Videokonferenz, Impfeinladung, Lachspizza und Tests

Guten Morgen, Video-Verabredung mit dem Vorstand um acht, ich bin dann mal wach. Auch, wenn ich gestern Spätdienst hatte. Gestern große Aufregung nach dem Briefkasten leeren, ich habe eine Impfeinladung erhalten. Woher haben die meine Daten? Ich habe meine Ärztin zu keinem Zeitpunkt darum gebeten meine Daten weiterzugeben!? Gleichzeitig wurde gestern wieder Astra Zeneca gestoppt, das löst nicht gerade Vertrauen in mir aus. Keine Ahnung was ich jetzt machen werde, ich glaube ich muss eine Weile nachdenken, recherchieren und lesen. Ich neige nun mal zu jeder Nebenwirkung, auch wenn es für die Studie sicher interessant wäre, welche neuen Nebenwirkungen bei mir auftreten. Ein freundlicher Tag grüßt, ich sehe eine schwache Sonne. Er hat auf dem Sofa geschlafen, weil er bis spät in die Nacht telefonierte. Gerade habe ich ihn vertrieben, denn auf dem Sofa liege ich morgens, trinke Kaffee, rauche und blogge. Beschlossen mein Medikament geringfügig zu reduzieren, wegen des Beinschmerzes, siehe da zwei Tage später schmerzt das Bein weniger. Ich kann auch wieder besser laufen, seit dem Medikament wurde es schwierig zu laufen. Denn mit ständigen Waden- und Fußkrampf ist das laufen sehr schmerzhaft. Er hat sein Stundenkontingent für den Monat schon abgearbeitet, heute nur eine 3 Stunden Schicht für ihn. Heute Abend kommt der Vater, es gibt Lachspizza mit Schmand, genaueres überlege ich mir dann später. Überlegungen das Osterfest ganz ausfallen zu lassen, auch wenn nur ein Frühstück zu Fünft aus zwei Haushalten geplant war. Heute früh muss die Testpflicht besprochen werden, ich bin gespannt, ob es vom Arbeitgeber möglich ist, zeitnah Tests zu stellen. Ich kann das Wort dabei nicht nur einer Person überlassen, die auch schon vor Corona eigentlich nur Homeoffice machen wollte. Der Kühlschrank ist voll und heute warten zwei Beratungen und zwei Termine auf mich. Ich werde heute aber auf jeden Fall Pause zwischendrin machen. Vermutlich lege ich mich nach dem 8-Uhr-Termin einfach wieder hin. Auf in den Tag und jeden Tag mehr zu den Impfstoffen lesen, ich weiß es einfach nicht und tägliche Meldungen und anders Entscheidungen der Wissenschaftler und Politik machen es nicht besser. Auf in den Tag, testen lassen würde ich mich schon, aber alles andere, warten wir ab.

Kuchen, Lager, Testpflicht und Sonne

Guten Morgen, seltsame Nacht, aber insgesamt genug geschlafen. Er ist nachts ausgewandert, ich führe dazu keine Diskussionen mehr. Über die Kollegin geärgert, die sich einfach mein Thema schnappen will, das gilt es heute richtigzustellen. Der Kaffee schmeckt, warum muss man immer für seine Rechte kämpfen, egal ob privat oder beruflich? Warum denken andere sie könnten sich wortlos und dankeslos an meinen Kuchen bedienen? Am Sonntag im Lager meiner Mutter gewesen, es sind zu viele Sachen und das Lager ist so voll, das man es kaum begehen kann, geschweige denn Fotos machen. Habe mir noch ein paar Anfertigungen gegriffen und ein Foto für eine Anzeige gemacht. Heute eine Lieferung, Ostern kann danach kommen, wir haben genug Leckeres zu essen und ausreichend zu trinken. Meine Termine wurden für heute abgesagt unter anderem, weil ich keine Präsenz anbieten kann. Das ist seit Sonntag aber auch nicht mehr ohne Test möglich. Solange es keine Tests gibts, darf ich also nur noch virtuell beraten. Gestern sehr viel tagsüber geschlafen, das war nötig und hat gut getan. Heute fühle ich mich schon besser. Sie sprechen jetzt tatsächlich über einen harten Lockdown oder sollte ich besser sagen, richtigen Lockdown? Dieses Rumgeeiere seit Monaten bringt doch nichts. Er hat vom Arbeitsamt einen AVGS für ein Jobcoaching bekommen, ich hoffe es hilft, auf mich will er ja nicht hören und selbst wenn, ich habe zu wenig Ahnung von der Finanzwelt. Immer wieder an die berufliche Vergangenheit gedacht, wie konnte man(n) mir das antun? Es hätte mich fast mein Leben gekostet. Ruhig ist es und er hat heute leider erst spät seine Schicht, so hängen wir wieder aufeinander. Die Sonne scheint und es ist zweistellig wärmer geworden, Zeit für Balkonien, wo gerade nur die Wäsche hängt. Auf in die Woche, sie wird kurz dank Feiertag, aber ich brauche derzeit mehr Erholung, vielleicht sollte ich in die zeitnahe Urlaubsplanung gehen. Er wird wahrscheinlich durcharbeiten, mehr private Zeit für mich.

