Gekocht und über die Privatisierung des Gesundheitssystems

Guten Morgen, wieder nur sechs Stunden Schlaf, aber ich fühle mich ganz passabel. Der Freund kam gestern tatsächlich vorbei und wir redeten lang. Ich glaube, ihn geht es gerade auch nicht so, wegen Arbeit. Kann ich gut verstehen, wir haben ähnliche Arbeit. Der Tag grüßt kühl, aber mit versteckten Sonnenschein und auf mich wartet auch sehr viel Arbeit. Komischerweise könnte ich jetzt doch noch ne Woche Urlaub gebrauchen, aber das hatte ich ja abgesagt. Der Nachbar hat gestern wieder gebohrt, was für ein Idiot mit Aggressionsproblem. Gestern mit dem Freund Lachsfilet in Teriyakisoße gekocht, war lecker, nur etwas wenig für zwei hungrige Menschen. Heute steht viel an und ich muss mich noch sortieren, aber erstmal aufwachen. Heute doch eine Lebensmittellieferung, mit frischen Brötchen, also warte ich gerade auf mein Frühstück. Gestern eine gebrauchte Spülmaschine ergattert, sie kommt am Freitag und ist hoffentlich auch in so einem guten Zustand wie auf dem Foto. Ich weiß, eine Spülmaschine ist Luxus, braucht man nicht wirklich, aber dann bin ich halt Luxusweib. Gestern gegen das Schwarz-Weiß-Denken meines Internetfreundes argumentiert, ich glaube, es hat geholfen. Es ist so schade, dass die Impffrage das Volk spaltet und noch mehr Zusammenhalt in der Bevölkerung zerbricht, gerade jetzt, wo wir uns alle brauchen. Aber es ist natürlich einfach alle Impfgegner als böse und asozial zu titulieren und den Kontakt abzubrechen. Asozial gehandelt hat aus meiner Sicht die Regierung, indem Krankenhäuser privatisiert wurden, indem Krankenhäuser Profit machen müssen, indem Pflegekräfte schlecht behandelt und bezahlt werden. Hätten wir finanziell besser ausgestattete Krankenhäuser, wäre dieses ganze Machtspiel um die Impfungen nicht nötig. Die Verantwortlichkeit dafür auf das Volk abzuwälzen, Millionen in Schutzmaßnahmen zu stecken und privates Vermögen zu vernichten, ja dieses Geld hätte locker gereicht, um alle Krankenhäuser zu sanieren und Pflegekräfte endlich ordentlich zu behandeln und bezahlen. Liegt das alles an der ahnungslosen Verpeiltheit unserer Politik oder war das Absicht? Das ist jetzt mal eine böse Frage, die ich stellen muss, denn die Versäumnisse der vergangenen und aktuellen Politik das Volk ausbaden lassen, ist natürlich einfacher. Aber gut wir haben die Deppen gewählt oder eher unsere Eltern haben die gewählt. Jetzt sollen unerprobte Impfstoffe alles retten und das Volk teilt sich in brave, geimpfte Bürger und böse, ungeimpfte Bürger. Doch so einfach ist es nicht. Ich bin geimpft, aber ich verstehe jeden der es nicht tut, auch wenn das vielleicht die Ausübung des Rechts auf Krankheit und vielleicht auch Tod ist. Für mich liegt die Verantwortung da mehr auf der Seite der Politik, zu handeln, Geld heranzuschaffen für die Krankenhäuser und Pfleger, statt Geld in unbrauchbare Masken, Tests und Impfstoffe zu stecken. Aber gut Geld für die Krankenhäuser zu organisieren, sie staatlich zu bezuschussen, wäre ein Schuldeingeständnis, das geht als Machtmensch natürlich nicht, das geht erst Recht nicht im Wahlkampf. Was können wir tun? Wählen gehen, das kleinste Übel wählen und auf eine Wende hoffen, klar das Gesundheitssystem lässt sich nicht so schnell reparieren, aber irgendwann muss man doch anfangen oder das war es dann und die Gesundheitsfürsorge wird ein Privileg der Reichen. So genug aufgeregt, nur mein Standpunkt zur Sache, was aus meiner Sicht gerade passiert, während sich das Volk gegenseitig verdächtig geimpft oder nicht geimpft zu sein. Zurück zu meiner kleinen Welt, der Kaffee schmeckt, meine Brötchen kommen gleich und nach dem Frühstück werde ich rübergehen in mein Arbeitszimmer und das Homeoffice starten, Leuten helfen, die das System gerade nicht auffängt, ohne dabei mich selbst zu vergessen. Auf in den Tag, dazu fällt mir momentan keine Musik ein, obwohl doch ein Kinderlied von mir, dass ich sehr liebte:

Das Lied kannte ich damals auswendig und auch heute passt die Frage: „Wofür wird mein Leben auf Spiel gesetzt?“

2 Gedanken zu „Gekocht und über die Privatisierung des Gesundheitssystems

  1. Ich gebe mal den advocatus diabolo:

    >>Der Nachbar hat gestern wieder gebohrt, was für ein Idiot mit Aggressionsproblem.<<

    Das glaube ich nicht, ich glaube, das Problem hast eher du…

    Entweder hat der Typ ein Hobby in Richtung Skulpturen herstellen oder…nee, ernsthaft, es gibt nicht so viel zu bohren über Jahre. Unmöglich…

    Ich denke, du solltest mal ganz lieb fragen, ob er dir mal zeigt, was er da so eifrig bohrt. Kann natürlich auch sein, daß das in Berlin so nicht möglich ist (zu fragen).

    Mir isses auf jeden Fall ganz arg schleierhaft.

    Sorry! No front! Lieben Gruß!

    (Dafür gräbt der Hund bei dir…)

    • Guten Morgen, nein leider stellt der keine Skulpturen her, der steht einfach auf Zerstörung und Krach. Ich könnte ihn fragen, aber was will er dann sagen? Der Hund ist einmal die Woche für 2 Stunden da, er ist leider 24/7 da.

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