Letzter Tag, Geburtstag, Cool Box und mein Weg

Guten Morgen, letzter oder vorletzter Tag des häuslichen Zusammenlebens? Es bleibt eine Überraschung für mich, je nachdem ob er heute die Schlüssel kriegt oder auch nicht. Gestern beschlossen doch Geld auszugeben, für mich, ich plane für diese Woche einen Geburtstag für mich, das heißt ab zur Massage und zum Friseur. Beides Sachen, die ich mir sonst nur am Geburtstag für mich gönne, aber letztes Jahr ist das ausgefallen. Bin müde, keine so tolle Nacht, seinetwegen, aber jetzt ist er arbeiten und Bett und Wohnung gehören mir. Gestern wieder keinen Bock auf Kochen gehabt und dafür Bock auf Fleisch, also Grillplatte beim Griechen bestellt, war gut, aber ich glaube das war jetzt genug Fleisch für die nächsten Tage. Passiert ist gestern nicht viel, immerhin Bad etwas geputzt, aber den Müll nicht weggebracht. Ich glaube wir beide können es nicht erwarten endlich mal wieder allein zu sein und nur nach den eigenen Regeln zu leben. Ich bin mir sicher ich werde ihn dann irgendwann auch vermissen, aber irgendwann ist nicht jetzt. Die Grill Cool Box ist zu mir unterwegs, ich bin jetzt schon enttäuscht, denn unter Grillen stelle ich mir was anderes als Burger vor. Für Burger habe ich eh alles hier. Aber gut Pech gehabt, muss ich halt viel Burger essen. Preislich sollte ich trotzdem gewinnen, wenn ich den Kram denn wirklich verbrauchen kann. Bin gespannt wie oft wir uns jetzt noch ohne Zusammenleben sehen, ich kann für den Moment nur sagen jetzt 1-2 Wochen Pause wäre erstmal gut. Möge Zeit zum Vermissen entstehen und Zeit für mich wieder ich selbst zu sein und endlich zur Ruhe zu kommen. Irgendwie gelingt bei mir egoistisch sein nur, wenn sonst keiner da ist. Ein sonniger Tag grüßt bei 20 Grad, alles friedlich und ruhig in dreckiger Wohnung. Der alte Freund meldet sich nicht aus dem Knast, ich habe keine Ahnung wo er sitzt, aber ich kenne die Gefängnisse aus Berlin seinetwegen bereits. Arbeit vermisse ich noch nicht, aber lese trotzdem zwischendurch Arbeitsmails, zum Glück passiert da nicht viel. Ich werde ihn vermissen, aber in der Ehe wie sie in Deutschland gelebt wird, sehe ich keine Vorteile für die Frau, wenn sie keinen Versorger braucht. Im Gegenteil, muss frau wirklich ihr Leben aufgegeben für den Mann? Warum geht nicht mehr? Leben, Freiheit und Liebe? Die Psycho-Nachbarn haben gestern viel Lärm gemacht, aber hauptsächlich ihre kleinen Jungs, Kinder dürfen das, mit denen diskutiere ich nicht über Ruhe. Ich finde keine wirklich passenden Worte für meine Lage, also lasse ich Frank singen und eine Träne rollt:

