Die Neuen, Freaks, Glutamat und Zeitsprung

Guten Morgen, zu wenig geschlafen, aber immerhin durch. Der Trick mit dem Schlafen ist doch so einfach, einfach mal vor oder spätestens um Mitternacht schlafen. Ist mir nicht gelungen. Die Eigentümerversammlung gestern war grausam, weil zwei Neueigentümer meinten das die üblichen 1,5 Stunden nicht reichen und sehr viele Fragen und besonders Einwände formulierten und das ganze dann auf 2,5 Stunden verlängerten. Tolle Sache so 2,5 Stunden am Stück ohne Pause im geschlossenem Raum mit Maske. Formulierte auch ein anderer Besitzer, aber die neuen gaben keine Ruhe. Danach dann gestresst heim, Mann getroffen und dann zu spät zu Netto. Zu spät, weil bereits alle Wochenangebote ausverkauft waren, ich frage mich was da Montag Morgen los war, dass z.B. ein Wochenvorrat Pfifferlinge bereits ausverkauft war. Es gibt da aber einen sehr herzigen neuen Kassierer, seelisch krank, nicht nur zu sehen an den Narben an seinem Arm vom Ritzen, den ich sehr mag. Wir Freaks halten zusammen, also ab sofort mein Lieblingskassierer. Irgendwie ist mein Radar für seelisch Kranke feiner, bewusster geworden. Früher fand ich solche Leute einfach nur irgendwie anziehend und sympathisch, heute weiß ich warum. Es zu wissen ist deutlich besser, denn Beziehungen mit Freaks können freundlich gesagt auch mal sehr anstrengend werden. Aber wie meine Mutter sagen würde: „Einfach kann jeder!“. Gegessen dann ein asiatisches Menü vom Imbisswagen, die Zutaten (Ente, Reis, Gemüse) waren prinzipiell gut, aber die Soße, die Soße war nur Glutamat mit Wasser. Gut, nicht mehr da kaufen. Vögel abdecken am Morgen, blöde Idee, weil eine Krähe vorbeiflog und der Terrorvogel anfing zu schreien. Der Kaffee schmeckt und heute Homeoffice, ich fühle mich aber tatsächlich so, dass ich anfangen könnte die Warteliste abzutelefonieren. Die Trauer um die Kollegin ist umgeschlagen in Wut, ich mag und mochte ihre teilweise dominante, unberechenbare Art auf Arbeit nicht. Privat ist sie ein Schatz, aber im Beruf, es gibt lustigeres, als angeschrien zu werden und nicht zu Wort kommen zu dürfen. Es wird trotzdem schwer ohne Sie, denn so verbleibe ich mit der Kollegin, mit der ich am wenigstens kann. Ein grauer Tag grüßt und es ist frisch, immerhin kein Regen. Aktuell habe ich den Eindruck, nachdem ich beziehungstechnisch meine Teenagerzeit wiederholt habe, dass ich mich wieder an mein 11-jähriges-Ich angenähert habe. So viele Erinnerungen an damals, was war ich damals für ein cleveres und kampfbereites Mädchen. Darüber hinaus aber auch eine Lolita, was die Sache nur unnötig komplizierte. Lolita werde ich nie wieder, aber ich denke das ist auch gut so, als ein kleines Mädchen ohne Plan zu sein, dass Begehrlichkeiten auslöst und das nur als Aufmerksamkeit sieht, böser Fehler. Mit meinem Hörbuch: „Unkaputtbar“ von Nicole Jäger komme ich gerade nicht weiter, nachdem ich es erst kaum erwarten konnte, verlor ich bereits nach 2 Stunden das starke Interesse. Zu viel Hausfrauen-Psychologie, zu wenig Gemeinsamkeiten mit meinem Leben. Aber ich werde es noch zu Ende hören. Eigentlich ist sie sehr lustig, aber lustig gibt es in dem Buch nicht, eher Predigten. Schade, hätte ich anders geschrieben. Egal, bin ich jetzt mal fertig mit meinem Zeitsprung? Oder noch mittendrin? Passend dazu, meine Lektion in Diversity als Kind:

