Gereiztes Fachwissen, Pinsateig und Urschrei

Guten Morgen, etwas besser, der Besuch vom Vater hat gestern geholfen. Auf Arbeit immer noch alles anstrengend, aber gut vielleicht auch meine Schuld, dass ich dachte, ich könnte den Azubi schnell fit kriegen, nachdem ich selber länger gebraucht habe. Aber der Azubi ist auf dem Papier höher qualifiziert als ich. Stimmung allgemein als gereizt zu bezeichnen, ich bin so sauer und enttäuscht, von vielen Dingen. Der Kaffee schmeckt, die Kippe leider auch, heute wird erstmal nicht gestorben. Später ins Büro vielleicht auch getrennt sitzen vom Azubi. Mich auch an alte Schulfreunde erinnert und sie auf Facebook gefunden, irgendwie war dieses Gymnasium in Lichtenrade mein Untergang. Es gibt schon Gründe, dass ich Lichtenrade seitdem meide, ich denke ich war 20 Jahre nicht mehr da. Versuchen mehr auf die Schlafhygiene zu achten, mehr schlafen, wenn ich dauerhaft nur 5-6 Stunden die Nacht schlafe geht das nicht gut. Gestern das erste Mal Pinsateig für die Pizza verwendet, sehr lecker, werde ich wiederholen. Der Vogel stresst, es ist total ruhig hier, keine Ahnung warum der herumschreien muss. Die Zahnschiene scheint meine Vorderzähne wieder zu richten, das ist wirklich ein großes Geschenk meiner Zahnärztin. Ich habe den Eindruck, sie hat einen alten Zahnabdruck von mir verwendet, um die Schiene zu erstellen. Heute drei Termine, aber keine Präsens, also auch kein Test nötig. Durch den Azubi gemerkt, wie groß mein Fachwissen nach 3 Jahren im Beruf ist, war mir nicht so klar, auch wenn regelmäßig Profis um Rat fragen. Irgendwie hat die Tiefstaplerin ein anderes Bild von mir kreiert. Dieses Wissen mal schnell in einen neuen Menschen hereinzukriegen, klappt also nicht. Die Ungeduld mit dem Azubi, also meine Schuld. Die untreue Freundin schreibt, ob ich noch ihr kostenloser Pressesprecher bin, ich weiß es nicht, sie spricht doch selber viel lieber. Die Musik auf dem iPod nervt, vieles nicht mehr passend, aber kein Wunder, das letzte Mal habe ich die Musik vor Jahren zusammengestellt. Aber keine Zeit, stundenlang Musik zusammenzustellen. Denke viel an die Mutter und ihren Tod, sowas machen Frauen in meiner Familie eigentlich nicht, früh sterben. Der Mann ist emotional gerade weit entfernt, er kümmert sich halt in erster Linie um sich selber, eine gesunde Sache, aber blöd, wenn ich ihn auch brauche. Mich nervt es ständig Leute mit in meine Beratung zu nehmen, ist immer irgendwie eine Prüfungssituation und die Vertraulichkeit mit den Kunden leidet auch darunter, wenn da immer ein Azubi daneben sitzt. Mich nervt gerade so einiges, mir wäre nach einem Urschrei, irgendwo wo mich keiner hört. Genug rumgetippt, das Leben wartet, der Herbst grüßt und ich mache dann mal weiter….