Ruhe, Hühnchen, abgesetzt und Schlaf

Guten Morgen, immerhin 7 Stunden Schlaf mit einer Unterbrechung. Gestern so müde und erschöpft gewesen und dann am Abend Diskussionen mit ihm. Es ist alles so anstrengend und ich möchte einfach nur meine Ruhe. Mit dem Vater war es ok, auch wenn ich seine Begründung warum er abends keine Zeit hat schräg fand. Da ich aber dringend Zeit für mich brauchte, habe ich nicht nachgehakt. Er schläft noch und ich habe Bauchschmerzen, denn wir haben gestern frittiertes Hühnchen bestellt und gegessen, was jetzt in meinem Bauch liegt wie ein Betonstein. Schlaf, ich möchte nur schlafen und verdauen was so passiert ist. Der Konflikt auf Arbeit war etwas anders als angenommen, das hat die Aussprache ergeben. Ich weiß nicht, ob ich jetzt der Depp bin, weil ich der Aussage der Kollegin vertraut hatte. Heute keine Pläne außer schlafen, wenn ich gut bin, dann mache ich noch etwas Schönheitsprogramm. Ein Freund hat seine Tabletten abgesetzt, alle auf einmal. Er war jetzt schon sehr lange total überdosiert mit 3-4 verschiedenen Medikamenten, kein Arzt erlaubte ihm irgendwas davon abzusetzen, jetzt hat er seine Entscheidung allein getroffen. Bisher geht es ihm gut, sogar besser, ich hoffe es bleibt so. Geputzt hat er hier gestern tatsächlich, aber gleich am Morgen, als ich eigentlich noch schreiben und die Ruhe genießen wollte. Mit Staubsaugergeräusch im Rücken, aber nicht so einfach. Heute muss er arbeiten, ich werde die Zeit genießen. Zeitumstellung ist immer noch kacke, braucht kein Mensch, besonders die nicht, die eh Schlafstörungen haben. Ein grauer Tag grüßt und es ist mir egal, ich muss da nicht raus heute, ich muss nicht motiviert sein, ich muss nur schlafen. Auf ins Bett, das gehört heute mir.

Zeit, Vater, Lager, Ostern und Musik

Guten Morgen, nicht so gute Nacht und dann auch noch Zeitumstellung. Aber ich glaube, ich lege mich später nochmal hin. Die Sonne scheint die Vögel schreien und er hat gar nicht geschnarcht. Heute zum Vater, ohne kochen, aber dafür Lager sichten. Keine Ahnung was wir mit den ganzen Klamotten meiner Mutter machen sollen. Heute Bestandsaufnahme. Gestern zu viel gegessen, ich habe asiatisch gekocht und später noch Ofenkäse. Ganz gut Ostern freizuhaben, vermutlich werde ich schlafen und mich um Balkonien kümmern, ich glaube ich kann jetzt anfangen zu pflanzen. Er hat heute auch frei und er hat versprochen zu putzen, mal sehen wie es dann hier aussieht, wenn ich wieder heim komme. Mein Geld ist schon da, erfreulich, das hat mich gestern nur leider dazu verleitet online zu shoppen. Man könnte auch vermuten, dass Amazon hinter der Pandemie steckt, die verdienen sich jetzt reich durch die Lockdown-Situation. Osterhasen stehen bereit für das Fest, wobei Fest dann wohl nur ein Familienfrühstück mit Waldspaziergang ist. Er telefoniert schon wieder, aber ich glaube seine Freunde sind gerade die besseren Gesprächspartner für ihn, ich möchte nicht stundenlang darüber reden, warum trotz akademischen Abschluss kein qualifizierter Job vorliegt und wer daran alles schuld ist. Das kann er gern mit den anderen Absolventen klären. Mich zieht dieses Gespräch nur runter und jeder meiner Vorschläge wird als unpassend erachtet. Mir fehlt da oft, Bescheidenheit und Dankbarkeit, dass es viel schlimmer sein könnte. Immerhin hat er Jobs und verdient ein wenig Geld, das ist nicht selbstverständlich während Corona. Aber vielleicht kann ich diesen Hunger nach Karriere einfach nicht mehr verstehen, denn meine Wunsch-Karriere endete im Krankenhaus, deswegen bin ich jetzt frei von solchen Ambitionen. Ich will einfach mein kleines friedliches Leben leben und nicht mehr die Welt erobern. Der Kaffee schmeckt, versuchen wir mal gute Laune zu suchen, zum Beispiel mit Sonntags-Musik:

Katze und Hund, Ostern, Obst und Homeoffice-Kleidung

Guten Morgen, zu kurze Nacht, aber gestern brauchte ich noch ne Weile um runterzukommen. Der Tag gestern war ganz ok, zwei Beratungen und Gespräche mit den Kolleginnen. Abends wieder Diskussionen mit ihm. Wir sind schon oft Katze und Hund. Gelbe Tulpen blühen und kündigen das Osterfest an. Ich erwarte eine Lieferung und später wartet eine telefonische Beratung, er muss bald zu Arbeit und ich habe meine Ruhe hier. Er ist von Marley Spoon nicht so begeistert, nicht sein Geschmack, also darf ich wohl alles alleine essen. Gestern Kefir für mich neu entdeckt, weil es den gratis bei Lidl gab, ich denke eine gute bezahlbare Sache für meine Gesundheit. Er wird vielleicht das Land verlasen, aber nicht für immer, ich bin natürlich nicht einverstanden. Brötchen warten im Ofen und ich bin hungrig, versuche jetzt abends vor dem Fernseher Obst statt Süßes zu essen. Ein grauer Tag im Regen, alles nicht so motivierend, ich vermute diese Woche gehe ich mit Unterstunden aus der Woche, aber es ist so viel passiert, ich brauche eine Pause. Die Inzidenzwerte in Berlin liegen derzeit überall über 100, in Neukölln sogar fast bei 200. Ich gehe dann die nächste Woche nirgendwo hin, so der Plan, ich kann Homeoffice machen und habe hier genug zu essen. Die Dusche ruft, auch wenn es keiner sieht oder riecht, duschen vor der Arbeit muss sein, sich aber richtig anziehen habe ich aufgegeben, klar frische, saubere Sachen, aber das ist halt meist doch eine Jogginghose. Nur Videokonferenzen sind ein Anlass, sich auch zu schminken und vielleicht auch eine Bluse zu suchen. Auf in den Tag, alles wird anders, ich hoffe auch besser.

Spam, Gefühle und leer

Guten Morgen, ganz passabel geschlafen, der Kaffee schmeckt. Heute ins Büro, mal sehen, wie es wird. Essen habe ich jetzt genug hier, Ostern kann kommen. Bemerken müssen, dass es wieder vermehrt Spam und Phishing Mails gibt, das erinnert mich an die 90er. Ich vermute das wird noch schlimmer werden, die Kriminellen sollten alle nach einem Jahr ausgelernt haben, um neue Corona konforme Arbeitsbereiche zu erschließen. Er rumort in der Küche und ich habe heute Beratungen. Das Gespräch von gestern arbeitetet noch in mir, ich denke es war gut, aber so richtig verstehe ich es noch nicht. Ich war jetzt so lange im Unklaren, da ist es seltsam, wenn die Auflösung kommt. Ich glaube, mein Gefühlspegel dazu muss sich erstmal beruhigen. Es sieht aber so aus, dass ich meinen Job bleiben kann. Ehrlich gesagt auch keinen Bock auf Bewerbungen schreiben und vielleicht Arbeitsamt besuchen. Ich warte darauf, dass er zur Arbeit verschwindet, ich will meine Ruhe. Irgendwie bin ich gerade leer, nach so vielen Gefühlen. Es gibt nicht viel zu sagen, außer weitermachen.

Ich bin Opfer! Ich darf das!

Was mich gerade beschäftigt sind Menschen die ihre eigene traurige oder schreckliche Geschichte nutzen, um eigenes Fehlverhalten zu entschuldigen. Ich bin eigentlich eine geduldige Person, aber wenn dieses Fehlverhalten anfängt mir zu schaden, dann ist mal Schluss mit lustig. Dann bin ich nämlich Opfer des Opfers. Nur weil mir schlechtes widerfahren ist, habe ich nicht das Recht anderen schlechte Erlebnisse zu geben. Nur weil ich schlechte Erlebnisse hatte, ist die Lüge nicht legitim. Kinder, Kinder haben vielleicht irgendwie ein Anrecht darauf, aber die Erwachsenen sollten es besser wissen. Sie spüren den Schmerz vielleicht noch und wissen deswegen genau wie sich ein anderer damit fühlen würde. Jahrelang hat meine Mutter sich für Ihre Fehler damit gerechtfertigt, dass meine Oma eine noch viel schlechtere Mutter war. Das hat es aber nicht besser für mich gemacht, es war nicht meine Schuld, dass meine Oma sie sehr schlecht behandelt hat. Wenn man sich als Opfer rächen will, sollte man den Täter attackieren, nicht irgendwen anders. Vielleicht hilft auch ein Sandsack oder Schreien wo es keiner hört. Das Wissen um den Schmerz sollte weiser machen, weise diesen Schmerz keinen anderen zuzufügen. Ich bin Opfer! Deswegen mache ich das nicht!

Countdown, Nervfaktor, das Merkel und Privileg Arbeit

Guten Morgen, der Countdown läuft, heute findet um 9:30 ein sehr wichtiges Gespräch per Videochat statt. Ich in aufgeregt und gleichzeitig sehr müde. Gestern die Supervision war ein Reinfall, zwei Stunden um den heißen Brei geredet und keine Ergebnisse erzielt. Die Nacht war passabel aber zu kurz, er macht gerade Chicken-Wings, also mir ist um diese Zeit nach ganz anderen Dingen. Ich sehe etwas Sonne, immerhin und der Kaffee schmeckt. Warte auf mein Geld, aber ich vermute das kommt erst nächste Woche. Das Konto sieht mies aus, aber es gab so einiges zu bezahlen diesen Monat. Homeoffice, das wird wohl auch in Zukunft so bleiben, ich finde es als Dauerzustand schrecklich. Die Pizza für den Vater ist ganz gut gewesen, braune Champignons, Paprika und Chorizo. Ostern, wieder so ein Fest wo die Mutter fehlt und der Vater die Neue mitbringen möchte. Die Nachbarn sind sehr laut gerade, keine Ahnung warum man Bauarbeiten im Lockdown machen muss, wenn alle Nachbarn zu Hause sind und der maximale Nervfaktor vorhanden ist. Schlafen, ich könnte nur schlafen, vielleicht mache ich das dann heute Nachmittag. Dass Merkel die Vertrauensfrage stellen soll, finde ich unangebracht, als hätten die anderen Politiker mehr Plan, sein wir ehrlich, keiner hat einen Plan. Er hat heute Frühschicht, das passt, dann habe ich hier meine Ruhe. Mir ist schlecht, ich hoffe es wird nach dem Treffen nicht schlimmer, ansonsten muss ich mich wohl auch mal krankmelden, ich war jetzt sicher 1,5 Jahre keinen Tag krankgeschrieben, obwohl es mir zwischendrin schlecht ging. Die Kolleginnen hatte alle Wochen oder sogar länger, die sie im Krankenstand verbrachten. Ein Lottogewinn wäre schön, aber ich kenne die Wahrscheinlichkeit, andere Dinge sind realistischer. Vielleicht heute Nachmittag einkaufen, es fehlen ein paar Dinge, aber es geht mehr um den Auslauf. Er arbeitet seit 11 Tagen ohne einen einzigen Ruhetag, zu viel, aber wir haben Arbeit und alles wird teurer, besonders das Essen. Also arbeiten wir für das Geld und Sicherheit. Arbeit, Arbeit, alles was einem bleibt in der Pandemie, das letzte Privileg, die Möglichkeit Geld zu verdienen, viele haben es schon verloren.

Ostern, schlafen und alte Welt

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht, er ist nachts ausgewandert. Kann mich gerade nicht entscheiden, ob heute Büro oder nicht, eigentlich wollte ich, aber gerade ist mir nicht danach. Lange Liste für Lidl geschrieben, aber das heute alles schleppen, ich weiß nicht. Ich könnte auch morgen in einen anderen Lidl gehen. Heute Abend kommt der Vater auf eine Pizza, das ist stressig genug, nachdem wir heute wieder Team-Supervision haben. Gestern in einem Forum gelesen, das auch andere die Einnahme von Abilify wie die Einnahme von Speed empfanden, genauso habe ich mich die ersten Wochen auch gefühlt. Keine Ahnung was sich die Bundesregierung mit ihren Osterplänen gedacht hat, ihnen sollte aber klar sein, dass eh schon mies gelaunte Bürger, bei der Streichung des Osterfestes nicht gut reagieren. Dieses ständige Hin und Her zermürbt halt, selbst mein Schatz hat aufgehört Merkel-Fan zu sein und schimpft darüber, dass einem immer wieder Hoffnung gemacht wird, dass er Lockdown endet und dann doch wieder verlängert wird, mit einem großen sich ständig änderten Regelkatalog. Wer kommt da noch mit? Wer will da noch mitmachen? Warum keine klare Strategie, wie richtiger Lockdown für ein paar Wochen und dann wirklich Ende? Ich bin müde, aber nicht depressiv, bin ich wach ist Antrieb vorhanden, aber ich kann sehr viel schlafen. Ist alles so anstrengend gerade und hört irgendwie nicht auf. Der Kaffee schmeckt und ich bin froh, dass ich heute keinen Pizzateig selber machen muss, ich haben noch fertigen aus der Brandnooz Box. Für mich dann der zweite Tag Pizza, denn er brachte gestern von einer Schicht frische, aber verbrannte Pizza mit. Keine Ahnung welche Pizza es heute bei mir wird. Seltsame und gar nicht fröhliche Zeiten, überall Ärger, Angst und ruinierte Existenzen, während Politiker mit Masken und Impfstoffen handeln, das alles zu ignorieren ist ne schwere Nummer, meine kleine heile Welt, die ich mir erbaut hatte, ist stark beschädigt und ich weiß nicht, ob ich je zurück kann. Ostern, immerhin ein paar Tage frei.

Video, altes und neues Leben, Gespräche und Ostern

Guten Morgen, keine tolle Nacht und ein grauer Tag grüßt. Er ist schon eine Weile wach und im Abflugmodus. Ich habe heute Spätdienst mit einer über 3-stündigen Videokonferenz. Die Videokonferenz ist heute ein offizieller Anlass, ich werde mich hübsch machen und eine Bluse überwerfen. Der Kaffee schmeckt und er ist mit meinem BVG-Ticket unterwegs. Durch den Lockdown reicht ein Ticket für beide, wir wechseln uns gut ab. Die anstrengenden Diskussionen von gestern wirken noch nach, auch wenn ich sonst eine Freundin von großen Träumen bin, seine sind mir derzeit zu groß. Ich habe keine Karriereambitionen mehr, ich mache das, was ich mache und das ist gut so. Aber ich war auch mal so jung und hungrig, ist bei mir nur sehr schiefgelaufen. Aktuell beschäftige ich mich viel mit meiner Vergangenheit, wie ich wann wo mit wem war und warum, ich hatte ein aufregendes Leben, leider auch mit vielen Tiefschlägen, aber immer was los. Durch die Krankheit mittendrin kommt mir aber vieles davor unrealistisch vor, wer war dieses Mädchen? Ich sage immer: Ich hatte ein Leben vor und nach der Krankheit, warum kommt mir mein Leben vor der Krankheit jetzt so fremd und fern vor? Ich möchte diese Zeit aber nicht unbedingt zurück haben, klar ich war jung, gesund und gutaussehend, aber ich war zu oft ein dummes Opfer. Das würde mir heute nicht mehr passieren, ich muss da an einen Spruch meiner Mutter denken: Ich wäre gern nochmal 20, aber mit dem Wissen von heute. Das ist nämlich das Dumme an der Jugend, man hat alle Möglichkeiten, weiß es aber nicht. Morgen wohl ins Büro, ich muss raus hier, ist mir gerade zu viel Zweisamkeit. Würden wir nicht zusammen wohnen, würde ich mich nach unseren letzten Gesprächen erstmal ne Weile nicht melden. Die Klamotten von Lidl sind nicht der Hit, kann man tragen, muss man aber nicht, aber zurückschicken möchte ich jetzt auch nicht, immerhin die Unterhosen sind gut. Aus dem falschen Rinderfilet wurde ein Rinderbraten mit Klößen und Brokkoli, weil er keinen Rotkohl mag. War lecker, habe das Fleisch stundenlang gegart und es war butterweich. Was es heute gibt keine Ahnung, aber es findet sich schon was. Vielleicht gehe ich jetzt wieder schlafen, habe noch Zeit bis zur Arbeit und allein ist es hier gerade entspannter. Ostern kommt die Neue vom Vater dazu, es ist ihm so wichtig, aber diese Frau ist zwar ganz ok, aber sie wird nie meine Mutter ersetzen können und sollte aufpassen sich als solche aufzuspielen. Wie kann es z.B. sein, dass diese Frau sich in der Wohnung meiner Mutter aufspielt als wäre sie meine Gastgeberin? Egal, ich hoffe, Ostern geht klar, ohne Eskalation. Auf in den Tag auf das Licht am Ende des Tunnels.