Etappennacht, Netto, Szenariotechnik und Deutsch

Guten Morgen, eine sehr lange Etappennacht liegt hinter mir. Fast 9 Stunden geschlafen mit 2 Unterbrechungen. Keine Ahnung was mit mir los ist, aber ich bin sehr müde, müde bis depressiv. Die Spülmaschine hat sich nach einigen Recherchen als guter Kauf herausgestellt, woanders wird sie gebraucht deutlich teurer angeboten. Abgesehen davon bin ich auch sehr zufrieden mit der Reinigungsleistung. Seltsam ist jedoch schon, dass ich durch Zufall oder Unterbewusstsein, die gleiche Maschine gewählt habe wie die meiner Eltern, nur halt kleiner. Wollte eigentlich wieder Lebensmittel bestellen, aber habe die Lieferung doch noch storniert, ich bin heute eh unterwegs, da kann ich auch auf dem Weg einkaufen. Gesten gekocht, Bett frisch bezogen, Wäsche gewaschen, Bad halb geputzt und Haare gefärbt. Mehr allerdings nicht, ich musste schlafen. Heute zur Eigentümerversammlung, ich habe keine Lust, wir brauchen neue Wasserrohre, ich denke das sollte klar sein, auch ohne Abstimmung. Gestern wieder gemerkt, denn als ich die Haarfarbe auswaschen wollte, gab es kaum mehr warmes Wasser, blöder Zeitpunkt. Romantische Dinge für mich bestellt, wie einen Wäscheständer und ein Backblech, frau gönnt sich ja sonst nichts. ^^ Beschlossen dann heute zu Netto zu gehen, es gibt reichlich Angebote und Gutscheine, ich habe den Eindruck die kämpfen gerade darum ihre Kunden zurück zu kriegen. Das letzte Mal konnte ich dort, mit Sonderangeboten, Gutscheinen und Pfandflaschen fast 15 Euro sparen, das ist online nicht möglich. Der Kaffee schmeckt, die Kippe leider auch, aber immerhin gestern nicht zu viel gefuttert. Ein grauer Tag grüßt, aber ich glaube es hat endlich aufgehört zu regnen. So viel Regen dieses Jahr, man könnte es Regenzeit statt Sommer nennen. Es passieren immer noch Dinge in der Gegenwart, an die ich mich scheinbar erinnern kann, also aus dem Gespräch mit Herrn X. Mittlerweile habe ich dazu aber eine andere Haltung, das ist kein Spiel des Herrn X oder von sonst wem, das war damals nur eine zutreffende Voraussage der Zukunft, zum Teil von mir selber. Das ist keine Verschwörung, das ist auch nicht übersinnlich, das ist Szenariotechnik, wie ich sie an der Uni gelernt habe. Ich sage dazu nur „Brave New World“ oder „1984“ Romane die heute großteils wahr geworden sind. Da ist es doch auch eine denkbare Möglichkeit, dass irgendwer oder ich selber, einen Teil meiner kleinen Zukunft voraussagen konnte. Ich bin zwar kein Wissenschaftler, aber eine hochsensible kreative, es wäre nicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich (kleine) Dinge wusste, bevor sie passieren. Ich nannte das aber immer Menschenkenntnis und Bauchgefühl. Wie auch immer, diese Sichtweise auf Dinge die gerade passieren beruhigt mich immens, es ist nur die ehemalige Zukunft die gerade passiert, kein Spiel. Die Bude sieht gerade annehmbar aus, der Vogel singt ein Lied und der Mann hat sein Carepaket erhalten. Gerade keine Lust mehr ihn zu unterstützten oder groß zu beschenken, aber eine Lieferung mit Getränken und Essen ist noch drin, schließlich muss ich ihm als Ehefrau Unterhalt zahlen? Seine Erwartungshaltung man(n) könne hier in Deutschland ohne Deutschkenntnisse Karriere machen, geht nämlich nicht auf. Das hat er mittlerweile verstanden und lernt fleißig Deutsch. Es wird also alles gut? Bald? Für den Moment schaue ich verkniffen in den Tag, der verkniffen zurückschaut, weitermachen, Stillstand ist keine Option. Passend zu den Bohnen gestern, etwas aus der Hip-Hop Kiste:

Corona Panik Reste kochen: Chili

Ja es gibt hier noch mehr Reste, die Corona Panik Reste. Alles was ich ab 2020 oder auch später gekauft habe als Vorrat. Hätte ja sein können, dass es nichts mehr zu essen gibt, die Frage dazu ist nur: Warum dann gleichzeitig viel Klopapier horten? Egal, heute näher den Schrank gesichtet und beschlossen Chili con Carne zu machen. Vielleicht auch, weil ich gestern von Chili bei Nocheinglaswein gelesen habe. Wie auch immer die Idee war da und im Schrank fanden sich Dosen mit Kidney Bohnen und Mais, im Kühlschrank noch Tomatenmark, eine Möhre und eine grüne Chilischote. Im Tiefkühler noch Hackfleisch. Außerdem ein im Juli abgelaufenes Aufback-Baguette auf den Schrank gefunden. Ran an den Herd! Zu viel kaufen ist das eine, aber wegwerfen was anderes. Hier wird nichts weggeworfen! Und ich finde, es ist gut und lecker geworden:

Zwischen-Morgen, Pennerlook, putzen und kochen

Guten Morgen, ne eigentlich nur ein Zwischen-Morgen, nach dem Schreiben zurück ins Bett, jetzt schon beschlossen. Gestern tagsüber sehr viel geschlafen, war nicht so geplant, kam aber so. Die neue Spülmaschine weiter eingeweiht, es ist wirklich alles viel sauberer, wenn es durch die Maschine gespült ist. Irgendwie dadurch Motivation bekommen weiter zu putzen und irgendwann mitten in der Nacht sogar den Ofen und Bleche sauber gemacht. Wobei Bleche? Besser ein neues bestellt, wer mehrfach Grillhähnchen auf den Blechen zubereitet hat, kann die Bleche vergessen. Die Anschaffung von einer Grillhähnchen-Pfanne für den Ofen kam zu spät. Der Kaffee schmeckt und es ist noch dunkel und sehr ruhig. Der Vater war gestern morgens da, um den Unterbau der Spüle noch einzubauen. Ich war aber total verpeilt und müde, weil ich noch geschlafen hatte. Wieder erwischt worden beim Müll wegbringen im Pennerlook, aber irgendwie finde ich sich zurechtmachen, um den Müll wegzubringen, auch übertrieben. Denn Mann nur abends gesprochen, irgendwie kein Bedürfnis nach ihm, nach seinem Besuch. Brauche niemanden der mich vollkotzt. Es regnet, mal was ganz Neues, aber besser als Affenhitze. Ich vermute das war es mit dem Sommer, sehr schade und nein ich bin nicht bereit für Winter. Der Winter in Berlin ist hart, so viel Dunkelheit, so viele Monate. Angefangen die Sachen die ich habe mehr zu pflegen, denn es gibt keinen Nachschub dank Corona. Weder ein neuer Laptop ist möglich, noch eine neue Küche oder gar eine neue Wohnung. Ich kann glücklich sein, für das, was ich habe und sollte mehr auf Erhaltung achten, denn Neuanschaffungen sind einfach viel zu teuer geworden. Selbst wenn ich könnte, ich zahle doch keine 800 Euro plus, um einen Laptop zu kriegen, der das Gleiche kann wie meiner, der aber vor Jahren deutlich günstiger war. Dann doch lieber mehr aufpassen bei der Benutzung und regelmäßig reinigen. Wegwerfgesellschaft muss man sich leisten können, ich kann das derzeit nicht und das, obwohl mein Gehalt ausreichend ist. Irgendwie derzeit immer weniger Fleisch, muss ja nicht immer sein, morgens geht auch Käse und ein Ei, mittags sowas wie gestern, lieber gutes Fleisch alle paar Tage, als jeden Tag die Billig-Produktion. Früher bei Oma, war eigentlich nur der Sonntag der richtige Fleischtag, da gab es dann Braten, aber die anderen Tage eher weniger oder sogar gar kein Fleisch. Vielleicht heute noch Wohnzimmer umräumen, vielleicht auch nicht, putzen könnte ich auch Tages-füllend. Blutdruck unten, Herzschlag jetzt auch dauerhaft unter 80, ich scheine gut eingestellt zu sein. Nicht an die Arbeit gedacht, mein Leben besteht auch aus anderen Dingen, jetzt bin ich dran. Hoffentlich geht es den Leuten bald wieder besser, jetzt wo es wieder Selbsthilfegruppen, offene Kontakt- und Beratungsstellen, und auch wieder vermehrt betreute Arbeitsstellen gibt. Die Personaldecke der Betreuer bleibt aber weiterhin dünn, zu viele haben gekündigt oder sind krank. Wer hat schon Bock auf soziale Arbeit, wenn alles drumherum asozial wird? Eine Pandemie im Lebenslauf hätte ich wirklich nicht gebraucht, aber einfach vorher abtreten, wie meine Mutter, ist auch keine Lösung. Mal sehen, was ich heute koche, im Zweifelsfall habe ich aber noch Kartoffelsalat und Würstchen aus dem Glas. Dank Corona und den ganzen Kochboxen, habe ich gelernt deutlich besser zu kochen, vorher war das eher „Versorgungskost“ wie es mein Vater nennen würde. Schade, dass das der Ehemann kaum zu schätzen weiß, er finde europäisches, und besonders deutsches Essen, immer noch nicht gut, egal was ich mache. Aber nigerianisches Essen finde ich nicht so gut, dieses eklige Palmöl und der widerliche getrocknete Fisch, der angeblich überall rein muss. Ich kann und werde nichts kochen, was ich nicht mag. Aber gut Grundlagen der asiatischen Küche sind mittlerweile auch da, unser Kompromiss. Wie gut, dass die Putzfee in mir wieder aufgetaucht ist, nach dem Zusammenleben mit dem Mann sieht es hier nicht gut aus, aber ich hatte bisher nicht die Kraft das grundlegend anzugehen. Auf in den Tag oder besser ins Bett, solange die Nachbarn nicht wieder die Technomusik aufdrehen, ein bisschen meiner guten Laune Musik:

Spülmaschine, Lamm, einkaufen und das Haus

Guten Morgen, kalt ist es geworden, keine Lust mehr offene Fenster zu haben, ist einfach schon nach wenigen Minuten zu kalt. Die neue/gebrauchte Spülmaschine ist gut und funktioniert. Leider ist die Freude nicht so groß wie erwartet, vielleicht wegen dem ganzen Stress drumherum. Die Reinigungsleistung ist aber klasse, so sauber war mein Geschirr noch nie. Gestern sogar angefangen das angeblich saubere Geschirr mit der Spülmaschine neu zu reinigen. Der Mann war gestern da, aber nur am Schimpfen über die Jobsituation und laufende Bewerbungsverfahren. Hatte Lamm gekocht, was auch gut ankam. Heute wahrscheinlich Blumenkohl, die nächste Kochbox kommt erst am Dienstag. Mittlerweile auch sauer auf die Ex-Kollegin, wie kann sie sich so einfach aus dem Staub machen, nachdem wir so gekämpft haben? Wie feige und asozial ist das mir gegenüber? Auch gibt es da so einige Umgangsformen von ihr, die auch immer sehr belastend waren. Gestern bei Netto gewesen und zugeschlagen, viele fast abgelaufene Sonderangebote, aber die Wochenangebote waren fast alle ausverkauft. Vor Ort einkaufen ist ungewohnt für mich geworden, es ist mühsam, vieles ist nicht verfügbar und dann muss man auch noch schleppen. Aber günstiger ist es, erstmal im Laden schauen und nur die fehlenden Dinge zu bestellen. Immerhin noch Kaffee im Sonderangebot bekommen, Kaffee ist online so viel teurer. Die Idee mit dem Verkauf und Kauf von Immobilien ist erstmal gestorben, ich habe mich vertan mit den Finanzierungen oder besser ich war zu unwissend. Ein Gespräch mit dem Vater brachte Klärung, jetzt kenne ich die genauen Konditionen und sehe auch kein Verbesserungspotential derzeit. Schade, aber nachdem der Nachbar jetzt wieder Besucher und Party in der Bude hat, hört er auf zu bohren? Ist nur fraglich ob Technomusik und lautes Gelaber besser sind. Muss hier immer noch putzen, aber das ist jetzt auch wieder möglich, nachdem ich seit gestern die Wasserversorgung in der Küche wieder nutzen kann. Keinen Bock auf den Mann, wenn er nur schlechte Laune mitbringt, schlechte Laune habe ich gerade auch allein, ein Vortrag über Rassismus in den Bewerbungsverfahren macht es nicht besser. Der Vater kommt nachher vorbei, den Unterbau der Spülmaschine noch einbauen, mal sehen, ob es gelingt, heute habe ich aber Zeit und bin entspannt, falls es länger dauert. Eigentlich eingeladen zum Flohmarkt heute, aber ich vermute allein gehe ich da nicht hin, ich brauche nichts und das Wetter ist mies. Die Überlegung das Wohnzimmer umzustellen steht immer noch im Raum, ich muss hier was ändern, um Coronazeit zu vergessen. Blutdruck und Puls unten, weniger als normal, auch mal ganz gut und in meinen früheren Jahren eigentlich immer normal. Vor der Gewichtszunahme, vor dem Tod meiner Mutter, vor Corona, war mein Blutdruck und Herzschlag immer unter den Werten, die als normal gelten. Musikalisch ist immer noch Mutti-Zeit. Also ein bisschen Zeitreise, passend zu meiner Wohnung in der ich wohl vorerst bleiben muss, unser Haus in der Mitte der Straße:

Büro, gekocht, Kredite und Erinnerung

Guten Morgen, ne eigentlich gar nichts gut, aber ganz gut geschlafen. Gestern nicht lange im Büro ausgehalten und nach Hause schlafen, abends dann noch Videokonferenz. Bin gespannt auf die Spülmaschinenlieferung, ob alles klappt, ob es die bestellte Maschine ist. Kann das Chaos in der Küche nicht mehr ertragen und der rumstehende Abwasch nervt, ich habe auch andere Hobbys als mit der Hand abwaschen. Gestern mein vorerst letztes Hello Fresh Menü gekocht, war lecker, das werde ich nachkochen. Der Kaffee schmeckt und Abwasch wartet, das muss ich noch erledigen, bevor hier fremde Handwerker in der Bude stehen. Gestern schon angesagt, dass ich heute krank bin, ich kann gerade nicht mehr, wieder Durchfall und viel schlimmer, ein zuckendes Auge. Nein ich bin nicht gestresst und habe Zukunftsängste.^^ Noch viel unterhalten gestern, Gehirn bereinigen. Jetzt habe ich erstmal frei, nächste Woche geht es weiter, wie auch immer. Für den Moment aber schlafen, Küche aufräumen und gerade den Müllmännern bei ihrer Mission zu hören. Gestern gedanklich mit einem Umzug beschäftigt, es wäre derzeit ein lohnendes Spiel zu verkaufen und zu kaufen, denn die Kredite dafür sind wahnsinnig günstig. Nach meiner Recherche wäre es möglich eine bessere Wohnung, die mir gefällt zu kriegen und dabei dann noch jeden Monat weniger zu zahlen. Na mal sehen, was der Vater sagt, Kredite umschulden sollten wir aber auf jeden Fall. Auf eine Stelle beworben, die erst perfekt schien, aber dann doch inhaltlich nicht zu 100 % passte, aber warten wir ab was die sagen. Ich brauche auf jeden Fall einen Plan B, aber alle erwarten, dass ich bleibe und kämpfe. Die kaum schlafende Frau mit Magenkrämpfen, Durchfall und einem nervös zuckenden Auge, ist aber gerade eher müde und bräuchte dringend Unterstützung. Die Zahlen in Berlin gehen wieder hoch, aber niemand muss zu Hause bleiben. Ich gelte ab heute/morgen als vollständig geimpft und sollte jetzt wenigstens nicht an Corona spontan versterben. Die Sonne scheint, ich sehe blauen Himmel mit Wölkchen und es ist frisch, Hauptsache Sonnenschein, warme Kleidung finde ich schon. Auf in die Dusche oder besser vorher Küche putzen? Ich ahne eigentlich schon jetzt schon, dass da kein Handwerker um 10 kommt, sondern wahrscheinlich erst um 11 oder später, Handwerker die neue meistgesuchte Berufsgruppe. Auf einen Handwerkertermin wartet man derzeit länger als auf einen Arzttermin. Zum Glück kenne ich ein paar Handwerker persönlich, aber auch die lassen mich warten. Auf in den Tag, irgendwas frühstücken und hoffen, dass das ich mich über die Spülmaschinen-Aktion freuen kann. Abschied, es heißt Abschied derzeit, dazu tönte gestern dieser Song in meinen Ohren, Erinnerung:

Streit, Heulkrampf und Zukunft gesucht

Guten Morgen, gestern ist mir die Welt ein bisschen auf den Kopf gefallen, gerade läuft vieles schief und obendrauf noch der stressige Nachbar. Die Pizza gestern war gut, aber mit dem Vater fast gestritten, weil ich einfach nicht mehr konnte und einen Heulkrampf bekommen habe. Fand er nicht lustig, aber die Reaktion: „Du schaffst das schon“ war irgendwie auch nicht angemessen. Danach erstmal den besten schwulen Freund, dem Internet-Freund und dem Ehemann mein Leid geklagt, danach ging es mir wieder besser. Kaum geschlafen, weil ich nicht einschlafen konnte, aber heute früh mussten Dinge erledigt werden, damit ich mich nicht wie ein Käfer auf dem Rücken fühle. Die Idee umzuziehen kam gestern auch auf, ich fühle mich unwohl mit der Psycho-Familie unter mir und ich glaube die gehen nicht von alleine weg. Für den Moment keine Ahnung wie es weitergeht, aber checken wir mal die Optionen aus. Heute Abschied nehmen von einer lieben Kollegin, ich bin traurig, aber es ist ihr Leben. Der Vogel stresst, dank meines Blogs kann ich mich jetzt doch wieder an seinen ursprünglichen Namen erinnern, er heißt Gino, obwohl Terrorvogel viel besser passt. Der Kaffee schmeckt und ich rauche zu viel, auch gestern Abend nach dem ganzen Frust zu viel gegessen. Ja Selbstzerstörung, wenn die Welt nicht nett zu mir ist. Heute ins Büro, mit Kolleginnen, aber ich fühle mich derzeit nur bedingt arbeitsfähig. Muss mein Hörbuch noch zu Ende hören, aber ich komme nicht dazu, vielleicht am Sonntag, da hat der Vater abgesagt. Graues, regnerisches Wetter grüßt, Motivation sieht anders aus. Was wird die Zukunft bringen? Wo geht es lang? Keine Ahnung, ich bin nur ein Mensch:

Nein, Supervision, Nachbar und mein altes ich

Guten Morgen, endlich mal mehr geschlafen. Gestern früh ewig an einer neuen technischen Lösung für das Team gearbeitet, die dann auch gelang. Ja aktuell freue ich mich, wenn ich andere Arbeit finde als Beratung, meine Seele sagt „Nein“ zu Entlastungsgesprächen für Fremde. Ehrlich gesagt auch nicht so gern für Freunde und Familie, ich habe mit mir selber zu tun. Heute ins Büro, heute Supervision, ich hoffe, ich kriege die Redezeit, die ich brauche. Dass die Reaktion, wenn ich „Nein“ sage ist, dass Leute heulen und betteln, damit komme ich nicht klar. Gut heute raus zu kommen, gut die Kolleginnen zu sehen, gestern habe ich nur für den Müll das Haus verlassen. Den neuen Hausmeister gestern kennengelernt, weil der Nachbar wieder laut bohrte, schade, dass der Alte nicht mehr da ist, der konnte den Nachbarn beeinflussen/beruhigen. Jetzt fühle ich mich wieder allein mit dem Psycho. Vielleicht sollte ich hier wirklich ausziehen und ihm eine Großfamilie oder eine wilde Studenten-WG als Nachmieter schenken. Ich denke dann wird er verstehen, wie ruhig ich hier eigentlich bin. Blutdruck und Puls unten, fühle mich auch so, müde und verpennt. Im Arbeitszimmer arbeiten, ist viel besser für mich, es strukturiert mehr, wäre da nicht der Nachbar der nach 3 Stunden Telefonat im Arbeitszimmer laut stark bohrt. Nein ich telefoniere nicht laut, aber telefonieren gehört nun mal zu meiner Arbeit. Kann doch irgendwie nicht sein, dass er noch nicht mal einen Mietvertrag hat, sich aber als Besitzer des ganzen Hauses wähnt. Gestern keinen Bock auf den Internetfreund gehabt, seine Depression, sein Weltschmerz, färbt ab auf mich. Bin nicht gut genug drauf, um davon unbeeinflusst zu sein. Sich gegenseitig deprimieren, kann ja irgendwie auch nicht der Sinn eines Gesprächs sein. Schnittblumen blühen im Wohnzimmer, mein Luxus, den Vater erinnert es an die Mutter, dabei meine ich, habe ich zuerst damit angefangen mir selber jede Woche einen Strauß aus dem Supermarkt zu spendieren. Was soll Frau machen, wenn Mann keine schenkt? Dabei wäre es wirklich kein teures Wunderwerk, jede Woche für 2-4 Euro einen Strauß zu bringen. Egal selbst ist die Frau, wie auch bei anderen Dingen. Heute noch keine Beratungs-Termine, aber eine Warteliste mit Menschen, die ich anrufen kann. Ich hoffe ich habe Glück und es gibt keine Tränen. Der Kaffee schmeckt, die Kippe weniger, irgendwie schmecken Kippen kacke, aber ich kann es trotzdem nicht sein lassen, obwohl ich es besser weiß. Für eine blöde Nachbarin gestern ein Paket entgegengenommen, ich mag sie nicht und ich glaube sie mich auch nicht. Aber das Paket war sehr groß und schwer und der Paketbote tat mir leid. Aber gut, ich habe es überlebt und sie auch. Hier und da mal nett sein, muss schon drin sein, auch wenn man keinen Kaffee zusammen trinken möchte. Etwas Sonne ist zu sehen, die Straße rauscht, es gibt schlimmere Tage. Brötchen warten, aber keinen Hunger. Die Erinnerung an mein 11-Jähriges ich bewegt mich immer noch, sie wäre entsetzt von meinem Leben, was hatte die für Pläne, aber dann kam Berlin:

Gekocht und über die Privatisierung des Gesundheitssystems

Guten Morgen, wieder nur sechs Stunden Schlaf, aber ich fühle mich ganz passabel. Der Freund kam gestern tatsächlich vorbei und wir redeten lang. Ich glaube, ihn geht es gerade auch nicht so, wegen Arbeit. Kann ich gut verstehen, wir haben ähnliche Arbeit. Der Tag grüßt kühl, aber mit versteckten Sonnenschein und auf mich wartet auch sehr viel Arbeit. Komischerweise könnte ich jetzt doch noch ne Woche Urlaub gebrauchen, aber das hatte ich ja abgesagt. Der Nachbar hat gestern wieder gebohrt, was für ein Idiot mit Aggressionsproblem. Gestern mit dem Freund Lachsfilet in Teriyakisoße gekocht, war lecker, nur etwas wenig für zwei hungrige Menschen. Heute steht viel an und ich muss mich noch sortieren, aber erstmal aufwachen. Heute doch eine Lebensmittellieferung, mit frischen Brötchen, also warte ich gerade auf mein Frühstück. Gestern eine gebrauchte Spülmaschine ergattert, sie kommt am Freitag und ist hoffentlich auch in so einem guten Zustand wie auf dem Foto. Ich weiß, eine Spülmaschine ist Luxus, braucht man nicht wirklich, aber dann bin ich halt Luxusweib. Gestern gegen das Schwarz-Weiß-Denken meines Internetfreundes argumentiert, ich glaube, es hat geholfen. Es ist so schade, dass die Impffrage das Volk spaltet und noch mehr Zusammenhalt in der Bevölkerung zerbricht, gerade jetzt, wo wir uns alle brauchen. Aber es ist natürlich einfach alle Impfgegner als böse und asozial zu titulieren und den Kontakt abzubrechen. Asozial gehandelt hat aus meiner Sicht die Regierung, indem Krankenhäuser privatisiert wurden, indem Krankenhäuser Profit machen müssen, indem Pflegekräfte schlecht behandelt und bezahlt werden. Hätten wir finanziell besser ausgestattete Krankenhäuser, wäre dieses ganze Machtspiel um die Impfungen nicht nötig. Die Verantwortlichkeit dafür auf das Volk abzuwälzen, Millionen in Schutzmaßnahmen zu stecken und privates Vermögen zu vernichten, ja dieses Geld hätte locker gereicht, um alle Krankenhäuser zu sanieren und Pflegekräfte endlich ordentlich zu behandeln und bezahlen. Liegt das alles an der ahnungslosen Verpeiltheit unserer Politik oder war das Absicht? Das ist jetzt mal eine böse Frage, die ich stellen muss, denn die Versäumnisse der vergangenen und aktuellen Politik das Volk ausbaden lassen, ist natürlich einfacher. Aber gut wir haben die Deppen gewählt oder eher unsere Eltern haben die gewählt. Jetzt sollen unerprobte Impfstoffe alles retten und das Volk teilt sich in brave, geimpfte Bürger und böse, ungeimpfte Bürger. Doch so einfach ist es nicht. Ich bin geimpft, aber ich verstehe jeden der es nicht tut, auch wenn das vielleicht die Ausübung des Rechts auf Krankheit und vielleicht auch Tod ist. Für mich liegt die Verantwortung da mehr auf der Seite der Politik, zu handeln, Geld heranzuschaffen für die Krankenhäuser und Pfleger, statt Geld in unbrauchbare Masken, Tests und Impfstoffe zu stecken. Aber gut Geld für die Krankenhäuser zu organisieren, sie staatlich zu bezuschussen, wäre ein Schuldeingeständnis, das geht als Machtmensch natürlich nicht, das geht erst Recht nicht im Wahlkampf. Was können wir tun? Wählen gehen, das kleinste Übel wählen und auf eine Wende hoffen, klar das Gesundheitssystem lässt sich nicht so schnell reparieren, aber irgendwann muss man doch anfangen oder das war es dann und die Gesundheitsfürsorge wird ein Privileg der Reichen. So genug aufgeregt, nur mein Standpunkt zur Sache, was aus meiner Sicht gerade passiert, während sich das Volk gegenseitig verdächtig geimpft oder nicht geimpft zu sein. Zurück zu meiner kleinen Welt, der Kaffee schmeckt, meine Brötchen kommen gleich und nach dem Frühstück werde ich rübergehen in mein Arbeitszimmer und das Homeoffice starten, Leuten helfen, die das System gerade nicht auffängt, ohne dabei mich selbst zu vergessen. Auf in den Tag, dazu fällt mir momentan keine Musik ein, obwohl doch ein Kinderlied von mir, dass ich sehr liebte:

Das Lied kannte ich damals auswendig und auch heute passt die Frage: „Wofür wird mein Leben auf Spiel gesetzt?“