Ruhe, Friede, Entzug und Traum

Guten Morgen, endlich genug geschlafen und einen Puls unter 90, was Ruhe alles so bringt. Auch der Blutdruck ist unauffällig, ganz anders als noch vor einer Woche. Er war gestern Wasser und Gebäck kaufen und hat gekocht, nachdem ich ihm erklärt habe, dass sein Finger nicht so schlimm ist wie gedacht. Es gab Rindfleisch in einer scharfen Tomatensoße mit Bohnen und Reis, fand ich gestern sogar lecker. Heute geht er in die Kirche, ein Glück, ein paar Stunden für mich oder eher um die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Das Wetter grüßt freundlich, kühl, aber es ist Sonnenschein zu sehen. Hier gerade Friede, nach heftigen Diskussionen gestern. Er will Geld in Bildung investieren, aber wir haben kein Geld und ich bin von der Jobgarantie danach nicht überzeugt. Aber sein Leben soll er machen und mir das Gegenteil beweisen. Ein Lottogewinn wäre hilfreich, aber der kommt leider nicht. Ich will endlich meine Ruhe und nicht ständig seinen Druck mittragen, ich glaube, wenn er ausgezogen ist, werde ich lachen und weinen zu gleich. Die Waschmaschine läuft denn ich wasche seinen Sachen nochmal durch bevor er geht, am neuen Ort gibt es keine Waschmaschine. Ich wünsche ihm das Beste, aber mir auch und das ist nun mal gerade Ruhe. Der Kaffee schmeckt und ich habe meine Ruhe beim Bloggen, während er mal wieder telefoniert, keine Ahnung woher er so viele Menschen kennt, die alle ständig mit ihm telefonieren wollen. Hormonell geht es mir wieder besser, ich spüre wie mein Körper sich erholt und hoffentlich endlich aufhört zu glauben ich würde stillen. Haare färben wäre auch mal wieder angesagt, aber wenn er ständig hier ist, geht das nicht. Ich will endlich wieder eine aufgeräumte, geputzte Wohnung, mit offenen Fenstern und Türen und viel Frischluft. Ich will hier keine Heizkosten zahlen, wenn draußen 20 Grad sind und ich möchte mich in der Dusche oder beim Händewaschen nicht ständig verbrennen, weil er die maximal heiße Wassertemperatur eingestellt hat. Ich glaube ihm ist nicht bewusst, was das für Kosten sind, denn er hat in Deutschland noch nie in einer Wohnung gelebt, wo solche Kosten extra abgerechnet wurden. In seinen Studentenunterkünften war immer alles inklusive. Aber ich denke das muss er selbst herausfinden, herausfinden wie das hier läuft. Ich für meinen Teil möchte zu meinem sparsamen Lebensstil zurückkehren und durchatmen. Aber gut, nicht alles seine Schuld, beim Essen hatte ich auch allein Corona bedingt aufgedreht, Essen als gäbe es kein Morgen mehr und er hat gerne mitgemacht im kulinarischen Luxusleben. Hinzu kommt, dass ich in den letzten Monaten aufgrund der Krämpfe und Schmerzen nicht mehr allein einkaufen konnte, selbst wenn ich gewollt hätte. Aber das scheint jetzt endlich vorbei zu sein, ich fühle mich endlich wieder fit genug einkaufen zu gehen, notfalls auch Getränke. Dass ich die letzten Monate so schräg darauf war, konnte er nicht verstehen, denn ich habe ihm nicht von meiner Medikamentenumstellung und meinen Medikamentenentzug erzählt, weil er gegen Medikamente ist. Er musste also mit einem weinerlichen Häufchen Elend zusammenleben, ohne eine Erklärung zu bekommen. Meine Schuld, aber rückblickend wohl gut, dass ich damit nicht ganz allein geblieben bin. Nicht an die Arbeit gedacht, die kommt früh genug zurück, auch ich habe eine Auszeit verdient und bin damit immer noch die Kollegin mit den wenigstens Krankheitstagen. Die Tage endlich eine Sache aufgeklärt, die mich lange sehr quälte, da war, eine Erinnerung von der ich lange nicht wusste, ob sie real oder ein Traum war. Jetzt bin ich mir sicher, es war ein Traum, denn die Gegebenheiten des Traums passen nicht mit den tatsächlichen zeitlichen Ablauf in der Vergangenheit zusammen. Bin ich erleichtert, diesen Alptraum kann ich also endlich loslassen. Früher mal in den Kalender schauen und nachrechnen, was wann wie passiert sein kann, hätte sicher geholfen. Ein ruhiger Sonntag, genug Kaffee, vielleicht Frühstück und Freiheit gespürt.

Bett, keine Krankenschwester, Zahn und nächste Woche

Guten Morgen, passable Nacht mit 7 Stunden, aber vielleicht werde ich im Laufe des Tages noch nachlegen. Irgendwie habe ich gerade den Anspruch, dass gesamte Bett für mich allein haben zu wollen. Aber er war gestern beim Arzt wegen seinen Finger und ist jetzt krankgeschrieben. Männer, kein Bruch, keine Prellung, einfach nur ein gequetschter leicht blutender Finger und er macht hier auf Voll-Invalide. Also war ich gestern einkaufen, ich gestern kochen, denn der Mann ist ja sterbenskrank. Dass ich, glaube ich, viel kränker bin, sieht er nicht. Tja damit ist der Göttergatte jetzt ständig hier bis nächste Woche, bisher halte ich es aus. Dass ich aber seine Krankenschwester bin, davon habe ich mich gerade distanziert. Das Gehalt ist da, immerhin, die Zahlung vom Finanzamt wäre interessanter, aber die rühren sich nicht und wie ich las, kann man da auch sechs Monate nichts machen. Viel geschlafen gestern, wir nutzten das Bett jetzt im Schichtdienst, er schläft, ich schlafe, im Wechsel. Der Kaffee schmeckt und ich hatte einen Traum von einem verlorenen Backenzahn, war ich froh, dass der noch da war als ich erwachte. Er war jetzt beleidigt, weil ich ihm mitgeteilt habe, dass ich trotzdem erwartet, dass er heute Wasser kauft. Ich habe gestern beim Einkaufen schwer genug geschleppt, danach musste ich erstmal zwei Stunden Schlafen vor Erschöpfung. Der Termin beim Kardiologen steht, aber mein Herzschlag hat sich wieder beruhigt. Gestern keine Moussaka, sondern asiatisch gekocht, damit es ihm auch schmeckt, den schwerkranken^^ Mann. Der unbekannte Nachbar hat sich sehr gefreut über den Spargel und einen Granatapfel gab es noch obendrauf. Heute aber keine Termine, kein Paket, keine Lieferung und einkaufen gehe ich auch nicht. Die Bude sieht immer noch schlimm aus, aber was soll ich machen? Ich weigere mich hier zu putzen, wenn er entspannt daneben sitzt. Dann putzt hier halt keiner. Graue Aussichten, ich denke, es wird wieder Regen geben. Die Vögel schweigen und die Straße rauscht. Gestern Sonderangebote mit Sparpunkten kombiniert, weniger als 40 Euro für einen Einkauf bezahlt der online sicher 50-60 Euro gekostet hätte. Es scheint so, also würde Netto versuchen seine Kunden hier zurückzugewinnen. Erstaunlicherweise waren gestern auch fast nur junge Menschen im Laden. Es gab ein Sonderangebot bei Eiern, es empfiehlt sich also zum Frühstück Eier zu essen, aber gerade bin ich nicht hungrig. Auf in den Tag oder wieder ins Bett, leider nicht allein, weil er ja „krank“ ist. Ich freue mich dann mal auf nächste Woche, wenn ich in Ruhe nur mich selbst ertragen muss.

Kurze Nacht, Ersthelfer, kochen und Ruhe

Guten Morgen, zu kurze Nacht für mich, aber gut die Nacht kann nach dem Bloggen weitergehen. Das Vorhaben gestern kalter Krieg zu Hause zu spielen, über Board geworfen, als er hier gestern blutend nach einem Fahrradunfall in der Tür stand. Erstversorgung gestartet, doch was hängen geblieben vom betrieblichen Ersthelferkurs. Ihm scheint es aber wieder gutzugehen, nur ein Finger ist temporär im Arsch. Ich hoffe, er ist arbeiten. Beschlossen den Spargel, den er hier angeschleppt hat zu verschenken, ich mag Spargel nämlich auch nicht so, soll ein Nachbar damit glücklich werden. Insgesamt etwas besser, nicht mehr so kraftlos und Dauer-müde wie die Tage zuvor, aber Bäume ausreißen ist auch anders. Gestern die Hirsch-Steaks gemacht, lecker, aber der Kohl, na ja, das hatte Nebenwirkungen bei mir. Heute ist eine Moussaka geplant, ein Menü was ich dann wohl allein essen darf. Aber ich habe Fernweh, wie gern wäre ich jetzt in Spanien oder Griechenland. Es ist gut, dass ich die Notbremse für meine eigene Gesundheit gezogen habe, alles zu viel gerade und Seele und Körper spielen verrückt. Vielleicht heute einkaufen, es fehlen Dinge, die er nicht mitgebracht hat. Ansonsten auch ganz entspannend mal keine Pakete oder Lieferungen zu erwarten, einfach entspannen und nicht ewig auf irgendwen warten. Immer noch graues Wetter mit viel Regen, nicht so erbaulich, angeblich soll es Sommer nächste Woche geben, ich wäre dann bereit. Zähle die Tage bis er weg ist, ich möchte endlich ausatmen und die Wohnung in einen Zustand bringen, den ich mag. Wenn er hier ist und ständig Dreck und Chaos macht, hat es keinen Sinn. Eine Kollegin arbeitet wieder, warum auch immer, nach langer Krankheit den Laden allein schmeißen ist meines Erachtens zu viel, aber ihre Entscheidung. Bin müde, der Magen rumpumpelt, aber jetzt gerade gehört die Wohnung und das Bett mir. Besser nicht an Arbeit denken, nicht an die Ehe, nicht an die Zukunft. Der für mich beste Song zur momentanen Lage für mich und die anderen gestressten Seelen da draußen:

Streit, Herzprobleme, Rente und woanders

Guten Morgen, gestern wieder Streit, den ich angezettelt habe. Ich will meine Ruhe. Denn gestern Morgen teilte mir meine Hausärztin mit, dass sie mir kein Gesundheitszeugnis für die Adoption ausstellt, wenn ich nicht zum Kardiologen gehe. Ich habe aber Angst vor dem Kardiologen, meine Mutter hatte Herzprobleme und mein Stiefopa ist daran gestorben. Außerdem ist bekannt, dass es schnell mal zur Herzschwäche oder schlimmeren durch Neuroleptika kommt. Dazu war gestern durchgehend mein Herzschlag viel zu schnell, erst abends senkte es sich ein wenig. Habe jetzt einen Termin beim Kardiologen im Juni, denn sterben ist dann doch keine Option. Vielleicht alles zu viel gerade, aber etwas zu schnell ist mein Herz schon ne Weile. Wie gut, dass ich krankgeschrieben bin, mein Gefühl sagt mir sonst ist ein Herzinfarkt nicht weit. Er war mittags als ich ihm das mitteilte sehr besorgt und rief sogar an, aber abends war er dann wieder egoistisch wie immer. Ich finde es ergibt keinen Sinn soziales Verhalten immer und immer wieder einzufordern, entweder sind die Leute sozial oder auch nicht. Wohnung gestern abends aufgeteilt, er in einem Zimmer, ich in einem Zimmer, so ging es irgendwie. Heute schon etwas ruhiger und weniger dramatisch drauf, aber meine Ruhe will ich immer noch. Jetzt ist er weg, arbeiten, sehr gut, nur leider kommt er durch den Frühdienst auch früh nach Hause. Das Konto sieht mies aus, denn auch die letzten Abbuchungen des Monats wurden gebucht, das Gehalt ist noch nicht da. Die nächsten Wochen werde ich wohl versuchen gar nichts mehr einzukaufen, ich habe genug Vorräte und er bringt ja auch noch Lebensmittel mit. Ich muss dringend die letzte Kochbox kochen, sonst kann ich das wegwerfen. Lebensmittelrettung scheint jetzt wohl mein Thema zu sein. Vermisse den Vater, den habe ich gestern nach dem Termin mit der Hausärztin angerufen und meine Sorgen und Befürchtungen geteilt. Er meinte, dass er nicht an einen nahen Tod glaubt, weil ich dazu zu fit bin, trotz schnellen Herzschlag. Er kennt das genau von seinem Vater, der mit Herzschwäche am Schluss kaum mehr etwas allein machen konnte. Das hat mich etwas beruhigt, dass ich jetzt einen Termin beim Arzt habe zeigt aber meine Angst. Die Woche endlich die restlichen Unterlagen zur Klärung meines Versicherungsverlaufes bei der Rentenversicherung eingereicht, wer weiß, ob ich die Rente bald brauche. Erstaunlich fand ich aber, dass die Schulzeugnisse aus den 90ern von mir sehen wollten, warum auch immer. Versuche die mögliche Rentenberechnung von mir zu verstehen sind gescheitert, es ist eine sehr trockene Materie mit zu vielen Regeln mit Wenn und Aber. Da muss ich den Spezialisten von der Rentenversicherung wohl einfach glauben, ohne es selber zu verstehen. Es wird also eine Überraschung was die meinen, was ich kriegen kann. Sollte ich wieder schwer erkranken, werde ich nämlich nicht wieder kämpfen, dann gebe ich auf und versuche mit der Rente irgendwo einen schönen Platz zum Leben zu finden. Ein schöner Platz zum Leben wird aber wahrscheinlich nicht Berlin sein, vielleicht noch nicht mal Deutschland. Dieses ständige Kämpfen, dieser ständige Wettbewerb mit mies gelaunten Leuten bei beschissenen Wetter, das ist für mich kein schönes Leben. Ein grauer Tag grüßt, ich verpasse da draußen nichts, aber werde wohl einen kurzen Tagesausflug machen, den ganzen Tag in der Wohnung sitzen ist auch nicht förderlich, ich bin schon viel zu lange hier. Auf in den Tag oder erstmal zurück ins Bett, es ist zu früh um irgendwas zu machen.

Arzt, Prolaktin, Impfungen und Welt retten

Guten Morgen, was für ein Mist, extra früh aufgestanden, um vor acht bei der Ärztin zu sein und dann hat die geschlossen. Woher kriege ich jetzt meine Krankschreibung? Die Nacht war kurz aber besser als die zuvor, hatte nur eine Unterbrechung und habe insgesamt tief geschlafen. Genervt dann morgens vom Mann der eigentlich um 6:30 das Haus verlassen musste, aber um 6:30 noch ungeduscht laut telefonierend im Nebenzimmer saß. Ich verstehe ja, dass ihm seine Telefonate wichtig sind, aber darüber die Arbeit vergessen? Ich als geborener Morgenmuffel möchte um 6:30 nur eins, schlafen und falls nicht, dann ganz bestimmt nicht reden. Raus gefunden was der schreiende Vogel will: Eine offene Käfigtür und mehr Freiflug, mit offener Käfigtür nach einem Freiflug schreit er gar nicht mehr rum. Gestern wie das Elend gefühlt, heute etwas besser, aber immer noch sehr erschöpft. Nix ist hier aufgeräumt, aber immerhin gekocht habe ich gestern, gefüllte Paprikaschoten mit Reis, weil er hier soviel Paprika angeschleppt hat. Er gibt sich alle Mühe Rücksicht zu nehmen, aber ich bin zwischenzeitlich doch genervt, ich will meine Ruhe und Zugang zu jedem Raum hier jederzeit. Mein Bein scheint endlich wieder dauerhaft normal zu funktionieren, auch gestern knapp 2 km spazieren gegangen ohne Probleme, auch kriege ich wieder besser Luft. Die Hormone spielen immer noch verrückt, ich hoffe es ist nur der Prolaktinspiegel der sich langsam abbaut und nicht doch die medikamentös ausgelösten verfrühten Wechseljahre, alle anderen Frauen in der Familie sind erst mit 50 so weit gewesen. Nachdem ich jetzt auch krank bin, musste meine Arbeitsstelle schließen, die Chefin sprach von Änderungen die nötig sind, ich denke auch, dass wenn drei von vier Hauptkräften krank sind und man die vierte nicht schon wieder aus dem Urlaub holen möchte, dass das ein Warnzeichen sein sollte. Habe immer noch keinen richtigen Appetit und mein Herz schlägt zu schnell, die Ruhelosigkeit und Hektik sind aber besser geworden. Über mir rumpeln und toben Kinder, kann man ignorieren, aber nicht, wenn der Vogel direkt neben einen dann meint darauf antworten zu müssen. Ich glaube dem Vater sage ich heute ab, ist schade drum, aber er arbeitet zu viel und hat seinen Lebensmittelpunkt jetzt nun mal woanders und damit weniger Aufmerksamkeit und Verständnis für mich. Er hat wieder reichlich Lebensmittel mitgebracht, leider auch Spargel, den muss ich jetzt irgendwie weitergeben, sonst wird der schlecht. Über gratis Himbeeren, Erdbeeren und Gurke habe ich mich aber gefreut. Rote Beete, Milch und Mais findet hier sicher auch Verwendung. Gestern früh gab es Sonnenschein und Wärme und nachmittags wurde es dunkel, kalt, windig und riesengroße Hagelkörner prasselten nieder. Das finde ich schon extremes Aprilwetter im Mai. Die Inzidenzwerte in Berlin sind im Fall, überall weit unter Hundert. Er überlegt jetzt sich impfen zu lassen und auch ich überlege immer noch, einen Termin im Impfzentrum zu kriegen ist aber unmöglich derzeit. Termine sind vielleicht im August möglich. Ist klar alle wollen verreisen, also Termine erst nach dem Sommer. Ich glaube ich gehe wieder ins Bett, schlafen oder Vögel beobachten, nur weil ich mich geringfügig besser fühle jetzt nicht gleich übertreiben. Füße still halten, abwarten und nicht an Arbeit gedacht, soll jemand anderes die Welt retten.

Regen, krank, schlafen, Geräusche und Kämpferin

Guten Morgen, ein grauer, regnerischer Tag grüßt. Gerade lange mit der Chefin gesprochen, alles gut, ich bin krank, der Laden wahrscheinlich zu. Zur Hausärztin schaffe ich es jetzt nicht mehr, dann morgen früh. Er ist zur Arbeit, also habe ich die Wohnung allein und Ruhe, abgesehen vom nervigen Vogel. Scheiße sieht es hier aus, denn ich habe über das Wochenende hier nicht geputzt und er war durchgehend arbeiten. Er versucht sein bestes, ist lieb zu mir, schläft auf dem Sofa, kocht für mich, aber das reicht leider nicht. Mit dem Schlaf entscheidet sich, ob ich relativ normal, aber müde oder total überdreht und seltsam drauf bin. Also schlafen, soviel es geht und Ruhe soviel es geht. Keine Ahnung wie lange es dauern wird, es wird so lange dauern wie es dauern wird. Körperlich geht es mir ganz gut, abgesehen von der Erschöpfung, keine Krämpfe und Muskelverspannungen. Aber ich bin total geräuschempfindlich, gestern Nacht störte mich im Schlafzimmer sogar das Geräusch des Wasserzulaufs der Spülmaschine in der Küche, ein Geräusch, das ich normalerweise gar nicht höre oder ignorieren kann. Aktuell ist mir nur nach Bett, zum Schlafen oder Vögel draußen beobachten. Der Kaffee schmeckt nicht sonderlich und der Appetit ist mir seit Tagen vergangen, bei meinem Hüftgold aber kein Problem. Gestern der Tag mit dem Vater und Bruder und seiner Freundin war ganz nett, wir haben gefrühstückt, Karten gespielt und waren im Wald, bereits beim Frühstück musste ich dauernd gähnen, also bin ich nach dem Wald nach Hause und ins Bett. Eine Mücke hat mich die Tage schmerzhaft auf der Stirn erwischt, das ist der Nachteil von einem feuchten Frühling, sehr viele hungrige Mücken. Was soll ich erzählen, ich vermisse meine Mutter und Bilder der Vergangenheit ploppen ungefragt auf. Ich kann froh sein, dass ich das alles überlebt habe und zu den in Freiheit lebenden Überlebenden gehören aus meiner alten Jugendbewegung. Wir hatten die große Freiheit im Berlin der frühen 90er, eine Freiheit die an Anarchie grenzte, leider auch mit den schlechten Seiten der Anarchie, mit fehlender Bestrafung von Gewalttaten. Meine Aufgabe für die nächsten Tage schlafen, atmen und Gedanken sortieren, mehr nicht. Wer da alles in Himmel und Hölle auf mich wartet, aber ich bleibe hier, denn ich bin eine Kämpferin.

In Sorge, Aggression, Grenzen und irgendwann

Guten Morgen aus dem Schlafzimmer, er schläft noch im Wohnzimmer. Ständig wach gewesen in der Nacht und geschwitzt, aber knapp 8 Stunden geschafft. Freunde machen sich Sorgen um mich, Kollegen machen sich Sorgen und auch die Chefs äußerten sich besorgt. Ich glaube ich sollte nicht versuchen diese Woche den Laden allein zu machen, ich sollte zum Arzt gehen und mich krankschreiben lassen. Dann hat der Laden halt zu diese Woche. Meine Gesundheit ist wichtiger. Er versteht mein aggressives Verhalten ihm gegenüber nicht, ich will doch nur meine Ruhe und schlafen. Ich kann nicht mehr, war schon meine Aussage vor einem Monat, was denkt er was passiert, wenn ich dann noch mit einem sehr schmerzvollen Bandscheibenvorfall drei Wochen mit nur einer Kollegin statt drei Kolleginnen weiter arbeite? Meine letzte Krankschreibung war 2018, es wird mich keiner kündigen sollte ich jetzt 1-2 Wochen ausfallen. Corona, Homeoffice, eine nicht so glückliche Ehe und Überarbeitung, ich brauche mich eigentlich nicht erklären und tue es doch. Die Sonne scheint bei blauen Himmel und Vögel zwitschern, der Kaffee schmeckt und ich muss später zum Frühstück mit Vater und Bruder. Möchte ich auch nicht absagen, aber vielleicht gehe ich nach dem Frühstück und lege mich schlafen. Bis spät abends bleiben und den Vater bekochen ist mir zu viel. Alles zu viel gerade, auch der Haushalt. Er hat nur für mich auf dem Sofa geschlafen und sogar gemeint er könnte sich ab sofort einen anderen Schlafplatz suchen. Ausgeschlafen denke ich jetzt wird schaffen hier vielleicht doch noch die letzte Woche, wenn er wie versprochen 8 Stunden am Tag arbeiten geht. Ich brauche Ruhe für mich selbst, um zu heilen. Das Schlafzimmer tut mir gut, es ist der schönste Raum hier, ich glaube hier bleibe ich jetzt ne Weile. Grenzen setzten, immer noch mein Thema, es macht keinen Sinn immer alles ungefragt für andere zu tun. Ungefragt für mich hat immer nur meine Mutter was getan, aber die ist im Meer. Ich liebe ihn, ich liebe eigentlich auch meine Arbeit, aber so kann es nicht weiter gehen, ich sollte wohl mich als erstes lieben. Auf in den Tag, vielleicht mag er kuscheln, wortlos gehalten werden, das ist gerade ein Bedürfnis. Alles wird gut, irgendwann, aber ich will nicht mehr warten auf irgendwann.

Nacht, Chat, spazieren und kochen

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht, er ist wieder da. Ein grauer, regnerischer Tag grüßt, ich hoffe, die Sonne findet sich noch ein. Ich wollte doch spazieren. Gut er wird bald das Haus verlassen, aber die Nacht ist im Arsch. Ich will meine Freiheit zurück. Wieder viel gechattet gestern, aber es war nicht der Knüller, alle rede faul. Neuen Laden für Übergrößen entdeckt, vielleicht kriege ich da eine Hose, ob Sommerkleidung kaufen jedoch etwas zu optimistisch ist, weiß ich nicht. Der Vogel stresst, ich weiß nicht was zu tun, Nymphensittiche sind nun mal laut, keine Ahnung warum mir das mit 13 Jahren nicht bewusst war oder besser mich nicht gestört hat. Geht es nach meinen Allergologen, darf ich eh keine Vögel haben. Stecke da nämlich aktuell in einer schwierigen Situation, er findet den Vogel blöd und äfft ihn nach, der Nachbar ist genervt und äfft ihn nach und ich bin auch genervt, muss aber verteidigen. Habe ihm gestern einen Deal angeboten, ein rauchfreies Wohnzimmer gegen ein Smartphone freies Schlafzimmer, er ist nicht darauf eingegangen. Damit brauchen wir nicht mehr diskutieren, wer hier wonach süchtig ist. Er meinte, rauche weiter, das Smartphone bräuchte er. Ich glaube ich möchte heute trotzdem spazieren, es sei denn es regnet in Strömen, will frische Luft, will raus aus dem Gefängnis namens Wohnung. Scheiß auf graue Aussichten, es sind Aussichten. Endlich keine Bauchschmerzen mehr deswegen gestern wieder mehr gegessen und jetzt kämpfe ich mit der Verdauung. Vielleicht hatte ich was Falsches gegessen, ich tippe auf nicht mehr so frische Pilze. Er hat gestern wieder eine Tasche voll kostenloser Lebensmittel mitgebracht, wir haben jetzt u.a. Granatapfel, Grapefruit, Brokkoli, Toast und Süßkartoffeln hier, alles Bio, diese Online-Supermärkte scheinen wohl regelmäßig weniger zu verkaufen als sie planen, gut für die schlecht bezahlten Angestellten, so kriegen sie einen Bonus in Naturalien. Besser als für Lieferando arbeiten ist das auf jeden Fall, da gibt es auch einen Hungerlohn, aber nur gelegentlich eine kalte Pizza die keiner wollte. Keine Ahnung was ich heute koche, gestern hatte ich keinen Bock und habe ein TK-Gericht gegessen. Ich bin eine gute Köchin, sagt man(n) mir nach, aber jeden Tag, vielleicht sogar mehrfach kochen, ist doch zu anstrengend neben der Arbeit. Das macht dann keinen Spaß mehr. Auf in den Tag, es ist kalt und windig und ich bin wenig motiviert.

Ruhe, Seele, Vitamin D und Selbstbestimmung

Guten Morgen, Ruhe und genug Schlaf, mir geht es besser. Er hat woanders geschlafen, danke dafür. Zwar ist alleine einschlafen jetzt etwas gruselig, aber der lange Schlaf und die Ruhe jetzt ist es wert. Blutdruck auch wieder unten, die letzten Tage zu hoch und die ganze Zeit ruhelos. Auch keine Bauchschmerzen gerade, alles besser, wenn man(n) mich mal in Ruhe lässt. Ich genieße die Ruhe, auch mein Vogel hält den Schnabel. Gestern noch gechattet mit ner Freundin und mit einem alten Freund. Leider ist mein anderer alter Freund wieder im Knast, aber ich ahnte es. Ich meine er hat es keine 6 Monate in Freiheit geschafft, schade. Der Kaffee schmeckt und ich überlege mir mal wie viel ich heute arbeite, zwingend nötig sind nur 2 Stunden, später am Tag. Dunkel ist es, ein grauer Tag, vielleicht gehe ich wieder ins Bett. Aus dem Fenster gucken ist auch eine wichtige Tätigkeit. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass man derzeit aufpassen muss, was man sagt oder schreibt, viele reagieren sehr empfindlich. Also besser gar nichts sagen und vielleicht später ein Gespräch suchen. Auf die Kollegin nächste Woche kann ich nicht zählen, wie naiv von mir das zu hoffen, ich kenne sie doch. Gegessen gestern den Rest der Königsberger Klöpse und Beeren, die er von der Arbeit mitgebracht hatte. Er versteht nicht wie wichtig Ruhe und Schlaf für mich sind, ich erklärte ihm mehrfach wie wichtig das für mich ist wegen der Krankheit, damit sie nicht zurückkommt und er erwiderte nur, dass jeder Schlaf bräuchte. Er versteht einfach nichts. Aber gut er hat auch keine Ahnung was meine Krankheit bedeutet. Für ihn waren seelische Krankheiten vor Deutschland nicht existent. Den Vater und Bruder sehe ich Montag, bis dahin habe ich ruhe und kann atmen. Feststellen dürfen, dass mir die Vitamin D Einnahme nicht nur bei den Muskeln, sondern auch bei den Atemwegen hilft, es geht aufwärts. Passt aber eigentlich, denn ich erzähle schon mein ganzes Leben, dass es mir in sonnigen, warmen Orten/Ländern so viel besser geht, wahrscheinlich weil da auch mein Vitamin D Wert endlich im grünen Bereich ist. Deutschland mag ja wirtschaftlich interessant sein, aber das Wetter macht Leute wie mich fertig. Aber gut warten wir ab, der Klimawandeln soll ja auch bald Deutschland zu einem warmen Ort machen. Auswandern im Alter wird also vielleicht gar nicht nötig sein. Morgen auf einen Spaziergang eingeladen, vielleicht mache ich das, nachdem ich endlich wieder spazieren kann. Immer noch nicht ganz fertig mit der abschätzigen und aggressiven Reaktion auf meinen Vortrag die Woche, wie kann man im sozialen Bereich als Profi arbeiten und dann entsetzt sein, dass ein ehemaliger Patient wieder stabil ist und wichtige Arbeit macht? Ist das in deren Köpfen nicht vorgesehen? Angst um den eigenen Arbeitsplatz? Zu viel Selbstbestimmung für Menschen mit Erkrankung und/oder Behinderung? Sollte das nicht Ziel ihrer Arbeit sein? Egal ich habe wahrscheinlich nichts mehr mit denen zu tun, mir tun nur deren Klienten leid. Die Straße rauscht leise und ich genieße den Ruhepunkt, nichts gar nichts muss ich gerade, keiner stört, macht Krach oder Chaos oder will bedient werden. Keiner sieht mich im Pennerlook und findet mich vielleicht unsexy. Etwas Jazz auf den Kaffee und Kopfsalat: