Regen, Blumenkohl, Termine und zerstören

Guten Morgen, endlich Regen und die Temperaturen sind runtergegangen. Alle Fenster auf und kühle Luft genossen. Gestern wieder ein sehr anstrengender Tag und das, obwohl ich spät angefangen habe und offiziell keine Termine hatte. Graue Aussichten grüßen und ich hatte bereits eine Videokonferenz mit Kolleginnen und Chefin. Jetzt aber Pause und mein Morgenritual nachgeholt. Der Kaffee schmeckt und die Nacht war kurz, es war zu heiß und ich konnte erst spät schlafen. Einen Vertrag über ein Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung bekommen und ausgefüllt. Ich bin als Unterstützung für Menschen vorgesehen, die meine Ausbildung machen wollen. Gestern Blumenkohl gegessen und später veganes gratis Eis, war gar nicht so schlecht das Eis, kann man essen. Der Schatz wird arm beim Zahnarzt und schimpft, Fakt ist aber jetzt investieren ist besser als später sehr teuren Zahnersatz. Noch nicht geduscht, noch nicht gefrühstückt, aber derzeit ist es wichtig das Treffen mit den Chefs wahrzunehmen, sonst spricht eine Kollegin allein mit denen und leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass sie ganz andere Prioritäten sieht als ich. Voller Terminkalender heute mal sehen, wie es wird. Es ist immer noch schwer für mich zu erwachen nach der Sedierung, was aus meinem Körper geworden ist, ist eine Katastrophe, aber zwischen Erkenntnis darüber und der Heilung scheint ein unendlicher Weg zu liegen. Hinsetzen und einfach drüber heulen, ist aber auch keine Lösung. Manchmal frage ich mich, was das Leben eigentlich gegen mich hat, dass ich immer wieder durch die Hölle gehen muss. Ich muss ein sehr schlechter Mensch im früheren Leben gewesen sein. Oder das läuft nach dem Motto: „Ich wollte etwas Schönes zerstören!“. Egal was es ist, es ist scheiße für mich. Dann bin ich halt nicht mehr schön, aber immerhin lebendig und mache dann mal weiter. Die Klappe werde ich aber trotzdem nicht halten….

Gemischt, Ruhe, Scammer und Veränderung

Guten Morgen, gemischte Stimmung. Er war gestern noch da, morgens und auch nachts nach der Arbeit und wir haben gestritten. Alles nicht so toll, er hat sich entschuldigt, aber irgendwie habe ich das nicht gelten lassen, weil ich merkte, dass er sich nur entschuldigt, weil er keinen Stress will. Leider gar nichts im Haushalt gemacht an meinen freien Tagen, gestern nur einkaufen und zum Paketshop. Nicht gechattet, aber dafür