uns hier auch nicht auf den Keks. Der Kaffee schmeckt und auf die Kollegin heute habe ich keinen Bock, ich bin sehr enttäuscht von ihr und tendenziell sauer. Aber nicht mein Leben, vielleicht habe ich zu sehr mit ihr gefühlt und jetzt lässt sie mich damit einfach alleine. Undankbarkeit ist der Welten Lohn! Auf in den Tag, mal sehen ob heute doch was passiert oder ob ich wieder in Stille wursteln darf.

Schnarchen, Team, Ruhe und Ausnahmezustand

Guten Morgen, eine schlechte Nacht, keine Alpträume, keine Panik, aber er schnarchte sehr laut und ich wurde wach und lag dann wach für eine Weile. Woher kommt der Irrglaube, dass Paare gemeinsam besser schlafen? Für mich stimmt das so nicht und ich glaube für ihn auch nicht. Er hat um 10 ein Bewerbungsgespräch, ich muss um 10 spätestens ins Büro. Gestern eine sehr unerfreuliche Teamsitzung gehabt, danach ging es mir schlecht. Die Pizza für den Vater ist gut geworden, aber es blieb was übrig, was er dann nach der Arbeit aß. Heute arbeitet er mehr und ich auch, die Wohnung gehört dann den lauten Vögeln allein. Er hat gestern eingekauft, und zwar auch 12 Flaschen Wasser, wunderbar, jetzt brauche ich wirklich nichts mehr bestellen, der Kühlschrank und der Tiefkühler sind rammelvoll, jetzt müssen wir erstmal eine Weile essen. Die Vögel sind zu laut, oder genauer gesagt ein Vogel, keine Ahnung warum er glaubt uns lautstark am Morgen begrüßen zu müssen. Wir sind nicht erfreut. Heute sind Burger geplant, keine Lust jeden Tag aufwendig zu kochen, besonders wenn ich spät nach Hause komme. Heute zwei Termine, mal sehen wie es wird. Unser Team schwimmt auf jeden Fall im Ozean. Ich bin erstaunlich ruhig für den Moment, ich spüre keine Aufregung, vielleicht bin ich aber auch einfach nur müde. Ein Brötchen und zu viele Bananen warten auf mich, denn er hat auch Bananen gekauft. Keine Lust auf die Kollegin heute, aber Lust auf meine Ratsuchenden. Das wird schon alles oder auch nicht, aber ich habe Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 und bin mittlerweile auch fit genug andere Jobs zu machen. Auf in den Tag und FFP2-Maske aufgesetzt, willkommen in einem Land im Ausnahmezustand.