Schlaf, 1. Mai, Büro und Schlagzeug

Guten Morgen, endlich wieder genug geschlafen, fast 8 Stunden. Gestern heftig mit ihm gestritten, aber auch versöhnt. Er hat dann gestern eingekauft und gekocht, auch mal ganz schön. Morgen dann besser nicht das Haus verlassen, morgen gibt es in der Stadt Krieg. Ich möchte gar nicht wissen, welche aggressiven Bullen sie dazu zusätzlich in die Stadt anreisen lassen. Also wer auch immer auf Gewalt steht, der wird morgen seinen Spaß haben. Heute Büro, aber vorher Corona-Schnelltest, habe aber keine Symptome und der Mann hat sich regelmäßig negativ testen lassen. Gestern schien kurzzeitig die Welt unterzugehen, aus einem ruhigen regnerischen Tag wurde in kurzer Zeit, Donner, Blitz und danach prasselten riesengroße Hagelkörner auf die Stadt. Ein paar Minuten später schien wieder die Sonne. Mir geht es wieder besser, mein Auge ist abgeschwollen und gerade keine Schmerzen. Freue mich auf die Kollegin, meistens verschaffen wir uns beide bessere Laune. Heute wieder Termine, muss aufpassen, dass sich meine eigene Schieflage nicht auf die Beratungen auswirkt. Morgen zum ersten Mai werde ich dann wohl besser nicht das Haus verlassen und habe es auch ihm geraten. Spiele mit dem Gedanken meinen alten Schlagzeuglehrer zu kontaktieren, ich würde so gerne eine Stunde Krach machen Schlagzeug spielen. Vielleicht überlässt er mir eine Stunde den Übungsraum mit seinem Schlagzeug? Ich würde den vollen Preis ohne seine Anwesenheit zahlen. Gestern mit ihm erneut über die Essenskosten diskutiert, er ist jetzt bereit sich zu beteiligen. Die Freundin in der Türkei berichtete von zwei toten Freunden durch Corona, ich denke aber um meinen Freund mit Corona muss ich mir nicht solche Sorgen machen. Corona rückt damit aber näher, es ist was anderes, wenn man Leute kennt, die es haben. Hormonell spielt mein Körper verrückt gerade, habe aber in einer Selbsthilfegruppe gelesen, dass das normal ist nach Amisulprid und generell beim Reduzieren. Der Kaffee schmeckt und ein grauer Tag grüßt. Letzter Arbeitstag diese Woche, bald darf ich ruhen und dann vielleicht auch was Leckeres kochen. Auf in den Tag, die verzweifelten Leute warten auf mich.

Edit: Vorerst kein Corona für mich, negatives Testergebnis.

Essen, Prolaktin, Außenseiter und Breakfast Club

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber immer, wenn der Vater spät kommt, bin ich danach zu lange wach. Gestern meine vorerst letzte Marley Spoon Box bekommen, ich hatte noch ein Guthaben und einen Gutschein. Heute Huhn oder Fisch. Die Pizza gestern hatte es in sich, es ist eine Thunfischpizza mit Mais und Paprika geworden, allerdings auch mit scharfem Schmand mit Knoblauch. Heute nochmal Homeoffice, allerdings mit zwei Videokonferenzen. Mein Vogel stresst derzeit gewaltig ab, ich weiß nicht was los ist, Frühlingsgefühle? Mein Auge ist immer noch nicht gut, es ist leicht geschwollen. Das ist jetzt entweder Stress oder Allergie, leider sind nämlich nicht alle Birken gestorben. Hormonell geht derzeit bei mir was ab, ich glaube das überhöhte Prolaktin geht gerade, muss ein Körper und Hormonhaushalt erstmal raffen, dass er nicht seit Jahren schwanger ist oder stillt. Meine Prolaktinwerte durch das alte Medikament waren aber so hoch, das mein Körper das wohl dachte. Stille hier, nur Auto rauschen, der Hund ist leider beim Bruder und seiner Freundin und nicht hier, aber ich habe immer noch Schiss vor dem Nachbarn. Morgen dann testen lassen und Büro, mal sehen, wie das wird. Bin zu müde, um gerade viel zu erzählen, ich glaube ich gehe wieder ins Bett, mein erster Termin ist erst gegen 12 und ich tendiere auch heute zur Kurzarbeit, bin zu erschöpft von der letzten Woche und dem fehlenden Wochenende. Der Kaffee schmeckt, ist aber gerade nur Verdauungshilfe, ich glaube er hat heute frei, na mal sehen, wie das wird und ob wir uns wieder auf den Sack gehen. Immer mehr Verrückte überall, ich falle da weniger auf, weil die anderen mich übertreffen. Ich hätte nicht gedacht, dass mal eine Zeit kommt in der ich im Vergleich, weniger verrückt bin, weil eine ganze Gesellschaft durchdreht nach über einem Jahr Isolation. Isolation bin ich aber schon gewöhnt, viele Jahre bevor es Corona gab. Als Außenseiter lernt man früh damit umzugehen. Ich schließe heute mit einem Zitat aus dem Film Breakfast Club:

„Sehr geehrter Mr. Vernon, wir akzeptieren, dass wir einen ganzen Samstag für alles, was wir falsch gemacht haben, nachsitzen mussten. Aber wir halten Sie für verrückt, dass Sie uns einen Aufsatz schreiben ließen mit dem Thema „Wer bin ich?“, weil Sie uns doch so sehen, wie Sie uns sehen wollen. Mit einfachen Worten nun das, was wir über uns herausgefunden haben: Jeder von uns ist ein Schlaukopf, ein Muskelprotz, eine Ausgeflippte, eine Prinzessin und ein Freak. Beantwortet das Ihre Frage?“

Auge, Essen, Freund und nichts

Guten Morgen, genug geschlafen, aber Probleme mit dem rechten Auge. Außerdem mit dem Mann gestritten, weil er der Meinung ist, dass alles, was er bisher gegessen hat, entsorgt werden kann bzw. ich es essen soll. Was habe ich mir den Arsch aufgerissen, um Dinge die er mag zu finden und ran zu schaffen und jetzt alles von vorne? Nein ohne mich. Mal sehen welche Nahrung er sich jetzt selbst kauft und zubereitet. Gegessen gestern den Rest der Erdnussnudeln, Arbeit von 10 bis 19 Uhr verdirbt dann doch die Lust noch zu kochen. Festgestellt, dass regelmäßiger Kefir Genuss mir guttut, das bleibt auf dem Speiseplan. Heute Pizza für den Vater, noch keine Ahnung was das für eine Pizza wird. Die Nachbarn sind ruhig, es gibt jetzt zwei neue Nachbarn, die ich noch nicht kenne. Nächste Woche dann neuer Psychiater Termin, mal sehen, was das für ein Mensch ist und welche Meinung er zu meiner Medikation hat. Gestern noch lange mit einer Kollegin/Freundin telefoniert, das war ganz gut, mein Redebedarf ist gerade hoch. Die Sonne scheint und ich hoffe, mein Auge wird nicht schlimmer. Ich hatte eine Geschäftsidee für ihn, aber er ist nicht überzeugt, dann halt nicht, soll er Fahrrad fahren. Heute Lieferung, weil ich auch Tabak brauche, ich weiß jetzt nicht was ich mit ganz viel Bananen und Fisch soll, das war eigentlich für ihn. Ich glaube mein Körper und meine Seele müssen sich noch eine Weile von den Medis erholen, bis alle Nebenwirkungen verschwunden sind und meine Gefühlswelt wieder Normalität ist. Mein alter Freund baut wieder scheiße, kaum aus der Forensik raus hat er wieder falsche Freunde und konsumiert Drogen. Schade, sehr schade, aber sein Leben lang war die Tür zum Knast seine Drehtür. Keine Ahnung warum er mit dem normalen Leben nicht klarkommt oder klarkommen will. Mich macht es traurig, denn so verliert er seine Freiheit wieder schnell. Heute zum Glück nur 6 Stunden Arbeit, ich kann auch nicht mehr, vielleicht mache ich auch nur 5 Stunden. Er hat heute wieder eine lange Schicht, gut so, dann habe ich meine Ruhe. Die Sonne scheint und es ist ruhig hier, keine Ahnung wie es weiter gehen soll, es liegt nicht immer an mir Lösungen zu finden und Pläne zu machen, ich mache jetzt gar nichts mehr. Auf in den Tag, zum Glück habe ich Samstag frei.

Schlaf, Erdnusssoße, laute Nigerianer und Test

Guten Morgen, endlich mal genug geschlafen in der Nacht, auch gestern tagsüber Schlaf nachgeholt. Die Fortbildung gestern war nicht der Hit, aber ich habe beschlossen heute doch den zweiten Teil zu machen und hoffe, es wird spannender. Gestern Erdnuss-Pasta mit Brokkoli gekocht, wobei ich die Soße wegen fehlender Mengenangaben im ersten Rezept nach diesem Rezept gemacht habe. Die Soße war der Knaller, das werde ich auf jeden Fall wieder kochen. Er hatte gestern eine 10-Stunden-Schicht und kam spät nach Hause, leider meinte er dann ein sehr lautes und langes Telefonat zu führen, was ich trotz geschlossener Türen in der Wohnung im anderen Zimmer hören konnte. Scheint aber allgemein so zu sein, das Menschen aus Nigeria laut sind. Hätte ich das mal vorher gewusst, besonders zu Hause mag ich es ruhig. Aber er hat es noch selbst gemerkt und sich entschuldigt. Der Kaffee schmeckt und die Zigarette brennt, ich weiß heute ist man Nichtraucher, aber ich komme aus einer Zeit wo jeder überall geraucht hat. Mein Gehalt ist bereits da, wunderbar, denn wie ich rausfand wurde bei den Finanzämtern eine neue Software eingeführt und damit die Bearbeitung erst am 16. März 2021 gestartet. Heute wieder stundenlang Videokonferenz, erst für die Fortbildung, dann für Supervision. Ich werde 5 Stunden plus online sein, was sehr ermüdend ist und danach noch eine Telefonsprechstunde machen. Wird Zeit, dass die Kolleginnen zurückkommen, irgendwie haben wir sehr viele Krankheitstage im Team, nur ich Idiotin melde mich nie krank. Aber gut, eine Chance Unterstunden abzubauen. Unterstunden, die ich nur habe, weil ich letztes Jahr bei der Medikamentenumstellung Kurzarbeit gemacht habe, weil ich die vollen Stunden nicht geschafft habe, mir ging es einfach zu schlecht. Er wurde wieder negativ auf Corona getestet, womit ich davon ausgehe ich es auch bin. Mein nächster Test ist Freitag. Die Sonne scheint, das ist schön, aber es ist bitterkalt. Auf in den Tag, für den Moment die Ruhe genossen…

Schulung, Emanze, Mond und Brille

Guten Morgen, nicht so ne tolle Nacht und auch nicht so erfreut, dass ich heute arbeiten darf, obwohl mein freier Tag ist. Aber gut meine Verantwortung, die Schulung heute ist freiwillig. Gestern beim Vater sehr viel geredet, ich hoffe, dem Vater war es nicht zu viel. Der Hund haarte extrem, ganze Fellbüschel lagen da, nach 30 Minuten kraulen. Der Lachs ist butterweich geworden und war ein Genuss, später hatte der Mann noch indisch bestellt. Bin müde und habe Bauchschmerzen, aber der Kaffee schmeckt. Zum Glück arbeitet er später, dann kann ich nach meiner Fortbildung noch schlafen und/oder Ruhe genießen. Interessant ist auch, dass er meine Diskussionen mit ihm zu einem gleichberechtigten Miteinander, als Teil meiner seelischen Krankheit sieht. Wie falsch er liegt. Aber vielleicht sein Weg damit umzugehen, dass er eine Emanze geheiratet hat. Die Frage ist nur, wer hier wen diskriminiert. Aber in den letzten Tagen gibt er sich Mühe mehr an mich zu denken. Heute Abend gibt es einen rosa Vollmond, ich bin gespannt, ob ich was sehen kann. Zum Glück heute und morgen keine Beratungen, mir reicht es erstmal. Ich hätte meinen Urlaub vorletzte Woche wirklich gebraucht, scheiß Nachbar. Da will man Pause von den Psychos und dann wohnt man über einen und wird dabei selber wieder leicht zum Psycho. Seit Corona und Homeoffice hat sich meine Frühstücksroutine verändert, ich esse weniger Brot, weil ich mir hier jederzeit was anderes aus der Küche holen kann. Ich sehe etwas Sonnenschein, aber es ist sehr kalt, angeblich soll es Mai so weiter gehen und es ist sogar wieder Schnee möglich. Na das haben wir gebraucht, Frühling also gestrichen. Gelbe Tulpen blühen vor sich hin, dank Rabatt nur 1 Euro. Frau muss gut zu sich selbst sein, wenn es Mann nicht tut. Aktuell sehe ich schlechter, ich scheine meine Weitsichtigkeit auszubauen, entweder liegt es am Medikament oder es ist einfach das Alter. Es tritt aber erst so massiv seitdem Medikament auf. Brauche ich wirklich eine Brille? Regen, Regen für uns alle, aber das wird mich nicht fertig machen, ein Song meiner Urgroßmutter dazu:

Asiatisch, Erdnüsse, 50 % und Seele

Guten Morgen, es wieder auf circa 7,5 Stunden Schlaf geschafft, sehr gut, ohne Schlaf ist der Wahnsinn nah. Gestern ein asiatisches Rindfleisch gekocht, ohne Kochbox, einfach nachgekocht mit eigenen Zutaten. Pak-Choi hatte ich nicht da, aber es geht auch ohne und dafür ein paar Frühlingszwiebeln drauf. Später dann noch Erdnusskekse gebacken, die richtig lecker geworden sind. Erdnüsse gehören bei mir auch zu den vergessenen Lebensmitteln, die aber lecker und sehr gesund sind. Also ab sofort wieder aufgenommen in den Speiseplan: Erdnüsse, die sind im Vergleich zu Cashewnüssen auch deutlich günstiger. Das ist wohl ein Punkt wo ich von meinem Schatz lernen kann, er ernährt sich gesünder als ich, also sollte ich wohl mehr von seinem Kram essen wie Fisch, Nüsse, Avocado, Banane, Spinat, Reis usw. Gestern bei Netto richtig abgeräumt, spät am Samstag gehen ist eine gute Sache, wenn man sich einfach überraschen lässt was noch da ist und dann bei 50 % Rabatt zugreift. So habe ich gestern Bananen, Avocado, Himbeeren, Brombeeren und Tomaten mit 50 % Preisnachlass ergattert. Bei den Preisen kann dann kein Onlineshop mithalten, abgesehen davon das es z.B. Eier und Hühnerbrühe gab, die man online gerade nicht bestellen kann. Arbeit war gestern anstrengend, ich war kurz davor meine letzte Beratung abzusagen, weil es mir nicht so gut ging, aber es ging gut und später grüßte dann kurz der Tinnitus. Zum Glück habe ich jetzt frei, freue mich heute auf den Vater, für ihn gibt es heute wahrscheinlich Lachs mit Lauch und Kartoffeln. Zeit mit dem Hund zu haben ist auch wichtig, wer weiß wie lange es den noch gibt, 14 Jahre ist doch ein hohes Alter für einen Hund. Der Hund ist neben mir, der letzte lebende Rest meiner Mutter. Nichts gehört von den Nachbarn, gestern ihr über den Weg gelaufen, eigentlich wollte ich die jetzt für immer ignorieren, aber sie grüßte und ich grüßte reflexartig zurück. Mist. Dem Freund mit Corona geht es nicht so gut, psychisch, nicht körperlich, beschissenes Timing, Neuroleptika absetzten und dann Corona kriegen, aktuell kann er damit noch nicht mal in ein Krankenhaus. Den besten schwulen Freund auch gesprochen, er war wild auf Treffen und spazieren gehen, ich aber nicht so, ich will gerade nur meine Ruhe. Den alten Freund auch gesprochen, aber er war nicht sehr mitteilsam. Der Kaffee schmeckt, die Verdauung macht Probleme und ein grauer Tag grüßt, irgendwann muss das alles doch mal enden.

Arbeit, Vogel, Wahlen und Geld

Guten Morgen, endlich mal über 7 Stunden geschlafen, das ist aktuell schon viel für mich. Er hat auf dem Sofa geschlafen, also eine gute Nacht für mich. Viel zu viel Arbeit für mich, schnell kriegt man derzeit keinen Termin bei mir. Gestern Putenunterkeule für ihn gemacht, er hat sich drauf gestürzt. Was ich morgen für den Vater mache, ist unklar, vielleicht Fisch. Heute nach der Arbeit mein Glück im Supermarkt versuchen. Er wird mich heute allein lassen, das finde ich gut, auch wenn ich gerade nicht total gestresst von ihm bin. Dafür stresst die Arbeit genug. Der Kaffee schmeckt und ich sehe Sonnenschein. Die letzten Tage stresst mein Vogel ab, entweder Frühling oder Geräusche, die er hört aber ich nicht. Ich würde mal sagen ein Nymphensittich ist nicht so Pandemie gerecht, er macht einfach zu viel Krach. Zum Glück ist die nächste Woche kurz durch den Ersten Mai, ich vermute da könnte was los sein in der Stadt. Die Unzufriedenheit über die Politik steigt und steigt, auch bei Menschen die bisher alle Maßnahmen akzeptiert haben. Zum Glück sind bald Wahlen, aber eigentlich kann man niemanden wählen. Es bleibt nur das kleinere Übel. Bin leer, keine großen Gefühle gerade, Arbeit überwiegt, die Geschichten der anderen sind viel dramatischer. Der Freund mit Corona scheint einen milden Verlauf zu haben, der Krebs vom Onkel wurde operiert und die Seelen von vielen anderen, kippen gerade um. Immer noch kein Geld vom Finanzamt, aber immerhin kommt nächste Woche das Gehalt. Auf in den Tag und Roberta zuhören:

Stress, Palak Chicken, Notbremse und nigerianische Musik

Guten Morgen, ganz passabel aber wieder nur 6 Stunden geschlafen, aber ich fühle mich ok. Heute früh zum Bürgeramt, gar keinen Bock drauf, aber mein neuer Ausweis liegt da bereits Monate rum. Sehr stressiger Tag gestern und wieder Überstunden, auch heute wartet sehr viel auf mich, sehr viele Anrufe und Termine, aber erstmal zum Bürgeramt. Wenn es geht, mache ich heute kürzer, habe genug Stunden die letzten Tage gemacht. Gestern indisches Palak Chicken gekocht. Mein erstes indisches Gericht und es ist lecker und gut geworden. Blutdruck und Puls gestern zu hoch, aber gerade in Ordnung. Die Anmeldung zum Psychologie Kongress steht, mal sehen, ob sie mich wirklich sprechen sehen wollen. Zur Notbremse kann man gar nichts mehr sagen, Ausgangssperre? Grundrechte? Kann man den Politikern noch trauen? Ich weiß es nicht und kriege langsam Angst, wenn sich Merkel wie Erdogan aufführt. Solche Beschränkungen der Freiheit sind mir nämlich bisher nur aus den Erzählungen meiner Freundin in der Türkei bekannt. Vielleicht ist mein Misstrauen unangebracht, aber wenn man liest wie sich die Politiker an der Pandemie bereichern, ist die Vermutung von anderen Motiven nicht fern. Der Lockdown könnte schon längst vorbei sein, hätte man bisher wirkliche Lockdowns gemacht und nicht immer diese halben Lösungen. Der Krampf im linken Bein scheint endlich vorbei zu sein, ich fühle mich besser und kann auch wieder problemlos laufen. Auf in den Tag, nicht mehr ganz so frische Brötchen warten. Heute auf Youtube einen Song gesucht und diesen nigerianischen Song vorgeschlagen bekommen, sehr schön, das hat man davon, wenn man den Internetanschluss mit einem Nigerianer teilt:

Krank, Benzos und Arbeitsverbot?

Guten Morgen, müde blicke ich drein und jetzt ist auch noch ne Kollegin mehr krank. Wie wir jetzt ihre Arbeit aufteilen weiß ich nicht, ich habe eigentlich schon genug Arbeit die Woche. Der Vater war gestern mit Hund da, aber der Hund fing wieder an zu kratzen und ich hatte Schiss vor der Reaktion des Nachbarn, aber es gab zum Glück keine Reaktion. Aufgaben für die Chefin übernommen, die ich, glaube ich, nicht so schnell lösen kann. Reicht ja auch gestern und vorgestern insgesamt 18 Stunden gearbeitet und nur 12 Stunden geschlafen. Heute Nacht auch nicht viel Schlaf, aber ich werde versuchen mich tagsüber hinzulegen. Der Freund mit Corona nimmt jetzt starke Benzos, Neuroleptika absetzen und Corona haben ist etwas viel auf einmal. Einen anderen alten Freund gesprochen und Nummern getauscht, ich kenne ihn schon seitdem ich 15 bin, eine sehr lange Zeit, die er aber viele Jahre im Knast verbracht hat. Der Kaffee schmeckt und mein Schatz will zur Botschaft, einem Freund helfen. Gestern frische Brötchen geliefert bekommen, es sind noch welche da, aber gerade bin ich nicht hungrig. Muss bald die Kollegin kontaktieren, wir brauchen einen Schlachtplan wie wir beiden Verbliebenen den ganzen Laden wuppen können. Mir geht es na ja, nicht krank werden, aber die Arbeit stabilisiert mich immerhin psychisch. Keine Zeit Paranoia wegen des Nachbarn zu schieben, wenn ich andere unterstütze. Gestern stand die Drohung im Raum, dass wenn ich mich nicht impfen lasse, dass ich vielleicht nicht mehr arbeiten darf, ich hoffe es kommt nicht so weit. Nur noch Homeoffice wäre ja auch eine Lösung, meine Kollegin machen das schon über ein Jahr und wurden zu nichts gezwungen. Ruhig bleiben, einatmen, ausatmen, heute Videoberatung, ich sehe gerade einfach nur scheiße aus, scheiße müde mit tiefen Augenringen. Ich glaube, ich brauche heute Cat Stevens, Musik meiner Mutter, Musik meiner Kindheit:

Schlaf, Dienst, Geräusche und Steckrübe

Guten Morgen, nicht so gut eigentlich, wieder zu wenig geschlafen, aber er auch. Denke, es waren nur 6,5 Stunden mit einer Unterbrechung. Gestern der Tag wer sehr lang für mich von 11:30 bis 19:30 war ich im Dienst. Heute sieht es nicht viel besser aus. Abgelenkt hat mich das aber auf jeden Fall, endlich mal keine Gedanken an mich selber, die Ehe oder die Nachbarn. Wobei der Nachbar ist gestern wieder kurz ausgerastet und hat gebohrt. Früher dachte ich immer der ist halt am Handwerken, aber heute weiß ich, der hat ein Aggressionsproblem. Der Kaffee schmeckt und ich schaue verpeilt aus der Wäsche, heute Pizzatag, der Vater kommt ich weiß nicht mit oder ohne Hund und ob dann der Nachbar wieder ausrastet. Wie kann es sein, dass ein Kerl der sonst den ganzen Block beschallt, bei dem Geräusch von Hundetatzen in der Wohnung über ihn ausrastet? Heute Lieferung, es gibt hier einfach nicht alles um die Ecke und erst recht keinen Tabak. Will ich hier meinen Tabak, muss ich zur nächsten Tankstelle oder in andere Bezirke. Gegessen gestern und vorgestern ein Gemüse aus Steckrübe, Karotten und Kartoffel, dazu dann jeweils Würstchen. War lecker, er mochte es nicht, aber nicht mein Problem. Warte auf das Geld vom Finanzamt, aber bisher nichts, kein Brief, kein Geld. Heute wieder viele Termine, es wird ein langer anstrengender Tag, aber ich denke das ist gut so. Er hat wieder seine Schicht so gelegt, dass er mich nicht bei der Arbeit stört, weiter so, es ist einfacher entspannter zu arbeiten, wenn nebenan nicht ständig jemand ist und Geräusche verursacht. Die Sonne scheint, immerhin etwas Aufmunterung, ein schöner Tag und gut für ihn zum Fahrrad fahren. Habe die Chance mich politisch zu engagieren, aber irgendwie bin ich nicht so politisch, ich bin halt eine alte Hippie-Braut, aber ich überlege. Auf in den Tag, andere unterstützen und nicht nur auf mich selber konzentrieren.