mit einem Freund, der gerade in Italien reist, telefoniert. Der Mann meckert immer noch über die 40-Stunden-Woche, ist er nicht mehr gewöhnt und hat er sich anders vorgestellt. Aber weniger arbeiten muss man sich leisten können, mit geringfügig mehr als Mindestlohn, reicht auch der Verdienst aus der 40-Stunden-Woche nicht. Ich glaube Sehnsucht ist gerade dann nicht mehr mein Thema, Ruhe ist auch ganz schön. Die Tage nochmal über meinen Scammer von 2018 nachgedacht und über die Google-Bildersuche recherchiert. Das Bild von ihm stammt von einem bekannten amerikanischen Autor und mit diesen Bildern hat er (die nigerianische Gruppe) von 2017 bis 2019 Frauen verarscht. Wie gut, dass ich noch rechtzeitig was bemerkt habe, bevor ich Geld gesendet habe oder völlig sinnfrei in die USA gereist bin. Der Kaffee schmeckt und die Sonne scheint, Arbeit wartet, aber ich habe heute Spätschicht. Gestern wieder ein Paket durch DHL an die Wohnungstür geliefert bekommen, geht doch! Ganz passabel geschlafen, aber zu wenig, es ist bereits jetzt zu warm mit 27 Grad im Schatten. Bin gerade in Veränderung, der jetzige Lebensabschnitt nennt sich wohl „wehren und einfordern“. Viel zu lange sehr vieles ertragen und toleriert, aber ich bin nicht mehr sediert, einsam und dankbar für jeden Kontakt. Auch ich kann wählen mit wem ich wie in Kontakt sein möchte. Er hat gestern Angus-Burger mitgebracht, also gab es Burger für mich. Ein Laugenbrötchen schmeckt zum Frühstück, gerade kein Gefühl für ihn, aber darüber nachdenken bringt auch nichts. Vielleicht erstmal Ruhe im Karton und sehen, wann Gefühle zurückkommen, bisher kamen sie immer zurück. Er fand die Geschichte mit dem Mistkäfer im Bett gar nicht so rührend, er findet es eklig, dass ich mit einem Käfer im Bett geschlafen habe, aber wer wie ich Tag und Nacht die Balkontür aufhat, der bekommt halt Besuch von Insekten. Als Kind habe ich oft in der Natur geschlafen und bin da mit ganz anderen Tieren erwacht, ich finde es normal, dass Insekten sich an keine Hausordnung halten. Ich finde allein den Gedanken vieler Menschen schräg, dass sie denken sie hätten ein Anrecht darauf ein Stück Erde für sich allein zu beanspruchen. Tiere interessieren sich nicht dafür, ob irgendwelche Menschen denken sie seien Besitzer oder Eigentümer. Der Kaffee ist mittlerweile kalt und ich sollte duschen, keine Ahnung wie das alles weiter gehen soll, aber so wie es war, kann es nicht bleiben.