Aufgewacht, schlechter Witz, Azubi und Job

Guten Morgen, aufgewacht, aufgewacht aus einem Alptraum. Geweint um mein verschwendetes Leben, so viele Jahre, nicht nur die mit der Psychiatrie. Wie ein sehr schlechter Witz, wo der Witze-Erzähler keine Ahnung hat, wie wenig witzig er ist. Ein grauer Tag grüßt, der Mann ist fertig mit der Nachtschicht und ich habe meinem Azubi gestern Ansagen gemacht. Hoffe, das läuft jetzt besser. Gestern Chicorée mit Thymian gemacht, für die Verdauung, nicht für den Geschmack. Der Psychiatrie Kongress schreibt mir, dabei habe ich verpasst meinen Vortrag einzureichen, scheint wohl nicht so viele Überlebende einer Psychose zu geben, die fähig und willens sind über ihre Krankheit in anderen Kontext zu berichten. Der Tag grüßt grau, die Straße rauscht, das ist also mein Leben oder eher der Rest meines Lebens. Danke Arschloch. Zeitreisen sind weiterhin nicht möglich, was würde ich alles anders machen, aber dafür müssten auch andere Menschen vieles anders machen. Zu wenig geschlafen, aber immerhin 6 Stunden, nachdem ich früh ins Büro muss, kann ich aber auch früh weg und noch ein Schläfchen machen bevor der Vater auf eine Pizza kommt. Zwei Termine heute, einer sehr früh und mein Azubi, wo ich wohl doch elementarer anfangen muss als ich dachte. Die Ex-Kollegin schickt Fotos vom neuen Wohnort, leider kein Sonnenblumenbild, um das ich sie gebeten hatte. Aber ihr und der Hündin geht es gut, gut zu wissen. Eine Absage für den Job bekommen, den ich eh nicht mehr wollte, halb so schlimm, auch wenn es natürlich schöner ist selber abzusagen. Bin müde, die alte Frau ist erwacht und traurig, wütend, immerhin der Mann grüßt zum Morgen.

Was ich so denke und fühle, Kary Perry fasst es gut in Worte:

Schlafen, Süßkartoffel-Gnocchi, Erinnerungen und der Wille

Guten Morgen, schon besser, sehr viel geschlafen gestern und nochmal drüber nachgedacht was jetzt zu viel war, ich denke die Arbeit gerade. Zurück ins Büro ist Stress und die Doppelaufgabe: Anlernen und Beraten, war jetzt so unstrukturiert auch nicht gut. Dabei dann kaum noch schlafen und der Salat ist perfekt oder besser der Wahnsinn nah. Das kann so jetzt nicht weitergehen, sonst schreibe ich bald aus dem Krankenhaus. Gekocht gestern Süßkartoffel-Gnocchi, allerdings nicht ganz nach dem Rezept, denn ich hatte weder Pilze noch genug Walnüsse. Also gab es stattdessen Möhren und Schinkenwürfel, war sehr lecker. Gestern eine Lieferung erhalten oder sollte ich besser sagen „Lieferungen“, denn ein kleiner Junge der aussah wie 12, lieferte erst nur die Hälfte und kam dann noch dreimal wieder um den Rest zu bringen und sich zu entschuldigen. Ich sage dazu jetzt einfach mal: „Spaß mit Azubis!“. Noch an mehr Sätze von meiner Mutter erinnert, also an Sachen, die sie zu ihren Lebzeiten erzählt hat. Also entweder hat sie Teile der Zukunft gekannt oder ich erinnere mich falsch? Fast alle Erinnerungen dieser Art haben in ihrem Laden stattgefunden, also vielleicht jetzt wo ich die Reste des Ladens verkaufe, ein Erinnerungsfehler? Mein ganzes Leben hatte ich aber nie falsche Erinnerungen, außer in der Zeit der Psychose, da erlebte ich Horrorvorstellungen als meine eigenen, zum Glück waren das nicht meine Erinnerungen, wie ich heute weiß. Mein echtes Leben war auch nicht lustig, aber im Vergleich was ich in der Psychose erlebte, ist mein Leben schwer in Ordnung. Nicht so richtig Bock auf den Kollegen heute, es wird Zeit für eine Aussprache und eine strukturierte Zusammenarbeit mit mehr Erholungspausen für mich. Der Mann freut sich auf den neuen Job, Nachtschicht ist nicht so gesundheitsförderlich, da kann man doch hoffen, dass Homeoffice für ein Unternehmen mit schlechten Mitarbeiterbewertungen besser ist? Am Wochenende immerhin Wäsche gewaschen, gestaubsaugt, Müll weggebracht, Anfragen zum Ladenabverkauf beantwortet, gekocht, gebadet, telefoniert, Musik gehört und geschlafen. Mehr dann nicht denke, das war schon zu viel. Heute eine Beratung, gerade keine Ahnung worum es geht, aber ich denke die werde ich allein machen. Der Kollege hat es nicht eilig in die Beratung einzusteigen, auch wenn es eilig ist, also höre ich auf mich selber damit zu stressen. Wer nicht will, der hat schon. Wahrscheinlich früher ins Büro, dann habe ich auch früher frei und darf wieder in mein Bett. Der Herbst grüßt bei grauem Wetter und Bäume tanzen im Wind. Frühstück wäre gut, aber ich habe keine Lust, ich gehe wohl lieber zum türkischen Bäcker. Die Wille sitzt gerade auf dem Dach und denkt: „Ich würde schon wollen, wenn ich wollen würde!“ Ein beruhigender Song zum Tag dazu, es ist Zeit für Sonnenschein:

Ungeschickt, balancieren, Wahlen, Zähne und Ruhe

Guten Morgen, genug geschlafen, das ist doch mal was. Der Kaffee schmeckt und erwarte eine Lieferung. Gestern Spinat-Pizza für mich selbst gemacht und sie leider anbrennen lassen. Außerdem morgens ein Glas zerstört, irgendwie bin ich gerade Mrs. Geschicklichkeit. 😦 Liegt wahrscheinlich daran, dass mein Kopf gerade woanders ist und ich sehr müde durch die Welt tappere. Gestern den Morgen mit dem Mann verbracht und dann ist der arbeiten, etwas im Haushalt geräumt, aber nicht genug, einfach zu müde und erschöpft. Der Vogel stresste und stresst gewaltig, nicht nur mich. Vielleicht doch nach einem neuen zu Hause für ihn suchen? Die anderen beiden sind deutlich angenehmer. Heute keine Pläne, schlafen und Bad putzen vielleicht. Bleiben wir realistisch, das Wohnzimmer räume ich heute auch nicht. Erinnerungsturm, ich habe Angst bekommen und die Neuroleptika erhöht, so verliere ich 6 Monate schmerzhaftes Ausschleichen, aber besser 6 Monate als erneut Jahre zu verlieren. Solange ich mich in homöopathischer Menge ausbalancieren kann, sollte ich die Chance nutzen, bevor ich wieder im Knast, in der Psychiatrie sitze. Habe deswegen wieder Muskelkrämpfe, aber besser als Stimmen hören. Die Wahlen in Berlin gestern eine Katastrophe, ich rechne damit, dass die Wahlen in Berlin teilweise oder ganz wiederholt werden müssen, dann aber bitte Briefwahl für mich. Für den Moment aber beruhigt, dass die AfD nicht zugelegt hat. Eine starke SPD kann ich verkraften, Hauptsache nicht Laschet. Muss mich auf Arbeit neu eintakten, das war zu viel die letzten 2 Wochen, habe versucht alles gleichzeitig mit voller Kraft zu erledigen, hat keiner verlangt und jetzt spüre ich, dass es zu viel war. Also Ruhe ab dieser Woche, Pausen einplanen und einfordern und nicht so sehr über die Kollegin und ihr asoziales Verhalten ärgern. Ich muss wohl endlich akzeptieren, dass sehr viele Menschen nach dem Motto: „Zahn um Zahn, Auge um Auge“ leben. Passt nicht in die perfekte Welt der Amelie Nadine, aber die Welt gehört nicht nur mir. Aber liebe Leute, lest die Bibel noch mal, da stehen auch ganz andere Dinge drin als das mit den Zähnen und Augen. Nächstenliebe ist da auch ein Thema. Auf in den Tag und die Ruhe genossen:

Wahlchaos oder Wahlbetrug?

Ich war wählen. Doch leider nicht so schnell ich dachte, denn vor dem Wahllokal eine lange Schlange mit der Ansage 30 Minuten Wartezeit oder länger. War dann auch länger, 40 Minuten stehend darauf gewartet in eine von gerade mal zwei Wahlkabinen in meinem Wahlbüro zu kommen. 5 Wahlhelfer, aber nur zwei Kabinen? Vor und hinter mir sicher 50 ebenfalls wartende Leute? Ein Kerl kam laut schreiend vorbei: „Das wäre Wahlbetrug, schon morgens wäre die Schlange lang gewesen und er wäre wieder gegangen. Man wolle die Leute vom Wählen abhalten, viele würden doch so gleich wieder gehen?! Ob es jetzt auch solange dauern würde?“ Die Wahlhelferin meinte nein, jetzt unter 30 Minuten warten und er stellte sich weiter schimpfend in die Schlange hinter mir. Hm, ein Spinner oder ein schlauer Kopf? Eine kleine Recherche ergab, mein Erlebnis ist kein Einzelfall, überall in Berlin herrschten Chaos und Wartezeiten, es kann sogar sein, dass Wahlen ungültig sind. Eine Freundin berichtete auch von einer Warteschlange in Kreuzberg. Immerhin meiner Quelle ist auch zu entnehmen, dass die Wahlbüros deswegen NICHT um 18 Uhr schließen, wenn noch Leute vor der Tür stehen. Alles Corona? Oder warum plötzlich so ein Wahlchaos? Sollten wir die Wahl lieber wiederholen? Ich finde es schon seltsam, dass bei so einer wichtigen Wahl so viel schiefgeht. Warten wir die Ergebnisse ab.

Schlaf, Lager, Pillen, steif und Träume

Guten Morgen, noch müde nach über 7 Stunden Schlaf. Der Mann ist da und hat gerade für mich das Wohnzimmer geräumt, er kennt mein Morgenritual mittlerweile. Der Kaffee schmeckt und die Wahlen warten. Gestern im Lager war ein Reinfall, alles zugestellt vom Vater, keine Chance an die Sachen zu kommen, geschweige denn gute Fotos zu machen. War dann wohl eher ein, Nadine verabschiedet sich von den Sachen, ein paar Pullover habe ich noch für mich entdeckt. Irgendwie war das praktisch und lästig zu gleich, immer Kleidung von der Mutter zu kriegen. Praktisch wenn pleite, lästig, wenn sie mich wieder einkleidet als wäre ich noch ein kleines Kind. Sie hat immer gerne Leute eingekleidet, aber natürlich mich am liebsten. Ich vermisse Sie und ihre ehemalig lästige Sammelwut, jetzt sind ihre Dinge mein letzter Schatz. Es scheint als wäre Corona vorbei, ist es aber nicht, die spanische Grippe hat auch 3 Jahre gedauert, ist nur die Frage wie unsere Politiker damit umgehen, aber die wählen wir ja heute neu. Die Blutdrucksenker Pillen nerven mich, aber ich kenne die Antwort, wenn ich sie loswerden will: Abnehmen! Ich will überhaupt keine Pillen nehmen, aber ob das mit Ü40 noch realistisch ist, ich denke für viele nicht. Was passiert, wenn frau dick bleibt und die Blutdrucksenker nicht oder nicht richtig nimmt, habe ich ja bei meiner Mutter gesehen. Also keine Option. Die Massage war diese Woche nicht der Hit, hatte Schmerzen danach, aber vielleicht bin ich auch einfach zu verspannt gerade. Sie sprach wieder von einer einzigen/steifen Schulter, weil alles vereint steinhart ist. Die Geschichte um Melanie verfolgt mich gerade, was habe ich naives kleines Mädchen damals getan und versprochen? Es ist aber Vergangenheit, sehr weit zurück liegende Vergangenheit, vielleicht doch noch mehr Neuroleptika? Wer möchte sich schon lebhaft an seine Vergangenheit erinnern? Also was gestern oder letzte Woche war, vielleicht schon, aber was vor 30 Jahren war? Das könnte ein Teil meiner Schulterverspannung sein, zu viel belastende Erinnerungen und ein ebenfalls anstrengendes jetzt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, aber warum habe ich einen großen Wanderrucksack erhalten? Das meinte schon meine erste Therapeutin niederschmetternd zu mir: „Die Last auf ihren Schultern ist sehr groß und glauben Sie nicht, dass irgendeine Therapie auf der Welt sie von dieser Last befreien kann.“ Schönen Dank auch, sie hätte auch gleich sagen können: „Ihr Problem!“. Vielleicht ein Grund, warum ich gerne in Träume/Parallelwelten entgleite, die Realität ist zu belastend. Wie gerne wäre ich Amelie, einfach alles ignorieren und eine eigene Welt bauen:

Wochenende, Disco, Job und Psychose-Musik

Guten Morgen, keine Ahnung warum, aber wieder sechs Stunden Schlaf. Endlich Wochenende. Brauche ich auch dringend. Alles zu aufregend/anstrengend gerade. Zu kalt geworden, um mit offenen Fenster zu schlafen. Gestern Nacht um eins noch Türkendisco vor der Tür, war das laut, ich vermute, viele andere wurden geweckt. Der Kaffee schmeckt und über die Geschichte von Melanie nicht (wieder) verrückt werden. Der Mann hat endlich einen Job gefunden, wie es scheint, im Homeoffice, ich freue mich für ihn und gleichzeitig bin ich aber etwas ketzerisch, ob er dann nach einer Weile mehr Verständnis für mich hat, die jetzt viel zu lange im Homeoffice war. Warten wir ab. Die Zeit stellt so vieles klar. Gestern noch meine Brandnooz Coolbox erhalten, hatte ich schon vergessen, dass ich die Dezember 2020 bestellt hatte. Sehr schöne Box, mit einer Menge vegetarischen und veganen Kram, leider dank DHL aber kaum noch gekühlt, als es ankam. Aktuell Lebensmittel mit DHL in zu verschicken ist doch sehr^^ optimistisch. Das Lager wartet auf mich heute, ich will früh mit Kamera hin, damit das Licht noch gut ist, danach aber dann kein Entkommen mehr vor der Exceltabelle?! Gestern nach der Arbeit musste es Döner sein, ich vermute ich stinke heute noch, aber Döner macht schöner. Keine Ahnung, ob der Mann dann heute herkommen wird für seine Fahrrad-Schicht, könnt gut sein, dass er jetzt „krank“ ist bis der neue Vertrag beginnt. Morgen kein Vater Besuch, weil Wahlen und Marathon, da bleiben wir beide lieber zu Hause. Die Rosen des Mannes blühen wunderschön, schade, dass ich an sowas meist erinnern erpressen muss. Der Terrorvogel freut sich lautstark über den Tag, ich freue mich nicht so, wenn ich ihn höre. Gestern noch baden gewesen und Musik gehört, mein besseres Englisch versaut mir so manchen Song, weil ich endlich die Texte verstehen, für den Moment gestorben ist die über Psychose singende Rihanna. Hat die etwa auch zu viel gekifft? Dann lieber ruhigere Musik, über die Erinnerung, hoffentlich wird wirklich alles gut…

Kaffee, Excel, Produktivität und Melanie

Guten Morgen, viel zu früh wach, es scheint als wäre es noch Nacht. Immerhin sechs Stunden am Stück geschlafen. Kaffee gekocht und beschlossen früher ins Büro zu fahren. Irgendwie sehr anstrengend wieder jeden Tag im Büro zu sein, bin ich nicht mehr gewöhnt. Gestern war ganz gut, Supervision, Kollege anlernen, Beratung, Massage und Vater dann abgesagt, weil nach der Massage sehr schwindelig und müde gefühlt. Noch mehr Anfragen zu der restlichen Kleidung aus dem Laden meiner Mutter, aber ich brauche genaue Stückzahlen und gebe zu, ich hab keine Lust auf die Exceltabelle. Es ist noch dunkel und ich vermute, der Mann hat jetzt Feierabend. Der Rücken tut mir weh von der Massage, scheine aktuell sehr verspannt zu sein. Immerhin nicht mehr so aggressiv, voller Liebe bin ich zwar auch nicht, aber irgendwas in der Mitte. Diese Woche die letzte 4-Tage-Woche, ab nächste Woche geht es dann wieder richtig rund. Interessanterweise aber in der 4-Tage-Woche nicht weniger produktiv gewesen als in der 5-Tage-Woche. Kann man mit dem Arbeitgeber aber nicht machen, sagen: „Ich komme dann bei gleichem Ergebnis nur 4 Tage, aber bitte bezahlen Sie mich weiterhin 5 Tage die Woche.“ Dabei gibt es sogar Studien dazu, dass in weniger Arbeitszeit die Produktivität steigt, also nicht nur bei mir. Eine weitere Erinnerung ist dazu gekommen, eine Erinnerung die ich in der Psychose auch schon hatte, die damals aber eskalierte. Es geht um die Geschichte von Melanie aus Lichtenrade, einer ehemaligen Klassenkameradin und Freundin von mir, aber diese Geschichte aus den 90ern erzähle ich ein andern Mal. Die Geschichte ist aber echt, denn Sandra und Melanie waren damals dabei, das war keine einsame Hirngeburt ohne Zeugen. Ich wollte Melanie damals retten und habe mich dabei selber in die Scheiße geritten? Egal, ich nehme diese Erinnerung wahr, aber steigere mich nicht wieder rein, wer auch immer damals was gesagt oder versprochen hat, es ist zu lange her. Neuroleptika weiter hoch gesetzt und meine linke Seite tut wieder weh, angeblich nicht möglich bei der geringen Dosis, ich spüre es aber. Heute letzter Arbeitstag die Woche und dann endlich frei und in ein langes Wochenende. Keine Termine gemacht, ist gerade alles genug und die Wohnung mit vielen Aufgaben wartet auch. Kommt ein neuer Lockdown? Ich vermute, nach den Wahlen könnte es wieder so weit sein. Oder wird es bald öffentliche Kennzeichnungen für geimpfte und ungeimpfte geben? Ich finde diese Spaltung in der Gesellschaft weiterhin gruselig. Versuchen wir es mit ruhigeren Klängen zum Tag, ein Song den ich damals noch über einen Walkman im Internat hörte:

Scheißtag, Einkaufspreise, Aggressionen und Erinnerungen

Tach och, war das ein Scheißtag gestern. Auf Arbeit so sehr geärgert, dass ich schreiend davon rennen wollte, ja wieder die Kollegin. Dann zum Restaurant um den sehr müden Mann zu treffen und schlechtes Essen bekommen. Dann Rohrbruch am Herrrmannplatz und keine U-Bahn nach Hause. Ein durchgehend „perfekter“ Tag. Brauchte dann noch ne Weile um mich abzuregen. Den besten schwulen Freund zugekotzt und noch weitere Personen. Heute schon etwas besser. Heute wieder Büro und Supervision. Vielleicht alles gerade zu viel, zurück ins Büro, Kollege anlernen, sehr viele Termine und dann auch noch privat sehr viele Verpflichtungen. Gut, dass ich heute noch meine Massage habe. Am Wochenende ins Lager, es gibt Kaufinteressenten, aber die wollen mehr Informationen und Fotos. Aber gut, vielleicht kann ich dann auch noch mal für mich schauen, ob ich passende Kleidung finde? Klar ist, niemand wird mir die Verkaufspreise der Mutter zahlen, ich kann froh sein, wenn ich annähernd die Einkaufspreise erhalte. Dafür sollte ich aber die gesamten Einkaufspreise kennen. Zum Glück war meine Mutter ein Inventur-Nazi, die meisten Antworten sollte ich durch eine Excel-Tabelle finden. Wieder angefangen mit der undankbaren Freundin zu sprechen, vielleicht gibt es ja doch eine Lösung. Endlich gelernt die Zahnschiene für oben auch wieder aus dem Mund zu kriegen, das war die Tage ein Problem, weil sie zu fest sitzt. Wieder Verdauungsprobleme, aber immerhin 7 Stunden geschlafen. Heute Pizza mit dem Vater, ich möchte einen neuen Sauerteig ausprobieren. Der Mann hat mir gestern verschiedenfarbige Rosen mitgebracht, jede Farbe hat eine Bedeutung. Aktuell ist mein Motto wohl: „Ach Sie suchen Streit?“ oder sind es doch nur die Anderen oder beides? Ich sage nur: „Friedlich durch das Leben gehen ist gar nicht mal so leicht“. Warum können mich die Arschlöcher der Welt nicht einfach in Ruhe lassen? Wie die Musikauswahl zeigt spitzen^^ Laune. Aggressionsabbau mit politisch nicht korrekter Musik. „Die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht…“

Mambas, Tofu, Hochzeitstag, Gehirn und Erinnerung

Guten Morgen, seltsamer Tag und eine Unterbrechung in der Nacht. Gestern Morgen kaum ins Büro gekommen, erst wollte und konnte ich einfach nicht losfahren und dann hatte ich einen aggressiven psychotischen Mann im Bus, der sich irgendwann weigerte eine Maske zu tragen. Das Ergebnis war dann ein stehender Bus, aus dem er nicht ausstieg. Als andere dann ausstiegen, schrie er dann, dass jeder, der nicht in seine Seele gucken kann, aussteigen möge, denn hier wären überall grüne Mambas. Ich blieb erst, weil ich Angst um den Busfahrer hatte, dann rief der neue Kollege an und ich ging doch, um einen anderen Bus zu erwischen. Kurz darauf kamen dann Polizeiwagen. Mit dem neuen Kollegen war dann anstrengend, bei aller Sympathie, zu viele Fragen ohne Pause. Heute Hochzeitstag, mit einem Treffen zwischen meiner und seiner Schicht. Ein grauer Tag grüßt, werde versuchen mich ein bisschen hübsch zu machen, auch wenn es ein sehr einfaches Restaurant ist. Gegessen mein vorerst letztes Dinnerly Menü mit Tofu. Konnte man essen, aber wirklich lecker ist was anderes. Geträumt von alten Hip-Hop Freunden, die mich als fett beschimpften. Das hat irgendwie weh getan, auch wenn es wahr ist und außerdem nur ein Traum war. Heute auf Arbeit eine lange Videokonferenz, nicht wirklich Lust zu, aber ich habe versprochen dabei zu sein und der neue Kollege muss sich dort vorstellen. Habe den Eindruck, dass nachdem ich jetzt als einzig erfahrene Kollegin im Büro bin, ich irgendwie auch Teamleiter-Funktion habe und deswegen vorsichtiger behandelt werde vom Team. Komisch, seltsam, wollte ich nie, muss aber sein. Der Kaffee schmeckt, der Blutdruck und Puls ist im Normalbereich, der Mann grüßt zum Morgen. Wieder zurück ins Büro ist gar nicht so einfach, hatte ich mir weniger anstrengend vorgestellt, aber gut, die Busfahrt gestern früh, war ja auch sehr abschreckend und anstrengend. Ich hoffe, ich gewöhne mich noch dran. Gestern wurden die Reste der toten Birken entfernt, ich freue mich, endlich offene Fenster ohne allergische Reaktion. Auch den netten Hausmeister getroffen, er meinte er kennt mich, ich kann mich immer noch nicht erinnern, woher denn, außer von hier. Ich hoffe, er ist kein Ex-Freund von vor 30 Jahren, könnte aber sein. Hoffe ich komme am Sonntag dazu nicht nur zu wählen, sondern auch das Wohnzimmer umzustellen, hier muss sich was verändern. Vermisse die Mutter und habe wieder Sätze von ihr im Kopf, z.B. dass nicht die Nachbarin die Wohnung in Kreuzberg kriegen soll, mein Vater zieht das aber aktuell in Erwägung. Verfluchtes Gehirn, woran es sich alles erinnert, aber Abschalten geht nur mit hoch dosierten Neuroleptika oder mit Tod. Beides keine Option. Für die Arbeit ist diese Fähigkeit aber sehr gut, arbeite ich gemäßigt schnell, kann ich mich in der Regel an jedes Gesicht und jede Geschichte erinnern, ohne Aufzeichnungen. Nur wenn es zu viele reine Telefonkontakte werden, vergesse ich mal oder bringe etwas durcheinander. Eine Erklärung für das Nicht-Melden der eigentlich besten Freundin bekommen, neben ihrem gerade sehr turbulenten Leben ist es wohl die Angst vor Konflikten und diese auszutragen, denn beim letzten Telefonat hatte ich Streit angefangen, das ist jetzt nur schon ein Jahr her. Seitdem nur SMS von ihr. Kann aber auch nicht sein, dass man nie was sagen darf, weil man sonst mit Kontaktabbruch bestraft wird. Einen tollen Herrenduft wieder entdeckt, den bekommt der Mann heute, ich bin süchtig nach diesem Duft. So genug getippt und gegammelt, ich muss ins Büro, Normalität üben.