Skarabäus

Über Insektenarmut kann ich hier nicht klagen, aber heute etwas sehr Seltsames und gleichzeitig herzerwärmendes in meinem Bett gefunden. Einen lila, grün, blau schimmernden Skarabäus. Ein Symbol meiner Kindheit. Früher auf dem Land gab es viele davon, ich spielte mit ihnen. Wann und ob überhaupt ich aber einen Mistkäfer in Berlin gesehen habe, daran erinnere ich mich nicht. Nachgeschlagen was dieser Käfer bedeutet: „Auferstehung und Leben“. Er galt für die Ägypter als Glücksbringer. Ich habe einen ägyptischen Großvater, wie passend. Auch passend zur Medikamentenreduktion. Leider kein Foto gemacht, aber der Mann hat ihn auch gesehen. Erst dachte ich er ist tot, aber als ich ihn auf die Hand nahm, um ihn zum Balkon zu tragen, spürte ich wie sich seine Beine in Bewegung setzen. Ich hoffe, er ist noch davon geflogen.

Enttäuschung, Pläne, Taube und Respekt

Guten Morgen, durchgeschlafen, aber nur 6 Stunden. Aber immerhin durchgeschlafen. Das Treffen mit der Freundin war nett, aber ich war auch enttäuscht. Nächste Enttäuschung kam dann hinterher, er kam nicht wie verabredet zum Essen und sagte mir erst Stunden später, dass die Kirche ihn aufgehalten hätte. Glaube ich so nicht, vielleicht hat die Kirche aufgehalten, aber da hätte man(n) rechtzeitig Bescheid sagen können und nicht erst Stunden später schreiben? Der Abend war also säuerlich auf die Freundin und auf ihn noch mehr. Angeblich ist in der Kirche Handyverbot, was ich ja noch glauben kann, aber dass man(n) über 8 Stunden nicht raus kann, um zu telefonieren, das glaube ich nicht. Das ist einfach seine gedankenlose Respektlosigkeit. Jetzt will er heute vorbeikommen, aber ich denke gerade er kann bleiben, wo der Pfeffer wächst. Auch ich habe Pläne und was ich mit ein paar Stunden am Morgen will, nachdem ein Abendessen und eine Übernachtung geplant war, weiß ich nicht. Gestern war also der Tag von „Nadine die Frau, der man viel versprechen kann, sich an nichts halten muss und sie auch nicht darüber informieren muss.“ Kurz davor sein Essen wegzuwerfen und den Ventilator einfach zu behalten. Blutdruck und Herz seitdem auch wieder schneller, ja aufregen ist nicht gesund. Die Sonne scheint, die Straße rauscht und ich versuche dann mal nicht ganz so sauer auszusehen. Warm ist es und es soll noch wärmer werden. Heute muss ich es zum Paketshop schaffen, den Rest der Woche keine Zeit dafür, schon lange nichts von den Nachbarn gehört. In meinem Arbeitspostfach nichts los, aber vielleicht auch ganz gut so. Kaffee schmeckt, meine Schuld, dass er denkt, ich sitze hier Tag und Nacht zu Hause habe keine anderen Pläne und warte auf ihn unbegrenzt? Dank Corona war das ja jetzt fast immer so, aber Bescheid sagen kann man trotzdem? Die Idee, dass er gar nicht in der Kirche war oder die Kirche vielleicht eine Sekte ist, kam auch. Lieferung erhalten, eigentlich nur wegen Tabak und Getränke, aber ein Blumenkohl ist auch dabei. Ich liebe Blumenkohl. Frische Brötchen gibt es damit auch, das ist doch mal was. Gerade saß eine Taube in meinem Blumenkasten, aber nein hier wird nicht gebrütet, brütet einmal eine Taube, brüten immer Tauben, denn ihre Kinder werden zu mir zurückkommen, wenn sie brüten wollen. Tauben können gern vorbeikommen, um sich auszuruhen, ein paar Körner und Wasser zu kriegen, aber dann bitte Abflug. Ach wäre meine Mutter noch da, die hätte mir schon früher gesagt, dass ich Respekt einfordern soll:

Weiterschlafen, Gnocchi, guter Geist, Balkonien und Wunder

Guten Morgen, man kann das Gefühl „Es ist früh und ich bin hellwach“ einfach ignorieren und weiterschlafen, so heute geschehen und endlich ausgeschlafen. Gestern tatsächlich noch 6 Stunden gearbeitet, denn es gab einen Notfall. Ein sonniger Tag grüßt und ich habe die Fenster aufgerissen. Eigentlich wollte ich ihn heute im Park treffen und dann später zusammen essen, uneigentlich hat er sich jetzt aber gegenüber der Kirche verpflichtet, gleich zwei Gottesdienste als Pianist zu begleiten. Damit hat er erst abends Zeit und ich habe beschlossen stattdessen eine Freundin im Park zu treffen. Gestern Resteverwertung, Gnocchi mit Zwiebeln, Möhren und Paprika angebraten und mit Calabrese Pesto abgerundet. Nachdem neulich zwei seiner Gratis-Steaks vergammelt waren, ist meine Lust auf Fleisch gerade gedämpft. Für ihn bereits gestern Putenunterkeulen geschmort, das dauert immer Stunden und ich habe heute andere Pläne als neben dem Ofen zu sitzen. Ruhig hier, nur Spatzen singen und mein Unterkörper krampft, schön eine Frau zu sein.^^ Mehr schlafen hat gutgetan, seltsame Gedanken verschwinden dann nämlich. In letzter Zeit denke ich manchmal, meine Mutter ist hier, also keine Stimmen oder Halluzinationen, einfach so ein Gefühl sie hat gerade nach mir geschaut. Ich habe beschlossen mich dadurch aber nicht bedroht zu fühlen, sondern sie als guten Geist zu sehen der auf mich aufpasst. Vielleicht alles nur normale Trauerarbeit, aber als ehemalige Psychotikerin kann das auch sehr bedrohlich wirken. Sie war die letzten Jahre ihres Lebens eine sehr sanfte und fürsorgliche Person, ein ganz anderer Mensch als das Muttermonster aus Kindertagen. Die Sonne scheint und es gibt 27 Grad in der Bude zum Morgen, ist mir schon etwas zu viel, aber erst ab 30 Grad wird es grausam. Frühstück wäre ein Plan, jetzt immer öfter mit Ei, dank ihm, auch ist eine Banane am Tag jetzt Pflicht. Die ganze Zeit Vitamin-Tabletten schlucken fand mein Magen nicht lustig, versuchen wir es doch mit besserer Ernährung. Gestern auch reichlich Erdbeeren gegessen und er hat noch Blaubeeren und Weintrauben mitgebracht, gesundes Essen für einen gesunden Körper und Geist? Neben mehr schlafen, scheint mir das gutzutun. Kornblumen und Kapuzinerkresse blühen auf den Balkon und erfreuen Bienen und mich, mein Balkon sieht dieses Jahr etwas wild aus, aber grün. Für ihn einen Ventilator bei Lidl ergattert, der war eine Stunde nach der Verfügbarkeit im Online-Shop ausverkauft. Dieser wurde gestern tatsächlich von DHL bis an meine Wohnungstür geliefert, ich wollte nur erwähnen, dass Wunder geschehen, auch durch DHL. Auf in den Tag mit den Mamas und Papas:

Streit, Terror-Vogel, Insel und Rente

Guten Morgen, schon wieder eine zerhackte Nacht, aber ich fühle mich passabel. Etwas Sonne ist zu sehen und kein Laut zu hören. Gestern nirgendwo gewesen, keine Motivation und nur vor mich hin gearbeitet. Viel nachgedacht über den Streit auf Arbeit, eine Behauptung von vielen werde ich zurücknehmen, das Corona, die Arbeit und das Private einfach zu viel waren/sind, dafür kann die Kollegin nur bedingt was. Klar durch sie wurde die Arbeit noch anstrengender, aber dass es vorher schon zu viel war, dafür kann sie nichts. Ein lauer Tag grüßt und ich habe gestern zu viel Lasagne gegessen. Der Terror-Vogel schreit trotz Decke über den Käfig, er geht mir so sehr auf die Nerven, darf ich morgens nicht eine Stunde meine Ruhe haben? Der Vogel ist der größte und teuerste Fehlkauf seitdem ich Vögel haben. Er sollte ein Weibchen sein, er war extra teuer, weil geperlt, doch ein paar Wochen nach dem Kauf verlor er die Perlung im Gefieder und stellte sich als Mann heraus, der Tag und Nacht gerne schreit. Schwierig dazu zu dem Grundsatz bis an Lebensende zu stehen. Blutdruck ok, Herz etwas schnell, aber nicht gefährlich, keine Ahnung was ich heute Nacht träumte, kann mich an keinen Traum erinnern. Es ist seltsam jetzt ohne ihn zu leben, also er ist ja nicht gänzlich verschwunden, aber halt deutlich weniger da. Doch ich erinnere mich auch noch an den Nervfaktor, also unternehme ich nichts. Der Vater schreibt von der Insel, ich hoffe er hat eine gute Zeit, ich war seit 2018 nicht mehr da. Das war damals aber auch der Horror, weil der Vater keinen zweiten Bungalow gemietet hat und wir zur Beerdigung zu viert tagelang auf nur 30 m² hausten, war das schrecklich neben der sowieso schon schmerzhaften Trauer. Kein Rückzug, keine Privatsphäre, braucht man ja auch nicht, wenn man gerade seine Mutter beerdigt. ^^ Der Bruder ist dann nach ein paar Tagen ausgezogen und hat lieber am Pool geschlafen. Ich hätte wohl auch lieber auf eigene Kosten was anmieten sollen, statt diesen Horror zu ertragen. Aber ich glaube mein Vater hat einfach kein Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, die Rückzug und Ruhe brauchen. Er ist eher so ein Gesellschaftsmensch, er braucht ständig Menschen um sich, um sich gut zu fühlen, ich bin genau das Gegenteil. Der Kaffee schmeckt und ich muss wohl noch Lebensmittel wegwerfen, die er mitgebracht hat, die Hitze der letzten Woche hat den Vergammelungsprozess beschleunigt. Zum Paketshop komme ich auch heute nicht, Öffnungszeiten die nicht zu meinen Arbeitszeiten passen. Bei der Apotheke bestellt, ja im Alter muss man mehr investieren, um sich „normal“ zu fühlen, überall Zipperlein, überall Handlungsbedarf, um den Laden am Laufen zu halten. Wobei ich auch resultieren muss, dass es nicht nur das Alter, sondern auch ein Resultat von Lockdown, Neuroleptika und Trauer ist, dass mein Körper in schlechter Verfassung ist. Manchmal fühle ich mich schon wie eine Rentnerin, nichts mehr von der „Ich bin unsterblich“ Haltung aus jungen Jahren. Wäre die Rente nicht so mickrig, wäre ich vielleicht schon Rentnerin. Aber eine EU-Rente, die noch nicht mal den Hartz-IV Satz erreicht, nimmt einen die Freiheit nach einer schweren Krankheit eine Auszeit zu nehmen. Also habe ich darum gekämpft als erwerbsfähig zu gelten, auch wenn ich es von 2013 bis 2016 wirklich nicht war und ich, trotz aller Bemühungen, auch heute nicht voll erwerbsfähig bin und es wahrscheinlich auch nie wieder werde. So viel zur „sozialen“ Marktwirtschaft, wo Kranke und Alte weiterarbeiten müssen, weil es sonst nicht zum Überleben reicht. Die Pläne jetzt das Rentenalter auf 68 anzuheben sind ein Hohn für mich, wie soll ich bis fast 70 arbeiten? Die Wahrscheinlichkeit, dass ich vorher sterbe und nie Rente bekomme, obwohl ich eingezahlt habe, ist leider höher. Da kann ich nur hoffen, dass mein Mann mich überlebt und wenigstens eine Witwerrente bekommt. Das ganze Rentengeld meiner Mutter ist unwiderruflich weg. Mindestens 30 Jahre eingezahlt und nichts bekommen. Zum Glück hat sie sich wenigstens ihre private Altersvorsorge, ein paar Jahre vor Ihren Tod, auszahlen lassen und in Immobilien gesteckt, somit haben ihr Ehemann und ich jetzt wenigstens etwas davon. Sie hatte immer Angst vor Altersarmut und wurde dann gar nicht alt, doch wie es scheint hat sie mich damit vor der totalen Armut bewahrt. Auf in den Tag, die Kollegin schreibt schon, aber ich bin noch nicht arbeitsbereit, erstmal duschen und vielleicht frühstücken und dann Mitmenschen.

Nervfaktor, Quiche, kriselig und Abstand

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht zweimal wach in knapp sieben Stunden Schlaf. Aber wen wundert es, gestern ein aufregender Tag auf Arbeit. Habe nach 3 Jahren Nervfaktor durch eine Kollegin endlich was gesagt. Das ging mir sehr nah und danach war ich dann noch Stunden aufgeregt und konnte nicht schlafen. Würde ich diesen Job nicht so lieben, ich wäre schon längst wortlos gegangen. Das alles erinnert mich zu sehr an meine alte Firma, dieses übergriffige Konkurrenzgehabe. Die Arbeit ist seit Corona hart genug, da brauche ich nicht noch Kämpfe im Team. Er hat gestern noch Lebensmittel gebracht, etwas zu viel, aber das meiste mag ich. Deswegen gestern als Resteverwertung noch eine Tomaten-Schafskäse Quiche gemacht. Sehr lecker geworden. Ich würde dann mal sagen für den Rest des Monats brauche ich nicht mehr einkaufen, erstmal essen was da ist. Im Büro war es nett, aber die Teamsupervision hatte es halt in sich und danach war ich zu nichts mehr zu gebrauchen und bin früher nach Hause. Heute zum Glück nur zwei Telefontermine im Homeoffice, aktuell keine Ahnung, ob ich diese Woche meine Stunden voll kriege, aber meine Gesundheit geht vor und das Team auch. Ruhig hier und ein grauer Tag grüßt, ich werde mich jetzt nicht über die grauen Aussichten beschweren, ich weiß bereits nächste Woche, wenn die Hitze wieder losgeht, werde ich sie vermissen. Der Kaffee schmeckt und gestern doch wieder Herzrasen gehabt, wegen der Auseinandersetzungen im Team, ich wünschte das hört endlich auf, unsere Kunden sind anstrengend genug. Und warum auch immer, die besonders kriseligen, landen gefühlt fast immer bei mir. Vögel singen und mein Paket mit einer neuen Pfanne liegt wieder im Paketshop, obwohl ich zu Hause war. Dachte das mit DHL ist vielleicht wieder besser geworden, ist es aber nicht, geliefert wird irgendwann wann es passt, zum Paketshop. Einfach nur Stress Lieferungen mit DHL zu erhalten. Also weiterhin nix bestellen, was mit DHL geliefert wird. Der Mann hat wieder Frühschicht, bei mir geht es erst später los. Langsam fange ich doch an ihn zu vermissen, aber das er jetzt wieder richtig einzieht, steht dann doch noch nicht auf dem Wunschzettel. Aber zusammen wohnen war noch nie mein Wunsch oder schwer auszuhalten für mich, das ist nicht seine Schuld, das war auch bei meinen früheren Beziehungen so. Ich brauche halt auch Zeit allein, egal wie viel Liebe es gibt. Mal sehen, ob ich es heute nach der Arbeit zum Paketshop schaffe oder doch nur zum Müll. Liebe bei mir anscheinend nur möglich, wenn es auch Abstand gibt….

Grauer Regen, Büro und geräuchert

Guten Morgen, nicht so tolle Nacht, aber Regen zum Morgen. Ja graue Aussichten bei 17 Grad und Regen sind immer noch ein Grund zum Freuen, nächste Woche sollen es 42 Grad werden. Heute ein wichtiger Team-Termin auf Arbeit. Wieder stundenlang Videokonferenz, gestern waren es 5 Stunden, zu lange, um es noch gut zu finden. Nachmittags dann ein ausgedehntes Mittagsschläfchen. Eines der wenigen guten Dinge im Corona Homeoffice, Mittagsschlaf ist meistens möglich. Allerdings brauche ich den auch seit Corona und nicht erst seit der Hitze mit schlaflosen Nächten. Der Blutdruck ist normal, der Kaffee schmeckt und ich habe etwas Bauchschmerzen, ist immer so, Stress gleich Bauschmerzen. Immerhin gestern einer Ratsuchenden aus der Patsche geholfen, ich dachte erst es sei aussichtslos zeitnah Hilfen zu erhalten. Ich hoffe, es geht ihr bald besser. Heute ins Büro, ich freue mich ein wenig, auch für mich, jetzt zu lange zu Hause und isoliert. Dieser ganze Internetkram ist halt kein Ersatz dafür echte Menschen irgendwo in der Stadt zu treffen. Die Zahlen in Berlin sind unten, jetzt lasse bloß nicht die Delta-Variante kommen, es reicht langsam, allein sein macht mehr Spaß, wenn man es nicht muss und wenn es nicht alle anderen auch machen. Neulich im Keller roch es nach Räucherstäbchen, keine Ahnung welcher Nachbar meinte, unser Keller muss geräuchert werden, ich tippe aber auf die Psychofamilie. Gegessen gestern Salat und Leberkäse, ja kein Bock zu kochen, dafür später auf Eiscreme. HelloFresh hat wieder Gutscheine geschickt, aber ich glaube trotz Gutschein werde ich die Boxen nicht bestellen, für mich allein zu teuer. Ich allein esse auch nur Nudeln mit Pesto. Heute also noch nicht die neuen Sandalen ausführen, es empfiehlt sich geschlossenes Schuhwerk. Feststellen dürfen, dass mein Tetesept Magnesium Präparat zu hoch dosiert für mich ist, also erstmal nicht mehr oder nur die Hälfte nehmen. Auf in das Grau des Tages:

Früh, Termine, Stau und das Rad

Guten Morgen, zu kurze Nacht, aber die Chefin wartet. Gestern sehr langer Arbeitstag und sehr viel los. Blutdruck zum Morgen sehr gering. Auch heute ein sehr voller Terminplan und wahrscheinlich wieder Überstunden. Aber gut dafür die nächsten Tage vielleicht weniger Stunden. Die Sonne scheint, ein frischer Wind weht und der Vogel hält leider nicht den Schnabel. Meine neuen Sandalen sind da und sie wurden für gut befunden, endlich wieder mein Geschmack. Der Vater ist auf der Insel, ich wünschte ich könnte mich auch dort hin beamen. Die Nachbarn haben wieder vergessen was Rücksicht ist, laute Technomusik und ab 21 Uhr die Kinder anschreien. Nach den Graswolken, die hier ab mittags hochziehen, könnte man leider vermuten, dass die Überforderung mit den Kindern daher kommt. Ich würde bekifft auch lieber meine Ruhe wollen und nicht auf zwei kleine wilde Jungs aufpassen, die nicht pennen wollen. Leider musste ich feststellen, dass die psychiatrische Versorgung in meinen Bezirk unter aller Sau ist, also beten hier niemals krank zu werden und sollte ich krank werden, schnell in einen anderen Bezirk anmelden. Irgendwas ist auf der Straße los, Stau und Polizei, die gegen die Fahrtrichtung fährt. Mit dem Schatz gestern nur kurz gesprochen, er war abgelenkt, keinen Bock das Zweit- oder Drittgespräch zu sein. Hätte ich heute nicht den Acht Uhr Termin, wäre ich heute lieber im Büro, war wieder zu lange zu Hause. Aber um acht bereits im Büro sein, eher unrealistisch für mich. Bin wieder wie früher im Nachtmodus, heißt kann ich frei wählen, gehe ich nicht vor Mitternacht ins Bett. Angeblich für Menschen mit seelischer Krankheit normal, sie lieben die Ruhe in der Nacht. Nur in der Nacht bin ich frei von Anrufen, Nachrichten und ich kann in Ruhe ungestört nichts tun. Der Kaffee schmeckt und treibt meinen Blutdruck hoffentlich etwas hoch, ich glaube bin ich entspannt, sind die Pillen zu viel, aber arbeite ich, sind die gerade richtig. Ich muss lernen mich besser abzugrenzen, nicht jeder Anruf muss gleich beantwortet werden, nicht jedes Schicksal mitgefühlt werden. Obwohl es gestern vergleichsweise kühl war, heute früh schon 25 Grad in der Bude. Ventilator Wetter, wäre der Ventilator nicht so laut. Heute viele und stundenlange Videokonferenzen, eigentlich keinen Bock zu, besonders mich selbst dabei die ganze Zeit zu sehen. Auf in den Tag, im drehenden Rad….

Kühler, Alptraum, Füße und Neuroleptika

Guten Morgen, wirklich ganz gut, denn es ist kühler geworden und ich konnte deutlich besser schlafen. Gerade bei grauem Ambiente alle Fenster auf und die frische Kühle genossen. Herrlich! Gestern Morgen nochmal hingelegt und weiter geschlafen und es sehr bereut, denn ich hatte einen sehr realistischen Entführungstraum, der mir die Laune vermieste. War ich froh als ich davon aufwachte, aber abschütteln war dann nicht so leicht. Noch Stunden später fühlte ich mich seltsam. War dann einkaufen, um vor der Wohnung und den Traum wegzurennen und dabei sehr ins Schwitzen geraten. Gegessen dann restliche Gemüsesuppe und später noch Huhn mit Salat und Süßkartoffeln. Kalt baden gewesen und mich endlich darum gekümmert die Füße Sommer-tauglich zu machen. Macht frau einfach nicht, wenn Mann daneben sitzt, gleichzeitig ist Mann dann aber enttäuscht, weil die Füße kacke aussehen. Problem also erstmal beseitigt und die Sandalen können kommen. Heute wieder Homeoffice in der Spätschicht, zum Glück ist es nicht mehr so heiß, geduldig zuhören, nachdenken und beraten ist bei über 30 Grad ziemlich schwierig. Hinter dem Haus feiern die Vögel den Morgen, ein Rotkehlchen schreit voller Inbrunst und eine Krähe sitzt auf den offenen Mülltonnen und frühstückt. Gestern einen jungen Mann gesehen der alle Mülltonnen aufriss und durchsuchte, ich glaube er suchte Pfandflaschen oder Nahrung, er fand nichts, aber dafür heute früh die Krähe. Unserer Quelle für gratis Lebensmittel scheint versiebt, der Supermarkt hat seine Lagermengen korrigiert, schade also wieder bezahlen für kein Bio vom Discounter. Aber er wollte eh Diät machen und ich sollte das auch mal versuchen. Es wird nämlich immer schwieriger für mich Kleidung zu finden, in der ich mich wohlfühle und passabel aussehe. Er hat bereits abgenommen und sieht toll aus, aber gut mit wochenlangen Zahnschmerzen und täglichen Fahrrad fahren auch etwas einfacher als für mich. Ich hatte ganz andere Schmerzen und Probleme und konnte mich deswegen wochenlang kaum bewegen. Mit den Pillen und dem Wetter ist mein Blutdruck aber wieder top und auch mein Herz schlägt keinen Marathon mehr, auch fast keine Muskelkrämpfe mehr. Herumlaufen ist also wieder eine echte Option. Vorerst keine Neuroleptika Reduktion mehr und wenn dann wirklich nur 10 % in 4 Wochen, das letzte Schritt lag über 10 % und ich habe es sehr bereut. Ich muss erstmal alle neuen alten Gefühle und Erinnerungen sortieren, keine Ahnung wie lange das dauert, aber vorerst ist es nicht so weit. Es gibt noch andere Kämpfe zu führen, auf Arbeit, in der Ehe, da kann ich nicht die ganze Zeit mit einem streikenden Körper und einer aufgewühlten Seele da sitzen. Laut den Ärzten bringt meine jetzige geringe Dosis eh nichts, laut meiner Selbsthilfegruppe sehr wohl. Ich glaube dann eher den Erfahrungsexperten als den Ärzten, die Ärzte haben die Medikamente nämlich selber noch nie genommen und versucht zu reduzieren oder auszuschleichen. Manchmal wünsche ich mir als Rache oder Fortbildung, dass die Ärzte die mir die falschen und/oder zu hoch dosierten Medikamente verschrieben haben den Kram mit allen Nebenwirkungen mal eine Weile selber nehmen. Ich glaube, das würde viel in den Köpfen ändern, Erfahrungen statt Infobroschüren der Pharmaindustrie. Es ist nämlich ein schmaler Grat bei Neuroleptika zwischen Leben erhalten und Leben zerstören. Ich will jetzt nicht behaupten, dass Neuroleptika bei schweren Erkrankungen unnötig sind, aber sie werden halt viel zu oft viel zu hoch dosiert und zu lange gegeben. Leben ist mehr, als biologisch am Leben zu sein. Die Wohnung kühlt langsam ab 26 Grad gerade, obwohl es draußen angeblich nur 17 Grad sind. Diese Woche soll es jetzt kühler sein, aber nächste Woche geht es wieder los mit Hitze. Genug gekotzt über Neuroleptika und weiterhin das kühlende Wetter genossen, wer hätte gedacht, dass ich mich mal so über einen grauen, kühlen Tag im Sommer freue. Blauer Himmel, total überbewertet: